Deinen Glauben an die Menschheit wiederherstellen

Wir alle werden offen für Liebe, Freundlichkeit und Hoffnung geboren. Wenn wir aufwachsen, dann begegnen uns die weniger hoffnungsvollen, herausfordernderen Aspekte des Menschseins, einschließlich der Entdeckung, dass die Dinge, die Menschen tun, bisweilen hasserfüllt, kalkulierend und grausam sein können. Auch wenn dies dafür sorgen kann, dass wir zynisch und hoffnungslos zurückbleiben, so sind Menschen ebenso zu unglaublicher, erstaunlicher Güte und Liebe in der Lage. Wenn du bezüglich der Richtung, in die sich die Menschheit bewegt, etwas abgestumpft bist, dann findest du hier ein paar Möglichkeiten, mit denen du deinen Glauben aktiv wiederherstellen kannst.

Teil 1 von 3: Das Gute in der Welt sehen

  1. Verbringe Zeit mit Kindern. Wenn du in deinem Leben nicht dauernd Kinder um dich hast, dann verpasst du die Wunder, die daraus entstehen, die Welt mit neuen, neugierigen und kreativen Augen zu sehen. Kinder sind weniger dafür anfällig, stur und blind für Ungerechtigkeit und Probleme zu sein. Einfach nur indem du mehr Zeit mit Kindern verbringst und ihnen wirklich zuhörst und aufmerksam verfolgst, was sie tun, kannst du anfangen, dich aus deiner verkrusteten Schale des Zynismus zu befreien und dir erlauben, kindlicher, spielerischer und kreativer zu werden.
    • Kinder können die Schichten der Verschleierung durchdringen, welche Erwachsene als Ausrede für stumpfsinnige Entscheidungen, Aufschieberei und Tatenlosigkeit nutzen. Kindern macht es auch nichts aus, der Welt gegenüber Ehrfurcht zu zeigen, währen sie sich dauernd neuer Abenteuer erfreuen und neue Beziehungen aufbauen – zu Ideen, Menschen und der weiteren Welt.
    • Erkenne in deiner Zeit, die du mit Kindern verbringst, dass wir wie eine leere Tafel sind, wenn wir geboren werden und unser Zweck nicht darin besteht, anderen Schmerzen oder Probleme zuzufügen. Wenn du der festen Ansicht bist, dass Menschen grausam und engherzig sind sowie dass sie selbstsüchtig nur nach dem trachten, was für sie selbst am besten ist, dann ist das sowohl nutzlos als auch im Allgemeinen unwahr.
  2. Bitte Menschen, dir von ihren glücklichsten Momenten in ihrem Leben zu erzählen. Wie oft bittest du Menschen, sich an ihre glücklichsten Momente zu erinnern und daran, was sie jetzt in ihrem Leben glücklich macht? Menschen erzählen liebend gerne von den Dingen, die ihnen wichtig sind, was sie motiviert und was sie glücklich macht und dennoch ist dies nicht immer ein naheliegendes Thema für ein übliches Gespräch.
    • Es ist wirklich wichtig, Menschen Raum zu bieten, in dem sie sich für ihre glücklichsten Momente öffnen können … es hilft ihnen, vor anderen auszudrücken, was ihnen am wichtigsten ist (und kann sie dadurch eventuell noch stärker inspirieren). Zudem wird es dir helfen, die leichtere, hellere und glücklichere Seite der Menschen in deinem Leben zu sehen.
  3. Richte den Fokus auf die guten Neuigkeiten, die Geschichten großartiger Güte und tugendhafter Handlungen. Es gibt täglich einen Überfluss an positiven, inspirierenden und erbaulichen Geschichten guter Taten, die Menschen vollbringen. Doch vieles dieser positiven Nachrichten wird unter der reißerischen, negativen Berichterstattung begraben, die die Medien zu bevorzugen scheinen. Trotzdem ist es möglich, dich aktiv dafür zu entscheiden, dich positiven Neuigkeiten vermehrt auszusetzen. Du kannst zum Beispiel Feeds mit Neuigkeiten abonnieren, die sich nur auf positive Geschichten konzentrieren. Und du kannst die Social Media-Kanäle selektieren, die absichtlich die guten anstatt negativer Nachrichten teilen und die regelmäßig inspirierende Dinge teilen.
    • Schaue dir Seiten an wie „Good News Network“, „Happy News“, „The Huffington Post Good News“ oder „Daily Good“. Diese Art von Seiten richtet den Fokus auf positive Nachrichten und sammelt viele Geschichten voller Nettigkeit, Fürsorge und Wärme über die guten Dinge, die Menschen tun.
  4. Schaue dir deine Lieblings-Wohltätigkeitsorganisationen online an und lies darüber, was deren Angestellte und ehrenamtliche Arbeiter tun. Egal ob es sich um das Rote Kreuz, Ärzte ohne Grenzen, den örtlichen Zoo, der versucht, Tiere zu bewahren oder eine auf Glauben basierende Wohltätigkeitseinrichtung handelt. Wenn du dich über die Aktivitäten solcher Organisationen informierst, wird dich das daran erinnern, dass Menschen aktiv daran beteiligt sind, anderen zu helfen, die Umwelt zu erhalten, Land wiederherzustellen, sich um das Wohlbefinden der Tiere zu kümmern und auf die Regierung Einfluss zu nehmen, um Veränderungen durchzuführen, die das Leben und die Lebensgrundlagen verbessert.
    • Durchstöbere die Regale deines örtlichen Buchladens oder der Bücherei auf der Suche nach erstaunlichen Geschichten über Menschen in der Geschäftswelt, die zeitgleich zum Leiten ihres Geschäfts die Gesellschaft transformieren. Solche Unternehmen verändern die Art, wie wir "Geschäfte tätigen" und die Welt sehen, darunter auch solche Bereiche, in denen Informationen geteilt und Spiele, die bilden und Spaß machen, erfunden werden. Darunter fällt auch der Verkauf von Fair Trade-Produkten oder von Produkten, die auf fairer Basis bezogen werden, die Produktion von umweltfreundlichen Gegenständen und finanziellen Projekten, die Menschen helfen, sich etwas auszuleihen oder in kleine Projekte zu investieren, die viele Menschen in örtlichen Gemeinden begünstigen. Soziale Unternehmer richten den Fokus stark darauf aus, dass ihr Unternehmen in der Welt einen positiven Unterschied macht.

