Fürsorglicher sein

Fürsorglich zu sein, erlaubt dir Einfühlungsvermögen für Andere zu haben und ein Leben basierend auf Zuneigung, Liebe und Mitgefühl für die Menschen um dich herum zu führen. Es kann verführerisch sein, in eine selbstsüchtige Lebensweise zu verfallen und sich nur auf die eigenen Ziele und Wünsche zu konzentrieren, aber deine Tage werden lohnender sein, wenn du darüber nachdenkst, was die Menschen in deinem Leben denken und fühlen. Fürsorglich zu sein, bedeutet ein offenes Ohr zu bieten, zu bemerken wenn jemand Hilfe benötigt, und deiner Gemeinde zu helfen ohne nach einer Belohnung zu fragen. Wenn du wissen möchtest, wie du fürsorglicher sein kannst, dann schau dir Schritt 1 an, um anzufangen.

Teil 1 von 3: Anpassung deiner Sichtweise

  1. Sei sensibel gegenüber den Gefühlen Anderer. Wenn du eine fürsorglichere Sichtweise haben möchtest, dann musst du mehr Zeit damit verbringen darüber nachzudenken, wie andere Menschen sich fühlen. Achte darauf, wie die Menschen in deiner Umgebung auf eine bestimmte Situation reagieren, oder einfach wie sie sich fühlen, wenn sie durch die Tür kommen. Fürsorgliche Menschen sind abgestimmt auf die Stimmungen von Anderen und können sagen, wann jemand sich niedergeschlagen fühlt oder verärgert ist und ergreifen Maßnahmen, um etwas dagegen zu unternehmen. Das nächste Mal, wenn du mit anderen Menschen zusammen bist, egal ob du in der Klasse bist oder mit Freunden herumhängst, dann achte darauf, wie sie sich in einer bestimmten Situation fühlen.
    • Menschen die mit sich selbst beschäftigt sind oder sich nur um sich selbst kümmern, tendieren dazu sich nicht darum zu kümmern, wenn andere Menschen um sie herum verärgert sind, selbst wenn sie es verursacht haben. Achte darauf, dass du nicht so bist.
    • Selbst wenn du nicht derjenige bist, der die verletzten Gefühle verursacht, sei dir bewußt wie Andere um dich herum auf einen bestimmten Kommentar oder eine Neuigkeit reagieren. Wenn du in einer Besprechung bist und bemerkst, das viele Menschen sichtlich verärgert sind, wenn dein Chef die Ziele für ein neues Projekt erklärt, dann könntest du mit deinem Chef darüber sprechen.
  2. Denke darüber nach, wie deine Handlungen andere Menschen beeinflussen. Möglicherweise bist du zu beschäftigt deine eigenen Bedürfnisse zu stillen, um immer über die Auswirkungen, die etwas bestimmtes, was du machst oder sagst, auf eine Person haben kann. Das nächste Mal, wenn du etwas machst, sei es, dass du das Saubermachen der Küche deinem Mitbewohner überlässt, weil du einen arbeitsreichen Tag hast, oder den Anruf deines besten Freundes über seine Trennung ignorierst, frage dich selbst, wie diese Person auf das reagieren würde, was immer du machst. Wenn die Antwort nicht gut ist, dann solltest du darüber nachdenken, deine Handlungsweisen anzupassen.
    • Das bedeutet natürlich nicht, dass die Menschen alles mögen oder allem zustimmen müssen, wie du handelst. Manchmal musst du machen, woran du glaubst, ohne zu versuchen Anderen zu schmeicheln. Aber wenn dein Verhalten egoistisch, unhöflich oder unangenehm ist, dann solltest du anfangen, dir Gedanken darüber zu machen, eine Änderung vorzunehmen.
  3. Schätze die Menschen in deinem Leben. Wenn du eine fürsorglichere Person sein möchtest, dann musst du die Menschen in deinem Leben so sehr schätzen und ihnen das auch vermitteln, wie du kannst. Sei dankbar für deine Familienmitglieder, deine Freunde, deinen Lebensgefährten, oder jede Person, die dein Leben bedeutungsvoller und positiver macht. Konzentriere dich nicht auf die Dinge, die du verpasst oder die gemeinen Kommentare, mit denen du manchmal umgehen musst, und denke stattdessen über all die Freude und das Glück nach, das Menschen in dein Leben bringen. Das wird dich nicht nur in eine bessere Stimmung versetzten, es wird es auch einfacher für dich machen, dich um die Menschen um dich herum zu kümmern.
    • Um den Menschen in deinem Leben zu zeigen, dass du sie wirklich schätzt, musst du ihnen so oft wie möglich danken. Danke ihnen dafür, dass sie dir in einer harten Zeit helfen, dass sie dir einen Gefallen tun, oder einfach dafür, dass sie toll sind. Lass sie wissen, dass ihre Anwesenheit in deinem Leben von Bedeutung ist.
    • Unterschätze nicht die Macht einer Dankeskarte. Diese Karten sind nicht mehr so verbreitet, wie sie mal waren, was der Person, die sie erhält, das Gefühl gibt, etwas Besonderes zu sein.
  4. Sei aufmerksam. Fürsorgliche Menschen starten ihren Alltag in einer aufmerksamen Grundhaltung. Sie achten darauf, was die Menschen machen, wenn sie mit ihnen sprechen, und sie sind sensibel gegenüber ihren Bedürfnissen und Gefühlen. Aufmerksam auf die Mimik, Gestik, Kleidung und sogar lässigen Kommentare der Menschen zu achten, kann helfen ein komplettes Bild davon zu erhalten, was die Person wirklich denkt und fühlt, und kann dich dazu bringen, fürsorglicher zu sein.
    • Deine Freundin könnte dir sagen, dass sie vollkommen über ihre Trennung hinweg ist, aber wenn du genau hinschaust, dann wirst du die Tränensäcke unter ihren Augen oder eine geschwollene Nase sehen, die auf etwas anderes hindeuten.
    • Deine Mitbewohnerin könnte eine große Prüfung vor sich haben und du könntest bemerken, dass sie keine feste Mahlzeit in zwei Tagen zu sich genommen hat. Daraufhin eine extra Portion zum Abendessen zuzubereiten, kann einen großen Unterschied in ihrem Leben machen und wird zeigen, dass du dich sorgst.

