Online feine Künste verkaufen

Du bist also ein neuer oder aufsteigender Künstler, und deine Kreativität hat etwas Neues unt Interessantes hervorgebracht. Jetzt bist du bereit, diese Kreation auszustellen und zu verkaufen und vielleicht ein paar Euro zu verdienen, aber du betrittst unbekannte Gefilde. Du verwendest natürlich das Internet, weil du keinen Agenten, Galerie oder Namen hast, der bei Sammlern gefragt ist. Die Kunst, Kunst zu verkaufen, ist für die meisten Künstler schwierig. Viele feine Kunstwerke überwinden dieses Stadium nie. Natürlich ist es nicht leicht, Kunst online zu verkaufen. Bevor du dich hinein stürzt, sind hier ein paar Dinge, die du beachten solltest.

Vorgehensweise

  1. Verkaufe dich zunächst selbst. Bevor du etwas anderes unternimmst, warte einen Moment und fasse dich selbst als Künstler zusammen. Nun denke darüber nach, wie du daraus ein Online-Profil erstellen kannst, ob in den paar Worten, die Twitter dir ermöglicht, oder einer ganzen Seite, die du dir auf deiner eigenen Webseite widmest. Stelle die herausragendsten Merkmale deiner Kreativität heraus, deine Leidenschaft und deine gründe fürs Malen. Mache dem Leser klar, warum du ein Künstler bist, der Kunst liebt und ein wirklicher Champion in der Kunst ist. Wenn du mit Worten nicht gut bist, suche einen Freund, der dir mit diesem wirklich wichtigen Aspekt des Online-Verkaufs helfen kannst – deine Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit herauszuarbeiten.
  2. Tritt einer Online-Künstlercommunity bei. Je nachdem, in welchem Umfang du deine Kunstwerke verkaufen willst, kannst du ein Konto auf den folgenden Webseiten erstellen: Deviant Art – eine kleinere, aber sehr beliebte Kunstseite (http://www.deviantart.com/), die weltweite, provisionsfreie Künstlercommunity Artbreak, oder dem größeren Kunstmakler (http://www.artbrokerage.com/). Es gibt noch weitere mögliche Seiten wie Etsy (eher handwerklich, aber noch immer künstlerisch), eBay (Auktionsseite), ein Amazon Store (eine Online-Shop-Plattform), Cafépress (zum Ausdrucken deiner Kunst auf Dinge wie Tassen), Craigslist (allgemeine Anzeigen), und noch einige weitere Kunst-Verkaufsseiten (Führe eine allgemeine Suche aus).
    • Lies sorgfältig die Geschäftsbedingungen aller Seiten. Sieh dir an, welche Provision oder Prozent die Seite nimmt, welchen Schutz die Seite bietet (oder nicht bietet), welches Klientel die Seite im Allgemeinen verwendet, die allgemeinen Verkaufszahlen der Seite, alles, was für deine Verkäufe relevant sein könnte.
    • Wenn es dein Ziel ist, deine Kunst zu einer Investition zu machen, dann ist der Onlineverkauf wahrscheinlich ein recht langer Weg zu diesem Ziel. Im großen und ganzen liegt das daran, dass es für unbekannte Künstler generell schwieriger ist, online bei seriösen Sammlern höhere Preise zu erzielen als über eine traditionelle Galerie, wo solche Entscheidungen sicher getroffen werde können. Am besten wird Kunst online als Ergänzung zu den üblichen Methoden, Kunst zu verkaufen, angeboten, nicht als einziges Mittel.
  3. Mache dich publik. Gehe da raus so gut du kannst, indem du dich selbst bewirbst. Veröffentliche ein paar Beispiel Stücke im Internet, um zu zeigen, was du kannst, und deinen Stil zu demonstrieren. Füge immer ein Wasserzeichen zu deiner digitalen Version hinzu, um dein Kunstwerk vor Kunstdieben zu schützen.
    • Investiere Zeit in Online-Recherchen, wie andere Künstler sich promoten. Was funktioniert für sie und was nicht? Was magst du über deren promotionale Strategien oder was du vermeiden willst= Diese Art Recherche kann dir viele Ideen liefern und auch potentielle Stolperfallen für die Art, wie du deine eigene Kunst promotest, aufzeigen. Bookmarke die Seiten von Künstlern, die online verkaufen und dich wirklich inspirieren, so dass du regelmäßig darauf zurück kommen kannst. So kannst du diese beobachten und sehen, wie sie sich entwickeln, und welchen Erfolg sie haben.
    • Setze die Macht von Twitter und Facebook ein, um dich bei Leuten bekannter zu machen. Tweete Aktualisierungen deiner neuen Gemälde, deiner Gedanken zu Kunst und neue Artikel über Kunst im Allgemeinen. Setze auf Facebook Fotos deiner Kunstwerke (mit digitalem Wasserzeichen), Fotos von dir bei der Entgegennahme von Preisen und Informationen über deine Kunst im Allgemeinen, und evtl. sogar etwas Kunstkritik.
  4. Blogge über deine Kunst. Angesichts der hunderten kostenlosen Blog-Webseiten hast du die Wahl, einen Blog zu pflegen. Am wichtigsten ist es, ihn regelmäßig zu aktualisieren – dies gibt Leuten etwas Hübsches zum anschauen, und eine Geschichte, die sie verfolgen können, wenn dein Bekanntheitsgrad wächst und deine Verkaufsgeschichte ebenso. Ein Blog kann viele Hits von Suchmaschinen erhalten, wenn du die Keyword-Funktion richtig einsetzt -nutze sie zu deinem Vorteil. Gib deinem Blog einen einfachen namen, den man sich merken kann die Leute sollen dich leicht finden können.
