Einen neuen DJ Namen finden

Bist du auf der Welt, um Menschen tanzen zu lassen? Wolltest du immer schon an den Turntables stehen? Wenn du als DJ durchstarten willst, musst du auffallen und dazu brauchst du einen einprägsamen und einzigartigen Namen. Da es aber dummerweise Millionen Amateur-DJs gibt, sind viele gute Namen schon vergeben. Deshalb ist es wichtig, zu überprüfen, ob dein Name wirklich einzigartig ist. Nur so wird es dir gelingen, eine Karriere als DJ zu starten und Erfolg zu haben.

Teil 1 von 3: Bereits existierende Namen überprüfen

  1. Starte eine Anfrage in einer normalen Suchmaschine. Die schnellste und direkteste Methode heraus zu finden, ob es einen DJ-Namen schon gibt, ist die Suche in einer Suchmaschine deiner Wahl. Wenn es schon einen DJ dieses Namens gibt, wird dessen Website oder seine Seite in Sozialen Medien dort auftauchen. Denke aber daran, dass obskure Künstlernamen ggf. nicht gleich auf der ersten Seite auftauchen.
    • Denke daran, dass die Abwesenheit eines Beweises nicht der Beweis für dessen Abwesenheit ist. Wenn du in den Suchergebnissen einen anderen DJ findest, der sich so nennt, wie du es vor hattest, ist der Name schon vergeben. Umgekehrt heißt es aber nicht, dass es mit Sicherheit keinen dieses Namens gibt, wenn er nicht in den Suchergebnissen auftaucht. Um diesbezüglich sicher zu gehen, solltest du die weiter unten genannten Methoden anwenden.
  2. Nutze spezielle Websites für Namensüberprüfung. Eine Möglichkeit zur Überprüfung des Namens ist dessen Eingabe auf einer Internetseite, auf der Namen recherchiert werden können. Diese Seiten suchen in großen Datenbanken, ob z.B. schon eine Domain zum Namen existiert. Viele von ihnen arbeiten ohne Gebühren.
    • Aber auch hier gilt: Ist noch keine Website mit diesem Künstlernamen registriert, heißt das nicht automatisch, dass es noch keinen DJ dieses Namens gibt. Es könnte auch eine Person sein, die keine starke Onlinepräsenz hat.
  3. Nutze soziale Netzwerke. Heutzutage haben selbst die kleinsten Bands und Musiker meist Seiten in sozialen Netzwerken wie Facebook. Auf diesen Seiten kannst du den Namen eingeben und herausfinden, ob es diesen DJ-Namen schon gibt. Da die bekanntesten sozialen Netzwerke kostenlos genutzt werden können, hast du eine gute Chance, selbst den ungewöhnlichsten Künstlernamen dort zu finden.
    • Facebook ist zwar das bekannteste soziale Netzwerk aber bei Weitem nicht das einzige auf der Welt.Du sparst eine Menge Zeit, wenn du eine Seite wie namechk.com durchforstest, die mehrere soziale Netzwerke parallel durchsucht.
  4. Suche in einer Datenbank für Markennamen. Künstlernamen von Musikern können offiziell als Markenname eingetragen werden. Das sind Namen wie R.E.M., die eine andere Bedeutung haben, aber auch Namen wie Paul McCartney, der der wirkliche Name des Künstlers ist, und natürlich DJ-Namen. Mit so einer Suche findest du ziemlich sicher heraus, ob es schon einen anderen Künstler dieses Namens gibt. Wenn du den Namen in so einer Datenbank findest, ist er nicht nur vergeben sondern jemand hat auch die Rechte daran. Das heißt, dass er dich ggf. juristisch dazu zwingen kann, deinen Namen zu ändern, wenn es die Möglichkeit einer Verwechslung mit seinem gibt.
    • Einige dieser Datenbanken für Markennamen sind kostenlos, andere wollen eine kleine Gebühr. Eine Liste, die sehr gut und ausführlich ist, gibt es unter sonsult uspto.gov. Das ist die offizielle Seite der Patentbehörde der USA.
  5. Du solltest die Rechte der Markeninhaber kennen. Wenn du den von dir favorisierten Namen auf einer dieser Seiten findest, hast du wahrscheinlich Pech gehabt. Markeninhaber haben juristischen Anspruch auf die alleinige Nutzung dieses Namens. Insbesondere dann, wenn eine Verwechslungsgefahr besteht, ihr z.B beide aktive Musiker aus derselben Gegend seid. Du kannst dir auch Ärger einhandeln, wenn dein Logo, dein Schriftzug oder die künstlerische Richtung sich ähneln. Künstler haben das Recht, Rivalen vor Gericht zur Änderung des Namens zu zwingen.
    • Aber soweit musst du es erst gar nicht kommen lassen. Am besten änderst du deinen DJ-Namen. Du kannst auch Glück haben, wenn du nachweisen kannst, dass du nicht in direktem Wettbewerb mit dem Markeninhaber stehst. Wenn dieser z.B. in New York bekannt ist und du nur in München, musst du deinen Namen ggf. nicht ändern. Außer einer von euch macht eine Tour dort, wo der andere sein Revier hat.

