Sich um einen Film oder ein Theaterstück bewerben

Diese Anleitung wird dir eine Methode vermitteln, mit der du garantiert eine Rolle in einer Theateraufführung ergattern wirst. Es ist eine geprüfte Methode, die im gesamten Land in Theater Studiengängen an Hochschulen und Universitäten unterrichtet wird!

Vorgehensweise

  1. Merke dir, dass der erste Schritt zu einem Vorsprechen darin besteht, zuversichtlich zu sein. Die Jury ist nicht auf der Suche nach jemandem, der herumzappelt und nicht vor anderen Leuten stehen möchte.
  2. Sei dir bewusst, dass wenn du ein Vorsprechen für ein Theaterstück oder für einen Film bestehst, von dir erwartet wird, dass du eine Menge deiner Zeit und deiner Energie diesem Projekt widmest. Wenn du Vollzeit arbeitest, andere große Projekte am Laufen hast, zur Schule gehst, (wenn du dieses Projekt Vollzeit machen möchtest, könnte Hausunterricht helfen) oder wenn du eine Familie hast, die du versorgen musst, ist das vielleicht nicht der passende Moment, eine Rolle in einer Theaterproduktion anzustreben. Wenn du die Zeit (normalerweise ca. 3-4 Stunden die Nacht) für Proben, Anprobe und Aufführungen hast, sollte alles klappen. Vergiss nicht, dass zusätzlich zu den 3 – 4 Stunden die Nacht, es viel Zeit braucht – außerhalb der Probezeit – sich das Stück, Monologe und Regieanweisungen zu merken. Du solltest immer mental und körperlich vorbereitet sein, um mehr als nur die Probenzeit zu dem Projekt beisteuern zu können.
  3. Sei dir bewusst, dass es verschiedene Arten von Theater gibt. Wir alle kennen Dramen und Komödien, aber es gibt noch viele mehr. Klassische Stücke – Shakespeare, Tschechow und griechische Dramatiker benutzen manchmal sehr komplizierte Sprachstrukturen, die sich durch sehr lange Textpassagen auszeichnen. Sei deswegen nicht entmutigt oder verängstigt; letztendlich wird es einfacher, sobald der Regisseur sich beteiligt und du Zeit hattest, dir das Stück anzuschauen.
  4. Du musst im Team arbeiten können. Die anderen Schauspieler mögen niemanden, der ein Ego groß wie Grönland besitzt und eine Einstellung nach dem Motto „Ich bin der Star“ an den Tag legt. Vor allem in einem Laien- oder an der Uni-Theater ist einfach kein Platz für Menschen, die denken, sie seien besser als alle anderen. Dies soll immerhin eine Lernerfahrung werden, die Spaß macht, und da niemand bezahlt wird (jedenfalls nicht viel) schuldet dir auch niemand etwas, selbst wenn du die Hauptrolle kriegst.
  5. Erkenne, dass es große Unterschiede zwischen der Art wie man bei Filmen und wie man bei Theaterstücken vorspricht. Filme zielen eher auf intime Schauspielerei, Nahaufnahmen, Kopfaufnahmen und realistischere Bewegungen ab. Film-Vorsprechen konzentriert sich mehr auf das Zusammenspiel und die Szenen und nicht auf lange Monologe. Bei Theaterstücken fängt das Vorsprechen meist mit einem Monolog an, und falls der Regisseur der Meinung ist, dass du in das Stück passen wirst, wirst du mit anderen, die ebenfalls vorsprechen, Szenen vorführen für Rückrufe. Sei dir also bewusst, auf was du dich vorbereitest, wenn du keine große Bühnenpräsenz hast und nicht hervorstichst, ist das Theater wohl eher nichts für dich. Und wenn du in Nahaufnahmen nicht dramatisieren kannst und nicht den Willen hast, herum zu stehen, während die Techniker Aufnahmeeinstellungen vornehmen, ist das Filmgeschäft eher nichts für dich. Denke also über die verschiedenen Stile nach, bevor du dich vorbereitest.
