Husten mit natürlichen Hausmitteln loswerden

Husten mag als eine Belästigung angesehen werden, aber er dient einem Zweck. Husten ist ein natürlicher Reflex, der die Lungen schützt, indem er die Luftwege von lungenreizenden Stoffen, wie Rauch und Schleim, reinigt. Husten tritt auf, wenn die Nervenenden in den Luftwegen, d. h. in den Röhren, die die Luft in die Lungen hinein und wieder hinaus transportieren, gereizt werden. Husten kann aber auch das Zeichen eines ernsthafteren Gesundheitsproblems sein. Wenn du an einem akuten Husten leidest, der höchstens drei Wochen andauert, wird wahrscheinlich eine Erkältung oder Atemwegsinfektion, wie Grippe oder Keuchhusten, die Ursache gewesen sein. Wenn der Husten länger als acht Wochen anhält, wird er als chronisch betrachtet und wahrscheinlich durch Asthma, Bronchitis oder Sodbrennen, das Kehle und Lungen reizen und als Folge Hustenanfälle erzeugen kann, verursacht sein.

Methode 1 von 4: Kräutermittel anwenden

  1. Eine Ölkur in Betracht ziehen. Ölziehen oder Ölsaugen ist eine ayurvedische Behandlungsmethode, bei der man den Mund mit Öl spült, um schädliche Organismen und Bakterien aus dem Mund zu entfernen. Verwende organisches, kalt gepresstes Öl, z. B. Pflanzenöl, Sesamöl, Olivenöl oder Kokosnussöl. Nimm einen Löffel Öl und spüle eine Minute lang den Mund damit, um eine gewinnbringende Wirkung zu erzielen. Wenn du kannst, versuche, eine solche Spülung 15 bis 20 Minuten lang zu machen. Um sicherzustellen, dass das Öl möglichst viele Bakterien absorbiert und entgiftet, solltest du die Spülung in nüchternem Zustand machen. Danach spuke das Öl aus und spüle den Mund mit lauwarmem Wasser.
    • Diese Öle enthalten Lipide, die Giftstoffe absorbieren und dem Speichel entziehen. Sie verhindern auch, dass Karies fördernde Bakterien an den Zähnen haften bleiben. Diese Methode spendet auf natürliche Weise Feuchtigkeit und verhütet, dass Kehle und Mund austrocknen, wodurch auch die Hustensymptome gelindert werden.
  2. Holunderbeerenextrakt einnehmen. Aufgrund seiner entzündungshemmenden und antiviralen Eigenschaften wird Holunder oft zur Behandlung von Husten, Halsentzündungen und Erkrankungen der Atemwege verwendet. Er stimuliert auch das Immunsystem. Holunderextrakt kannst du in Form von Sirup, Lutschtabletten oder Nahrungsergänzungskapseln in den meisten Reformhäusern und Drogerien kaufen. Andererseits kannst du 3 bis 5 g getrocknete Holunderblüten zehn bis fünfzehn Minuten lang in einer Tasse heißem Wasser ziehen lassen. Diesen Kräutertee solltest du bis zu dreimal täglich trinken. Nimm die folgenden Vorsichtsmaßnahmen zur Kenntnis:
    • Es ist besser, Holunder nur alle zwei bis drei Tage zu sich zu nehmen, da längerer Gebrauch nicht empfohlen wird.
    • Holunder ist ein Blutverdünner und ist für Leute mit niedrigem Blutdruck nicht zu empfehlen.
    • Gebrauche keine unreifen und ungekochten Holunderbeeren, da sie giftig sein könnten.
    • Sprich mit deinem Arzt, bevor du Holunderbeeren einnimmst, da sie Nebenwirkungen haben können bei Schwangeren, Menschen mit Autoimmunerkrankungen und Leuten, die Antidiabetika, Abführmittel, Chemotherapie oder Immunsuppressiva einnehmen.
  3. Pfefferminze anwenden. Pfefferminze kannst du in Form von Lutschtabletten, Extrakten, die als Nahrungsergänzungsmittel Verwendung finden, Kräutertee, ätherischem Öl und als frisches Kraut kaufen. Vergiss nicht, dass du die frischen Blätter als Garnitur oder Aromastoff für deine Alltagsmahlzeiten verwenden kannst. Du kannst auch deinen eigenen Tee brauen, indem du einen Teebeutel (ungefähr 3 bis 4 g oder 1½ Teelöffel) getrockneter Pfefferminzblätter in einer Tasse heißem Wasser (80 - 85°C) ziehen lässt; diesen Tee kannst du bis zu dreimal täglich trinken.