Teil 2 von 3: Fürsorgliche Qualitäten entwickeln

  1. Sei höflich. Du denkst vielleicht, dass Höflichkeit nicht viel mit Fürsorglichkeit zu tun hat, tatsächlich aber wird dich Höflichsein zu einer fürsorglicheren Person machen, die bestrebt ist, die Personen um sie herum mit Respekt zu behandeln. Höflich zu sein bedeutet gute Manieren zu haben, nicht übermäßig vulgär oder gemein zu sein, Türen aufzuhalten und die Menschen nach ihrem Tag zu fragen. Es bedeutet auch Menschen anzulächeln, allgemein höflich zu sein, und Anderen nicht in die Quere zu kommen. Egal ob du im Büro bist, die Straße entlanggehst, oder mit deiner Schwester sprichst, du solltest es dir zum Ziel machen, so höflich wie möglich zu sein.
    • Du musst nicht übermäßig förmlich sein, um höflich zu sein. Du musst nur Rücksicht auf andere Menschen nehmen und sie sich wohl in deiner Gegenwart fühlen lassen.
  2. Höre Menschen zu. Menschen, die fürsorglich sind, nehmen sich die Zeit, Anderen zuzuhören. Sie verbringen nicht den ganzen Tag damit über sich selbst zu sprechen, weil sie wirklich daran interessiert sind, was andere Menschen zu sagen haben. Wenn jemand mit dir spricht, suche Blickkontakt, pack dein Handy oder andere Ablenkungen weg, und unterbrich die andere Person nicht. Wenn du einen Ratschlag oder Kommentar hast, dann warte bis die andere Person ausgesprochen hat. Wenn du zuhörst, dann achte auf mehr als nur die Worte; beobachte das Gesicht und die Gesten der Person, um besser zu verstehen, wie die Person wirklich denkt und fühlt.
    • Wenn die Person ausgesprochen hat, dann vergleiche nicht einfach seine oder ihre Erfahrungen mit deinen eigenen oder sage: "Ich weiß genau, wie du dich fühlst." Lass es nicht um dich gehen. Betrachte die Situation mit den Augen der Person.
    • Achte auf die Details. Wenn eine Person dir etwas Wichtiges erzählt, dann vergiss es nicht einfach, sobald das Gespräch vorüber ist; frage später nach.
    • Du musst nicht "Aha" sagen oder zu aggressiv nicken, wenn eine Person spricht, nur um zu zeigen, dass du wirklich zuhörst. Intensiver Blickkontakt wird schon sehr aufmerksam wirken.
  3. Behandele Andere, wie du selbst behandelt werden möchtest. Das klingt vielleicht sehr offensichtlich, aber du würdest überrascht sein, wie wenige Menschen sich tatsächlich nach diesem Gesetz richten. Wenn du fürsorglicher sein möchtest, dann musst du nett und aufmerksam Anderen gegenüber sein, und daran denken, wie du dich in ihren Schuhen fühlen würdest. Es kümmert dich vielleicht nicht, wenn du einen unhöflichen Kommentar deinem Kellner gegenüber machst, weil du schlecht gelaunt bist, aber denke darüber nach, wie der Kommentar dich fühlen lassen würde. Es kümmert dich vielleicht nicht, dass du gemein zu deinem kleinen Bruder bist, aber du solltest darüber nachdenken, welche Auswirkungen deine Worte wirklich auf ihn haben. Es dir zur Gewohnheit zu machen, dich selbst in die Lage von Anderen zu versetzen, kann einen großen Unterschied darin machen, wie du die Welt siehst.
    • Du bist vielleicht nicht ohne Glück, aber jemand anderes könnte es sein. Versuche dir vorzustellen, wie das ist, bevor du schroff oder gefühllos jemandem gegenüber bist, der nicht so viel Glück hat, wie du.

