Das Dopamin Niveau erhöhen

Dopamin wird auf natürliche Weise im Gehirn produziert und sorgt für das Gefühl von Wohlbefinden. Ein Dopaminrausch entsteht als Reaktion auf angenehme Aktivitäten wie Essen oder Sex. Andererseits fühlst du dich mit zu wenig Dopamin schlapp, depressiv und desinteressiert. Hier lernst du einige Methoden zur Erhöhung deines Dopaminspiegels kennen, wenn du dich ein wenig abgeschlagen fühlst.

Methode 1 von 3: Die richtige Ernährung

  1. Nimm Nahrungsmittel zu dir, die reich an Tyrosin sind. Um Dopamin produzieren zu können, benötigt dein Körper Tyrosin. Durch einen komplizierten Umwandlungsprozess wird dadurch der Treibstoff für dein Wohlbefinden hergestellt. Mandeln, Avocados, Bananen, fettarme Milchprodukte, Fleisch und Geflügel, Limabohnen, Sesamsamen und Kürbiskerne helfen deinem Körper dabei, mehr Dopamin zu produzieren.
    • Phenylalanin ist ein weiteres Vorprodukt von Tyrosin. Man findet es in Sojaprodukten (z.B. Tofu), Fisch, Milchprodukten und Fleisch. Jedoch sind die meisten Milch- und Fleischprodukte sehr kalorienreich und besitzen einen hohen Fettanteil. Deshalb solltest du auf deine Kalorienaufnahme achten, wenn du auf eine dopaminreiche Ernährung umsteigst.
  2. Steigere den Verzehr von Antioxidantien. Dopamin ist leicht oxidierend und Antioxidantien helfen dabei, die Schäden durch freie Radikale an den Dopamin produzierenden Hirnzellen zu vermindern. Viele Früchte und Gemüse sind reich an Antioxidantien, beispielsweise:
    • Beta-Carotin und Carotinoide: Grüngemüse, orangefarbene Gemüse- und Obstsorten, Spargel, Brokkoli, Rote Beete
    • Vitamin C: Paprika, Orangen, Erdbeeren, Blumenkohl, Rosenkohl
    • Vitamin E: Nüsse und Sonnenblumenkerne, Grüngemüse, Brokkoli, Karotten
  3. Vermeide Nahrungsmittel, die die Hirnfunktion beeinträchtigen. Dazu gehören raffinierte und abgepackte Nahrungsmittel, raffiniertes Weißmehl, Cholesterin, Koffein, gesättigte Fette und Zucker. Wenn du von etwas abhängig wirst (selbst Kaffee!), benötigen deine Dopamin-Rezeptoren eine zunehmende Menge, um Dopamin auszustoßen. Besonders Junkfood kann schnell abhängig machen.
    • Hast du dich jemals gefragt, warum wir uns nach dem Verzehr von Junkfood so angeschlagen fühlen? Richtig. Es verringert die Dopaminproduktion und sorgt dadurch dafür, dass wir uns angeschlagen fühlen und keine Freude an den kleinen Dingen finden können. Halte dich deswegen an Obst, Gemüse, Fleisch und fettarme Milchprodukte, um sichergehen zu können, dass du geistig immer am Ball bleibst.

Methode 2 von 3: Veränderungen im Lebensstil

  1. Treibe regelmäßig Sport. Sport erhöht das Blutkalzium, welches die Produktion von Dopamin und dessen Transport ins Gehirn steigert. Versuche 30-minütiges Laufen, Schwimmen oder Joggen, um deinen Dopaminspiegel in Gang zu bringen.
  2. Sorge für ausreichend Schlaf. Eine der besten Methoden, um sich voller Energie zu fühlen und die Bereitschaft zu spüren, den nächsten Tag in Angriff zu nehmen, ist eine große Menge an Schlaf. Dopamin wird mit dem Gefühl von Schlaflosigkeit in Verbindung gebracht. Deshalb solltest du mindestens 7 bis 8 Stunden pro Nacht schlafen, um dieses wachsame Gefühl zu bekommen.
    • Oder...du schläfst überhaupt nicht. Falls du die Absicht hast, nur deinen Dopaminspiegel zu steigern, ohne die positiven Effekte zu spüren, kannst du durch Schlafmangel einen massiven Anstieg deines Dopaminspiegels verzeichnen. Du wirst dich müde, angeschlagen und gereizt fühlen, aber dein Dopaminspiegel wird alle Rekorde brechen.
  3. Erreiche ein neues Ziel. Bei Dopamin spielt das Vergnügen eine große Rolle. Es ist die genusssüchtige Chemikalie in deinem Gehirn, das steht fest. Es spielt keine Rolle, ob du rechtzeitig in dem Donut-Laden ankommst oder endlich deinen Doktortitel erreichst, wenn du ein neues Ziel erreichst, wird das Lustzentrum in deinem Gehirn in den Partymodus wechseln.
    • Es muss kein großes Ziel sein. Denke dir kleine alltägliche Dinge als Ziele aus. Hast du es durch den Morgen geschafft, ohne Facebook zu überprüfen?! FANTASTISCH. Dann ist es Zeit für eine Belohnung, immerhin hast du etwas erreicht.