    • Pfefferminze enthält Menthol, das Halsschmerzen und trockenen Husten lindern kann. Sie ist auch ein abschwellendes Mittel, das den Schleim verdünnen und auflösen kann.
    • Pfefferminze oder Menthol darf jedoch nicht bei Kleinkindern Anwendung finden. Auch sollte Pfefferminzöl nicht oral eingenommen werden. Es wird hingegen gewöhnlich in der Aromatherapie oder als Einreibung angewendet.
  4. Eukalyptus anwenden. Zur Linderung von Halsschmerzen kannst du Eukalyptus in Form von Lutschtabletten, Hustensirup und Dampfbädern in den meisten Drogerien kaufen. Versuche, Eukalyptussalben in der Nase und auf der Brust aufzutragen, um Verstopfungen zu erleichtern und Schleim zu lösen. Im Allgemeinen ist es für Erwachsene unschädlich, Eukalyptus auf die Haut aufzutragen. Oder braue einen Eukalyptustee, den du bis zu dreimal täglich trinken kannst; lasse 2 bis 4 g getrocknete Eukalyptusblätter in einer Tasse heißem Wasser während 10 bis 15 Minuten ziehen. .
    • Eukalyptus enthält den Wirkstoff Cineol, eine Verbindung, die schleimlösend wirkt und Atemwegsinfektionen bekämpft sowie Husten lindert. Eukalyptus ist auch ein Antioxidans, dass gegen freie Radikale (Moleküle, die Zellen beschädigen und infizieren können) schützt.
    • Du kannst auch nach den Mahlzeiten mit Eukalyptuswasser gurgeln, um schlechtem Atem entgegenzuwirken und die Kehle zu beruhigen. Lasse 2 bis 4 g getrocknete Blätter in einem Glas warmem Wasser (40°C) fünf bis zehn Minuten lang ziehen und gurgle dann drei oder vier Mal pro Tag damit.
  5. Honig essen. Wahrscheinlich hast du schon gehört, dass mit Honig gesüßter Tee Halsschmerzen lindern kann; reinen Honig essen kann aber tatsächlich einen Husten stillen. Nimm zwei Teelöffel Honig während eines schweren Hustenanfalls oder direkt vor dem Zubettgehen. Studien haben gezeigt, dass tatsächlich die Schlafqualität verbessert werden kann, wenn man vor dem Schlafen etwas Honig isst.
    • Einem Kind unter zwei Jahren solltest du nie Honig geben. Er kann Botulismus, eine Art Lebensmittelvergiftung, verursachen, die bei kleinen Kindern lebensgefährlich sein kann.
  6. Ingwer anwenden. Ingwer kann die Schleimbildung fördern und den Husten lindern. Du kannst frischen Ingwer in heißem Wasser ziehen lassen und als Tee trinken; du kannst auch kristallisierten Ingwer kauen oder einige Teelöffel Ingwerpulver mit einem Esslöffel Honig mischen und essen.
    • Ingwer kann auch einen verkorksten Magen oder damit verbundenes Übelsein beruhigen. Um Hustenanfälle zu verhüten und die Symptome zu erleichtern, führe eine dieser Behandlungsweisen mehrmals täglich durch.
  7. Thymian versuchen. Thymian wird zur Behandlung von Bronchitis und Husten angewandt. Er ist auch schonend genug, um bei kleinen Kindern angewendet werden zu können. Bereite einen Honig-Thymian-Tee zu – das ist ein großartiges Kombinationsmittel. Lasse drei Zweiglein frischen Thymian und zwei Esslöffel Honig in einer Tasse heißem Wasser zehn Minuten lang ziehen. Seihe den Tee ab und trinke ihn zur Hustenstillung.
    • Thymianöl darf nie gegessen oder getrunken werden, denn es ist giftig, wenn es oral eingenommen wird.
    • Falls du momentan Blutverdünner einnimmst, konsultiere deinen Arzt, bevor du Thymian gebrauchst, da er das Risiko von Blutungen erhöhen könnte.