  6. Bekanntmachungen für das Vorsprechen: Jetzt weißt du, worauf du dich da einlässt. Wir werden uns hauptsächlich auf das Vorsprechen für ein Theaterstück konzentrieren, da die Methode bei einem Vorsprechen für einen Film übernommen werden kann. Nachdem du dich dazu entschieden hast, dich zu verpflichten, solltest du eine Produktion finden, bei der du vorsprechen kannst. Normalerweise findest du Termine zum Vorsprechen in der Theaterabteilung deiner Universität (einige Hauptaufführungen der Colleges teilen die Rollen auch Leuten aus der Allgemeinheit zu und nicht nur Studenten) oder gehe zum örtlichen Gemeindezentrum und sieh nach, ob dort Aushänge zu finden sind, in denen nach Schauspielern gesucht wird. Gelegentlich gibt es auch Anzeigen in der Zeitung (normalerweise in der Unterhaltung/Kunst Spalte) oder in dem Gemeinde Magazin. Für diejenigen, die in New York, New Jersey oder Connecticut leben, ist das Show Business Weekly Magazin eine gute Möglichkeit, Castings ausfindig zu machen. Sie posten eine ganze Menge täglich auf ihrer Website, ShowBusinessWeekly.com, und sie haben auch ein hervorragendes Verzeichnis von aktuellen Regisseuren und Agenten. Show Business Weekly bietet auch den Theatrical Index an - in diesem werden alle Stücke detailliert in ihren Produktionsstadien angegeben. Dies könnte dich schon rein bringen, bevor das Vorsprechen überhaupt gestartet hat! Vorsprechen für Filme wird normalerweise in großen Städten abgehalten (hauptsächlich in Los Angeles oder New York, aber gelegentlich auch z.B. in Seattle, Portland, Dallas, San Francisco, etc.) Einige Produktionsfirmen werben für diese im Internet, normalerweise auf Webseiten für Casting-Aufrufe.
  7. Verstehe, dass bei einigen Film-Vorsprechproben von dir verlangen wird, dass du eine Kopfaufnahme und einen Lebenslauf einschickst. Das ist ganz normal, da sie oft erst das Aussehen beurteilen und dann das Talent. Leider läuft es genau auf diese Weise in „Hollywood“, aber niemand hat gesagt, dass das Geschäft fair ist. Sei dir auch bewusst, dass du für Vorsprechen oder Produktionen (egal ob Film oder Theater) wahrscheinlich weit reisen musst. Es kann z.B. passieren, dass du nach LA fahren musst, weil jemandem dein Foto gefiel oder einem Regisseur zwei Landkreise weiter gefiel dein Vorsprechen. Sei also bereit zu reisen, wenn du eine Rollenbesetzung bekommst. Im schlimmsten Fall (meistens beim Film) musst du an den Ort der Produktion umziehen.
  8. Such dir einen Agenten. Gelegentlich findest du Agenturen in größeren Städten und sie haben wahrscheinlich mehr und bessere Beziehungen als du. Vergiss aber nicht, dass Agenten 10% nehmen; wenn du also einen Job findest, für den du bezahlt wirst, wirst du wahrscheinlich eine Provision zahlen müssen, wenn dein Agent ihn gefunden hat.
  9. Vergiss nicht, bei Rollenanzeigen zu gucken, ob die Rolle auch zu dir passt. Wenn du ein 40-jähriger weißer Mann bist, ist die Rolle eines 20 – 25-jährigen spanischen Mannes nichts für dich. Wenn du als Kerl versuchst, für „Die Vagina Monologe“ oder „Top Girls“ vorzusprechen, wirst du eher weniger die Rolle bekommen. Achte also auf die unterschiedlichen Charaktere. Manchmal machen die Regisseure Ausnahmen (wenn du z.B. jünger bist und sie nicht genügend ältere Leute für die Rollen finden oder du gut genug bist, um die Rolle zu meistern, etc). Wenn du „nahe dran“ bist, hab keine Angst davor vorzusprechen. Achte darauf, alle Informationen aufzuschreiben (Kontaktdaten, Name des Stücks und Autor, Hinweise zum Vorsprechen, etc.), sodass du nicht in letzter Minute nach Informationen suchst. Der Höflichkeit und Professionalität wegen solltest du Flyer für ein Vorsprechen nicht abreißen solange es noch nicht stattgefunden hat, lasse den Flyer also bitte da, wo du ihn gefunden hast, nimm ihn nicht mit (außer es gibt noch weitere Kopien von diesem dort, wo du ihn gefunden hast). Jetzt ist es an der Zeit sich vorzubereiten.
