Eine Depression beschreiben

Depressionen können auf viele Arten beschrieben werden. Im Kern handelt es sich dabei um langanhaltende Gefühle der Trauer oder ein verlorenes Interesse am Leben. Um wirklich über Depressionen sprechen zu können, muss man ein Gefühl dafür bekommen, wie sich Depressionen anfühlen und was sie verursacht. Außerdem solltest du verstehen, dass Depressionen sich bei den verschiedenen Geschlechtern unterschiedlich ausdrücken können.

Teil 1 von 3: Verstehe, wie sich Depressionen anfühlen

  1. Verstehe den täglichen Kreislauf der Depression. Für eine depressive Person ist das Leben eine einzige Aneinanderreihung von schrecklichen Perioden an energiegeladene Perioden. Depressionen zeichnen sich durch tiefe Erschöpfung am Ende des Tages aus, was zu einem tiefen Schlaf führt, der zwar oft lang, aber selten erholsam ist. Der nächste Morgen beginnt meist mit Furcht und Angstzuständen, was es dem Betroffenen sehr schwer macht, aus dem Bett zu kommen. Furcht und Schrecken werden zu einem ständigen Gewicht, das die Person niederdrückt und schon alleine das Aufstehen zu einer schier unüberwindlichen Herausforderung macht. Die Angstzustände geben der Person das Gefühl, in Verzweiflung zu ersticken. Sie ständig zu ertragen, ist eine schwere Bürde.
    • Diesen Phasen kann aber eine Phase voller Energie folgen, die es der Person ermöglicht, eine ganze Bandbreite an Aktivitäten zu absolvieren. Auf diese Phase folgt ein Gefühl der Erschöpfung, das wiederum die nächste Runde im Teufelskreis einläutet. Dieser Kreislauf wirkt unüberwindbar.
  2. Verstehe, dass emotionaler Schmerz den Weg für körperlichen Schmerz ebnet. Depressionen können sich als ein körperlicher Schmerz ohne bestimmten Ursprung manifestieren. Es erschwert sogar die Diagnose der Depressionen, da Patienten manchmal nur über ihre körperlichen Schmerzen sprechen.
    • Hinzu kommt, dass der Schmerz oft chronisch ist und mehrere Bereiche des Körpers umfasst. Er hält sich also oftmals über einen längeren Zeitraum.
  3. Lerne, dass Depressionen alles schwerer machen. Mit Depressionen kann sich jede Bewegung wie eine riesige Herausforderung anfühlen. Für manche ist es fast unmöglich, alltägliche Aufgaben zu erfüllen. Es wird schwierig, morgens aufzustehen und mehr zu tun, als sich nur im Bett umzudrehen. Es benötigt einen regelrechten Plan, um auch nur einmal das Zimmer zu durchqueren – die depressive Person muss vielleicht erst einmal die Energie sammeln, um es zu schaffen.
    • Es kann schwierig sein, ein Gespräch aufrechtzuerhalten, da der Aufwand zu groß erscheint, sich adäquat auszudrücken. Der Unfähigkeit, sich körperlich zu bewegen, kann sich in jeder Form manifestieren – schon alleine, einen Gedanken zu formen, erfordert Arbeit, und ein ganzes Gespräch zu führen erst Recht.
  4. Erwarte eine veränderte Perspektive. Depressionen können einen Einfluss auf die Art haben, wie du deine Umgebung wahrnimmst. Wenn die Realität düster wirkt, fällt es schwer, eine sonnige Aussicht aufrechtzuerhalten. Selbst die Sonne kann weniger heiter erscheinen – so als hätte sie etwas von ihrer Wärme verloren. Alles bekommt einen grauen Schein. Betroffene mit weniger schlimmen Depressionen können etwas erleben, das auch als „Depressiver Realismus“ bezeichnet wird. Wir Menschen entwickeln oft die Tendenz, die Welt und uns selbst in einem positiven Licht zu sehen – diese Eigenschaft verfliegt mit dem depressiven Realismus.
    • Dunkle Tage nehmen einen düsteren Ton an und der Morgen hat nicht länger den Glanz eines Neustarts mit ungezählten Möglichkeiten. Welchen Optimismus die Person auch einmal hatte, er ist jetzt vergangen – ganz egal, welche positiven Ereignisse sich einstellen.
  5. Erkenne, dass die angenehmen Dinge nicht länger angenehm sind. Das nennt man „Anhedonie“. Es bedeutet, dass die Dinge, die einst als angenehm empfunden, geschätzt und gespannt erwartet wurden, einen viel kleineren Einfluss auf eine Person mit Depressionen haben.
    • Naturliebhaber empfinden z.B. nicht länger ein Gefühl der Ruhe und des Friedens, wenn sie durch die Natur spazieren. Blumen verlieren ihren Duft und Musik klingt disharmonisch. Geld, Liebe, Partys – allem fehlt der spezielle Glamour, den es einst für die depressive Person hatte.