Teil 2 von 3: Dankbarkeit empfinden

  1. Verbringe Zeit damit, Menschen zu helfen, die weniger Glück haben als du. Du kannst einen Realitätscheck in der Form vornehmen, dass du dir Menschen anschaust, die Dinge erleben, die 10 oder 100 mal schlimmer sind, als es bei dir der Fall ist und die dennoch jeden Tag mit Leidenschaft und Positivität angehen und glauben, dass das Lebendigsein Lohn genug ist. Du kannst ihnen helfen, aber sie können dir genauso helfen.
    • Anstatt nur etwas über solche Menschen zu lesen, engagiere dich durch ehrenamtliche Arbeit, damit du die Nöte anderer Menschen mit eigenen Augen sehen kannst. Du ziehst es vielleicht in Erwägung, ehrenamtlich in einem Hospiz zu arbeiten, einem Krankenhaus für Kinder mit tödlichen Krankheiten oder in einer Gemeinde in der Katastrophenhilfe, in der Menschen ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlagen verloren haben.
    • Wie schlimm auch immer die Dinge dir erscheinen, wenn du den Mut und die Entschlossenheit derjenigen siehst, die sich in ernsthafter Not befinden, kann dir das erkennen helfen, dass Menschen wirklich erstaunlich widerstandsfähig und extrem tiefgründig sind. Es kann auch helfen, dein eigenes Leiden abzuwägen und nüchtern zu betrachten.
  2. Denke über die Dinge nach, die Menschen tun, für die du extrem dankbar bist. Wenn du nach Gründen suchst, um dankbar zu sein, dann stehen die Chancen gut, dass du sie an jedem einzelnen Tag in den Handlungen anderer Menschen findest. Zum Beispiel der Fahrer, der nicht netterweise in seine Spur lässt, ohne zu beschleunigen, der Ladenbesucher, der dich in der Schlange vorlässt, weil du weniger Artikel hast, der Mitbewerber, der dir hilft ein Formular auszufüllen, mit dem du so deine Probleme hast oder der Fremde, der in der Öffentlichkeit deine Tränen bemerkt und dich fragt, wo das Problem liegt. Menschen sind gut … es ist einfach, das zu vergessen.
    • Dann gibt es die Situationen unglaublichen Heldentums, wie wenn jemand dich aus einem Autowrack schneidet, ins Wasser taucht, um dein ertrinkendes Kind zu retten oder in dein brennendes Haus rennt, um deine Tiere rauszuholen. Egal, ob diese Handlungen klein oder groß sind … bemerke, was andere tun und feiere die „Milch der Menschenliebe“. Jeden Tag geschehen Nettigkeiten, die mit dem Begriff "Menschen, die ihren Job machen" bezeichnet werden könnten oder wirklich als das fürsorgliche und verbindende Verhalten betrachtet werden könnten, das sie in Wirklichkeit darstellen.
  3. Lies Dankbarkeitstagebücher, die online verfügbar sind. Wenn du liest, wie andere Menschen Dankbarkeit für alltägliche Dinge empfinden, kann dich das inspirieren, allgemein hoffnungsvoller zu sein und zu sehen, dass vielen, vielen Leuten die Schönheit dieser Welt und ihrer Lebewesen aufrichtig wichtig ist und dass sie Ehrfurcht dafür empfinden.
    • Das sind nur ein paar Beispiele. Tippe "Dankbarkeitstagebücher" oder "Gute Nachrichten" in Google ein und du wirst mit wundervollen Dingen bombardiert, die täglich auf unserem Planeten geschehen.
  4. Erstelle eine Liste mit Menschen, die dich inspirieren. Setze im Browser, den du normalerweise benutzt, ein Lesezeichen und fange an, Menschen zu „sammeln“, die dich mit ihren Taten inspirieren. Kontrolliere regelmäßig, ob es Updates gibt, während sie in ihrem Unterfangen Fortschritte machen. Füge auch Menschen hinzu, die nicht mehr länger unter uns weilen – vergangene Unternehmungen sind genauso wertvoll, denn sie haben es der menschlichen Gesellschaft ermöglicht, so fortgeschritten zu leben, wie es heute der Fall ist.
    • Mahatma Gandhi hat es gut zusammengefast, als er inständig das Folgende erbeten hat: “Ihr dürft nicht den Glauben an die Menschlichkeit verlieren. Die Menschlichkeit ist ein Ozean. Wenn ein paar Tropfen in dem Ozean schmutzig sind, wird der Ozean davon nicht schmutzig“. Auch wenn jeden Tag grausame und scheußliche Dinge passieren, so gilt dies doch auch für viele Taten der Güte und der Freude.

