Deine Katze an einen neuen Welpen gewöhnen

Deiner Katze einen neuen Hundewelpen vorzustellen, ist für beide Tiere sehr stressig. Aber wenn es richtig gemacht wird, können beide Haustiere sicher und friedlich zusammen gehalten werden, indem man eine positive Beziehung zwischen ihnen etabliert.

Vorgehensweise

  1. Suche einen Raum für deinen Welpen aus. Jeder Welpe braucht einen Raum, in dem er sich sicher und geborgen fühlen kann. Wähle einen kleinen, sicheren Raum ohne Teppich (falls dem Kleinen mal ein Missgeschick passiert). Versorge deinen Welpen mit allen grundlegenden Dingen wie einer Schlafstelle, Wasser und Spielzeug. Kümmere dich in den ersten ein bis zwei Tagen separat um deine Tiere.
  2. Mache mit deinem Hund eine Führung durch das Haus. Schließe deine Katze aus und begehe mit deinem Hund an der Leine einen oder zwei neue Räume. Halte den Gang kurz und vergnüglich, indem du ihn schnüffeln und stöbern lässt, ohne dass er überdreht oder ängstlich wird.
  3. Lass deine Katze dein Heim erkunden. Bringe deinen Welpen in sein Zimmer und lass deine Katze den neuen Geruch des Welpen in den zuvor von ihm besuchten Räumen erkunden.
  4. Stelle sie einander durch die Transportbox vor. Stelle deine Tiere einander in einem kontrollierbaren Rahmen vor, indem du den Welpen in seine Transportbox setzt und die Katze ihn von außen betrachten lässt. Mache dies für ein paar Minuten zweimal am Tag, bis die Katze keine Aggression oder Angst mehr zeigt. Lenke deinen Welpen durch Aufmerksamkeit und Zuneigung ab und belohne ihn, wenn er in der Anwesenheit der Katze nicht knurrt oder bellt.
  5. Stelle sie einander an der Leine vor. Sobald einige Begegnungen friedlich verlaufen sind, versuche es mit deinem Welpen an der Leine. Das funktioniert am besten, wenn sich dein Hund vorher mit Spielen und Lernen ausgetobt hat. Wähle einen Raum, aus dem deine Katze leicht flüchten kann, falls sie Angst bekommt. Während du deinen Welpen an der Leine hast, halte ihn mit Kommandos, Belohnungen und/oder Zuneigung beschäftigt. Gib deiner Katze genügend Zeit, um in ihrem eigenen Tempo Kontakt aufzunehmen. Halte die Treffen zunächst kurz und wenn alles gut läuft, dehne sie Stück für Stück aus. Wenn es möglich ist, lasse ein weiteres Familienmitglied entfernt von dem Hund dabei sein, um der Katze Sicherheit und Ermutigung zu geben.
  6. Erlaube überwachte Interaktion. Sobald der Welpe und die Katze durchgehend ohne Aggression oder Angst miteinander interagieren, kannst du sie ohne Leine zusammenbringen. Wähle einen Raum, in den sich deine Katze normalerweise zurückzieht. Beobachte sie die ganze Zeit, während du sie zusammenführst. Beginne mit kurzen Treffen und erhöhe die Dauer langsam. Vergiss nicht, beiden Tieren viel Aufmerksamkeit und Zuneigung zu schenken und sie zu belohnen, wenn sie sich friedlich verhalten.
  7. Erlaube unbeobachtete Interaktion. Erst sobald deine Tiere sich vollständig aneinander gewöhnt haben, solltest du sie miteinander alleine lassen. Denk daran, beiden Rückzugsorte zur Verfügung zu stellen, wie z.B. eine Katzentür, eine Hundetür, hohe Regale oder kleine Nischen.

Tipps

  • Je mehr du deinen Welpen vor der Zusammenführung auspowerst, desto unwahrscheinlicher ist es, dass er versucht, mit der Katze zu „spielen“.
  • Es ist nicht schlimm, wenn der Prozess langsam vorangeht.
  • Die Chancen für eine sichere Zusammenführung steigen, wenn dein Welpe bereits leichte Kommandos beherrscht („Sitz“, „Platz“, „Komm“ etc.)
  • Sei immer vorsichtig, wenn du deinen Tieren näheren Kontakt erlaubst.
  • Die Erfolgschancen steigen, wenn du die Aufmerksamkeit deines Welpen auf dich ziehen kannst, selbst wenn er aufgedreht ist.
  • Nimm deinen Welpen auf den Arm, wenn die Katze aggressiv wird.

Warnungen

  • Benutze immer eine Leine, um Verletzungen vorzubeugen, falls die Tiere nicht miteinander auskommen.
  • Hunderassen mit einem ausgeprägtem Herden- oder Jagdtrieb oder hohem Bewegungsdrang stellen eine größere Herausforderung dar.
  • Es bleibt immer das Risiko, dass sich dein Welpe nicht mit der Katze versteht, egal wie sehr du dich anstrengst.
  • Lass deine Tiere niemals allein, wenn du dir nicht sicher bist, dass sie miteinander auskommen.

Was du brauchst

  • Eine Transportbox, die groß genug für deinen Welpen ist
  • Eine Leine für den Welpen (besser mit Brustgeschirr als mit Halsband)
  • Katzen- und Hundeleckerlis
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