Den Schweif eines Pferdes flechten

Durch Einflechten sieht ein nicht verzogener Schweif sauber aus. Viele Leute flechten den Schweif und die Mähne ihres Pferdes, um das Pferd für ein Turnier fertigzumachen.

Vorgehensweise

  1. Wenn du für ein Turnier oder Sport einflechtest, solltest du nachprüfen, ob das Einflechten für diese Pferderasse zugelassen und angemessen ist. Bei manchen Veranstaltungen wie Springturnieren, Jagden und Polo ist das Einflechten vorgeschrieben. Andererseits sollten manche Rassen wie Mountain- oder Moorland-Ponys ihre Schweife für Wettbewerbe nicht eingeflochten tragen.
    • Der Schweif sollte dick sein (wenn das Haar zu dünn ist, halte den Schweif ordentlich verzogen, es sei denn, das Pferd mag diese Prozedur nicht).
    • Das Haar muss auf beiden Seiten der Schweifrübe lang genug sein.
  2. Binde dein Pferd an. Dadurch bleibt das Pferd während des Einflechtens sicher stehen. Hänge ihm ein Heunetz hin, damit es sich nicht langweilt.
  3. Bürste den Schweif mit einer Kardätsche oder einer Schweifbürste. Halte den ganzen Schweif in einer Hand und bürste immer nur kleine Teile des Schweifs auf einmal.
    • Kämme Oberseite und Seiten des Schweifs mit einem Mähnenkamm.
  4. Tauche eine Bürste in Wasser und bürste damit den Schweif, um ihn anzufeuchten. Wenn du möchtest, kannst du auch einen Schwamm verwenden.
    • Trage alternativ Flechtgel oder Eiweiß mit den Fingern auf. Dadurch wird das Haar griffiger und der Zopf wird fest und glänzend. Tauche deine Finger in das Eiweiß und ziehe sie durch Oberseite und Seiten des Schweifs.
  5. Beginne zu flechten. Trenne drei kleine Haarsträhnen ab. Nimm eine kleine Strähne von links, aus der Mitte und von der rechten Seite des Schweifs. Greife das Haar so weit oben wie möglich. Dieser Teil des Flechtens ähnelt sehr einem französischen Zopf.
    • Lege die linke über die mittlere Strähne. Dann lege die rechte Strähne über die jetzt mittlere Strähne (original linke Strähne).
    • Nimm etwas mehr Haar von der linken Seite des Schweifs zu der linken Strähne (ursprünglich mittleren Strähne) hinzu und lege es hinüber wie zuvor.
  6. Flechte mit dieser Methode weiter, bis drei Viertel der Schweifrübe (Schwanzwirbelsäule) eingeflochten sind. Halte beide Seiten des Zopfs so gleichmäßig wie möglich und flechte mit gleichem Druck. Der Zopf sollte so eng sein, dass er hält, aber ohne die Haare zu ziehen. Halte den Zopf immer in der Mitte.
    • Drücke kurz auf die Schweifrübe (Schwanzwirbelsäule), um zu fühlen, wo du bist.
  7. Wenn du bei drei Vierteln angelangt bist, nimm keine weiteren Haare mehr hinzu. Flechte die restlichen Haare, die du in der Hand hast, konventionell fertig, ohne neues Haar von den Seiten zu nehmen.
  8. Befestige ein Gummiband am Ende des Zopfs. Wenn du möchtest, verwende Faden oder Garn statt des Gummibands. Für Wettbewerbe ist es am besten, wenn diese zur Farbe des Schweifs passen.
  9. Falte das lange Ende des Zopfs nach oben. Stecke es unter den französischen Zopf.
    • Es formt nun eine Schlaufe. Befestige diese mit einem Gummiband oder Zopfband. Alternativ kannst du die Schlaufe zu einem einzelnen Zopf nähen, wie im nächsten Schritt beschrieben.
  10. Nähe die Schlaufe mit Faden fest, um die beiden Zöpfe zusammenzulegen. Knote das Ende des Fadens fest, bevor du ihn hindurchfädelst.
    • Fädle zuerst das Ende des ersten Zopfs hindurch. Wickle den Faden zweimal herum.
    • Falte die Schlaufe wie oben um. Nähe durch die Oberseite der Schlaufe.
    • Nähe durch die Mitte der beiden Zöpfe. Dadurch werden sie zu einem Zopf.
    • Befestige das Ende, indem du den Faden durch einen der Stiche schlaufst.
    • Schneide den Faden mit einer Schere ab.

Tipps

  • Um den Zopf beim Fahren zu schützen, kannst du eine Schweifbandage darüber anlegen. Wenn du diese abnimmst, wickle sie vorsichtig ab, statt sie abzuziehen.
  • Halte die Strähnen gleich dick, entweder dünn oder dick, so sieht es viel besser aus.
  • Wende beim Flechten immer gleichmäßigen Druck an.
  • Du wirst ein paar Mal üben müssen, bevor du dies beherrschst. Du solltest es dir bei den ersten Versuchen von jemandem zeigen lassen, der dies kann.
  • Verwende die gleiche Farbe bei Gummiband und Faden wie der Schweif deines Pferdes.
  • Flechte immer in der Mitte.
  • Bei einem großen Pferd kannst du den Schweif über die Boxentür hängen und einflechten, ohne einen Tritt zu riskieren. Bei einem kleineren Pferd/Pony kannst du auf ähnliche Weise ein Stück Sperrholz verwenden, das du in die Tür stellst.
  • Probiere bei jedem Aufnehmen von Haaren, größere Strähnen zu nehmen.

Warnungen

  • Lasse einen Pferdeschweif nie über Nacht eingeflochten. Dies irritiert das Pferd und es kann versuchen, sich am Schweif zu kratzen. Dadurch können die Schweifhaare ausfallen.
  • Verwende kein Schweifspray, sonst wird der Schweif zu glatt zum Flechten.
  • Denke immer daran, dass ein Pferd aus jedem Winkel treten kann. Halte einen Erst-Hilfe Kasten bereit.
  • Man kann den Schweif nicht von der Seite aus einflechten, sondern du musst direkt hinter dem Pferd stehen. Von einem Pferd getreten zu werden, kann tödlich sein. Bücke oder knie dich nicht hin. Stelle dich nicht hinter ein Pferd, das bekanntermaßen tritt.
  • Damit der Zopf wirklich gut aussieht, solltest du darauf achten, dass das Schweifende richtig eingebunden ist. Ein ungleicher Look kann den Effekt eines schön eingeflochtenen Schweifs zerstören.

Was du brauchst

  • Halfter
  • Heunetz
  • Kardätsche oder Schweifbürste
  • Mähnenkamm
  • Wasserbürste oder Schwamm
  • Flechtgel oder Eiweiß (optional)
  • Gummibänder, Flechtband oder Nadel und Faden (passend zur Farbe des Pferdes)
  • Schere
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