Teil 3 von 3: Die Welt zu einem besseren Ort machen

  1. Stärke den Glauben in deinen Mitmenschen durch deine Taten. Versuche, die Welt auf eine vertrauensvollere, weniger forderndere Art zu sehen. Setze Gandhis berühmte Zeile "Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen willst" um. Wenn du die Art der Veränderung, die du sehen willst, vorlebst, dann entfachst du kleine Wellen, die selbst wenn sie dir persönlich keinen Vorteil bringen, sich ausbreiten, um andere zu begünstigen und dadurch dauerhaft die Gemeinde, von der du ein Teil bist. Letztendlich basiert Vertrauen in die Menschheit nicht darauf, was du zurück bekommst – es geht um das Wissen, dass du das Leben ein wenig besser, ein wenig einfacher und ein wenig lebenswerter für jeden machst, mit dem du in Beziehung stehst.
    • Vertraue anderen mehr. Du nimmst vielleicht jemandem beim Wort, der dir versprochen hat, dass er für einen Gebrauchtgegenstand, den er dir abgekauft hat, bezahlen wird. Du leihst einem Nachbar oder einem Freund vielleicht dein Werkzeug oder eine DVD-Reihe, ohne ein spezifisches Rückgabedatum, im Vertrauen darauf, dass die Dinge zu dir zurückkehren werden, wenn sie es müssen. Vielleicht hast du dir in der Vergangenheit Gedanken darüber gemacht, wo dein gespendetes Geld für eine Wohltätigkeitsorganisation gelandet ist oder du befürchtest, dass der Obdachlose losrennen und sich Bier kaufen wird, anstatt sich um einen Platz zu kümmern, an dem er/sie die Nacht verbringen kann, weshalb du kein Geld gibst. Gib einfach, ohne deinen Willen aufzuzwingen. Habe Vertrauen, dass diese Spende das tun wird, was sie tun soll.
    • Manchmal werden Menschen dir Unrecht tun, aber alles in allem ist es viel wahrscheinlicher, dass du davon überrascht sein wirst, wie positiv Menschen dein Vertrauen in sie zurückzahlen, indem sie Vertrauen mit Vertrauen und Dankbarkeit zurückgeben. Ein solches Ausmaß von Vertrauen umzusetzen, kann anfangs sehr furchteinflößend sein, besonders, wenn du mit Geld und Dingen sehr verbunden warst, aber wenn du dieses Stadium erreicht hast, dann hast du es auf dem Weg, deinen Glauben an die Menschheit wiederherzustellen, weit gebracht.
  2. Praktiziere willkürliche Handlungen von Güte. Fülle die Parkuhr deines Nachbarn auf, wenn du siehst, dass sie fast leer ist, spendiere einem Fremden einen extra Kaffee, während du in der Schlange stehst oder wische die öffentliche Dusche im Schwimmbad ab, nachdem du sie benutzt hast, anstatt sie komplett matschig zurückzulassen. Schaue dir den englischsprachigen Artikel „How to Practice Random Acts of Kindness“ an, um mehr Ideen zu finden.
    • Gib es weiter. Anstatt darum zu bitten, dass deine gute Tat auf irgendeine Weise zurückgezahlt wird, bitte darum, dass der Gefallen an jemanden anderen, der es brauchen kann, "weitergezahlt" wird. Du kannst es dir zum Beispiel vielleicht leisten, einem Studenten dabei zu helfen, einen Kurs zu belegen, den er oder sie normalerweise nicht bezahlen könnte. Bitte den Studenten im Gegenzug darum, das Gleiche in der Zukunft für einen anderen Studenten zu tun, den er trifft und der sich einen Kurs nicht leisten kann.
  3. Habe Mitgefühl. Auch wenn die innere Güte jedes einzelnen Menschen, den du triffst, vielleicht nicht jederzeit offensichtlich ist, ist es Mitgefühl, welches dir erlaubt, unter die Oberfläche aus Leiden, Verletzungen und Misständen deiner Mitmenschen vorzudringen. Indem du tiefer schaust, wirst du oft entdecken, was unfreundliches, rücksichtsloses oder gedankenloses Verhalten veranlasst. Es ist der Versuch, besser zu verstehen, warum Menschen sich so verhalten, wie sie es tun, der dazu führt, dass du Mitgefühl für sie empfinden und Toleranz lernen kannst. Indem du Menschen ihr Verhalten vergibst, lernst du aufzuhören verletzt zu sein und gibst ihnen das Geschenk der Freiheit, um sich selbst von Schmerzen und Angst zu heilen und zur besten Version ihrer selbst zu werden.