Teil 2 von 3: Einen großartigen DJ-Namen finden

  1. Mach ihn kurz und bündig. Kennst du einen berühmten DJ, der einen Namen mit mehr als vier Silben hat? Wahrscheinlich werden dir nicht mehr als einer oder zwei einfallen. Die wenigsten DJs haben besonders lange Namen und das aus gutem Grund. Je länger dein Künstlername ist, um so schwerer können sich andere ihn merken. Und wahrscheinlich klingt er auch nicht besonders einprägsam.
    • Wenn du z.B. ein neuer DJ bist, der Diss-Tracks (auf denen Rapper sich „beschimpfen“) und dich "Diss-establishmentarianism" nennst, wird es schwer. Zwar ist das „Diss“ eine schöne Anspielung aber die Fans werden sich diesen Namen schwer merken und schon gar nicht aussprechen können. Es ist eher kein Name zum Weitersagen.
  2. Nimm etwas Zeitloses. Benenne dich nicht nach einem vorübergehenden Trend oder einem Subgenre der Elektronik, das vielleicht bald nicht mehr angesagt ist. Nimm nichts, was bald wieder out sein könnte. Sonst bist du möglicherweise auf eine bestimmte Zeit festgelegt und es wird schwer, neue Fans zu finden. Suche dir einen Namen, der dauerhaft relevant ist und der nicht in ein paar Monaten oder Jahren total daneben klingt.
    • Stell dir einen aufstrebenden DJ vor, der sich 2013, in der Hochzeit des Meme-Trends, „DJ Harlem Shaker“ genannt hat. Keine gute Idee, da die Popularität dieses Tends dramatisch gesunken ist, so dass dieser Name schon nach kurzer Zeit alles andere als frisch klingt.
  3. Überlege, was mit dem Namen mitschwingen soll. Idealerweise sollten die Silben deines Namens sich ergänzen und schön klingen, wenn man sie ausspricht. Einige Namen klingen weich und angenehm, andere kalt und böse. Abhängig von der Art der Musik, die du spielen willst, sollte dein Name weicher oder härter klingen.
    • Wörter in englisch mit G, Z, T und hartem C klingen meist hart und kantig. Man nennt sie auch kakophonisch bzw. phonetisch unangenehm. Wörter mit L, W, langem O, Y, S und weichem C klingen im Englischen weich und flüssig. Man nennt sie auch euphonisch bzw. phonetisch schön. Ein DJ kann diese beiden Stile auch vermischen. Wähle einen Namen, der zu dir und deiner Persönlichkeit passt.
  4. Wähle einen Namen, der auch im Radio genannt wird. In vielen Ländern wie den USA müssen Namen, Orte und Veranstaltungen „radiotauglich“ sein. Das ist nicht allzu schwierig und heißt hauptsächlich, dass er für Hörer – die ihn eben nur hören und nicht geschrieben sehen – verständlich ist.Je komplizierter dein DJ-Name ist, um so schwerer wird er für Radiohörer zu verstehen sein.