  8. Andere Kräuter in Betracht ziehen. Obwohl die Wirksamkeit vieler Hausmittel durch Studien gesichert ist, auch ihre Wirksamkeit gegen Husten, gibt es dennoch viele, bei denen das noch nicht der Fall ist. Du kannst sie versuchen, wenn du verstehst, dass möglicherweise einige bei dir besser wirken als andere. Dazu gehören hergebrachte Mittel, deren heilende Eigenschaften allgemein bekannt sind:
    • Marshmallow, Echter Eibisch (Althea officinalis)
    • Ulmenrinde (Ulmus fulva)
    • Süßholz (Glycyrrhiza glabra)
    • Königskerze (Verbascum densiflorum)
    • Sonnentau (Drosera spp.)
    • Brennnessel (Urtica dioica)

Methode 2 von 4: Deine Ernährung verbessern

  1. Viel Wasser trinken. Versuche, mindestens alle zwei Stunden ein viertel Liter Wasser zu trinken. Für den Durchschnittserwachsenen werden 2 Liter Wasser pro Tag empfohlen. Das kannst du auch mit glukosefreien, elektrolythaltigen Sportgetränken ergänzen. Falls du koffeinhaltige Getränke zu dir nimmst, solltest du für jede Tasse (30 ml) Kaffein auch einen Liter Wasser trinken.
    • Wasser hilft,die von Erkältungen stammenden Verstopfungen zu erleichtern, und verhütet das Sinubronchiale Syndrom, bei dem Schleim den Rachen hinabfließt, der die Kehle reizen kann. Wasser verhindert auch das Austrocknen der Kehle und somit daher rührenden Husten.
    • Wassermangel kann auch zu allgemeiner Austrocknung führen, die wiederum Kopfschmerzen, Gereiztheit, Schwindel, unregelmäßigen Puls und Atemnot verursachen kann.
  2. Entzündungsfördernde Nahrungsmittel meiden. Gewisse Nahrungsmittel können den Heilungsprozess verlangsamen, das Immunsystem beeinträchtigen und Entzündungen erhöhen. Sie können auch gastro-ösophagealen Reflux verursachen, der den Husten verschlimmern kann. Versuche, den Konsum folgender Nahrungsmittel einzuschränken oder ganz zu meiden:
    • Raffinierte Kohlenhydrate, wie Weißbrot, Gebäck und Berliner
    • Frittierte Lebensmittel
    • Zuckerhaltige Getränke, wie Limonaden und Energiegetränke
    • Rotes Fleisch, wie Kalbfleisch, Schinken, Steak sowie Fleisch- und Wurstwaren, zum Beispiel Hot Dogs.
    • Margarine, Backfett und Schmalz
  3. Eine mediterrane Ernährungsweise einhalten. Es gibt Nahrungsmittel, die dazu beitragen können, Entzündungen zu hemmen und Halsschmerzen zu lindern. Falls dein Husten durch Sodbrennen verursacht wird, versuche, mehr Gemüse, Vollkorngetreide, Nüsse und Öl zu essen. Eventuell wird es empfehlenswert sein, weniger Zitrusfrüchte zu essen, da sie gastro-ösophagealen Reflux, der die Kehle reizt, verursachen können. Wechsle zu einer mediterranen Ernährungsweise. Sie besteht vor allem aus Nahrungsmitteln, die Entzündungen entgegenwirken können, wie:
    • Früchten (Erdbeeren, Kirschen und Orangen)
    • Nüssen (Mandeln und Walnüsse)
    • Grünem Blattgemüse (Spinat oder Grünkohl, die reich an Antioxidantien sind)
    • Öligem Fisch (Lachs, Makrelen, Thunfisch und Sardinen)
    • Vollkorngetreide (brauner Reis, Quinoa, Hirse, Haferflocken und Leinsamen)
    • Olivenöl oder Rapsöl)
  4. Deiner Diät Vitamin C hinzufügen. Falls dein Husten das Symptom einer Erkältung oder Virusinfektion ist, solltest du deine Immunität stärken, was die Heilung beschleunigen und künftige Infektionen verhüten wird. Forschungen haben gezeigt, dass Vitamin C, als Antioxidans, eine wesentliche Rolle dabei spielt, die Immunität zu fördern und das Risiko verschiedener chronischer Leiden zu senken. Du kannst Vitamin C in Form eines Nahrungsergänzungsmittels einnehmen oder Vitamin C reiche Nahrungsmittel deiner Diät hinzufügen. Gute natürliche Vitamin-C-Quellen sind:
    • Süße, rote oder grüne Paprikaschoten
    • Zitrusfrüchte, wie Orangen, Pomelo, Pampelmusen, Limonen oder nicht-konzentrierte Zitrusfruchtsäfte
    • Spinat, Brokkoli und Rosenkohl
    • Erdbeeren und Himbeeren
    • Tomaten
  5. Probiotika einnehmen. Probiotika sind Mikroorganismen, die naturgemäß im Verdauungstrakt und in gewissen Nahrungsmitteln vorkommen. Studien haben gezeigt, dass sie helfen können, den Schweregrad von Erkältungs- oder Grippesymptomen, wie Husten, Halsschmerzen und verstopfte Nase, zu senken. Sie können auch die Länge deiner Rekonvaleszenz verkürzen. Probiotika kannst du von Joghurt, gewissen Milcharten, Sojaprodukten und als Nahrungsergänzungsmittel erhalten.