    • Alles erscheint unter einem Nebelschleier und fühlt sich so schwer an, dass es kaum zu ertragen ist. Es fühlt sich so an, als würde die eigene Welt sich langsamer und stumpfsinniger drehen, als die eines jeden anderen. Alles erscheint grundsätzlich ein wenig „daneben“.
  6. Erfasse den Ernst der Lage, von den eigenen Emotionen abgestoßen zu werden. Für eine depressive Person herrscht ein großes Gefühl der Hoffnungslosigkeit und es kommt ihr so vor, als würde nichts positive Emotionen auslösen. Dieser extreme emotionale Schmerz und der Mangel an freudigen Gefühlen kann unglaublich überwältigend sein. Es kann sich anfühlen, als würde emotionale Schmerz immer schlimmer und schlimmer werden, scheinbar ohne jeglichen Grund.
    • Eine depressive Person kann ohne offensichtlichen Grund zu weinen beginnen. Es kann zu gereizten Gefühlen gegenüber der Familie und Freunde kommen, obwohl diese einfach nur die Dinge tun, die sie immer tun, und sich ganz normal verhalten.
  7. Verstehe, wie Depressionen einen nahezu emotionslos machen können. Depressionen können dazu führen, dass die Person sich leer, taub und unfähig dazu fühlt, Emotionen auszudrücken. Dieser Mangel an Gefühlen kann einen einen einsam machen, selbst wenn man von Freunden und Familie umgeben ist.
    • Das Gefühl, dass man sich in einer Wolke oder einer Blase befindet, die einen von anderen abtrennt, ist ebenfalls eine Möglichkeit. Die depressive Person kann das Gefühl haben, dass niemand in seinem Umfeld versteht, was sie wirklich durchmacht. Das Gefühl, alleine zu sein, kann die zugrundeliegende Depression noch verschlimmern.
  8. Verstehe, dass der Tod wie eine plausible Alternative erscheint. Der Schmerz und das Trauma einer Depression kann so real und anhaltend sein, dass Selbstmord wie eine logische, sinnvolle Antwort erscheint. Die depressive Person spricht vielleicht zu verschiedenen Gelegenheiten über Selbstmord und begeht vielleicht sogar einen Selbstmordversuch. Betroffene können einfach keinen anderen Ausweg aus den Gefühlen der Isolation, Wertlosigkeit und Verzweiflung erkennen, als die vermeintliche Erlösung durch Suizid.
    • Wenn das Leben keine wahre Bedeutung mehr hat, erscheint der Tod als keine so große Sache mehr. Es ist nicht so, als würden die Betroffenen sterben wollen, sie wollen einfach nicht mehr länger leben. Die depressive Person hat vielleicht kein Interesse und keine Freude mehr am Leben, also erscheint das Leben als sinnlos.
    • Wenn du oder jemand in deinem Umfeld auf diese Weise denkt, sich Gedanken über Selbstmord macht und sogar einen Plan hat, solltest du sofort Hilfe rufen. Rufe die deutschlandweite Notfall-Seelsorge Hotline unter 0800 - 111 0 111 (ev.), 0800 - 111 0 222 (rk.) oder 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche), einen Therapeuten, Freund, Arzt oder ein Familienmitglied an.
  9. Erkenne den Unterschied zwischen Depressionen und „dem Blues“. Wir alle sind hin und wieder traurig, eine Depression ist aber etwas vollkommen anderes. Es ist nicht nur eine trübsinnige Phase. Zu Depressionen gehören:
    • Ein trostloser Ausblick auf das Leben und Gefühle der Hoffnungslosigkeit.
    • Ein verlorengegangenes Interesse oder fehlende Freude am Leben. Dinge, die früher einmal Spaß gemacht haben, sind jetzt uninteressant.
    • Gewichtsprobleme – eine depressive Person kann in sehr kurzer Zeit 5% ihres eigentlichen Gewichts verlieren oder zulegen.
    • Schlafprobleme wie Schlaflosigkeit oder exzessiver Schlaf.
    • Probleme mit dem Temperament – eine depressive Person schlägt oft wahllos um sich oder wird leicht gereizt oder frustriert.
    • Müdigkeit und Lustlosigkeit – die betroffene Person kann selbst für die einfachsten Aufgaben keine Energie aufbringen.
    • Schuldgefühle – die depressive Person schimpft mit sich selbst oder kann nicht aufhören, über Situationen nachzudenken oder sich darüber fertigzumachen, in denen sie sich ihrer Meinung nach falsch verhalten hat.
    • Suizidgedanken oder rücksichtsloses Verhalten – der Gedanke an den Tod ist Unterhaltung. Es wird über ihn fantasiert oder er wird als ein praktischer Ausweg angesehen. Das eigene Leben wird nicht mehr als besonders wichtig angesehen, was zu impulsiven oder rücksichtslosen Handlungen führen kann.

