Ein DNA Modell bauen

Möchtest du dir gern dein eigenes DNA-Modell bauen? In dieser Anleitung lernst du zwei verschiedene Möglichkeiten kennen, mit denen du sicherlich auch deine Lehrer beeindrucken kannst. Also, auf geht’s!

Methode 1 von 2: Ein DNA-Modell aus Modelliermasse

  1. Besorg dir alles, was du brauchst. Zunächst einmal musst du dir die benötigte Menge Modelliermasse kaufen. Du brauchst ofenhärtende Modelliermasse in sechs verschiedenen Farben und entsprechende Werkzeuge (ein Messer und eine Rollholz).
    • Möchtest du dein Modell nach der Fertigstellung ausstellen, musst du zunächst einen Ständer dafür basteln. Das kann ein schmales Brett sein, auf das du mittig einen Holzstab montierst, um den du dein DNA-Strang anbringst.
    • Die Modelliermasse muss im Backofen aushärten, also brauchst du außerdem einen funktionierenden Backofen.
    • Du kannst auch einen flexiblen Draht einarbeiten, um den DNA-Strang zu stützen.
  2. Forme zwei lange Stränge für die Doppelhelix. Wähle eine beliebige Farbe und rolle sie zu einer Länge von jeweils ca. 30 Zentimeter und einer Dicke von gut einem Zentimeter. An diesen beiden Strängen werden alle anderen Teile aufgesetzt, also achte darauf, dass sie stabil genug sind.
    • Damit die Stränge stabiler werden, kannst du die Modelliermasse um ein entsprechend langes Stück Draht wickeln.
    • Du kannst die Länge deinen persönlichen Vorlieben anpassen.
  3. Forme jetzt die Zuckermoleküle und die Phosphate. Die DNA besteht aus Zuckermolekülen und Phosphaten. Wähle eine Farbe für die Phosphate aus.
    • Rolle die Modelliermasse für die Phosphate flach aus. Schneide die Masse in Stücke: gut einen Zentimeter breit und einen Zentimeter lang.
    • Nimm nun deine Stränge und wickle die Phosphate darum. Beginne am unteren Ende und wickle ein Stück als Phosphat um den Strang.
    • Achte darauf, dass du es gut festdrückst, damit es nicht abfällt.
    • Lass zwischen den einzelnen Phosphaten immer gut einen Zentimeter Platz, bevor du das nächste Stück anbringst. Die nicht umwickelten Teile der Stränge bilden die Zuckermoleküle.
    • Wickle so lange „Phosphate“ um die Stränge, bis du am oberen Ende angekommen bist. Achte darauf, dass zwischen den einzelnen Phosphaten etwa ein Zentimeter Platz ist.
  4. Forme nun die Basenpaare. Unsere DNA enthält vier Nukleinbasen: Cytosin, Guanin, Adenin und Thymin. Sie bilden gewissermaßen die Stufen der DNA-Leiter. Wähle für jede Base eine Farbe aus.
    • Du brauchst von jeder Farbe Stücke, die einen guten Zentimeter lang und etwa einen halben Zentimeter dick sind. Schneide die Ecken mit einem Messer ab, damit die Enden nicht ausgefranst sind.
    • Zähle, wie viele Zuckermoleküle deine Stränge haben. Du brauchst genauso viele Basenpaare wie Zuckermoleküle.
    • Stelle die korrekten Basenpaare zusammen. Cytosin und Guanin gehören immer zusammen (egal, ob oben oder unten). Das zweite Basenpaar bilden Thymin und Adenin (egal, ob oben oder unten).
    • Möchtest du den Basenpaaren etwas mehr Stabilität verleihen, dann schneide dir kleine Stücke aus dem Draht zurecht und wickelst dann deine Basen da herum.
    • Verbinde nun die jeweils zueinander gehörenden Basen, indem du die Ecken beider Stücke zusammendrückst und so lange sanft rollst, bis du ein einheitliches Stück Modelliermasse in deinen Händen hältst.
  5. Bringe deine Basenpaare an. Sobald du alle Basenpaare geformt hast, musst du sie an deine Doppelhelix anbringen.
    • Beginne beim ersten Zuckermolekül an deiner Doppelhelix. Nimm dir ein erbsengroßes Stück Modelliermasse (gleiche Farbe wie das Zuckermolekül).
    • Befestige nun mithilfe dieses erbsengroßen Stücks Modelliermasse das Basenpaar an dem Zuckermolekül. Drück die Teile aneinander und glätte alle Enden mit deinen Fingern.
    • Es geht einfacher, wenn du zunächst alle Basenpaare an nur einem Strang deiner Doppelhelix befestigst und erst danach am zweiten Strang.
    • Achte darauf, dass alle Teile gut befestigt sind. Falls du die Basenpaare mit Draht stabilisiert hast, kannst du die Enden in Stränge der Doppelhelix stecken. So kannst du sie leichter miteinander verbinden.
  6. Verdrehe deine Doppelhelix. Damit dein DNA-Modell die typische Spiralenform erhält, musst du die Helix an beiden Enden festhalten und entgegen dem Uhrzeigersinn drehen.
  7. Backe dein Modell. Beachte die Angaben auf der Verpackung der Modelliermasse und lass dein Modell im Backofen aushärten.
    • Verwende nach Möglichkeit Backpapier, damit das Modell nicht am Blech kleben bleibt.
    • Lass das Modell gut abkühlen, nachdem du es aus dem Ofen gezogen hast. Du könntest dich sonst verbrennen.
  8. Stelle dein Modell aus. Sobald das Modell ausgehärtet und abgekühlt ist, zeige es überall herum. Du kannst es auch mit Angelsehne von deiner Zimmerdecke herabhängen lassen oder es auf einen Ständer stellen.