    • Falls du ein geschwächtes Immunsystem hast oder gegenwärtig Immunsuppressiva einnimmst, sprich mit deinem Arzt, bevor du Probiotika anwendest.
    • Probiotika helfen auch, die Erzeugung von infektionsbekämpfenden Zellen zu erhöhen; außerdem unterdrücken sie Sodbrennen.
  6. Kokosnussöl einnehmen. Kokosnussöl hat antibakterielle und antivirale Eigenschaften. Die Einnahme von zwei Esslöffel Kokosnussöl dreimal täglich wird oft eine Erkältung oder Grippe auf einen oder zwei Tage beschränken, wenn sie sonst acht oder zehn Tage gedauert hätte.
  7. Zink einnehmen. Zink ist ein essentielles Spurenelement, das in vielen regelmäßig gegessenen Nahrungsmitteln enthalten ist. Es enthält Antioxidantien, die die Körperzellen vor Schädigungen durch Bakterien und Viren schützen, weitere Infektionen verhüten und das Immunsystem stärken. Du kannst eine Tagesdosis von 10 – 15 mg Zink in Form eines Ergänzungsmittels, wie Zinksulfat, einnehmen. Oder du kannst es von einer gesunden Diät bekommen. Die besten Nahrungsmittelquellen für Zink sind u. a.:
    • Austern, Schalentiere, Garnelen, Krebse
    • Rotes Fleisch
    • Geflügel
    • Käse
    • Bohnen, Sonnenblumenkerne
    • Kürbis
    • Tofu und Miso
    • Pilze
    • Gekochtes, grünes Gemüse

Methode 3 von 4: Den Lebensstil ändern

  1. Reichlich schlafen. Dein Körper benötigt Schlaf, um gesund zu werden. Studien haben gezeigt, dass Schlafentzug das Immunsystem schwächen, die Erzeugung von Stresshormonen erhöhen, die Gefahr chronischer Leiden erhöhen und die Lebenserwartung senken kann. Falls du an Schlafapnoe oder Schlaflosigkeit leidest, konsultiere deinen Arzt, um diese behandeln zu lassen. Wenn du an einer Erkältung oder verstopften Nase leidest, versuche, auf der weniger verstopften Seite zu liegen, um bequem atmen zu können und den Schleim ablaufen zu lassen. Um viel Schlaf zu bekommen, kannst du auch:
    • Vier bis sechs Stunden, bevor du zu Bett gehst, Kaffein, Alkohol und Süßigkeiten meiden. Diese können wie Stimulantien wirken und dich wachhalten.
    • Einen regelmäßigen Schlafplan einhalten, indem du früh zu Bett gehst und früh aufwachst und damit deine innere Körperuhr einstellst. Das wird sicherstellen, dass du einen qualitativ besseren und durchgängigen Schlaf erzielst. Falls du nach 20 Minuten noch nicht eingeschlafen bist, steh wieder auf, geh in ein anderes Zimmer und beschäftige dich mit etwas Entspannendem, bis du dich müde genug zum Schlafen fühlst.
    • Melatonin (1 bis 3 mg) und/oder eine oder zwei Baldriankapseln können auch helfen einzuschlafen.
    • Falls du an obstruktiver Schlafapnoe leidest – häufig unterbrochenes Atmen während des Schlafes – berate dich mit deinem Arzt bezüglich möglicher Behandlungsmethoden. Er wird eventuell eine Operation oder CPAP empfehlen. CPAP (continuous positive airway pressure = kontinuierlich positiver Druck in den Luftwegen) ist eine häufig angewandte Therapie bei Schlafapnoe; dabei wird ein kleines Gerät mit einem Schlauch und einer Maske oder einem Nasenansatz benutzt, um für einen konstanten, stetigen Luftdruck zu sorgen. Einige CPAP-Geräte haben auch einen Warmluftbefeuchter, um eine trockene, verstopfte Nase zu erleichtern.