    • Finde so viele Möglichkeiten wie möglich, um mit deinen Mitmenschen zusammenzuarbeiten und zu kooperieren. Reduziere Konflikt und Wettbewerb, indem du gemeinschaftliches Arbeiten ermutigst und unterstützt … auf der Arbeit, zu Hause, in deiner Schule oder auf dem College, im örtlichen Park oder wo auch immer du sein magst.
    • Mache für andere Platz, selbst wenn du sie nicht kennst. Wenn starker Verkehr herrscht oder die Schlange lang ist, dann lasse andere vor. Sie sind auch Menschen, die fühlen wie du und was mag es für eine erfreuliche Überraschung sein, wenn sie herausfinden, dass sie anderen wichtig sind. Deine Rücksichtnahme wird widerhallen, wenn viele von denjenigen, die du vorlässt, das Bedürfnis haben werden, jemand anderen zu einer anderen Zeit vorzulassen. Und so geht es weiter.
  4. Erzähle anderen Menschen, die du kennst, Geschichten über menschliche Güte, um sie dazu zu inspirieren, ebenfalls das Gute in der Menschheit zu sehen. Wenn du einmal Gefallen daran gefunden hast, positive Geschichten über die Menschheit zu finden, teile deine Erfahrung mit anderen, um deren positive Handlungen und Gedanken zu inspirieren. Wenn du deinen eigenen Blog hast oder du einen Social Media-Kanal mit Geschichten aktualisierst, teile mehr Geschichten mit den anderen, die positiv und inspirierend sind. Was kannst du gleich jetzt, heute, tun, um die Geschichten weiterzugeben, die den guten Willen von Menschen, ihre heldenhaften Taten und menschliche Tugenden zeigen?
    • Zelebriere diese ehrfurchteinflößenden Momente, wenn Menschen etwas Unglaubliches tun, wie zum Beispiel wenn sie bei einem Rennen auf den Sieg verzichten, um einem verletzten Sportler zu helfen, wenn sie ein Haustier retten, das in einem brennenden Haus gefangen ist, wenn sie einem Feind während einer Entspannung von Feindseligkeiten die Hand schütteln etc. Indem du die Geschichten, Bilder und kreativen Arbeiten feierst, die rund um heroische und altruistische Taten entspringen, wirst du Teil davon, die Macht und den Wert von anständigen, netten und fürsorglichen Taten zu verbreiten.
  5. Stelle den Glauben an dich selbst wieder her. Denke daran, dass auch du einen Teil der Menschheit ausmachst. Deine bevorzugte Welt wird nicht dadurch entstehen, dass du dich von deinen Mitmenschen distanzierst oder sie dauernd verurteilst. Wenn du das Gefühl hast, dass der größte Teil der Menschheit verloren oder oberflächlich ist, dann liegt das Problem vielleicht in dir. Henry Miller sagte einmal: „Der Mensch, der vom Zustand der Menschheit dauerhaft beunruhigt ist, hat entweder keine eigenen Probleme oder weigert sich, diese anzuerkennen.“ Wenn du ein schweres Leben gehabt hast, dann höre auf, hart zu dir selbst zu sein. Lerne, dir selbst zu vergeben und vertraue dir selbst mehr. Verlasse deine Komfortzone, um neue Dinge zu lernen und treibe dich selbst zu Dingen an, bei denen du dir Gedanken machst, dass du vielleicht an ihnen scheiterst. Sei kühn – die Welt verdient deine Talente.
    • Wenn du lieber verzweifelt anstatt hoffnungsvoll bist oder dich lieber beschwerst als zu handeln, dann wirst du Negativität finden, wo auch immer du hinsiehst. Auf der anderen Seite kannst du dich dafür entscheiden, an die Menschheit zu glauben und zwar auf die vielen Arten, die oben beschrieben sind. Zudem kannst du dich entscheiden, nett zu sein, als Ausdruck dessen, dich gegen die Ungerechtheiten, die Gewalt, die Verschwendung und den Hunger in der Welt einzusetzen.
    • Du hast vielleicht das Gefühl, im Angesicht der zeitweise schrecklich scheinenden Dinge, hilflos zu sein, aber du bist es nicht. Güte ist eine ruhige, unaufdringliche Stärkung jedes einzelnen Individuums. Indem du nett bist, bestätigst du die Art von Welt, von der du Teil sein möchtest.

