Durch Peeling eine weiche Haut am Körper bekommen

Peeling ist ein Begriff aus der Kosmetik, der sich vom Englischen to peel („schälen“, „pellen“) ableitet und der generell das Entfernen abgestorbener Hautschuppen beschreibt. Dieser simple Vorgang kann nicht nur ganz einfach zu Hause ausgeführt werden, sondern sorgt meistens auch dafür, dass deine Haut strahlender und weicher als zuvor ist! Generell gibt es beim Peeling zwei verschiedene Arten, die du ausprobieren kannst: das mechanische und das chemische Peeling. Obwohl der genaue Peelingvorgang von den Utensilien und dem Anwendungsbereich abhängt, wirst du feststellen, dass beide Methoden viele Gemeinsamkeiten haben. Wenn du deine Haut regelmäßig peelst, wird sie nicht nur geschmeidiger aussehen, sondern sich auch weicher anfühlen als je zuvor.

Methode 1 von 2: Mechanisches Peeling

  1. Bade oder dusche. Zwar ist dies kein eigentlicher Bestandteil des Peelings, doch das heiße Wasser wird deine Poren öffnen, sodass sich deine Haut viel besser reinigen lässt. Außerdem wäre es gut, das Peeling im Badezimmer durchzuführen, da dir dort heißes Wasser sowie auch alles Nötige zur Verfügung stehen, um die abgestorbenen Hautschuppen nach dem Abreiben abzuspülen. Benutze hautfreundliche, duftstofffreie Badezusätze und weiche deinen Körpers für wenigstens 15 Minuten ein, damit deine Hautoberfläche weich wird. Es ist gut, wenn deine Haut etwas „schrumpelig“ aussieht. Entferne die abgestorbene Haut, indem du sie mit den Händen abreibst. Besonders an deinen Füßen, Zehen und Fersen wird dies gut funktionieren.
  2. Nimm zum Waschen deiner Haut einen Schwamm mit rauer Oberfläche. Deine Haut mit einem Schwamm abzureiben, wird dabei helfen, überschüssige Hautschuppen zu entfernen, sodass deine Haut weicher und sauberer als zuvor ist. Es wäre gut, wenn du den Schwamm direkt nach der Dusche bzw. dem Bad zur Hand hast. Er sollte sich auf der Haut ein wenig rau anfühlen. Wenn er allerdings so stark auf der Haut reibt, dass es weh tut, sind Peeling-Waschlappen eine geeignete und sanftere Alternative.
    • Man kann zum Peeling auch einen rauen Waschlappen verwenden.
    • Eine Naturbürste ist ebenfalls eine gute Alternative, speziell, um die Rückseiten der Arme und Beine abzureiben.
    • Wenn du gerne selbst Hand anlegst, dann kannst du dir auch deinen eigenen Luffa-Schwamm machen.
  3. Reibe deinen Körper von den Knöcheln aufwärts vorsichtig mit einem Schwamm ab. Führe den Schwamm in kleinen, kreisenden Bewegungen über deine Haut. Achte darauf, hierbei leichten Druck auszuüben, sodass du die raue Oberfläche des Schwammes auf der Haut spüren kannst. Auf diese Weise reibt er die obere Schicht mit den abgestorbenen Hautschuppen ab. Es empfiehlt sich, an den Knöcheln zu beginnen, da hierdurch beim Peeling auch die Durchblutung anregt wird.
    • Wenn du deinen ganzen Körper abreibst, solltest du darauf achten, deinen Fersen, Ellenbogen und Knien besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Generell gelten diese Bereiche als die trockensten Hautstellen und benötigen folglich auch mehr Pflege.
  4. Ergänze dein Ganzkörperpeeling mit nassem Sand. Wenn du jemals barfuß am Strand gelaufen bist, dann ist dir vielleicht aufgefallen, dass die Hornhaut an deinen Füßen danach weicher war. Sandkörnchen haben natürliche, peelende Eigenschaften und ihre körnige Beschaffenheit eignet sich gut, um überschüssige Hautschuppen zu entfernen. Besorge dir einen Tasse voll Sand, mache ihn mit Wasser weich und reibe deinen Körper damit ab. Obwohl du weder ein Körperpeelingprodukt noch eine Lotion hinzufügen kannst wie bei einem Luffa-Schwamm oder einem Waschlappen, macht die Formbarkeit des Sandes dies zu einer entspannenden und angenehmen mechanischen Peelingmethode.
    • Hier ist jedoch anzumerken, dass Sand im Badezimmer eine größere Sauerei darstellen kann als andere, geläufigere Körperpeelings. Obwohl man diese Methode wenigstens einmal ausprobieren sollte, ist dies vielleicht nicht die beste Entscheidung, wenn du nach dem Peeling nicht mehr genug Zeit zum Putzen hast. Zudem kann der Sand die Abflussrohre bei häufiger Anwendung gänzlich verstopfen.
    • Für das Sandpeeling solltest du dir gereinigten, wenn nicht gar gebleichten Sand besorgen, da sich im Sand, den du dir aus dem Freien holst, Keime und Krankheitserreger befinden können, die beim Peeling mehr schaden als nutzen würden. Entscheide dich für feinkörnigen statt grobkörnigen Sand, da kleinere Körnchen sanfter zu deiner Haut sind. Konzentriere dich vor allem auf die raue Haut an den Armen und Beinen, da Sand stärker reiben kann als Körperpeelingprodukte.
  5. Spüle deinen Körper mit warmem Wasser ab. Das Peeling mit einer Ganzkörperdusche zu beenden, ist ein entspannender und wirksamer Abschluss deiner Körperpflege. Obwohl es empfohlen wird, das Peeling wenigstens dreimal die Woche zu wiederholen, sollte sich deine Haut bereits nach der ersten Anwendung auffallend weicher anfühlen.
    • Deine Haut nach dem Duschen mit einer Feuchtigkeitscreme oder Sheabutter einzureiben, selbst wenn du deine Haut ansonsten rein „mechanisch“ gereinigt hast, wird dazu betragen, dass sie die Feuchtigkeit besser halten kann.

