Sich auf einen Welpen vorbereiten

Bekommst du einen Welpen? Fang damit an, einen Platz für deinen Welpen einzurichten. Wenn du einen Welpen bei dir aufnimmst, der später ziemlich groß wird, achte darauf, eine geräumige Box zu besorgen, in die er auch als erwachsener Hund noch hineinpasst. So sparst du Geld und Zeit, wenn dein Hund erstmal wächst. Und natürlich musst du dir über deine zukünftigen Aufgaben im Klaren sein, wenn du ein Haustier bekommst. Der Wassernapf muss immer gefüllt sein, der Hund muss regelmäßig gefüttert werden, und du solltest ihm die Eingewöhnung so leicht wie möglich machen. Wenn du diese Ratschläge befolgst, sollte es dir nicht schwerfallen, alles für das neue Familienmitglied vorzubereiten.

Vorgehensweise

  1. Richte einen bestimmten Bereich in deiner Wohnung für den Welpen ein. Oftmals wird hierfür die Küche, der Wäscheraum oder das Arbeitszimmer gewählt. So ermöglichst du dem Welpen, in der ersten Zeit nur einen eingeschränkten Bereich zu erkunden und sich sicher und geborgen zu fühlen. Und für dich bedeutet es, dass du nur in einem eingeschränkten Bereich hinter deinem Welpen aufräumen musst.
  2. Mach diesen Bereich welpensicher, indem du gründlich sauber machst, alle Kabel oder andere Dinge entfernst, an denen der Welpe möglicherweise herumkauen könnte, sowie alles, an dem er sich sonst verletzen könnte – und alles, was heile bleiben soll.
  3. Trage eine spezielle, abstoßende Flüssigkeit auf alles auf, woran der Welpe sich verletzen könnte, oder was du in Zukunft noch brauchst, wie Fernbedienungen, Familienerbstücke und Schuhe.
  4. Gib deinem Welpen etwas, worauf er nach Lust und Laune herumkauen darf. Welpen müssen kauen, sie machen das nicht aus Bosheit. Sorge also dafür, dass dein Welpe ein Kauspielzeug hat, etwa ein Quietschtier. Auch Seilknochen sind gute Kauspielzeuge.
  5. Kaufe ein passendes Halsband oder Geschirr für deinen Welpen. Es gibt Halsbänder normalerweise in Größen von XS bis XL. Wenn du das Halsband aussuchst, achte darauf, dass es nicht nur mit Klettband verschlossen wird, denn dieses hält einem störrischen Welpen nur bedingt stand. Halsbänder mit einem Schnappverschluss sind besser, besonders für größere Rassen, weil sie mehr aushalten. Und dann brauchst du noch eine Leine. Die meisten Hundehalter nehmen eine Langlaufleine zum Spazierengehen und eine kurze (0,60-1,20m) fürs Training. Es gibt auch spezielle Trainingsleinen und Halsbänder. Du willst ja, dass aus deinem Welpen ein guter Hund wird.
  6. Kaufe das richtige Hundeshampoo. Achte darauf, dass du für deinen Welpen das richtige Shampoo aussuchst. Wenn er trockene Haut hat, benutze ein spezielles Shampoo dafür. Wenn sein Fell leicht verfilzt, kaufe ein spezielles Shampoo dafür.
  7. Kaufe Bürsten. Du solltest eine weiche Bürste für glänzendes Fell kaufen und eine stärkere, um Knoten und Verfilzungen im Fell loszuwerden.
  8. Kaufe eine Box, die zur voraussichtlichen Größe deines Hundes passt. Boxtraining ist eine sehr effektive Art, mit einem Hund zu arbeiten, aber sie ist nicht unbedingt notwendig. Wenn du den Hund tagsüber alleine lassen musst und niemanden hast, der sich um ihn kümmern kann, dann ist es wahrscheinlich die beste Option, wenn du nicht regelmäßig in ein völlig verwüstetes Zuhause kommen willst. Drahtboxen werden oft gewählt, weil die Hunde alles um sie herum beobachten können, was das Gefühl einer Bestrafung mindert und gleichzeitig das Gefühl von Sicherheit verstärkt. Außerdem sind sie leicht zu reinigen. Welpen sind an eingeschränkte Platzverhältnisse gewöhnt und sehen die Box als ihre Höhle und ihr Zuhause an. Es ist ihr ureigener Raum, an dem sie nicht gestört werden sollten, wenn sie allein sein wollen.
  9. Entscheide dich für hochwertiges Futter. Lass dich nicht von Marken, Werbung oder Versprechen auf der Packung blenden. Die meisten kommerziellen Futtersorten bestehen aus fragwürdigen Zutaten. Auf der Packung steht Hühnchen, aber wer weiß schon, welche Teile des Hühnchens wirklich drin sind? Sprich mit deinem Tierarzt oder erkundige dich im Internet. Wenn du genug Zeit hast, mach dein Hundefutter selbst. Im Internet gibt es zuhauf gute und gesunde Rezepte dafür.
  10. Du solltest mindestens zwei Näpfe besitzen, einen für Futter und einen für Wasser. Sie müssen aber nicht die gleiche Größe haben.
  11. Kaufe Hundekissen und ähnliches, damit dein Hund gemütlich schlafen kann. Hunde – und insbesondere Welpen – können genauso unter Stress leiden wie Menschen. Die neue Umgebung und die ganze Aufregung werden deinen Kleinen müde machen, und du wirst sicher froh sein, wenn er möglichst viel schläft.
  12. Versuche, dem Welpen auf der Heimfahrt so viel wie möglich von seinem Stress zu nehmen. Am ersten Tag wird dein Welpe sehr gestresst sein. Lege ihm ein altes Shirt von dir in die Box. Du kannst das Shirt auch um eine tickende Uhr wickeln, dann denkt der Welpe, es wäre der Herzschlag seiner Mutter. Das hilft ihm außerdem, schneller eine Bindung zu dir aufzubauen.