    • Ein radiotauglicher Name sollte einfach zu verstehen sein, wenn jemand ihn ausspricht. Ein Radiosprecher oder Ansager sollte das mühelos hinbekommen. Denn es ist gut möglich, niemand diesen Namen vorher im Radio gehört hat.
    • Stelle dir einen DJ mit dem Namen „Punktde3“ vor. Dieser Name ist nur bedingt radiotauglich. Ein Radiosprecher müsste vielleicht etwas sagen wie: „Wenn ihr diesen Song mögt, könnt ihr auf der Internetseite des Künstlers www.Punktde3.de mehr erfahren. Noch einmal langsam – www, dann Punkt ausgeschrieben, d-e in Buchstaben, dann 3, Punkt wie das Satzzeichen und nochmal d-e als Endung für Deutschland. Das kann man keinem Radiomoderator zumuten. Selbst wenn er dabei keinen Fehler macht, ist die Wahrscheinlich hoch, dass viele Hörer es nicht nachvollziehen können.
  5. Denke über Logo und Darstellung des Namens nach. Wenn du als DJ Karriere machen willst, solltest du dir über die ästhetische Darstellung Gedanken machen, bevor du eine endgültige Entscheidung triffst. Einige Namen eignen sich besonders, um sie in einer Art Logo zu präsentieren. Für andere musst man sich ggf. mehr Gedanken machen, um sie auch gut darstellen zu können. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Denn es kommt ganz darauf an, wie wichtig dir dein DJ-Image ist.
    • Wenn sich eine DJane „White Tiger“ nennt, arbeitet sie ggf. mit Tigerabbildungen in ihrer Bühnenshow. Sie trägt womöglich beim Auflegen eine Tigermaske auf der Bühne. Wenn sie einen Beamer hat, projiziert sie möglicherweise psychedelische Tigerabbildungen während der Show auf sich selbst.
    • Ein DJ, der sich „DJ Palindrome“ nennt hat wahrscheinlich ein Logo, das sich quasi selbst erschafft. Da Palindrome Wörter sind, die vorwärts genauso wie rückwärts ausgesprochen werden können, könnte das Logo so aussehen: „ PalindromemordnilaP“. Im Grunde genommen ist es so etwas wie ein Spiegelbild.
  6. Entscheide, ob du das „DJ“ mit in den Namen integrierst. Das ist die Frage, die sich immer wieder stellt: ob man das „DJ“ im Namen hat oder nicht. Auch hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Einige bekannte DJs wie Testo haben es weggelassen; andere haben es beibehalten. Es ist deine Entscheidung.
    • Meist klingt das „DJ“ im Namen ein klein wenig altmodisch oder klassisch. Denn die old-school Hip-Hop-DJs haben es früher meist im Künstlernamen geführt. Aber auch das gilt nicht für alle. Also solltest du es von Fall zu Fall abwägen.