Methode 2 von 2: Chemisches Peeling

  1. Suche in Geschäften nach chemischen Peelingprodukten. Obwohl der Ausdruck „chemisches Peeling“ den negativen Eindruck vermitteln kann, dass es für die Haut ungesund oder künstlich ist, basieren die meisten chemischen Peelingprodukte auf natürlichen Inhaltsstoffen wie Früchten, Milch- oder Zuckerarten.
    • Viele Peelingprodukte sind recht erschwinglich und ganz einfach im nächsten Supermarkt erhältlich.
  2. Bade oder dusche. Wie auch beim mechanischen Peeling öffnet ein heißes Bad oder eine warme Dusche deine Poren, sodass sich deine Haut besser reinigen und peelen lässt. Das Peeling in deinen Tagesablauf mit einzubeziehen wird dir erleichtern, es in deine tägliche Routine aufzunehmen. Bedenke, dass es optimal wäre, das Peelen zu einem normalen Bestandteil deines Lebens zu machen. Vielleicht wirst du direkt nach dem Peeling eine weichere Haut haben, doch eine regelmäßige Anwendung wird für langfristigere Ergebnisse sorgen.
  3. Reinige deine Haut mit einem gekauften Peelingprodukt. Gib etwas von dem Produkt in deine Handflächen und reibe es dir auf die Haut. Es ist wichtig, dass du dich vor dem Auftragen des Peelingproduktes vergewisserst, dass deine Hände sauber sind, da du sonst Bakterien auf deine Haut und dein Gesicht übertragen würdest. Verteile das Peelingprodukt mit sanften, kreisenden Bewegungen auf deiner Haut, um Schmutz und abgestorbene Hautzellen zu entfernen. Schenke deinem Gesicht beim Peeling besondere Aufmerksamkeit – nicht nur, weil es der Teil von dir ist, der anderen am meisten auffällt, sondern auch, weil es der fettigste Bereich deiner Haut ist. Drei Minuten allein für dein Gesicht sollten ausreichen. Der Rest deines Körpers sollte mit einem weniger intensiven, jedoch nicht weniger sorgfältigem Peeling auskommen.
    • Beim Gesichtspeeling solltest du dich besonders auf deine Gesichtsmitte konzentrieren, von deiner Stirn bis hin zu Nase und Kinn. Dieser Bereich wird auch als „T-Zone“ bezeichnet und ist dafür bekannt, besonders fettig zu sein.
  4. Spüle deinen Körper nach dem Peeling ab. Nimm etwas Wasser in deine hohle Hand und wasche das Produkt ab. Indem du dich vergewisserst, dass das Peelingprodukt vollkommen abgespült ist, verhinderst du, dass es im Nachhinein zu Hautreizungen kommen kann. Obwohl das chemische Peeling weniger Körpereinsatz als sein mechanisches Gegenstück verlangt, sollte deine Haut nach einem gründlichen Peeling ebenso sanft und geschmeidig sein wie nach dem Abreiben mit einem Luffa-Schwamm.
  5. Trage nach dem Peeling eine Feuchtigkeitscreme auf, um trockener und gereizter Haut vorzubeugen und ihren Feuchtigkeitsgehalt zu verbessern.