    • Eine gute Möglichkeit, Keywords für sehr geringe Kosten zu testen, ist eine Auktionsseite. Spiele mit den Worten, die du im Titel deiner Verkäufe verwendest, sowie den im Body des Textes verwendeten Worten. Ändere die Worte, bis du solche findest, die die meisten Besucher anziehen.
  5. Erstelle eine Mailliste. Dies ist das effektivste Werkzeug, wenn es gut verwaltet wird. Für jeden Verkauf, jede Person, die dir eine Email sendet, solltest du deren Emails in einer digitalen Datenbank für Massen-Emails sammeln. Sende ihnen allen in bestimmten Intervallen (einmal im Monat, jede zweite Woche, wann immer du eine neue Serie beginnst) eine schöne, grammatikalisch korrekte, freundliche Email mit einem sauber präsentierten Portfolio von den Bildern deiner neuesten Arbeiten (eine PDF Datei kann hier gut funktionieren). Dadurch behalten vergangene Kunden dich im Gedächtnis, und du könntest glück haben, und sie schicken es ihren Freunden weiter – dann sehen sogar noch mehr Augen deine Arbeit!
    • Jede durchdachte Mailing-Liste enthält einen Abmelden-Link. Das sollte dir nicht unangenehm sein – siehe es als gutes Haushalten, da du nur die Kunden behältst, die deine Artikel wirklich sehen wollen. Du bist nicht online, um Leute zu belästigen, die nicht interessiert sind!
  6. Nimm gute Fotos auf. Wie man sagt, ein Bild sagt mehr als tausend Worte, und du willst bei möglichen Kunden den Eindruck erwecken, gut zu sein. Zeige Details bis hin zu Pinselstrichen und Farbtyp. Zeige potentiellen Käufern mehrere Aufnahmen des Werks unter verschiedenen Lichtverhältnissen, an einer Wand, etc. Dies kann die einzige Möglichkeit sein, die Furcht mancher Leute zu beruhigen, ein Kunstwerk zu kaufen, das sie noch nie persönlich gesehen haben.
    • Beachte, dass nicht jeder eine gute Internetverbindung hat. Wäge tolle Fotos gegen die Downloadgeschwindigkeit ab. Lasse dich von einem Webspezialisten beraten, wenn du nicht sicher bist.
  7. Lizenziere deine Kunst richtig. Kunst zu lizenzieren ist eine Art, zu zeigen, was zu wem gehört. Es ist notwendiges Buchhalten in der Kunstabteilung und hilft dir, wenn es einen Streit über Originalität, Eigentumsrecht und moralisches Recht gibt.
  8. Überlege, selbst eine Seite zu erstellen. Eine eigene Seite zu haben, bedeutet, dass du jede Seite für Suchmaschinen optimieren kannst und dich von vielen anderen Künstlern abhebst, die nur allgemeine Kunstseiten nutzen. Deine eigene Webseite bedeutet, dass Besucher nicht durch andere Künstler abgelenkt wird, während er deine Kunst durchsucht, und dein Name gewinnt wahrscheinlich schneller an Bekanntheit. Du kannst per Email-Korrespondenz mit möglichen Käufern direkt von deiner Seite aus verkaufen (bitte sie, nach Preisen anzufragen, oder um einen Kauf zu tätigen, etc.)
    • Wenn du den Online-Verkauf mit deiner eigenen Seite ernst meinst, ist es wichtig, einen Domainnamen zu registrieren, der entweder dein eigener Name ist, wie vornachname.com , oder wenn du unter einem synonym arbeitest, dann verwende dies, z.B. pseudonym.com.
    • Bedenke deine eigene Webseite ernsthaft, und gestalte sie soweit wie möglich wie eine Kunstgalerie. Lade potentielle Kunden ein, umherzustöbern und deine Gemälde auf ungezwungene Art wie in einer Galerie zu betrachten, um die Ansicht angenehmer zu machen.
    • Füge Preise und Kontaktdaten hinzu. Die Leute wollen den Preis sehen, verstecke ihn also nicht oder erwarte, dass der Kunde dir ein Angebot macht. Beantworte Fragen zeitnah.
    • Wenn du eine eigene Webseite erstellst, brauchst du eine sichere Möglichkeit, um Zahlungen zu akzeptieren, und könntest auch ein Treuhand-System integrieren. Je teurer deine Kunstwerke, desto sorgfältiger musst du mit der Verwaltung von Geld sein, einschließlich Akzeptanz von Rücksendungen und Rückerstattungen. Recherchiere, um eine Möglichkeit zu finden, die lokal und global am besten funktioniert.
  9. Gehe davon aus, dass dies ein Vorgang ist, der Zeit braucht und erwarte nicht, sofort viel zu verkaufen. Ein Online Kunstgeschäft muss Schritt für Schritt wachsen. Es ist genauso wie beim Aufbau eines Unternehmens (du solltest deine Onlineverkäufe tatsächlich wie ein Unternehmen betrachten) – du musst deinen Namen bekannt machen oder zumindest Leuten einen Hinweis geben, wer du als Künstler bist, deinen Service entwickeln, während du wächst und mit der Zeit bekannt werden. Es fühlt sich am Anfang wie eine lange Zeit an, aber solide und geduldige Grundlagen führen zu einer guten Zukunft, und erhalten eine positive Einstellung gegenüber dem, was du tust.
    • Besuche so viele relevante Kunstshows, um deine Arbeit zu zeigen, wie du kannst. Wenn es eine Jury gibt, stelle deine Kunst und die gewonnenen Preise als Teil deiner Profile und Webseitenhintergründe aus.
Information
Users of Guests are not allowed to comment this publication.