Methode 2 von 2: Ein DNA-Modell aus Draht und Perlen

  1. Besorge alle benötigten Materialien. Für dieses Modell brauchst du mehrere Meter flexiblen Draht, einen Drahtschneider und eine Zange sowie Perlen deiner Wahl.
    • Mithilfe eines Lötkolbens kannst du die Perlen auch dauerhaft miteinander verbinden.
    • Du kannst sämtliche Perlen benutzen, allerdings sehen Glasperlen am schönsten aus. Verwende ganz kleine Perlen als Abstandshalter zwischen den großen.
    • Du brauchst mindestens sechs verschiedene Perlen in ausreichender Menge. Die Menge ist abhängig von der gewünschten Größe des fertigen Modells sowie der Größe der Perlen.
    • Möchtest du das fertige Modell ausstellen, solltest du dir dafür einen Ständer aus Holz bauen.
  2. Fertige zunächst die Doppelhelix an. Das sind zwei lange Stränge, an denen die DNA-Moleküle befestigt werden. Schneide dir zwei gleich lange Drahtstücke für die beiden Stränge der Doppelhelix zurecht. Damit bestimmst du auch die Größe deines DNA-Modells.
    • Wähle zwei verschiedenen Perlenfarben aus und befestige eine Perle an jeweils ein Ende der Drahtstränge. Führe das Drahtende ein zweites Mal so durch die Perle, dass du damit eine Schlaufe formst und die Perle nicht mehr vom Draht rutschen kann.
    • Fädle immer abwechselnd Perlen in zwei verschiedenen Farben auf den Draht. Diese beiden Farben stellen die Zuckermoleküle sowie die Phosphate dar, aus denen die DNA-Helix besteht.
    • Du kannst jeweils nur eine Perle einer Farbe auffädeln oder auch mehrere derselben Farbe. Allerdings müssen sowohl die Zuckermoleküle als auch die Phosphate jeweils aus derselben Anzahl an Perlen bestehen.
    • Das Gleiche machst du mit dem zweiten Draht. Beginne mit derselben Farbe wie beim ersten Strang. Wenn du beide Drahtstränge nebeneinander legst, müssen immer dieselben Farben nebeneinander liegen.
    • Lass am oberen Ende der Drahtstränge etwa 5 Zentimeter Platz, damit du die „Stufen“ deiner „DNA-Leiter“ einfügen kannst.
  3. Füge die „Stufen“ ein. Zähle, wie viele Zuckermoleküle sich an einem Helixstrang befinden und schneide dir eine entsprechende Anzahl kleiner Drahtstücke zurecht. Die Drahtstücke sollten etwa sechs Zentimeter lang sein.
    • Wickle das eine Ende eines dieser Drahtstücke in der Nähe eines Zuckermoleküls an einen der Hauptstränge. Das machst du mit allen Drahtstücken.
    • Du kannst die Drahtstücke auch mit dem Lötkolben an dem Helixstrang festlöten. Dadurch wird dein Modell stabiler und sieht unter Umständen besser aus.
