Obdachlosen helfen

Es ist hart, obdachlose Menschen auf der Straße zu sehen. Es kann sein, dass du wirklich helfen möchtest, aber keine Ahnung hast, wo du anfangen sollst. Mit der Hilfe von wikiHow kannst du es schaffen einen positiven Einfluss auf das Leben einer obdachlosen Person zu haben und das Schicksal deiner gesamten Gemeinde zu beeinflussen. Fange mit Schritt 1 an.

Teil 1 von 6: Dinge, die du tun kannst

  1. Spende Geld. Der schnellste Weg, um Obdachlosen zu helfen, besteht darin, Geld zu spenden. So kannst du sicher sein, dass Experten, die wissen wo die meiste Hilfe benötigt wird, die Mittel haben, um Menschen zu helfen.
    • Wenn du spendest, konzentriere dich auf lokale Organisationen. Große, nationale Organisationen geben eine Menge Geld für Aufklärung aus (was gut ist), aber wenig um Leuten tatsächlich zu helfen, besonders denen in deiner Gegend.
    • Du kannst dein Geld auch lokalen Kirchen, Tempeln, Moscheen, oder anderen religiösen Organisationen spenden, auch wenn du selbst nicht religiös bist. Diese Organisationen haben andere Einkommensquellen, um ihre operativen Kosten zu bewältigen, dein Geld sollte also direkt dafür eingesetzt werden, Leuten zu helfen.
    • Falls du dir eine lokale Organisation näher ansehen möchtest um sicherzugehen, dass sie ihre Mittel verantwortungsvoll einsetzen, dann besuche die Guide Star Website Guide Star website.
    • Du kannst, falls du möchtest, genauer angeben wofür dein Geld verwendet werden soll. Die meisten gemeinnützigen Organisationen geben dir die Möglichkeit dazu. Behalte allerdings im Hinterkopf, dass sie in der Regel am Besten wissen, wo die meiste Hilfe benötigt wird.
  2. Gebe Sachspenden. Neue oder gebrauchte Sachen zu spenden ist eine andere, einfache Möglichkeit zu helfen. Spende diese Dinge lokalen Organisationen, die Obdachlosen helfen oder gebe sie direkt einer obdachlosen Person, die du regelmäßig siehst. Die besten Dinge zu spenden sind zum Beispiel die folgenden Artikel:
    • Winter- und Wetterkleidung (Hüte, Handschuhe, Mäntel, Stiefel)
    • Unterwäsche
    • Kleine Hygieneartikel (die Art von Dingen, die du in Hotels erhälst, kleine Zahnpastatuben, Shampoofläschchen, etc.)
    • Professionelle Kleidung (eine Hürde für viele obdachlose Menschen ist es, sich bei Vorstellungsgesprächen angemessen zu kleiden)
    • Erste-Hilfe Artikel (Verbandszeug, Pflaster, Heilsalbe, antibakterielle Seife und Desinfektionsmittel)
    • Busfahrkarten (großartig, um ihnen zu helfen zu Vorstellungsgesprächen zu kommen)
  3. Essen bereitstellen. Jeder Mensch muss essen und zwar jeden Tag. Wenn du hungrig bist, ist deine Fähigkeit gute Entscheidungen zu treffen nicht besonders ausgeprägt, stimmts? Es gibt viele Arten, um Obdachlosen Essen zu verschaffen.
    • Du kannst lokalen Suppenküchen Konserven und frisches Obst und Gemüse spenden.
    • Du kannst auch Bananen, Äpfel oder belegte Brote günstig im Supermarkt kaufen und sie an obdachlose Personen, die du auf der Straße siehst, direkt verteilen.
  4. Schaffe Arbeitsplätze. Falls du in der Position bist jemandem eine Arbeitsstelle anbieten zu können, mache es. Ob es sich darum handelt jemanden für eine administrative Stelle einzuarbeiten und anzustellen, oder ob es sich um gelegentliche Jobs wie Rasenmähen handelt; es kann für denjenigen wirklich einen großen Unterschied machen.
    • Achte jedoch darauf sie nicht auszunutzen. Bezahle ihnen einen vernünftigen, fairen Geldbetrag.
    • Sammel Leergut. Falls du in einer Gegend lebst, in der man Geld für die Rückgabe von Leergut erhält, sammel deine Dosen und Flaschen und gebe sie regelmäßig einer obdachlosen Person. Diese Person kann sich dann das Geld für das Leergut abholen, eine für viele obdachlose Menschen wichtige Einkommensquelle.
    • Kaufe Obdachlosenzeitungen. Es handelt sich dabei um eine Zeitung die von obdachlosen Menschen verkauft wird, mit dem Ziel sie finanziell etwas unabhängiger zu machen. Du wirst sie in den meisten großen und auch in einigen kleineren Städten finden.
  5. Kontaktiere lokale Hilfe. Falls du Leute siehst die auf der Straße leben, eines der besten Dinge, die du tun kannst, ist den lokalen Obdachlosendienst anzurufen. Manche Leute mögen nicht wissen wie sie Unterstützung erhalten können, sodass sie diese nie bekommen werden. Rufe für sie an und bringe sie auf den Weg der Regenerierung.
  6. Rufe den Notdienst an. Falls jemand offensichtlich ein schwerwiegendes Problem hat, rufe den Notdienst an. Falls du jemanden siehst der ganz klar einen psychotischen Anfall hat, rufe 112 an. Falls du jemanden siehst der sich selbst oder andere gefährden könnte, rufe 112 an. Falls jemand aufgrund der Wetterkonditionen in Gefahr ist, oder sich scheinbar versucht das Leben zu nehmen, rufe 112 an.
    • 112 ist selbstverständlich die europäische Notrufnummer. Rufe, falls abweichend, die relevante Nummer deiner Gegend an.