Tipps

  • Sei sehr bewusst, damit du nicht dysfunktionale soziale Systeme mit der inneren Essenz von Menschen oder mit menschlichen Werten verwechselst. Systeme und Institutionen können sich mit der Zeit festfahren und schwer in den Griff zu bekommen sein. Auch wenn es gut möglich sein kann, dass manche Menschen ihre Ziele selbstsüchtig verfolgen, so versuchen viele andere Menschen wahrscheinlich doch einfach nur "das Richtige zu tun", wenn auch gedankenlos. Oft braucht es Außenstehende, um aufzuzeigen, was nicht mehr funktioniert und mit der Zeit schafft es der steigende Druck nach Veränderung gewöhnlich, solch einen Monolith zunichte zu machen, damit neue Möglichkeiten entstehen können. Dies kann im Gegenzug jeden davon befreien, etwas zu unterstützen (nur weil es von einem erwartet wird), was der Gesellschaft nicht mehr länger auf die Art und Weise dient, wie dies einmal der Fall war.
  • Wenn du Interesse daran hast, die Auswirkungen jeder Tat von Güte und Wertschätzungen in Zahlen auszudrücken, dann willst du dich vielleicht mit dem „Newton Project“ beschäftigen, einem gemeinnützigen Projekt, welches darauf abzielt, ein Armband an Menschen weiterzureichen, die einen wichtigen Einfluss auf dein Leben genommen haben und so weiter. Dadurch hast du die Möglichkeit, das Gute, das deine Geste in Gang gesetzt hat, nachzuvollziehen.

Warnungen

  • "Vertraue mehr" bedeutet nicht, dass du jedem offenkundig vertrauen solltest. Wird gegebenes Vertrauen verraten, kann das dazu führen, dass man sogar noch MEHR den Glauben an die Menschheit verliert.
  • Egozentrisches, gewaltsames und mit Vorurteilen behaftetes Wahrnehmen unserer Welt verschleiert unsere Fähigkeit, andere Menschen auf liebenswürdige Weise zu sehen.
  • Wenn du an einem engstirnigen und voreingenommenen Standpunkt festhältst, kann sich das in schweren Zeiten wie ein sicherer Hafen anfühlen. Aber dies kann letztendlich dazu führen, dass du verkümmerst, während sich die Welt um dich herum verändert, was paradoxerweise deine persönliche Welt ein wenig weniger sicher macht, als wenn du dich nach außen wenden und dich mit Menschen verbinden würdest, mit denen du nicht zwangsläufig einer Meinung bist.
Information
Users of Guests are not allowed to comment this publication.