Tipps

  • Wenn du deinen Welpen mit dem Auto abholst, denk daran, seine Box im Auto zu haben. Welpen sind daran gewöhnt, dass ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Wickele eine mit warmem Wasser gefüllte Flasche in ein kürzlich benutztes Handtuch ein, dann kuschelt sich der Kleine wahrscheinlich einfach an und schläft auf dem Heimweg.
  • Kaufe die Box für deinen Hund eine Nummer größer als er sie voraussichtlich brauchen wird. Normalerweise kann man den Innenraum der Box für Welpen verkleinern. Wenn er später etwa 20kg wiegen wird, kaufe eine Box für einen 25kg schweren Hund. So kann er sich immer noch umdrehen und komfortabel ausstrecken, wenn er erwachsen ist.
  • Trage ein altes Shirt für ein paar Tage und gib es dann dem Hundezüchter. Dieser kann das Shirt deinem kleinen Welpen geben, damit er sich an den Geruch gewöhnt. Wenn du den Welpen dann abholen kommst, wird er dich schon erkennen.
  • Für das Training durch Loben, was meist am besten funktioniert, kannst du dir "It's Me Or The Dog" von Animal Planet oder "The Dog Whisperer" von National Geographic anschauen.
  • Besorge dir ein Buch über Hunde und lies es auch tatsächlich.
  • Größere Hunde bekommen mit zunehmendem Alter oft eine Hüftdysplasie. Du kannst dich nach speziellen Hundebetten erkundigen, das dem entgegenwirkt.
  • Wenn du keine spezielle Flüssigkeit hast, um deinen Hund vom Kauen auf Gegenständen abzuhalten, kannst du es mit sauren Äpfeln probieren. Das funktioniert oft sehr gut.
  • Wenn du deinen Welpen für mehr als zwei Stunden allein lassen musst, überlege dir, einen Freund oder Hundesitter zu fragen, ob er sich in der Zwischenzeit kümmern kann.
  • Wenn du Besuch bekommst und deinen Welpen kurzzeitig aus dem Verkehr ziehen und in seine Box sperren musst, wird er wahrscheinlich bellen und jaulen. Manchmal hilft es, ein Handtuch oder eine Decke über die Box zu legen.
  • Wenn du dir keine richtige Hundebox leisten kannst, tut es erstmal auch nur ein Pappkarton. Schneide ihn so zurecht, dass es dein kleiner Welpe gemütlich hat. Wenn er dann allerdings größer wird, musst du wirklich eine Box oder wenigstens ein Hundebett anschaffen.

Warnungen

  • Halsband oder Geschirr müssen unbedingt entfernt werden, bevor dein Hund in seine Box geht, denn sonst könnten sie sich irgendwo verhaken und der Hund könnte sich strangulieren.
  • Wenn du auf einen neuen Hund triffst, nähere dich langsam an und zeige niemals, dass du Angst vor dem neuen Hund hast. Hunde spüren Angst und werden je nach Persönlichkeit versuchen, dich entweder zu beschützen oder anzugreifen.
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