Teil 2 von 6: Möglichkeiten für soziales Engagement

  1. Leiste Freiwilligenarbeit in einer Organisation. Finde eine Organisation in deiner Nähe, die Obdachlosen hilft. Es handelt sich in der Regel um Gruppen, die sich darauf konzentrieren den Obdachlosen Unterkünfte, Arbeit, oder eine Ausbildung zu verschaffen. Schaue dich um und engagiere dich in deiner Gegend.
  2. Helfe in einer Suppenküche aus. Suppenküchen konzentrieren sich auf die Lösung eines akuten Problemes eines jeden Obdachlosen: genug Nahrung zu sich zu nehmen, um überleben zu können. Suppenküchen können fast immer eine helfende Hand gebrauchen um das Essen vorzubereiten oder zu verteilen oder sich darum zu kümmern Spenden an Kirchen oder Firmen abzuholen.
  3. Mache dich in einem Obdachlosenheim nützlich. Obdachlosenheime bieten einen sicheren Schlafplatz für obdachlose Menschen. Sie brauchen in der Regel Freiwillige, die mit dem saubermachen und überwachen der Anlage aushelfen oder sich nützlich machen, indem sie permanentere Unterkunftslösungen für obdachlose Menschen recherchieren.
  4. Engagiere dich bei der Organisation Habitat for Humanity. Habitat for Humanity ist eine Organisation die Häuser für Obdachlose und verdrängte Familien baut. Du kannst wichtige Fähigkeiten lernen und Leuten helfen, indem du hilfst ihnen ein Zuhause in deiner Gegend zu bauen.
  5. Stelle dein Grundstück zur Verfügung. Vermieter sind besonders hilfreich. Oft passiert es das Obdachlose einen Job bekommen aber eine Periode von einer Woche, zwei Wochen, oder einem Monat überbrücken müssen, bevor sie ihr erstes Gehalt beziehen. In dieser Zeit brauchen sie einen Platz, an dem sie bleiben und sich fertigmachen können. Ein Apartment für Menschen in dieser Situation offen zu halten kann deiner Gemeinde ein riesiger Dienst sein und eine lokale Obdachlosenunterkunft kann dir wahrscheinlich Hilfe anbieten.

