Epoxid entfernen

Epoxid ist ein Permanentkleber, der auf vielen Arten von Oberflächen verwendet wird, von Kunststoff bis zu Metall. Wenn Epoxid gehärtet ist, kann das Entfernen knifflig sein. Epoxid beginnt in einem flüssigen Stadium. Wenn es vermischt wird, steigt die Temperatur der Substanz, bis sie abkühlt und aushärtet. Du kannst Epoxid entfernen, indem du es wieder flüssig oder zumindest gel-artig machst, damit du es von der Oberfläche abkratzen kannst.

Methode 1 von 3: Hitze zum Entfernen von Epoxid verwenden

  1. Ziehe Handschuhe an und setze eine Schutzbrille auf. Wenn du Epoxid erhitzt, steigen Dämpfe auf, und die sind nicht nett zu deiner Haut und deinen Augen. Eine normale Brille genügt nicht. Trage eine richtige Schutzbrille, die keine Luft hindurchlässt und deine Augen komplett beschützt. Du solltest Handschuhe tragen, die mindestens 7 cm lang über dein Handgelenk reichen. Am besten sollten die Handschuhe auch Luftdicht verschlossen sein.
  2. Trage Klamotten, die deine Haut bedecken. Ziehe eine möglichst enge Hose und ein enges, langärmeliges Oberteil an. Wenn es ein Hemd zum Knöpfen ist, mache alle Knöpfe zu. Die Dämpfe sollen nicht an deine Haut gelangen.
  3. Weiche das Epoxid in Azeton ein. Wenn das Epoxid auf einer Holzoberfläche ist, weiche den Bereich vorher eine Stunde oder länger in Azeton ein, bevor du mit Hitze das Epoxid aufweichst.
    • Azeton zieht nur in eine Holzoberfläche ein. Wenn du es mit Epoxid auf Kunststoff, Marmor, Zement, Vinly oder Metall zu tun hast, interagiert jede Chemikalie mit der Oberfläche, sie zieht aber nicht in die unteren Schichten ein wie sie das bei Holz kann.
  4. Halte eine Heißluftpistole einige Minuten lang auf das Epoxid gerichtet. Das Ziel ist, das Epoxid auf über 200° C zu erhitzen. Da liegt sein Schmelzpunkt. Du kannst die Pistole auf das Epoxid richten und immer wieder kurz wegnehmen. Wenn das Epoxid auf einer Oberfläche aus Kunststoff oder Holz ist, behalte die Oberfläche im Auge, damit du sie nicht zu sehr erwärmst und verbrennst.
    • Du kannst auch einen Lötkolben verwenden. Wenn er heiß ist, halte ihn direkt an die Klebestelle. so wird das Epoxid weich.
    • Wenn das Epoxid auf einem Gegenstand ist, zum Beispiel auf einer Fliese, kannst du den Gegenstand auf eine Herdplatte legen.
  5. Erhitze nur kleine Gebiete auf einmal. Du kannst nicht die ganze Klebefläche auf einmal gleich stark erhitzen und das Epoxid entfernen. Gehe der Länge nach in Schritten von 5 bis 7 cm vor. Wenn du die Reihe beendet hast, fange wieder oben an. Es ist leichter, dort anzusetzen, wo schon ein bisschen entfernt wurde und wo die Klebefläche "geöffnet" ist.
  6. Kratze das Epoxid mit einem Spachtel, einer Rasierklinge oder irgendeinem scharfen Objekt von der Oberfläche ab. Fahre mit dem Erhitzen und Abkratzen so lange fort, bis alles Epoxid entfernt ist.
    • Erhitze nicht sofort wieder neu, nachdem du schon erhitzt hast. Mache eine Pause, damit das Epoxid etwas abkühlen kann und kein Feuer fängt.

Methode 2 von 3: Einfrieren des Epoxids

  1. Ziehe Handschuhe an und setze eine Schutzbrille auf. Wenn du Epoxid erhitzt, steigen Dämpfe auf, und die sind nicht nett zu deiner Haut und deinen Augen. Eine normale Brille genügt nicht. Trage eine richtige Schutzbrille, die keine Luft hindurchlässt und deine Augen komplett beschützt. Du solltest Handschuhe tragen, die mindestens 7 cm lang über dein Handgelenk reichen. Am besten sollten die Handschuhe auch Luftdicht verschlossen sein.
    • Du kannst auch eine einfache Gesichtsmaske tragen, damit du die Dämpfe nicht einatmest.
  2. Öffne Fenster und Türen. So können die Dämpfe entweichen. Wenn du Haustiere oder Kinder im Haus hast, dann bringe sie in einem verschlossenen Zimmer unter, wo die Dämpfe nicht hinkommen.
  3. Schüttle die Dose mit dem Kältemittel. Du kannst Kältemkttel in allen möglichen Baumärkten bekommen. Es gibt verschiedene Sorten, aber du musst sie alle schütteln vor Gebrauch, wie andere Chemikalien aus Dosen auch. Halte die Dose ca. 40 cm vom Epoxid entfernt auf die betreffende Stelle. Achte darauf, dass du die Dose richtig hältst und das Mittel nicht heraustropft.
  4. Sprühe das Kühlspray auf das Epoxid. Das Spray bringt die Temperatur von allem, womit es in Berührung kommt, schnell herunter. Das Epoxid gefriert und wird brüchig.
  5. Schlage das brüchige Epoxid ab. Verwende dafür einen Spachtel oder schlage mit einem Gummihammer oder einem Hammer darauf. Das Epoxid sollte so kalt sein, dass es zu Kristallen wird und leicht wegzubrechen ist.
    • Sei vorsichtig, dass du nicht die Oberfläche beschädigst, indem du zu viel Druck auf das Epoxid ausübst. Wenn es sich nicht leicht wegbrechen lässt, versuche es mit mehr Kühlspray, um das Harz noch mehr zu kühlen.