  4. Fädle nun die Nukleinbasen auf. Wähle vier verschiedene Farben aus und ordne jeder Base eine Farbe zu. Achte darauf, dass Guanin und Cytosin ein Paar bilden sowie Thymin und Adenin.
    • Du wirst für ein Basenpaar mehrere Perlen benötigen, also achte darauf, dass du genügend Perlen zur Verfügung hast.
    • Stelle sicher, dass du die Basenpaare korrekt auffädelst. Es gehören immer Cytosin und Guanin zusammen sowie Thymin und Adenin. Die Reihenfolge dieser Basenpaare spielt keine Rolle; es müssen auch nicht gleich viele Basenpaare vorhanden sein.
  5. Fädle die Basenpaare auf. Sobald du dir alle Perlen zurecht gelegt hast, fädle sie auf die kurzen Drahtstücke. Lass am Ende etwa einen Zentimeter frei, damit du das Drahtende an dem zweiten Strang der Doppelhelix befestigen kannst.
  6. Befestige den zweiten Helixstrang. Hast du alle Basenpaare aufgefädelt, musst du die Drahtstücke an dem zweiten Heilxstrang befestigen. Achte darauf, dass du die Drahtstücke an den gleichen Stellen wie beim ersten Strang befestigst.
    • Wenn du die Drahtstücke um den DNA-Strang wickelst, kannst du das unter Umständen leichter mit einer Nadelzange bewerkstelligen.
    • Am Ende kannst du die letzten Drahtstücke zusammenlöten. Dadurch sieht dein Modell gleichmäßig aus.
  7. Schneide die Enden ab. Um zu verhindern, dass die Perlen sich von deinem Modell lösen, wickelst du den Draht zweimal durch die letzte Perle an jedem DNA-Strang (genauso wie am Anfang). DU kannst die Enden auch zusammenlöten und so die perlen sichern.
  8. Verdrehe deine Doppelhelix. Damit dein DNA-Modell die typische Spiralenform erhält, musst du die Helix an beiden Enden festhalten und vorsichtig entgegen dem Uhrzeigersinn drehen.
  9. Stelle dein Modell aus. Sobald du mit der Arbeit fertig bist, zeige dein Modell. Du kannst es mit Angelsehne von deiner Zimmerdecke herabhängen lassen oder es auf deinen gebauten Ständer aus Holz stellen bzw. mit etwas Draht oder Kleber dort befestigen. Jetzt kann es jeder sehen!

Tipps

  • Sei ganz besonders vorsichtig beim Umgang mit dem Lötkolben. Du kannst dich daran leicht verbrennen.
  • Achte darauf, dich an den Drahtstücken nicht zu verletzen.
  • Beide Varianten sind für Kinder nur schwer allein zu realisieren. Hilf ihnen bitte dabei, vor allem wenn sie das Modell mit in die Schule nehmen wollen.
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