Teil 3 von 6: Politische Veränderungen bewirken

  1. Unterstütze Dienste für psychische Gesundheit. Eine der besten Möglichkeiten, um obdachlosen Menschen zu helfen, ist die Art, wie Obdachlose in unserer Gesellschaft betrachtet und behandelt werden, zu ändern. Das größte Problem für Obdachlose in den USA, beispielsweise, ist der mangelnde Zugang zu psychischen Gesundheitsdiensten. Unterstütze diese Art von Einrichtungen und schreibe Lokalpolitiker an.
  2. Unterstütze Initiativen für bezahlbare Unterkünfte. Ein weiteres Problem in vielen Städten ist der Mangel an erschwinglichen Wohnmöglichkeiten. Dies ist ein wirklich großes Problem. Unterstütze Initiativen für bezahlbares Wohnen und schreibe örtlichen Wohngruppen, um sie auf dieses Bedürfnis aufmerksam zu machen. Erhebe deine Stimme gegen neue Entwicklungen, die nicht erschwinglich sind.
  3. Setze dich für kostenlose und günstige medizinische Versorgung ein. Die medizinische Grundversorgung ist ein weiteres Problem für obdachlose Menschen. Sie sind anfälliger für gesundheitliche Probleme aber befinden sich offensichtlich in einer Position, in der sie sich keine Hilfe leisten können. Unterstütze örtliche kostenlose Kliniken und setze dich für weitere Kliniken in deiner Stadt ein.
  4. Unterstütze Tagesheime. Tagesheime sind ein anderer Dienst, um obdachlosen Menschen zu helfen wieder zurück auf die Beine zu kommen. Diese Unterkünfte bieten obdachlosen Menschen einen sicheren Platz, um sich nach Arbeit umzuschauen oder um ihre Sachen sicher zu lagern, während sie draußen auf Arbeitssuche sind. Tagesunterkünfte sind selten, also versuche eine in deiner Stadt zu organisieren, falls es noch keine gibt.
  5. Unterstütze Bibliotheken. Lokale Büchereien sind ein großes Hilfsmittel für obdachlose Menschen. Sie bieten beispielsweise kostenloses Internet an, welches auch von Obdachlosen genutzt werden kann, um Arbeit zu finden. Sie sind außerdem eine Quelle der Information, sodass obdachlose Menschen ihre Fähigkeiten ausbauen können, die ihnen später bei der Arbeitssuche helfen.

Teil 4 von 6: Für Experten

  1. Beurteile ihre unmittelbaren Bedürfnisse. Höre auf dich auf langfristige Ziele zu fokussieren, wie zum Beispiel sie zurück in die Schule, oder vom Alkohol weg zu kriegen. Du musst zuerst ihre unmittelbaren Bedürfnisse lösen, indem du ihnen einen Schlafplatz und etwas zu essen besorgst.
  2. Finde heraus wie sie obdachlos geworden sind. Das kann oft helfen zu verstehen, was du tun musst um ihr Problem zu stoppen. Es wird außerdem helfen eine gewisse Nähe zwischen euch aufzubauen und sie werden dir eher erlauben ihnen zu helfen.
  3. Informiere dich über ihr Unterstützernetzwerk. Finde heraus ob sie Familie oder Freunde haben, die helfen können. Oft ist dies der Fall, sie fühlen sich jedoch nicht wohl dabei um Hilfe zu bitten oder wissen nicht wie sie ihre Familie finden können. Gehe dabei sensibel vor und respektiere auch, wenn die obdachlose Person nicht mit dir darüber reden möchte.
  4. Organisiere ihnen Hilfsquellen. Finde Dinge wie Unterkünfte, Suppenküchen, Bildungsprogramme, und staatliche Hilfen. Es wird ihnen wahrscheinlich schwer fallen diese Dinge alleine zu finden.
  5. Schreibe ihnen eine Liste. Bereite ihnen eine Liste mit dem grundlegenden Hilfsmitteln vor, sowie du Dinge wie Unterkunft und Nahrung lokalisiert hast. Schreibe die Adressen, Telefonnummern und Öffnungszeiten auf. Schreibe so leserlich und übersichtlich wie möglich. Du kannst sogar emotionale Erinnerungen notieren, um sie inspiriert und motiviert zu halten.
  6. Finde WET Unterkünfte für sie. Falls sie Alkoholiker sind, können sie Schwierigkeiten im regulären System haben, da die meisten Obdachlosenunterkünfte verlangen, dass sie einen kalten Entzug machen. WET Unterkünfte, in einigen Städten verfügbar, sind speziell für obdachlose Menschen mit Drogenproblemen gedacht und ihre Erfolgsrate ist phänomenal.