Teil 2 von 3: Verstehe die Ursachen und Konsequenzen von Depressionen

  1. Kenne die Ätiologie von Depressionen. Auch wenn Depressionen oft nicht nur eine einzelne Ursache haben und der exakte Auslöser für sie nicht bekannt ist, gibt es doch einige Faktoren, die für Personen typisch sind, die eine Depression entwickeln. Dazu gehören:
    • Der Tod eines geliebten Menschen.
    • Die Trennung von einem geliebten Menschen.
    • Finanzieller Verlust.
    • Dramatische Lebensveränderungen, wie z.B. der Umzug in eine andere Stadt, der Eintritt in den Ruhestand oder eine Veränderung des Arbeitsumfelds.
    • Konflikte im persönlichen Umfeld, wie z.B. eine Scheidung oder ein heftiger Streit.
    • Zusätzliche Verantwortungen, wie z.B. die Geburt eines Kindes oder die Pflege eines kranken Elternteils oder Verwandten.
    • Konflikte im Arbeitsumfeld, wie z.B. eine veränderte Rolle auf der Arbeit oder Verantwortungen, die nicht mit den persönlichen Interessen und Fähigkeiten im Einklang sind.
    • Körperlicher, sexueller oder emotionaler Missbrauch.
    • Eine lähmende Krankheit oder Erkrankung, wie z.B. HIV/AIDS, Parkinson, eine Herzerkrankung oder Krebs.
      • Ein gewisses Maß an Depression ist allerdings ganz „normal“, sollte es zu schlimmen Ereignissen kommen. Sollten die Depressionen aber nach sechs Monaten noch immer da sein, liegt wahrscheinlich ein größeres Problem vor.
  2. Erkenne, wie verbreitet Depressionen sind. Etwa 5% der Erwachsenen in Deutschland leiden unter einer Depression. Die Betroffenen sind zum Großteil (70%) Frauen – allerdings kann der Grund dafür auch sein, dass Frauen sich wohler dabei fühlen, sich gegen Depressionen behandeln zu lassen und/oder dass bei Männern eine höhere Suizidrate vorliegt.
    • Suizid (ein Verhalten das oft mit Depressionen assoziiert wird) ist ebenfalls weit verbreitet. Tode durch Suizid kommen fast so häufig vor wie durch Influenza und Pneumonie.
  3. Achte auf Anzeichen von Unsicherheit, die die Person von anderen isoliert. Die Selbstwertgefühle und das Selbstvertrauen der Person steht aufgrund ihrer negativen Denkmuster tagtäglich unter Beschuss. Sie wird ständig von den Gedanken verfolgt, nicht gut genug, nicht liebenswert, gewollt oder kompetent genug zu sein, um von anderen gemocht zu werden. Sie hat ständig das Gefühl, dass andere nicht gerne in ihrer Gesellschaft sind. Deswegen ist es in ihrem Kopf besser, nicht länger mit anderen Kontakt zu haben oder sich mit ihnen zu beschäftigen, ganz egal, wie eng diese Personen ihr auch einmal waren.
    • Depressionen beeinflussen den Denkprozess und die Informationsverarbeitung der Betroffenen. Dadurch verlangsamt sich ihr Denken, ihre Reaktionen und ihre Entscheidungsfindungsfähigkeiten. Diese Effekte wirken sich negativ auf das Selbstvertrauen der Person aus, was wiederum dazu führt, dass sie sich von Freunden und Familienmitgliedern fernhält. Dazu gehört auch, dass die Person willentlich auf Aktivitäten verzichtet, die ihr einst Freude gemacht haben.
  4. Achte darauf, ob die Person schlechte Angewohnheiten aufnimmt. Als ein Versuch, der selbstgewählten Isolation, den Angstzuständen und der Einsamkeit zu entrinnen, suchen Betroffene oft Zuflucht in Alkohol, Drogen und sehr zucker- und kohlenhydrathaltigem Junk Food. Alkohol, Zucker und Kohlenhydrate sorgen kurzzeitig dafür, dass die Person sich besser fühlt und ihre Stimmung steigt. Sobald diese Gefühle aber wieder abklingen, kehren die alten verhängnisvollen Gefühle zurück. Unglücklicherweise gehen Ess- und Angststörungen Hand in Hand mit Depressionen.
    • Manche Betroffene verfallen ins andere Extrem und stellen das Essen komplett ein. Diese Personen haben einfach kein Verlangen mehr nach Essen. Versuche auf alle Gewichtsveränderungen und darauf zu achten, ob die Person in deiner Gegenwart isst. Das ist keine Diät - es ist ihr Geist, der sie fragt: „Was soll all die Mühe?“
  5. Erwarte Veränderungen in der beruflichen Leistung. Die Schwierigkeiten der Person, Informationen verarbeiten zu können, zusammen mit ihren Gefühlen der Unzulänglichkeit und des niedrigen Selbstbildes, können dazu führen, dass die Konzentration, Produktivität, Leistung und Kompetenz der Person leidet. Depressive Personen tun sich auf der Arbeit gerade in den Bereichen schwer, in denen ein scharfer Geist erforderlich ist.
    • Betroffene leiden auch oft unter Schlafproblemen wie Insomnie (Schlaflosigkeit) oder Hypersomnie (Schlafsucht). Einige Gesundheitsprobleme wie Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Rückenschmerzen, Verstopfung oder Durchfall sind ebenfalls unter Personen mit Depressionen verbreitet. Alle diese Symptome beeinflussen ebenfalls die berufliche Leistung.
  6. Achte auf Gewichtsveränderungen. Depressionen werden oft mit Gewichtszunahme oder, in einigen besonders schweren Fällen, mit Gewichtsverlust in Zusammenhang gebracht. Es ist aber noch nicht ganz klar, ob Depressionen auf Gewichtsveränderungen folgen oder ob sie sie auslösen. So kann z.B. eine betroffene Person über ihr Übergewicht depressiv werden. Die Ursache dafür können ein negatives Selbstbild oder die Enttäuschung über die mangelnde Selbstkontrolle sein.