  2. Eine entspannte Schlafatmosphäre schaffen. Sorge dafür, dass dein Zimmer ruhig, dunkel, kühl (zwischen 18 ºC und 24 ºC) und gut gelüftet ist. Benutze schwere Vorhänge oder eine Augenmaske, um kein Licht durchzulassen – Licht ist ein starkes Signal, das dem Hirn sagt, dass es Zeit aufzuwachen ist. Verbessere den Luftstrom und lass den Schleim abfließen, indem du den Kopf auf einem Kissen höher legst. Das Kopfkissen sollte die natürliche Rundung des Genicks stützen und bequem sein. Wenn du auf der Seite schläfst, lege ein festes Kissen zwischen die Knie und ziehe diese etwas gegen deine Brust hoch. Das wird verhindern, dass dein Oberschenkel dein Rückgrat aus der richtigen Ausrichtung zieht, und somit die Hüften und das Kreuz weniger belasten.
    • Vermeide es, auf dem Bauch zu schlafen, da dies die Atmung blockieren, Sodbrennen fördern und Stress verursachen kann.
    • Vermeide es, drei bis vier Stunden vor dem Zubettgehen noch zu arbeiten oder zu trainieren. Physisch und psychologisch anstrengende Tätigkeiten können den Körper dazu veranlassen, dass Stresshormon Cortisol auszuschütten. Cortisol kann Wachheit und Aufmerksamkeit erhöhen. In diesem Zusammenhang ist es interessant festzustellen, dass Melatonin den Wirkungen von Cortisol entgegenwirkt.
    • Versuche, einige Stunden vor dem Schlafen entspannende Musik zu hören oder etwas Leichtes zu lesen. Regelmäßige, maßvolle Bewegung, besonders nachmittags, kann zu einem tieferen Schlaf verhelfen.
  3. Mit Salzwasser gurgeln. Schütte ½ Teelöffel Meersalz in ein Glas destilliertes oder sterilisiertes, warmes Wasser (30-35ºC). Rühre, bis es sich aufgelöst hat. Gurgle mit diesem Wasser ein bis zwei Minuten lang und spuke dann aus, anstatt es zu schlucken. Falls das Salz deinen Mund oder deine Kehle reizt, kannst du auch reines, destilliertes, warmes Wasser zum Gurgeln verwenden. Wiederhole das Gurgeln alle paar Stunden.
    • Das lindert Halsschmerzen und befeuchtet deine Stirnhöhlen. Es lässt den Schleim ablaufen und verhindert, dass er deinen Rachen hinabfließt, was Husten auslösen kann.
  4. Die Nase richtig schnäuzen. Fachleute empfehlen, beim Schnäuzen ein Nasenloch mit einem Finger zuzudrücken und das andere sanft mit einem Papiertaschentuch zu schnäuzen. Schnäuze nicht zu stark, da der entstehende Druck deine Ohren beeinträchtigen und dir außer deiner Erkältung auch noch Ohrenschmerzen verursachen kann. Schnäuze also vorsichtig und nur so oft, wie nötig. Wasche jedes Mal die Hände, wenn du die Nase geschnäuzt hast, um weitere Bakterien- und Vireninfektionen zu verhüten.
    • Es ist wichtig, die Nase zu schnäuzen, wenn du an einer Erkältung leidest. Dadurch wird verhindert, dass Schleim den Rachen hinabfließt und die Kehle reizt, was leicht Husten auslösen kann; außerdem werden die Stirnhöhlen freigehalten.
  5. Aufgeben zu rauchen. Rauchen kann Erkrankungen der Atemwege, chronischen Husten und sogar einen Hirnschlag verursachen, da es dem Körper Sauerstoff entzieht, der von anderen Körperorganen benötigt wird. Rauchen ist eine der Hauptursachen von chronischem Husten und Bronchitis, auch als „Raucherhusten“ bekannt. Versuche auch, Rauch aus zweiter Hand und andere gefährliche Dämpfe und Gase zu meiden, wenn du an Husten oder Halsschmerzen leidest.