Teil 5 von 6: Dinge die zu beachten sind

  1. Respektiere sie. Respektiere obdachlose Menschen ohne Ausnahme. Manche haben schlechte Entscheidungen getroffen, andere nicht. Selbst wenn sie schlechte Entscheidungen getroffen haben, niemand verdient es obdachlos zu sein. Obdachlose Menschen sind nicht weniger wert als du. Sie sind noch immer jemandes Kind. Spreche mit ihnen und behandele sie so, wie du behandelt werden möchtest.
  2. Sei freundlich. Lächle sie an. Unterhalte dich mit ihnen. Starre sie nicht an. Ignoriere sie nicht. Obdachlose Menschen können sich ihrer selbst sehr bewusst sein und sie einfach gut zu behandeln kann ihnen den Tag retten.
  3. Biete Hilfe an. Biete an ihnen zu helfen. Vielleicht wissen sie nicht mit wem sie reden sollen oder wo sie Hilfe für ihre Bedürfnisse bekommen können. Biete an ihnen zu helfen, vielleicht nicht indem du ihnen direkt Geld gibst, aber du könntest sie zum Mittagessen einladen und eine Unterkunft für sie kontaktieren.
  4. Nutze einfache Sprache. Wenn du dich mit ihnen unterhältst, spreche einfach mit ihnen und komme auf den Punkt. Nicht weil sie dumm sind, sondern weil Hunger und Kälte das Urteilsvermögen beeinträchtigen können. Sie können Probleme haben dich zu verstehen und brauchen vielleicht Hilfe ihre Probleme zu strukturieren.

Teil 6 von 6: Dinge die vermieden werden sollten

  1. Biete keinen Transport an. Du solltest ihnen generell keine Mitfahrgelegenheit irgendwohin anbieten, außer der Betreuer hat dir versichert, dass die obdachlose Person sicher ist. Viele obdachlose Menschen Leiden an psychischen Problemen und können eine Gefahr darstellen, auch wenn es nicht ihre Absicht ist.
  2. Biete keine Unterkunft an. Du solltest ihnen, aus den eben genannten Gründen, auch keine Unterkunft in deinem Zuhause anbieten. Finde andere Wege um ihnen zu helfen.
  3. Konfrontiere niemals jemanden, der eine Episode zu haben scheint. Falls jemand schimpft, schreit, oder ein anderes mentales Problem zu haben scheint, konfrontiere sie nicht. Rufe einfach die Polizei.
  4. Behandele sie nie als seien sie weniger wert oder dumm. In der Regel sind sie es nicht. Manchmal passieren uns einfach schlimme Dinge im Leben und viele Länder sind nicht gut ausgestattet, um diesen Leuten wieder zurück auf die Beine zu helfen.

Tipps

  • Sei nett! Immer!

Warnungen

  • Bringe dich selbst nicht in Gefahr. Falls du dir nicht sicher bist, lasse Experten helfen.
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