Zierleisten zuschneiden

Zierleisten können die Ästhetik eines Raumes bedeutend verbessern, allerdings ist die Herstellung nicht ganz einfach. Mit Winkeln und Ecken gekonnt umzugehen, kann selbst für den begabtesten Tüftler eine Herausforderung sein. Schau dir die untenstehenden Schritte an, um möglichst schnell zu deinem gewünschten Ergebnis zu gelangen.

Methode 1 von 3: Die ersten Schnitte

  1. Arbeite an einem Bereich nach dem anderen. Fang in der Ecke des Raumes an, die am wenigsten sichtbar ist. Vor allem wenn du Leisten mit einem Design anbringst. Dies liegt daran, dass es bei den ersten Leisten relativ einfach sein wird das Muster in jeder Ecke richtig aneinander anzulegen, in der letzten Ecke jedoch ist es wahrscheinlich, dass das Muster nicht ganz passt.
    • In der ersten Ecke, ziehe eine Linie an jeder Wand, die sich an der Ecke entlang der Unterseite der Leiste kreuzt. Dies wird dir helfen während der Installation die Leiste richtig anzusetzen. Um diese Linie zu zeichnen, halte ein kleines Stück übergebliebene Leiste an die Ecke. Fahre mit dem Bleistift entlang der Unterseite der Leiste zur Ecke hin. Wiederhole diesen Schritt an der anderen Wand, so dass sich die Linien verbinden.
  2. Miss deine Wand und die Leiste. Mit einem Messband, miss die Wand von Ecke zu Ecke. Entscheide dich ob du mit dem linken oder rechten Teil an der Ecke beginnen willst.
    • Jetzt muss du das erste Stück deiner Leiste abmessen, basierend auf den Wandmaßen. Markiere deine Messpunkte an der Unterseite der Leiste auf beiden Seiten.
  3. Bereite das Zuschneiden vor. Platziere die Leiste umgedreht auf deinem Sägetisch. Halte die Leiste so, als ob der Tisch die Decke wäre, mit der Leistenseite, die die Wand berührt, zu dir gedreht. Dies wird es dir erlauben die Messmarkierungen zu sehen, die du an die untere Kante gesetzt hast.
  4. Für den ersten Bereich, wirst du gerade 90 Grad Schnitte auf beiden Enden der Leiste machen. Die Leiste wird bündig an die Wand in der Ecke angebracht. Sorge dich nicht um den Winkel. Das zweite Stück der Leiste wird an das erste Stück angepasst zurecht geschnitten.

Methode 2 von 3: Das zweite Stück

  1. Miss das zweite Stück der Leiste. Markiere deinen Messpunkt auf der Unterseite der Leiste. Wenn du die Oberseite markierst, wird der Schnitt nicht korrekt sein. Dies liegt daran, dass die Unterseite der Leiste an der Wand anliegt und ganz bis in die Ecke reicht, die Oberseite hingegen nicht.
    • Stelle deine Tischkreissäge auf einen Winkel von 45 Grad ein. Angenommen du beginnst mit dem linken Teil, sollte deine Säge von links nach rechts ausgerichtet sein.
    • Stelle sicher, dass du die Seite der Leiste, die die Decke berührt, auf die Fläche deines Sägetisches platzierst und die Seite, die an der Wand anliegt, in deine Richtung weist.
    • Mach den ersten Schnitt so, dass die Säge die Markierung deiner Messung trifft.
    • Bei Zweifeln, schneide so, dass du den Rest nachschneiden kannst. Zu kurz zu schneiden, kann die gesamte Leiste unnütz machen.
  2. Schneide das andere Ende. Stelle den Winkel wieder zurück auf 90 Grad. Die Säge sollte wieder den Markierungspunkt deiner Messung treffen, mit einem kleinen Puffer, um etwaige Nachbesserungen vornehmen zu können.
  3. Benutze eine Laubsäge, um am 45 Grad Ende die Rückseite wegzuschneiden. Folge den Konturen der Leiste und streife das Rückholz ab. Der 45 Grad Schnitt soll an die Konturen des ersten Stücks Leiste angepasst sein.
    • Benutze Schmirgelpapier um etwaige Lücken zu entfernen. Teste die Abdeckung, indem du ein Stück übriggebliebene Leiste gegen die Konturen hälst. Die Lücken sollten minimal sein. Benutze eine Abdichtungspistole um nicht entfernbare Lücken zu schließen.

Methode 3 von 3: Beende den Job

  1. Wiederhole die obenstehenden Schritte mit den weiteren Teilen der Leiste. Wenn du Leisten in einem Raum mit vier Wänden installierst und du mit einer Leiste mit zwei 90 Grad Winkeln gestartet bist, wirst du ein Leistenstück anfertigen, das zwei 45 Grad Winkel hat.
    • Die 45 Grad Winkel müssen gegensätzlich sein. Stelle sicher, dass du zu Beginn etwas mehr überlässt, um sicherzugehen, dass alles passt. Ein leicht zu langes Teil, wird die ganze Konstruktion stabiler machen und Sprünge verhindern, wenn das Haus sich setzt.
    • Für einen Raum mit 4 Wänden, wirst du also ein Teil mit zwei 90 Grad Enden haben, zwei Teile mit jeweils einem 90 Grad und einem 45 Grad Ende und ein Teil mit zwei gegensätzlichen 45 Grad Enden.
  2. Bringe die Leisten an. Trage Klebemittel an den flachen Seiten auf, die die Wand und die Decke berühren. Trage außerdem Klebemittel auf die Leistenteile auf, die aneinander anliegen.
    • Ein extra Paar helfende Hände werden nützlich sein, wenn du die Leisten anbringst, insbesondere bei den längeren Stücken.
    • Drücke das Ende des ersten Stücks fest in die erste Ecke.
    • Benutze Senkkopfnägel, um die Leiste zu sichern, während das Klebemittel bindet. Verwende einen Nageltreiber, um sicherzustellen, dass die Nägel unter die Oberfläche des Holzes dringen. Später wirst du sie übermalen können.
    • Bringe den Rest der Leistenteile an, und verwende Abdichtungsmittel, um etwaige Lücken zu füllen.

Tipps

  • Mache einige Übungsschnitte mit übriggebliebenen Leisten, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Leistenteile am besten ineinander passen. Dies kann dir sehr viel Nerven und Geld sparen, wenn du dich an die richtige Leiste machst.
  • Mach dich nicht verrückt, wenn die Leiste nicht perfekt an die Wand passt. Keine Wand ist hundertprozentig grade, und wenn du deine Leiste zwingst überall genau anzuliegen, wird das Unebenheiten nur hervorheben. Benutze stattdessen Abdichtungsmittel, um die Lücken zwischen einer etwas ungeraden Wand oder Ecke zu füllen.

Warnungen

  • Sei sehr vorsichtig wann immer du mit Sägen und elektrischen Werkzeugen arbeitest. Folge allen angegeben Vorsichtsmaßnahmen, um Verletzungen zu verhindern.
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