  10. Bereite dich darauf vor, dich vorzubereiten: Lies dir die Anforderungen des Vorsprechens durch. In den meisten Anzeigen steht, was du für das Vorsprechen benötigst (körperlich und für die Aufführung selbst), z.B. ein Foto, einen Lebenslauf, Tanzklamotten und was du für das Vorsprechen machen musst. Normalerweise beinhalten die Anforderungen für gegenwärtige Produktionen zwei gegensätzliche Monologe (komödiantisch und dramatisch). Für Stücke von Shakespeare eignen sich klassische Monologe von anderen Stücken Shakespeares, von Marlowe oder Thomas Kyd. Des weiteren steht in der Anzeige, was du sonst noch benötigst: Ein Lied, ein selbst erdachtes Stück, etc. Achte darauf die Anweisungen genauestens zu befolgen. In eine Vorsprechprobe für ein Shakespeare-Stück mit einem Tennessee Williams Monolog oder einem von Arthur Miller zu gehen, ist normalerweise Selbstmord, besonders wenn du ihnen mitteilst, dass du die Anzeige gelesen hast.
  11. Suche dir einen Monolog aus: Dies ist wohl einer der schwierigsten Schritte im ganzen Prozess. Du wirst viele verschieden Stücke und Sammelbände durchgehen müssen, um den passenden Monolog zu finden, den du brauchst. Meistens ist die beste Lösung, sich einen Monolog auszusuchen, der dem Stück für das du vorsprichst ähnlich ist, (d.h. für ein Tennessee Williams Stück solltest du einen von Arthur Miller geschriebenen Monolog nehmen). Dies wird dem Regisseur helfen zu sehen, wie gut du in diesem Stil schauspielern kannst, und er muss sich nicht erst vorstellen wie z.B. ein Shakespeare-Schauspieler besser in ein gegenwartsnahes Stück passt. Um einen Monolog zu finden, kannst du dir bei einem lokalen Theater, bei einem Theaterprofessor oder beim Regisseur der Produktion Hilfe suchen. Diese Leute werden dir am meisten helfen können und wahrscheinlich die nötigen Quellen haben, die du nutzen kannst. Wenn alles andere fehlschlägt, geh in die Bibliothek und fang einfach an, Stücke zu lesen, die in der gleichen Zeit spielen wie die Produktion, für die du vorsprechen möchtest. Andererseits, wenn du bereits einen Monolog gefunden hast, hast du schon die halbe Miete.
  12. Vor dem Vorsprechen: Jetzt, da du die Monologe gefunden hast, die du brauchst, lerne sie auswendig. Dafür gibt es kein Patentrezept; dies ist etwas, das jeder auf seine Weise tut. Die meisten Regisseure besetzenen keine Rolle mit jemandem, der seine Monologe schlecht vorträgt oder während des ersten Vorsprechens vom Skript abliest (außer sie haben etwas in dir gesehen, das ihnen wirklich gefällt oder das sie brauchen). Wenn du ihn dir gelernt hast, übe den Monolog bis zum Tag des Vorsprechens. Wenn der Tag da ist, solltest du dir vorher ein paar Stunden Zeit nehmen, um dich vorzubereiten. Erstens: Zieh dich schick an. Keine Sneaker, keine Jeans, keine zerissenen T-Shirts und keinen zottigen Bartschatten (oder das weibliche Äquivalent). Es macht keinen guten Eindruck, wenn du auf der Bühne stehst und unordentlich aussiehst. Wenn du beim Vorsprechen tanzen musst, solltest du ein paar Ersatzklamotten mitbringen, sodass du dir deine guten nicht ruinierst, bevor du vorsprichst. Nach dem Ankleiden und Zurechtmachen stelle sicher, dass du die Kopien deiner Fotos und deines Lebensläufe mitzunehmen. Bringe mehr als eine mit, sodass wenn mehrere Leute dich beurteilen jeder von ihnen eine hat; es wird ihnen helfen, sich besser an dich zu erinnern. Du solltest auch früh genug da sein. Die meisten Produktionen verlangen, dass du Formulare ausfüllst, in denen du detailliert deine bisherigen Erfahrungen, persönliche Daten und Verfügbarkeit niederschreibst. Wahrscheinlich haben sie auch Zeitfenster, in denen du dich für das Vorsprechen eintragen musst. Je früher du kommst, desto mehr Zeitfenster hast du zum Auswählen. Früh genug da zu sein verschafft dir auch Zeit zum Aufwärmen. Mache Stimmübungen, Dehnübungen und sage Zungenbrecher auf. Vermassle nicht deinen Monolog, nur weil du nicht deine Zunge gedehnt hast. Und, schließlich, sei nett zu allen. Sei nicht streitlustig. Wenn dir eine Rolle erteilt wird und sie ebenfalls eine Rolle bekommen, wirst du während der gesamten Produktion mit ihnen zu tun haben und sie werden es sich merken, falls du während des Vorsprechens unfreundlich zu ihnen warst.