Teil 3 von 3: Sich Anregungen für einen einzigartigen Namen holen

  1. Beziehe dich auf den Musikstil. Viele Musiker oder Bands haben sich bei ihren Namen auf einen Musikstil bezogen. Berühmte Künstler haben es so gemacht wie die „BEATles“ oder „The Moody BLUES“. Wenn du es ähnlich handhaben willst, sollte sich der Name allerdings auf etwas beziehen, was das Publikum kennt und versteht. Fast jeder kennt den Ausdruck „Beat“ und weiß, wofür er steht. Bei „Syncopation“ sieht das schon anders aus. Hier sind ein paar Anregungen, welche Wörter du integrieren könntest:
    • Musikbegriffe wie Beat, Note, Tempo, Chord, Song, Symphony o.ä.
    • Musikgenres wie Rock, Disco, Techno o.ä.
    • Bestimmte Songs oder Bands wie Radiohead, Phoenix oder The Rolling Stones, die alle nach Songs anderer Bands benannt wurden
  2. Wandle deinen eigenen Namen ab. Einige Künstler, auch DJs, haben einfach ihren bürgerlichen Namen zum Künstlernamen gemacht. Andere haben ihren Namen abgewandelt und ein Wortspiel daraus gemacht. Ob das bei deinem Namen funktioniert, hängt natürlich davon ab, wie du heißt.
    • Die Rapperin M.I.A. aus Sri Lanka z.B. - die internationale Hits wie „Paper Planes“ veröffentlicht hat – spielt mit ihrem echten Namen (Maya) und dem englischen Ausdruck „Missing in Action“ (militärischer Ausdruck für einen vermissten Soldaten).
    • Ein anderes bekanntes Beispiel ist Eminem. Sein Name bezieht sich auf die Anfangsbuchstaben seines bürgerlichen Namens (MM für Marshall Mathers) und auf seinen alten Künstlernamen (M&M).
  3. Benutze etwas, das dir wichtig ist. Gibt es Dinge, Orte, Menschen oder Ideen, die in deinem Leben von Bedeutung sind, kannst du dich mit deinem Namen darauf beziehen oder sie direkt verwenden. Es gibt eine große Auswahl an Themen – von lustig bis grimmig – die du einfließen lassen kannst. Es ist dir überlassen, was du davon für dich auswählst. Unten findest du ein paar Anregungen, welche Ideen oder Dinge ein Bestandteil deines Namens werden könnten:
    • Religiöse Bezüge wie Matisyahu
    • Politische Bezüge wie bei Rage Against the Machine
    • Literarische Bezüge wie bei Modest Mouse oder As I Lay Dying
    • Bezüge auf bestimmte Menschen oder Orte wie bei Lynyrd Skynyrd
  4. Informiere dich über berühmte DJs. Manchmal fällt die Namenssuche leichter, wenn man sich die Namen anderer ansieht. Wenn du dich allerdings von den Namen berühmter DJs inspirieren lassen willst, denke daran, dass du einzigartig sein und nicht verwechselt werden willst. Unten findest du eine Liste der einflussreichsten DJs und MCs weltweit:
    • DJ Shadow
    • Tiesto
    • Belleville 3
    • A-Trak
    • Grandmaster Flash
    • Diplo
    • Jam Master Jay
    • Deadmau5

Tipps

  • Erstelle eine Liste mit Ideen. Es kann Wochen, Monate oder sogar Jahre dauern bis du den richtigen Namen gefunden hast – einen, der dir und anderen gefällt.
  • Nutze Alliteration oder andere Methoden, um deinen Namen interessant klingen zu lassen.
  • Sei kreativ. Du kannst den Namen der Straße, in der du aufgewachsen bist, benutzen und den Namen deines ersten Haustiers anhängen oder jedes I durch ein Y ersetzen.
  • Du kannst auch den Namen eines Superhelden mit Begriffen aus dem Bereich Essen, Musik, Material, Ideen, Tiere o.ä. kombinieren. Tausche ähnlich klingende Buchstaben aus. Aus einem C könnte ein K werden, aus G ein J oder I, aus F ein Ph. usw.
  • Die Buchstaben X und Z funktionieren in Namen meist gut.
  • Sei erfinderisch. Hypo Statik, Drexo, Flextra, Toxic Summer, Trapsyklez, Kyta Lagoz, Watzit, Weiner Chinos u.s.w.

Warnungen

  • Übertreibe es nicht. So etwas wie "DJ Commander Transverse Pyjama Anthro-Hippopotamus" können sich Menschen weder merken noch ernst nehmen.
  • Wenn du etwas veröffentlichen willst, überprüfe deinen Namen vorab in Datenbanken oder Musikonlinestores wie iTunes, um sicher zu stellen, dass es den Namen nicht schon gibt oder er einem anderen sehr ähnlich ist.
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