    • Besonders wenn du an Kopfschmerzen leidest oder Fieber hast, solltest du nicht rauchen, da Rauchen das Immunsystem schwächen und deinen Krankheitszustand verlängern kann.
    • Berate dich mit deinem Arzt, wie du das Rauchen reduzieren und ganz aufgeben kannst.
  6. Sich sanfte bis mäßige Bewegung verschaffen. Sanfte bis mäßige Bewegung, wie spazieren gehen oder Streckübungen, stärkt das Immunsystem, senkt die Erholungszeit und erleichtert die Symptome. Langfristig reduziert regelmäßige Bewegung die Gefahr von Infektionen. Es wird empfohlen, täglich 30 bis 45 Minuten lang mäßig zu trainieren; dazu eignen sich zügiges Gehen, Jogging und Schwimmen. Falls nötig, sprich mit einem Arzt. Wenn du an einer Erkältung, Fieber oder Kopfschmerzen leidest, solltest du jedoch starkes Training vermeiden.
    • Sollte dein Husten durch starkes Training ausgelöst werden und von Symptomen wie Keuchen, Brustschmerzen und Atemnot begleitet sein, leidest du wo möglich an bewegungsinduzierter Bronchokonstriktion. Diese tritt auf, wenn sich bei Bewegung die Luftröhren verengen und Asthmasymptome erzeugen. Manche Patienten, die an bewegungsinduzierter Bronchokonstriktion leiden, sind an sich keine Asthmatiker, und Menschen mit Allergien können ebenfalls während eines Trainings Mühe zu atmen haben. Sprich mit deinem Arzt oder einem Immunologen, um dir zu helfen, einen persönlichen Fitnessplan für deinen Zustand zu erstellen. Meide kalte, trockene Temperaturen und Luftdruckveränderungen, da diese bewegungsinduzierte Bronchokonstriktion auslösen können.
  7. Einen Luftbefeuchter benutzen. Trockene Luft kann die Symptome einer Erkältung verschärfen und es dem Schleim erschweren abzulaufen, wodurch Husten ausgelöst wird. Benutze einen Luftbefeuchter in deinem Schlafzimmer oder Wohnzimmer, um der Luft Feuchtigkeit zuzuführen, Austrocknung zu verhindern, deine Stirnhöhlen freizuhalten und deine Kehle zu beruhigen. Versuche, den richtigen Feuchtigkeitsgrad zu erzielen. Die Luftfeuchtigkeit in deinem Heim sollte zwischen 30 % und 55 % betragen. Die einfachste Methode, Feuchtigkeit zu messen, ist, ein Hygrostat genanntes Messgerät, das in den meisten Eisenwarenhandlungen erhältlich ist, zu erstehen.
    • Wenn die Feuchtigkeit zu hoch ist, werden Schimmel und Hausstaubmilben, beide häufige Verursacher von Allergien, gedeihen können. Schimmel verursacht auch einen unangenehmen Geruch und kann Oberflächen verfärben. Wenn die Feuchtigkeit zu niedrig ist, kann das zu trockenen Augen sowie zu Hals- und Stirnhöhlenreizungen führen.
    • Beide, tragbare Luftbefeuchter und Luftbefeuchtungsanlagen, müssen gründlich gereinigt werden, sonst werden sie mit Schimmel und Bakterienwachstum verunreinigt, die das ganze Haus kontaminieren können. Schalte den Luftbefeuchter ab und rufe eine Pflegeperson, falls du Atemwegsbeschwerden entwickelst, von denen du glaubst, sie könnten mit dem Gebrauch des Luftbefeuchters zusammenhängen.
  8. Eine Zimmerpflanze kaufen. Überlege dir, ob du nicht eine Zimmerpflanze als natürlichen Luftbefeuchter kaufen möchtest. Pflanzen können helfen, die Raumfeuchtigkeit zu regulieren, indem sie Wasserdampf von ihren Blüten, Blättern und Stielen abgeben. Sie helfen auch, die Luft von Kohlendioxid und anderen Schadstoffen, wie Benzol, Formaldehyd und Trichloräthylen zu reinigen.
    • Gute Zimmerpflanzen zu diesem Zweck sind u. a. Aloe Vera, Bambuspalme, Birkenfeige, Kolbenfaden und verschiedene Arten von Philodendron und Drachenbaum.