Teil 3 von 3: Sich um andere kümmern

  1. Hilf Menschen in Not. Menschen in Not zu helfen ist ein wichtiger Aspekt beim Fürsorglichsein. Du kannst keine fürsorgliche Person sein, wenn du dir nur selber hilfst. Anderen Menschen zu helfen bedeutet, sowohl den Freunden und Familienmitgliedern zu helfen, die Hilfe in ihrem Leben benötigen, als auch den Menschen, die nicht so viel haben in deiner Gemeinde oder sogar dir unbekannten Menschen zu helfen, die Unterstützung benötigen. Halte Ausschau nach Menschen, die Hilfe benötigen und finde einen produktiven Weg dich zu engagieren, wenn du fürsorglicher sein möchtest.
    • Deine Freunde und Familienmitglieder geben es vielleicht nicht immer zu, wenn sie deine Hilfe benötigen. Es ist an dir zu bemerken, wenn sie einfach nur höflich sind und in Wirklichkeit etwas extra Hilfe benötigen, egal ob sie möchten, dass du mehr Aufgaben erledigst oder dass du Besorgungen machst.
    • Engagiere dich in einer Suppenküche, Alphabetisierungszentrum, Stadtbibliothek, Hilfsprogramm für Jugendliche, oder einem anderen Programm in deiner Gegend, dass dir erlaubt, das Leben der Menschen zu bereichern.
  2. Frage Menschen nach ihrem Leben. Ein anderer Weg fürsorglicher zu sein, ist, dich stärker zu bemühen zu lernen, wie es anderen Menschen geht. Das nächste Mal wenn du mit jemandem sprichst, egal ob es dein Nachbar oder dein bester Freund ist, frage ihn oder sie, wie er oder sie sich fühlt, was er oder sie am Wochenende macht, oder wie sein oder ihr Tag war. Sich die Mühe zu geben, die kleinen Fragen zu stellen, kann dazu beitragen zu zeigen, dass du dich wirklich kümmerst. Frage nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern weil du wirklich wissen möchtest, wie es der Person geht.
    • Halte in jedem Gespräch das Gleichgewicht beim Reden über dich und die andere Person. Du möchtest nicht eine Million Fragen stellen oder gar nichts über dich preisgeben, aber du möchtest auch nicht nur über dich sprechen und nichts über die andere Person erfahren.
    • Denke daran, dass dies nicht bedeutet, dass du herumschnüffeln musst. Unschuldige Fragen zu stellen, wie es dem Hund der Person geht oder ob er oder sie etwas lustiges für den Sommer geplant hat, kann die Person sehen lassen, dass du dich kümmerst, ohne das du zu neugierig wirkst.
  3. Teile. Zu teilen ist wirklich fürsorglich. Wenn du fürsorglicher sein möchtest, dann solltest du bereit sein, deine Sachen zu teilen. Das bedeutet Dinge zu teilen, die dir wirklich etwas bedeuten, wie Lieblingsklamotten, oder die Hälfte deines Lieblingssandwich, und nicht, etwas zu teilen, das dir nichts bedeutet, wie ein Buch, das du sowieso nicht magst. Halte Ausschau nach Möglichkeiten, um Dinge zu teilen, egal ob es sich um ein materielles Objekt oder einen Ratschlag handelt. Fürsorgliche Menschen sind selbstlos, und teilen ist ein wesentlicher Charakterzug einer Person, die selbstlos ist.
    • Teilen bezieht sich nicht nur auf materielle Güter. Du kannst auch Wissen teilen. Nimm dir die Zeit mit einem Schüler über das Hochschulaufnahmeverfahren zu sprechen, wenn du die Hochschule besuchst. Sprich mit jemandem, der in deinem Berufsfeld anfängt, über deine Erfahrungen. Hilf einer jüngeren Person in deinem Tennis-Team ihre Vorhand zu meistern. Suche nach Möglichkeiten das Leben einer Person zu verbessern, indem du dein Wissen teilst.

Tipps

  • Jeden Tag mit der richtigen Ausstattung zu beginnen, ist der wichtigste Schritt, um ein fürsorglicher Mensch zu sein.
  • Versuche eine süße, nette und bescheidene Stimme zu haben. Ruhig zu sprechen zeigt den Menschen, dass du verstehst und dass du zuhörst.
  • Versuche immer, jeden Tag mit einem Lächeln zu beginnen; unterschätze nie die Macht eines Lächelns!
  • Schau auf die andere Seite der Gleichung. Denke darüber nach, wie andere Menschen sich fühlen. Versuche in ihre Fußstapfen zu treten und frage dich, wie das Leben für sie ist.

Warnungen

  • Lass dich für deine Freundlichkeit von niemand ausnutzen.
  • Sei immer realistisch.
  • Einige Menschen möchten nicht umsorgt werden. Versuche dich nur um die Menschen zu kümmern, die dies auch möchten.
  • Versuche nicht, die Fürsorge auf die Spitze zu treiben.
  • Denke immer daran, dass du nicht jeden gewinnen kannst.
  • Lass den Sarkasmus fallen, es verletzt einige Menschen.
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