Tipps

  • Du könntest das Peelingprodukt auch mit einem Luffa-Schwamm oder einem Waschlappen auftragen, um es mit einem mechanischen Peeling zu kombinieren. Eine Kombination aus Luffa-Schwamm und chemischem Peeling ist zu empfehlen, wenn dir nicht so viel Zeit zur Verfügung steht. Achte darauf, dem Abreiben mehr Zeit zu widmen und sorgfältig vorzugehen. Indem du den Luffa-Schwamm langsamer als gewohnt über deinen Körper bewegst, haben die peelenden Inhaltsstoffe mehr Zeit, um auf deiner Haut zu wirken.
  • Setze dich direkt nach dem Peeling nicht der Sonne aus.
  • Nach dem Peeling musst du deiner Haut Feuchtigkeit spenden. Du kannst hierzu Cremes, Lotionen oder natürliche Feuchtigkeitsspender wie Olivenöl, Sheabutter oder Aloe vera verwenden.
  • Obwohl die meisten Leute eine der beiden Peelingarten bevorzugen und beide Methoden hier auch separat beschrieben und dargestellt werden, wäre es ratsam, zu Hause eine Kombination aus beiden Peelingmethoden zu verwenden. Das mechanische Peeling kann abgestorbene Hautschuppen am besten entfernen, wohingegen ein gekauftes Peelingprodukt tiefer in die Haut eindringen kann.
  • Peelings haben viele Vorteile. Wenn du unter Akne oder Pickeln leidest, wird es dich gewiss interessieren, dass Peelings dabei helfen können, künftige Ausbrüche zu verhindern, da sie Bakterien aus deinen Poren entfernen, bevor daraus Pickel entstehen können.
  • Das Peelen deiner Haut bietet außerdem den überraschenden Vorteil, dass sich deine Haut gründlicher rasieren lässt.

Warnungen

  • Luffa-Schwämme und sogenannte Körperpeelings solltest du nicht im Gesicht verwenden, da sie meistens zu stark reiben.
  • Durch manche Peelingprodukte, genau genommen preiswerte und sehr fetthaltige, können die Dusch- und Badewannenwände sehr glitschig werden. Auf dem Boden der Dusch- oder Badewanne können sie eine richtige Sauerei hinterlassen, sodass sich Schmutz auch noch bei späterem Duschen bzw. Baden dort ansammelt.
  • Man kann seine Haut auch zu stark peelen. Reibe niemals so stark, dass es dir weh tut. Immer wenn dir etwas Schmerzen verursacht, versucht dein Körper, dir damit etwas mitzuteilen. Halte in diesem Fall inne und warte, bis die Reizung abgeklungen ist, ehe du etwas behutsamer weitermachst.
  • Chemische Peelingprodukte wie sogenannte Body Scrubs enthalten oft Mikroperlen oder Microbeads. Diese Mikroperlen bestehen aus Materialien, die nicht biologisch abbaubar sind, und ihr weiterverbreiteter Gebrauch hat negative Einflüsse auf die Umwelt. Aus diesem Grund wurden diese Produkte auch in manchen Ländern vom Markt genommen.
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