Methode 3 von 3: Mithilfe von Ergänzungsmitteln, Medikamenten, usw.

  1. Nimm Ergänzungsmittel. Manche Ärzte empfehlen Vitamin B6 und L-Phenylalanin, um das Dopamin im Gehirn zu erhöhen. Du findest beide in der Apotheke. Vorher solltest du aber definitiv mit deinem Arzt sprechen.
  2. Versuche Medikamente zur Steigerung deines Dopaminspiegels. Abhängig von den Symptomen, die du verspürst, kann dir dein Arzt Medikamente zur Steigerung deines Dopaminspiegels verschreiben. Er wird die Vor- und Nachteile der einzelnen Medikamente kennen und dich in die richtige Richtung weisen.
    • ADHS: Falls du starke Schwierigkeiten damit hast, dich auf Aufgaben zu konzentrieren und hyperaktiv bist, kann der Arzt dir Psychostimulanten wie Ritalin verschreiben, um die Dopaminproduktion im Hirn anzukurbeln.
    • Depression: Ein niedriges Dopaminniveau steht manchmal mit einer Depression in Verbindung. Du kannst mit dem Arzt über ein Antidepressivum sprechen, wenn natürliche Methoden zur Steigerung deiner Energie nicht funktionieren.
    • Parkinson: Menschen mit Parkinson leiden oft unter unwillkürlichen Körperbewegungen. Ein dopaminsteigerndes Mittel namens Levodopa wird oft Parkinson-Patienten verschrieben.
  3. Ziehe drastischere Methoden in Betracht. Falls du nur nach einem kleinen Stärkungsmittel suchst, dann ist das nicht die richtige Alternative für dich. Aber der Vollständigkeit halber sollte erwähnt werden, dass es auch ernstere Strategien gibt, um den Dopaminspiegel zu steigern. Allerdings sind diese ausschließlich für die Menschen geeignet, die sich bereits in der Behandlung eines psychologischen Fachmanns befinden.
    • Bestimmte Methoden wie die EKT (Elektrokonvulsionstherapie - früher als unsicher betrachtet, aber mittlerweile wieder auf dem Vormarsch) haben sich als wirksam bei der Steigerung des Dopaminspiegels gezeigt. Falls Medikamente keine Wirkung zeigen sollten, gibt es noch einige weitere Dinge, die du ausprobieren kannst. Sprich darüber mit deinem Arzt.

Tipps

  • Menschen mit Krankheiten wie Schizophrenie produzieren zu viel Dopamin. Ärzte behandeln solche Krankheiten mit Antipsychotika, welche die Produktion von Dopamin unterdrücken.

Warnungen

  • Viele Opiate, Metamphetamine und illegale Drogen können die Dopaminproduktion anregen. Diese Mittel bringen jedoch ein hohes Suchtrisiko mit sich und können die natürliche Fähigkeit des Körpers zur Dopaminproduktion stören. Du kannst dich nach der Einnahme von Opiaten und Amphetaminen ausgelaugt, hungrig und depressiv fühlen. Möglicherweise treten sogar Selbstmordgedanken auf. Du störst damit dein chemisches Gleichgewicht – es ist fast so, als ob du dir selbst eine Geisteskrankheit zufügst. Deswegen solltest du die Finger von solchen Mitteln lassen.
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