Guppys halten

Guppys – wer liebt sie nicht? Diese kleinen, farbenfrohen, tropischen Süßwasserfische kosten nicht sehr viel und lassen sich ohne großen Aufwand halten.

Vorgehensweise

  1. Du benötigst ein Aquarium mit einem Fassungsvermögen von mindestens 35 bis 40 Litern, sowie Kies und einen Filter.
  2. Besorge dir ein kleines Aquarium als Quarantänebecken mit einem Fassungsvermögen von etwa 20 Litern. Falls einer deiner Guppys krank wird, kannst du ihn ins Quarantänebecken setzen. Oder du verwendest dieses Becken als Brutbecken.
  3. Fülle beide Becken mit Wasser. Entchlore es oder lass es eine Woche lang stehen, so dass es sich von selbst entchlort. Erst danach darfst du deine Fische ins Becken setzen.
  4. Wechsle wöchentlich etwa 25% des Wassers und sauge dabei den Schmutz vom Beckenboden mit ab.
  5. Füge nur Wasser hinzu, dass du zuvor behandelt beziehungsweise aufbereitet hast.
  6. Halte die Temperatur zwischen 24 und 27°C.
  7. Lass das Licht für 8 bis 12 Stunden jeden Tag an. Besorge dir gegebenenfalls eine Zeitschaltuhr.
  8. Wenn du bereit bist, deine Fische ins Becken zu setzen, öffne den Beutel und lege ihn 15 Minuten lang auf die Wasseroberfläche. Vermeide es, Wasser aus dem Beutel ins Becken zu gießen. Nach der Wartezeit kescherst du die Fische aus dem Beutel und setzt sie zügig ins Wasser. Warte, bis der Fisch alleine aus dem Netz schwimmt. Wiederhole diesen Vorgang mit allen weiteren Fischen.
    • Achtung: Halte nicht zu viele Fische in deinem Becken. Ein ausgewachsener Guppy je 4 Liter Wasser ist genug.
    • Nachwuchs solltest du in ein extra Becken setzen oder im Hauptbecken mit einer Trennwand. Ansonsten kann es passieren, dass die ausgewachsenen Fische ihre eigene Brut fressen.
  9. Füttere Trockenfutter. Ergänze den Speiseplan mindestens einmal pro Woche mit Frost- oder Lebendfutter (Blutwürmer, Tubifex, Salinenkrebse).

Tipps

  • Setze Pflanzen in dein Becken, sodass sich die Guppys verstecken können. Dies ist besonders für Jungfische wichtig.
  • Guppys werden nicht sehr groß und können zusammen mit anderen Fischen (Mollys oder Schwertträgern) gehalten werden.
  • Manchmal passiert es, dass sich verschiedene Arten miteinander paaren.
  • Für die Jungfische solltest du Trockenfutter zerkrümeln, bis sie etwa 2,5 cm groß sind.
  • Guppys reagieren durchaus empfindlich auf veränderte Wasserverhältnisse. Überprüfe die Wasserqualität mindestens einmal pro Woche. Informiere dich, wie du das Becken reinigst.
  • Anstatt das Futter für Jungfische einfach nur zu zerkrümeln, kannst du es zusätzlich noch mit warmem Wasser aufgießen. Vor dem Füttern abkühlen lassen.
  • Je mehr Guppys du hast, desto größer muss dein Aquarium sein.
  • Setze keine scharfkantigen Gegenstände oder Pflanzen in dein Becken. Die Fische könnten sich daran ihre Finnen verletzen.

Warnungen

  • Die häufigste Ursache, wenn Fische sterben: mangelnde Wasserqualität. Überprüfe das Wasser regelmäßig und halte es sauber.
  • Halte ein Männchen immer zusammen mit mindestens zwei Weibchen. Ein Weibchen allein könnte an Überanstrengung sterben, da sich das Männchen unentwegt paaren möchte.
  • Halte Guppys nicht zusammen mit Raubfischen oder aggressiven Arten.
  • Trenne die Jungtiere von den ausgewachsenen Guppys. Sie werden sonst gefressen.
  • Achte darauf, dass jeder Guppy etwa 4 Liter benötigt.

Was du brauchst

  • Aquarium (40 Liter Fassungsvermögen)
  • zweites Aquarium (20 Liter Fassungsvermögen; als Quarantäne- oder Brutbecken)
  • Guppys
  • Deko und/ oder Aquariumpflanzen
  • Heizstab
  • Filter
  • Wasseraufbereiter
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