  13. Während des Vorsprechens: Jetzt hat das Vorsprechen angefangen und du hast deinen Papierkram erledigt und deine Vorbereitungen getroffen. Sitze still und warte bis du dran kommst. Höre genau zu; bei einigen Sprechproben erteilt der Bühnenmanager oder der Regisseur zusätzliche Anweisungen, die nicht in der Anzeige erwähnt wurden. Diese könnten sehr wichtig sein, z.B. zeitliche Begrenzung der Monologe oder der Ablauf des Vorsprechens. Warte bis dein Name aufgerufen wird und gehe dann auf die Bühne. Bevor du etwas sagst, solltest du sicher sein, dass du ihre ungeteilte Aufmerksamkeit besitzt. Du willst schließlich nicht anfangen, während sie immer noch über den vorherigen Kandidaten schreiben oder reden. Warte bis du mit allen Augenkontakt aufgenommen hast, sodass sie dir von Anfang an zuhören. Widme mich nun ganz dem Regisseur, egal ob ihr euch schon vorher kanntet. Jetzt führe deinen Monolog vor. Nach deinem Monolog wird der Regisseur dir wahrscheinlich ein paar Fragen stellen oder dich auffordern, einen Teil deines Monologes zu wiederholen. Sei geduldig, beantworte alle Fragen wahrheitsgemäß und wiederhole den angeforderten Teil so gut wie du nur kannst. Es zahlt sich vielleicht aus, wenn der Regisseur seine Entscheidung trifft. Wenn du fertig bist, mache eine leichte Verbeugung, bedanke dich und mache Platz für den nächsten Kandidaten.
  14. Nach dem Vorsprechen: Dies ist wahrscheinlich der härteste Teil des Vorsprechens, noch mehr als das Aussuchen einen Monologes. Dies ist die Zeit, in der du dich am hilflosesten fühlst – dein Schicksal, zumindest was diese Rolle betrifft – liegt nicht mehr in deinen Händen. Nach dem Vorsprechen kannst du entweder da bleiben oder gehen; vergewissere dich nur, dass du auch weißt, wo die Liste für diejenigen, die weiter gekommen sind, aushängen wird oder wo die endgültige Liste hängen wird und wann. Wenn du gehen musst, sei höflich gegenüber den anderen Kandidaten und geh leise hinaus. Zuhause angekommen, zerbrich dir nicht den Kopf über das Vorsprechen. Oft flippen die Schauspieler nach dem Vorsprechen aus, indem sie jeden Teil des Vorsprechens zu Tode analysieren und sich das Hirn zermartern, bis sie die Besetzungsliste sehen. Nur eines: TU DAS NICHT. Manchmal liegen einige Tage zwischen dem Vorsprechen und der endgültigen Besetzung und manchmal findet auch ein zweites Vorsprechen statt um die Auswahl an Kandidaten zu begrenzen. Wenn das der Fall sein sollte, bereite dich darauf vor, mit anderen Schauspielern zusammen Szenen des Stücks vorzuspielen und möglicherweise sogar Charaktere zu spielen, deren Rolle du eigentlich nicht haben möchtest. Aber was auch immer du tust, bevor die Besetzungsliste erscheint, mach dich nicht selber fertig. Es liegt nicht in deiner Hand und wenn du die Rolle nicht kriegst, dann nicht weil du ein schlechter Schauspieler bist. Der wahrscheinlichere Grund besteht darin, dass der Regisseur keinen Platz für dich in seiner Version des Stücks gefunden hat. Sei auf niemanden sauer deswegen. Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, irgendjemandem für irgendetwas die Schuld zu geben, einschließlich dir selbst. Es hat einfach nicht geklappt. Nachdem die Besetzungsliste veröffentlicht wurde, ist es völlig in Ordnung, den Regisseur zu fragen, wo du dich verbessern musst oder was du hättest besser machen können. Regisseure sind in dieser Hinsicht normalerweise sehr liebenswürdig, da sie die Situation aus der Sicht einer dritten Person analysieren und dir genau sagen können nach was sie gesucht haben. Achte aber darauf, nicht unhöflich zu sein. Werfe ihnen keine Anschuldigungen an den Kopf und sei nicht sauer, nur weil du die Rolle nicht bekommen hast. Allerdings, wenn du die Rolle gekriegt hast, herzlichen Glückwunsch, du hast es geschafft und hoffentlich hat diese Anleitung dir dabei geholfen! Viel Glück da draußen!