Teil 3 von 3: Verstehe die Unterschiede zwischen den Geschlechtern

  1. Verstehe, dass Männer ihre Gefühle eher verstecken als Frauen. Es gibt Unterschiede darin, wie Männer und Frauen Depressionen erleben und wie sie ihre Symptome ausdrücken. Manche sind besonders offenkundig. Gerade Männer zeigen ihre Depressionen ungern über ihre Gefühle und Emotionen. Sie drücken ihre Gefühle der Trauer, Hoffnungslosigkeit und Wertlosigkeit weniger offen aus.
    • Stattdessen zeigen sie ihre Depressionen vielleicht dadurch, dass sie bei der kleinsten Provokation wütend oder frustriert werden. Sie zeigen ihre Symptome eher in der Form von Gereiztheit. Männer beschweren sich auch eher regelmäßig über Müdigkeit und Schlaflosigkeit und zeigen weniger Interesse an einst geliebten Aktivitäten.
  2. Verstehe, dass Männer mit Depressionen oft ihre sozialen Kontakte meiden. Aufgrund des schmerzvollen Unterschieds zwischen ihren Gefühlen und den Gefühlen, die sie laut der Gesellschaft empfinden sollten, versuchen Männer mit Depressionen oft alles dafür zu tun, möglichst wenig Zeit mit Familie und Freunden verbringen zu müssen. Sie stürzen sich stattdessen mehr und mehr in die Arbeit oder suchen Zuflucht in Alkohol und Drogen.
  3. Achte auf Veränderungen im Sexualleben. Depressionen können bei Männern Probleme in ihrem Sexualleben verursachen. Sie können zu einem Desinteresse an Sex oder einer erektilen Dysfunktion führen.
    • Männer bevorzugen sozial akzeptierte und sozial günstige Fachausdrücke, um die Symptome ihrer Depression zu verschleiern. Sie schieben ihre Symptome lieber auf Stress, anstatt auf Depressionen.
  4. Verstehe die unterschiedliche Auffassung von Selbstmord. Auch wenn Frauen öfter einen Suizidversuch begehen, sterben mehr Männer durch Suizid. Der Grund dafür ist, dass Männer im Durchschnitt schneller handeln und ihre Suizidgedanken sofort und vorschnell umsetzen. Sie setzen auch oft tödlichere Mittel ein, wie z.B. Schusswaffen, um ihren Suizid durchzuführen. Frauen hingegen geht es mehr um den Gedanken an sich. Sie werden weniger schnell aktiv und greifen auf weniger „zuverlässige“ Mittel zurück, wie z.B. eine Überdosis Tabletten.
    • Männer geben auch seltener Hinweise auf ihre Absichten. Ohne Warnsignale können Freunde und Familie weniger wahrscheinlich eingreifen.
  5. Verstehe, dass Depressionen unter Frauen verbreiteter ist als unter Männern. Allerdings ist es auch möglich, dass Frauen sich einfach wohler dabei fühlen, von ihren Depressionen zu berichten, oder dass Männer ihre eigenen Depressionen weniger leicht erkennen. Wenn wir aber davon ausgehen, dass Frauen öfter depressiv werden als Männer, kann das auf folgende Ursachen zurückzuführen sein:
    • Hormonelle Veränderungen
    • Schwangerschaft
    • Menopause
    • Schilddrüsenunterfunktion