Methode 4 von 4: Ärztliche Hilfe suchen

  1. Den Arzt besuchen. Während die meisten Husten nach einigen Wochen verschwinden, können andere Warnzeichen einer unterschwelligen Krankheit oder Infektion sein. Raucher werden vielleicht öfter husten und sollten einen Arzt konsultieren, wenn der Husten länger als drei bis vier Wochen andauert. Du solltest sofort zum Arzt gehen, sobald sich ein Husten entwickelt, der mit einem oder mehreren der folgenden Symptome verbunden ist:
    • Halsschmerzen
    • Hohes Fieber
    • Keuchhusten
    • Sinubronchiales Syndrom, was sich anfühlt wie Schleim, der den Rachen hinabfließt
    • Blut hochhusten – gehe sofort auf eine Notfallstation
    • Husten, der deine Arbeit und täglichen Aktivitäten beeinträchtigt – gehe sofort auf eine Notfallstation
    • Vor allem solltest du zum Arzt gehen, wenn bei dir schon früher einmal die folgenden Leiden diagnostiziert worden sind – Allergien, Asthma, Bronchitis, Sodbrennen, Refluxösophagitis – oder wenn du rezeptpflichtige Medikamente, wie ACE-Hemmer, gegen eine Herzerkrankung einnimmst. Husten kann diese Leiden verschlimmern.
  2. Einen Ohren-Nasen-Hals-Arzt (ONH-Spezialisten) konsultieren. Dein Arzt wird dich eventuell an einen ONH-Spezialisten überweisen, der deine Kehle untersuchen kann, um festzustellen, ob eine bakterielle oder Virusinfektion besteht oder andere unterschwellige Ursachen vorhanden sind. Ein ONH-Spezialist kann auch eine Nasenendoskopie mit einem Glasfasergerät durchführen, um deine Stirnhöhle zu untersuchen. Der ONH-Spezialist wird nach Nasenpolypen und Stimmbandpolypen Ausschau halten. Er wird außerdem strukturbedingte Probleme feststellen können, falls du an einer Naseninfektion leidest; möglicherweise wird er eine endoskopische Stirnhöhlenoperation vorschlagen.
    • Du solltest deinen Arzt über alle Atemwegserkrankungen, die du hast, informieren.
  3. Den Brustkorb röntgen lassen. Dein Arzt wird dir eventuell empfehlen, eine 15 Minuten lange Röntgenaufnahme des Brustkorbs machen zu lassen, falls du an Symptomen, wie Atemnot, Brustschmerzen, chronischem Husten oder Fieber leidest. Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs ist eine schmerzlose, nicht-invasive Untersuchung, die Bilder der Strukturen in deiner Brust, d. h. von Herz, Lunge und Blutgefäßen, liefert. Obwohl eine Routine-Röntgenaufnahme des Brustkorbs nicht die häufigsten Ursachen eines Hustens, wie sinubronchiales Syndrom, Sodbrennen oder Asthma, aufdecken wird, kann sie dazu verwendet werden, Lungenkrebs, Lungenentzündung und andere Lungenerkrankungen zu diagnostizieren. Eine Röntgenaufnahme deiner Stirnhöhle kann eine Stirnhöhleninfektion aufdecken.
    • Lass deinen Arzt wissen, dass du schwanger bist oder vielleicht schwanger sein könntest. Im Allgemeinen sollten Frauen während der Schwangerschaft Röntgenaufnahmen ganz meiden.
  4. Auf Keuchhustensymptome (Pertussis) prüfen. Keuchhusten beginnt wie eine gewöhnliche Erkältung mit einer laufenden oder verstopften Nase, Niesen, einem sanften Husten, Fieber und Schlafapnoe. Nach ein bis zwei Wochen kann ein schwerer Husten einsetzen. Keuchhusten kann heftiges und rasches Husten erzeugen, das sich immer wiederholt, bis keine Luft mehr in den Lungen ist und man gezwungen ist, mit einem lauten „keuchenden“ Geräusch einzuatmen. Eventuell muss man sogar erbrechen. Ziehe sofort einen Arzt zu, falls du an Keuchhusten leidest.
    • Viele Kleinkinder, die an Keuchhusten leiden, husten überhaupt nicht. Stattdessen kann er dazu führen, dass sie aufhören zu atmen. Säuglinge und Kinder unter 6 Jahren erhalten eine sofortige Notfallbehandlung.