Tipps

  • Sei entspannt wenn du zum Vorsprechen gehst. Wenn du ruhig und entspannt bist und dich gesammelt hast, wirst du eine bessere Vorstellung abgeben als wenn du total überdreht bist.
  • Viel Glück bei deinen Vorsprechen! Hab viel Spaß und vergiss nicht, wenn du es nicht schaffst, wird es immer eine neue Chance bei einem anderen Stück geben.
  • Lies dir das Stück immer durch, bevor du für es vorsprichst. Der Regisseur könnte Fragen während des ersten Vorsprechens stellen und es ist immer gut, dann eine Antwort parat zu haben. Es vereinfacht auch das zweite Vorsprechen, da du das Stück nicht zum ersten Mal liest
  • Trage immer Ersatzkopien deines Lebenslaufs im Theater bei dir. Du weißt nie, wer da sein wird oder wer eine haben möchte
  • Setze dich mit der Theaterterminologie auseinander. Hier sind ein paar Definitionen. Monolog : Eine kurze Rede aus einem Stück. Normalerweise ist er nicht mehr als zwei oder drei Absätze lang. Einführung : Eine Vorstellung deinerseits. Sie besteht normalerweise aus, „Hallo, ich heiße <dein Name="" hier=""> und ich werde heute <Name der Figur=""> und <zweiter Charakter> aus <Name des zweiten Stücks> vorführen."
  • Wenn du die Zeit und die Energie hast, lese mehr als nur das Stück selbst. Lese ein paar andere Stücke des Theaterautors, vielleicht könntest du auch etwas über die Zeit lernen, in denen sie geschrieben wurden. Glaub mir, langfristig hilft das.
  • Sei immer ruhig und ernst während eines Vorsprechens. Wenn du in Gelächter ausbrichst weil deine Mutter angeblich gestorben ist, wirst du garantiert nicht ausgewählt.
  • Atme tief ein bevor du raus zum Vorsprechen gehst.
  • -Du selbst: (Stelle klar und schnell deine Frage. Achte darauf, keine dumme Frage zu stellen, frage nichts, was eindeutig in der Anzeige stand etc. Achte auch darauf, eine echte Frage zu haben. Manche Kandidaten nutzen den Kontakt vor dem Vorsprechen dazu aus, um dem Regisseur von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen. Es ist ziemlich nervig jemanden sagen zu hören „Ehm…äh…äh…äh…kannst du…ehm…mir etwas mehr darüber sagen?“)
  • Vor dem Vorsprechen wirst du dazu geneigt sein, die Jury zu kontaktieren. Sie dürften aus diesem Grund eine E-Mail Adresse oder eine Telefonnummer hinterlassen haben. Wenn du sie anrufst, geh bitte vor wie folgt:
  • Einige Vorsprechproben, bei denen die Monologe zeitlich begrenzt sind, werden wahrscheinlich einen Bühnenmanager haben, der dir Zeitsignale aus dem Publikum gibt. Wisse, wofür diese Signale stehen und wann sie gegeben werden. Wenn die Zeit mittn in deinem zweiten Monolog ausläuft und sie dich unterbrechen, ist das das schlimmste Gefühl überhaupt.
  • Trinke in gewissen Abständen Wasser, bevor du vorsprichst und nimm einen ziemlichen großen Schluck, bevor du zum ersten Mal vorsprichst.
  • -Du: "Hallo. Ich heiße (Vor- und Nachname). Ich habe ihre Anzeige für das Vorsprechen in (Ort) gelesen für den Film (Name des Films) und ich hätte eine kurze Frage an Sie, wenn es Ihnen grade passt.