Methode 3 von 3: Chemikalien zur Entfernung von Epoxid verwenden

  1. Ziehe Handschuhe an und setze eine Schutzbrille auf. Wenn du Epoxid erhitzt, steigen Dämpfe auf, und die sind nicht nett zu deiner Haut und deinen Augen. Eine normale Brille genügt nicht. Trage eine richtige Schutzbrille, die keine Luft hindurchlässt und deine Augen komplett beschützt. Du solltest Handschuhe tragen, die mindestens 7 cm lang über dein Handgelenk reichen. Am besten sollten die Handschuhe auch Luftdicht verschlossen sein.
  2. Öffne Fenster und Türen. So können die Dämpfe entweichen. Wenn du Haustiere oder Kinder im Haus hast, dann bringe sie in einem verschlossenen Zimmer unter, wo die Dämpfe nicht hinkommen.
  3. Wähle eine Chemikalie, die das Epoxid weich macht, aber nicht die Oberfläche beschädigt, auf der es klebt. Chemikalien können bestimmte Oberflächen wie Textil, Kunststoff oder Vinyl beschädigen. Starke Chemikalien können tatsächlich die Oberfläche zerfressen, noch bevor sie das Epoxid aufweichen.
    • Halte deich von Oxidationsmitteln der Klassen 3 und 4 fern. Sie können zu Verbrennungen führen und sich spontan entzünden.
    • Versuche es mit einem Farbverdünner. Das Azeton in den meisten Farbverdünnern kann gehärtetes Epoxid aufweichen, sei aber darauf vorbereitet, dass du es mindestens eine Stunde auf dem Epoxid und dem Gegenstand, auf dem es klebt, einwirken lässt.
    • Verwende die Chemikalie Dichlormethan. Diese hochgiftige Chemikalie kann viele Oberflächen beschädigen, dazu gehören Kunststoff und Holz. Dichlormethan wurde als Krebserreger klassifiziert, es ist also nicht weithin erhältlich.
  4. Trage das Lösungsmittel auf. Du kannst es entweder dirket oder mit einem Tuch auftragen. Hauptsache, du trägst es gründlich auf. Warte ca. eine Stunde und lass es einziehen.
    • Arbeite in klienen Schritten, immer 5 bis 7 cm auf einmal. Wenn du zu großflächig arbeitest, wirkt die Chemikalie nicht.
    • Achte darauf, dass keine Kinder und Tiere in der Nähe sind.
  5. Mische dir ein Neutralisierungsmittel zusammen. Nachdem du das Lösungsmittel aufgetragen und einziehen lassen hast, musst du es neutralisieren, bevor du es abkratzen kannst. Mische dazu zwei bis drei Esslöffel Trinatriumorthophosphat mit knapp vier Litern Wasser. Gib die Mischung entweder direkt auf das Lösungsmittel, oder trage es mit einem Schwamm auf. Lass es mindestens fünf Minuten einwirken.
  6. Kratze das Epoxidharz von der Oberfläche, wenn es durch die Chemikalie aufgeweicht ist. Wenn etwas Epoxid noch immer auf der Oberfläche klebt, weiche das verbleibende Epoxid etwas länger in der Chemikalie ein, bevor du versuchst, es abzukratzen.
    • Wasche die Fläche danach mit warmem Seifenwasser ab, damit diese ganze Chemie aus deinem Haus verschwindet. Das ist besonders wichtigm, wenn du Haustiere oder Kinder zuhause hast.

Tipps

  • Wiederhole jede Prozedur ein- bis zweimal. Manchmal kommt man nur an die Oberfläche und muss beim nächsten Mal die nächste Schicht entfernen.
  • Frage einen Profi, wie du am besten vorgehen kannst. Manchmal gibt es auch gute und einfache Hausmittel. Außerdem haben sie die besten Tipps für die Mittel, die du kaufen musst.
  • Arbeite nur in kleinen Bereichen. Arbeite der Länge nach, immer nur 5 bis 7 cm auf einmal, und dann weiter.

Warnungen

  • Bringe deine Kinder und Haustiere in Sicherheit, wenn du mit Chemikalien arbeitest.
  • Achte darauf, dass deine Handschuhe und Schutzbrille sicher sind. Die Dämpfe sind hochgiftig für Augen und Haut.
  • Lüfte immer gut. Die Dämpfe sollten so schnell wie möglich aus dem Haus ziehen.

Was du brauchst

  • Heißluftpistole
  • Werkzeug zum Kratzen
  • Kühlspray
  • Azeton oder Dichlormethan
  • Trinatriumorthophosphat
  • Schutzbrille
  • Gute Schutzhandschuhe
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