    • Chronische Erkrankungen (Studien haben gezeigt, dass Depression eine häufigere Begleiterkrankung bei Frauen ist, als bei Männern)
  6. Verstehe, wie die Hormone Frauen beeinflussen können. Hormone haben eine direkte Beziehung zu den Chemikalien des Gehirns, die für die Beeinflussung der Stimmung und der Emotionen zuständig sind. Hormonelle Schwankungen sind während des Menstruationszyklus, der Menopause, einer Schwangerschaft und nach der Entbindung weit verbreitet. Das kann episodenhaft (vorübergehend, um die Erklärung kurz zu halten) beginnen und zu chronischen Depressionen führen (einem lebenslangen Kampf).
    • Zusätzlich zu den hormonellen Veränderung, können die zusätzlichen Verantwortungen, die durch die Geburt eines Babys entstehen, enorm und für einige Frauen so überwältigend sein, dass sie Depressionen ausbilden – speziell Wochenbettdepressionen.
  7. Finde heraus, wie der Druck, der auf Frauen lastet, sich zu einer Depression entwickeln kann. Auch psychosoziale Faktoren werden oft im Zusammenhang mit Depressionen bei Frauen genannt. Frauen können einen Druck verspüren, dass von ihnen mehr erwartet wird als sie zu leisten imstande sind. Sie müssen sich oft um die Familie kümmern, Teilzeit oder Vollzeit arbeiten und sich dazu noch dem Stress und der Belastung aussetzen, alle Beziehungen stark und intakt zu halten.
  8. Sei dir bewusst, dass die Jahreszeit einen größeren Einfluss auf Frauen als auf Männer hat. Depressionen, die mit dem Einsetzen einer bestimmten Jahreszeit zu Tage treten, nennt man „Saisonal abhängige Depression (SAD)“ oder auch Winterdepressionen. Sie treten bei Frauen häufiger auf als bei Männern. Diese Form der Depression vergeht oft mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit, wie dem Frühling oder Sommer, und setzt erst im nächsten Herbst oder Winter wieder ein. Auch wenn die Ursachen für diese Depression unterschiedlich sein können, ihre Symptome sind immer dieselben – Traurigkeit, Stimmungsschwankungen, Angstzustände, Verlangen nach stark zucker- und kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln und Schlafprobleme.
    • SAD ist eine Form der Depression die von mangelndem oder schwachem Sonnenlicht ausgelöst wird. Sie wird meist von Menschen in kälteren Gegenden durchlebt, in denen der Winter und Schnee intensiv und hart ist.

Tipps

  • Wenn du jemanden Depressionen erklären musst, versuche einen Betroffenen zu fragen und mit ihm über seine Depressionen zu sprechen.

Warnungen

  • Solltest du deine eigenen Depressionen ausdrücken wollen und suizidal sein, rufe bei der Notfall-Seelsorge an und sprich über deine Gefühle: 0800 - 111 0 111 (ev.), 0800 - 111 0 222 (rk.), 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche).
Information
Users of Guests are not allowed to comment this publication.