  5. Anzeichen von Nasen- oder Lungeninfektionen beachten. Falls dein Arzt eine chronische Stirnhöhlenentzündung, eine Naseninfektion oder eine Bronchitis vermutet, wirst du dich eventuell einem Imaging-Test, wie Röntgenaufnahmen, Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie unterziehen müssen. Andere häufige Symptome einer Naseninfektion sind u. a.:
    • Fieber und Kopfschmerzen. Falls du hohes Fieber hast oder an starken Kopfschmerzen leidest, solltest du sofort ärztliche Hilfe hinzuziehen.
    • Druck in Stirne, Schläfen, Wangen, Nase, Kiefer, Zähnen, hinter den Augen oder oben am Kopf.
    • Schmerzen oder Schwellungen im Gesicht, gewöhnlich um die Augen oder Wangen
    • Atemnot oder keuchender Atem
    • Druck oder Engegefühl in der Brust, das Schmerzen verursacht
    • Verstopfte Nase, Geruchsverlust, Nasensekret (gewöhnlich gelblich-grün) oder das Gefühl, dass Flüssigkeit den Rachen hinabfließt, besonders nachts oder im Liegen.
    • Seltene, mit chronischer Stirnhöhlenentzündung verbundene Komplikationen sind u. a. Blutgerinnsel, Abszesse, Meningitis, Zellgewebsentzündung der Augenhöhle, die Entzündungen rund um die Augen verursacht, und Osteomyelitis, eine Infektion, die sich in den Gesichtsknochen ausbreitet.
  6. Schwere Erkältungssymptome beachten. Falls du an schweren Erkältungs- oder Grippesymptomen leidest oder früher einmal eine Atemwegserkrankung bei dir diagnostiziert worden ist, solltest du sofort fachmännische Hilfe aufsuchen. Solche Symptome sind u. a.:
    • Husten mit grünem oder gelblichem Auswurf
    • Eine Temperatur von 40 ºC oder mehr
    • Ohren- oder Naseninfektion
    • Nasensekret
    • Hautausschläge
    • Atemnot aufgrund von Asthma oder eines anderen Atemwegsproblems.

Tipps

  • Wasche regelmäßig deine Hände, um weitere Infektionen zu vermeiden. Wende unterwegs einen Handdesinfizierer an.
  • Mit einer gesunden Ernährung und viel Schlaf kannst du deine Immunität gegen Erkältungsviren und andere Erkrankungen erhöhen und deinem Körper zu einer rascheren Heilung verhelfen.
  • Wähle ein Kopfkissen, das den Hals mit Brust und Kreuz koordiniert. Ein zu hohes Kissen kann deinen Hals in eine Lage bringen, die Muskelverspannungen in Rücken, Nacken und Schultern erzeugt. Dein Kopfkissen sollte anpassbar sein und dir erlauben, in verschiedenen Körperlagen zu schlafen.
  • Leute, die an Sodbrennen und Verdauungsstörungen leiden, sollten leicht absorbierbare Formen von Zink, wie Zinkpicolinat, Zinkzitrat, Zinkacetat, Zinkglycerolat oder Zinkmonomethionin versuchen.

Warnungen

  • Sehr hohe Zinkdosen können das Immunsystem unterdrücken. Du solltest hohe Dosen von Zink nicht länger als einige Tage lang einnehmen, es sei denn, dein Arzt hat sie verordnet. Sprich mit deinem Arzt, bevor du Zink-Ergänzungsmittel anwendest.
  • Falls du an einer unterschwelligen Lungenerkrankung, wie Asthma, Bronchitis oder Emphysem leidest, solltest du das den Arzt sofort wissen lassen, wenn du dir eine Erkältung zuziehst.
  • Ölspülungen mit Kokosnussöl sind beliebt, weil Kokosnussöl besser schmeckt als andere Öle und natürliche Antioxidantien enthält sowie Vitamine, wie Vitamin E.
  • Falls du ein Zinkpräparat mehrere Monate lang einnimmst, kann es die Kupferwerte im Körper senken; deshalb empfehlen Ärzte in solchen Fällen ein tägliches Nahrungsergänzungsmittel, das mindestens 2 mg Kupfer liefert.
  • Nimm auf keinen Fall Eukalyptusöl oral ein, da es giftig sein kann. Leute, die an Asthma, Krampfanfällen, Leber- oder Nierenkrankheiten leiden oder einen niederen Blutdruck haben, sollten Eukalyptus nicht ohne ärztliche Zustimmung anwenden.
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