  • Versuche keine dunklen Farben zum Vorsprechen zu tragen. Versuch etwas Auffälliges aber Gescheites anzuziehen (zieh keine pinkfarbenen Paisleymuster an, das wird dir keine Vorteile verschaffen).

Warnungen

  • Komm nicht zu spät, mach keine lauten Geräusche und sei generell nicht unhöflich. Es kommt nicht sehr gut an wenn du ihrem Handwerk keinen Respekt erweist, auch wenn du es nicht so gemeint hast.
  • Hab keine Angst zu einem späteren Zeitpunkt bei einem Produzenten vorzusprechen, der dich bei einem früheren Vorsprechen nicht genommen hat (außer natürlich du warst unhöflich als du gegangen bist).
  • Bezahle NIEMALS für ein Vorsprechen, egal was sie dir erzählen. Für ein Vorsprechen zu bezahlen deutet fast immer auf einen Betrug hin. Normalerweise sind Produktionsfirmen, wo man für das Vorsprechen bezahlen muss (welche durch Filme wie „Bowfinger“ berühmt geworden sind) in Wirklichkeit nicht vorhanden und haben nicht die Absicht eine wirklich Produktion durchzuführen oder einen Film zu drehen.
  • Lüge nicht bezüglich deiner Erfahrung als Schauspieler oder dehne die Wahrheit nicht zu sehr aus. Es ist besser, ehrlich zuzugeben, dass du keine Erfahrung hast, als zu lügen. EinigeProduzenten haben lieber jemanden, der keine Erfahrung hat, da die Chance größer ist, dass sie „Anweisungen annehmen“ (also Befehle ausführen).
  • Versuche alles Mögliche, um dich von der Tatsache abzulenken, dass du für eine Rolle in Betracht gezogen wirst. Es wird dich davon abhalten, verrückt vor Angst zu werden, bevor die Besetzungsliste ausgehängt wird, und dich auch davon abhalten, tieftraurig und enttäuscht zu sein, wenn du die Rolle nicht bekommst.
  • Sei vorsichtig bei Produktionsfirmen mit Exklusivitätsverträgen (d.h. du kannst für sechs Monate nicht bei einer anderen Produktionsfirma arbeiten, selbst wenn du gefeuert wirst).
  • DENNOCH, einige kleine Laientheatergruppen verlangen von den Leuten, die vorsprechen, dass sie eine Mitgliedschaft kaufen – die beträgt zwischen €10 und €30 - wenn sie eine Rolle bekommen. Dies deutet nicht unbedingt auf einen Betrug hin, achte jedoch trotzdem darauf, dass sie keine „Exklusivitätsklausel“ haben.
  • Sei dir bitte bewusst, dass es in der Welt der Schauspieler „extrem“ viel Konkurrenzstreben gibt. Manche Menschen werden die obigen Regeln nicht befolgen und trotzdem eine Rolle bekommen, sie werden komplett unhöflich sein und trotzdem wird der Regisseur sie mögen, etc. Es gibt eine Vielzahl an Variablen, die du einfach nicht beeinflussen kannst, wenn du vorsprichst, und es gibt keine richtigen speziellen Vereine, die Gerechtigkeitsregeln durchsetzen. Und wenn du geglaubt hast, dass das „Leben“ ungerecht ist, ist es noch zehn Mal schlimmer, wenn du dich dazu entscheidest, Schauspieler zu werden. Sei dir im Klaren, dass du enttäuscht und frustriert sein wirst. Nimm es mit Fassung. Das ist Schauspielerei und das ist es, was wir lieben.
  • Du kannst nicht in letzter Minute sagen, dass du die Rolle nicht willst. Wenn du sie bekommen hast, bist du eine Verpflichtung eingegangen (außer es geht um eine große Rolle und du hast bewusst nach einer kleinen gefragt, da du die Zeit für eine große einfach nicht aufbringen kannst) und die Verpflichtung bedeutet, dass du nicht Nein zu der Rolle sagst, außer du hast einen sehr guten Grund.
  • Wenn du keine Rolle bekommst, kann es viele Gründe dafür geben. Du bist vielleicht nicht der richtige Typ oder einfach nicht das, wonach sie gesucht haben. Lebe dein Leben weiter.
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