Charakterisiere dich selbst

Wir kämpfen alle damit, herauszufinden, wer wir wirklich sind. Oft konzentrieren wir uns auf das Negative oder vergleichen uns mit anderen Menschen, wenn wir uns selbst charakterisieren. Niemand außer dir kann definieren, wer du bist, aber dieser Artikel hat einige Tipps dazu, wie du dich selbst charakterisieren kannst und wie dies auf positive Weise geschehen kann.

Methode 1 von 2: Entdecke deine Identität

  1. Erkenne dich selbst. Selbsterkenntnis, besonders unvoreingenommene Selbsterkenntnis, ist eine unglaublich wichtige Fähigkeit, um sich selbst zu charakterisieren. Bevor du dich als Person definieren kannst, musst du verstehen, was in dir vorgeht und was deine Denkprozesse sind.
    • Achtsamkeit bedeutet, deinen Gedanken Aufmerksamkeit zu schenken, und deine Denkmuster zu beobachten. Zum Beispiel könntest du feststellen, dass du eine Tendenz dazu hast zu empfinden, dass es anderen Menschen egal ist, was du denkst und deine Meinung unwichtig ist. Diese Gedanken wahrzunehmen, bevor sie beginnen, Ängste auszulösen, könnte dir helfen, die wichtigen Teile deiner Identität zusammenzufügen.
    • Wenn du deine Aufmerksamkeit auf deine Denkprozesse und Denkmuster richtest, musst du bewusste Unvoreingenommenheit praktizieren. Das bedeutet, dir deiner Denkmuster bewusst zu sein und sie zu akzeptieren, aber mache dich deswegen nicht selbst fertig. Jeder hat negative Denkmuster und Prozesse. Indem du die Aufmerksamkeit auf sie richtest, kannst du sie aus deinem Geist verbannen.
  2. Nimm zur Kenntnis, wie du dich selbst identifizierst. Sobald du damit beginnst, deine Aufmerksamkeit darauf zu richten, wie du über dich und über die Welt denkst, achte speziell darauf, wie du dich selbst identifizierst. Sei dir bewusst, welche Gruppen und Gemeinschaften du verwendest, um deine Identität zu definieren. Alle dies informiert dich darüber, wie du dich selbst siehst, und sagt dir, wodurch du dich definieren lässt.
    • Beachte beispielsweise Dinge wie Religion, Nationalität, oder sexuelle Identität, um zu sehen, ob diese Dinge dich definieren.
    • Wirf einen Blick auf die Rollen, die du annimmst, wie auf der Arbeit, deine Position in der Familie (Mutter, Vater, Schwester, Bruder), deinen romantischen Status (ledig, in einer Beziehung, usw.).
  3. Notiere dir Denkprozesse und Selbstdefinitionen. Um Erfahrungen mit deinen Denkprozessen und Definitionen zu machen und zu sehen, wie durch diese dein Verhalten bestimmt wird, und wie sie beeinflussen, wer du bist, schreibe sie in einem Notizbuch auf, wenn du sie identifizierst. Du wirst sehen, wie du dich selbst betrachten solltest und es wird einfacher sein, die negativen Assoziationen zu beseitigen.
    • Ein Gespräch und das Arbeiten mit einem klinischen Psychologen kann bei der Aufdeckung von Denkmustern eine große Hilfe sein. Diese Fachleute können dir auch beim Umgang mit den negativen Aspekten deines Denkens helfen.

Methode 2 von 2: Deine Selbstcharakterisierung vornehmen

  1. Zeichne deine negativen Definitionen auf. Diese aufzuzeichnen und ihnen Aufmerksamkeit zu schenken, wird dir helfen, sie loszulassen. Sie offen auf den Tisch zu legen kann helfen, ihren Einfluss auf deinen Geist und dein Selbst zu mindern.
    • Beschränke dich nicht durch negative Einflüsse. Die Definition deiner selbst bestimmt deine Handlungen. Wenn du dich also zum Beispiel als jemand definierst, der schlechte romantische Beziehungen hat, hast du bereits das Potenzial für eine gute Liebesbeziehung verloren. Es ist eine Geschichte, die du dir selbst erzählst, und weil du diese Geschichte glaubst, wirst du dich bereits in deinem Verhalten der Geschichte anpassen, sodass sie eine wahre Geschichte wird.
  2. Identifiziere deine Grundwerte. Du möchtest dich selbst nicht auf der Grundlage von äußeren Kräften definieren, da äußere Kräfte unbeständig und einer ständigen Veränderung unterworfen sind. Wenn du deine Selbstcharakterisierung auf Grundwerte basierst, hast du eine bessere Chance, eine stabile Selbstdefinition zu haben.
    • Du wirst deine eigene Identität nicht verlieren, wenn du sie auf Werten basierst, die dir in ihrem Kern am Herzen liegen, wie Mitgefühl, Mut, und Integrität.
    • Schreibe eine Liste dieser Werte auf und lebe bewusst und achtsam in deinem täglichen Leben nach ihnen. Wenn Mut beispielsweise zu deinen Grundwerten gehört, setze dich für jemanden ein, der an der Bushaltestelle steht und belästigt wird. Oder wenn Ehrlichkeit ein Grundwert ist, gestehe den Verlust der Lieblingsuhr deines Vaters. Wenn Mitgefühl auf dieser Liste ist, verbringe Zeit mit Freiwilligenarbeit in einem Obdachlosenheim.
  3. Definiere dich auf positive Weise. Dies bedeutet nicht, dass du die negativen Ereignisse und Aktionen nicht erkennen sollst, die in deinem Leben stattgefunden haben. Sie sind ebenso ein Teil von dir wie die positiven, aber sie definieren dich nicht.
    • Dies bedeutet, dass du Begleitumstände nicht deine Identität kontrollieren lassen sollst. Deine Identität kommt von innen heraus, aus den Kernwerten, die du bereits identifiziert hast, und die für deine Identität wichtig sind.
    • Verstehe, dass die negativen Erfahrungen in deinem Leben dir Wissen vermittelt haben. Wenn du zum Beispiel negative Erfahrungen mit Romanzen gehabt hast, lerne aus diesen Erfahrungen. Was haben sie dir über die Art der Person beigebracht, die du sein möchtest?

Tipps

  • Sei ehrlich mit dir selbst, aber sei nicht zu kritisch. Dies bedeutet, dir selbst nicht zu sagen: "Ich bin hässlich", oder "Ich bin dumm."
  • Vergiss nie, dass niemand außer dir selbst dich definieren kann. Du wirst immer die einzige Person sein, die entscheiden kann, wer du wirklich bist.

Warnungen

  • Stecke dich nicht in eine Kategorie, von der du denkst, dass du hineinpasst.
  • Versuche nicht, dich mit anderen zu vergleichen. Das ist nicht möglich, es wäre dir und ihnen gegenüber nicht fair, weil unterschiedliche Hintergründe vorliegen, verschiedene Unsicherheiten, unterschiedliche Erwartungen des Lebens und des Selbst. Zwei Personen zu vergleichen wäre dasselbe, als sie ohne alle diese charakteristischen Eigenschaften als Produkte aufs Regal zu stellen, um zu sehen, welches besser ist.
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