Ein guter Freund sein

Ein guter Freund zu sein ist nicht immer einfach, aber sich die Zeit zu nehmen, eine andauernde Freundschaft zu pflegen, ist jede Anstrengung wert. Im Laufe der Jahre werden einige Menschen zu dir stehen, während es viele andere nicht tun werden, und du wirst feststellen, dass jede erhaltene Freundschaft unbezahlbar ist. Es ist selbstverständlich, dass man auch selbst ein guter Freund sein muss, um gute Freunde zu haben. Dies bedarf einiger Anstrengung und Mühe. Lies diesen Artikel, um mehr darüber zu erfahren, wie man eine vertrauensvolle Freundschaft entwickelt, für seine Freunde in schwierigen Zeiten da ist, und eine Freundschaft vertieft, so dass sie über lange Zeit andauert.

Teil 1 von 3: Gründe deine Freundschaft auf Vertrauen

  1. Halte deine Versprechen. Gebe niemals ein Versprechen, das du nicht halten kannst — oder mache zumindest keine Gewohnheit daraus. Wenn du einem Freund zugesagt hast, dass du dich mit ihm triffst, aber ein legitimer Konflikt eintritt, erkläre deine Situation und vertraue darauf, dass eure Freundschaft sowohl in guten als auch schlechten Zeit stark genug ist. Niemand ist perfekt und es ist in Ordnung, wenn du gelegentlich von einem Versprechen zurücktreten musst, aber lass es nicht zu oft passieren.
    • Wenn du ein ernst gemeintes Versprechen gibst, schaue deinem Freund in die Augen und spreche langsam, damit deutlich wird, dass du es wirklich ernst meinst und nicht nur sagst, weil du du der Ansicht bist, dass du es sagen solltest.
  2. Sei zuverlässig. Zuverlässigkeit ist eines der wichtigsten Aspekte in einer guten Freundschaft. Niemand mag unzuverlässige Personen und noch weniger möchte man so jemanden als engen Freund. Es ist schwierig, sich auf eine Person zu verlassen, die sich in der Vergangenheit selten als beständig oder vertrauenswürdig präsentiert hat. Wir alle kennen Menschen, die gute Absichten haben, jedoch oberflächlich sind. Sie sagen: „Ja sicher, ich werde…“, aber lassen niemals Taten folgen. Falls du zu dieser Sorte gehörst, solltest du dir im Klaren darüber sein, dass du dadurch nach und nach das Vertrauen deiner Freunde verlierst, bis diese schließlich gänzlich damit aufhören, deinen Worten Glauben zu schenken.
    • Wenn du dir nicht hundertprozentig sicher bist, dass du etwas tun kannst, dann sage nicht zu, nur um später einen Rückzieher zu machen. Zeige stattdessen offen, dass du dir nicht sicher bist, ob du es schaffen kannst.
    • Deine Freunde sollten immer das Gefühl haben, dass sie sich auf dich verlassen können, selbst in schwierigen Zeiten. Wenn du ihnen nur in guten Zeiten zur Seite stehst, wirst du in ihren Augen nie mehr als ein "Schönwetter-Freund" sein.
  3. Entschuldige dich, wenn du einen Fehler gemacht hast. Wenn du möchtest, dass deine Freunde dir vertrauen, kannst du nicht so tun, als wärst du fehlerfrei. Wenn du weißt, dass du einen Fehler gemacht hast, streite es nicht ab und stehe dazu. Obwohl es deine Freunde vielleicht nicht toll finden, dass du einen Fehler gemacht hast, werden sie erfreut darüber sein, dass du erwachsen und bodenständig genug bist, um ihn einzugestehen, anstatt so zu tun, als wäre alles in Ordnung oder möglicherweise sogar einem anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.
    • Wenn du dich entschuldigst, solltest du es wirklich meinen. Lasse deine Freunde die Aufrichtigkeit in deiner Stimme erkennen und tue nicht so, als würden dich deren Gefühle nicht interessieren.
  4. Sei ehrlich. Wenn du ein guter Freund sein willst und möchtest, dass andere Menschen dir vertrauen, musst du deine Gefühle offen mitteilen. Sprich dich darüber aus, was du über die Handlungen deines Freundes denkst und wie du eure Freundschaft betrachtest. Wenn du ehrlich über deine Gefühle sprichst, öffnest du eine direkte Kommunikationsmöglichkeit mit deinen Freunden und machst es ihnen einfacher, sich dir gegenüber zu öffnen. Wenn dich ein Freund verletzt oder verärgert hat, habe keine Angst oder Scheu davor, mit ihm darüber zu reden.
    • Ehrlich zu sein unterscheidet sich davon, deinen Freunden so unverblümt deine Meinung mitzuteilen, dass sie sich danach verletzt fühlen. Wenn du zum Beispiel der Ansicht bist, dass einer deiner Freunde ein Alkoholproblem hat, bist du es ihm schuldig, mit ihm darüber zu reden. Solltest du allerdings der Ansicht sein, dass eine deiner Freundinnen komisch in ihrem Kleid aussieht, solltest du lieber deinen Mund halten.
    • Sei du selbst. Baue eine Verbindung zu Menschen auf, die dir wirklich von tiefstem Herzen wichtig sind, wenn du eine nachhaltige, langanhaltende Freundschaft aufbauen möchtest. Investiere in Personen, in deren Gegenwart du dich nicht verstellen musst. Wenn dein Verhalten ihnen gegenüber nicht aufrichtig ist, wird die Freundschaft nicht allzu lang andauern.
  5. Nutze andere Menschen nicht aus. Wenn einer deiner Freunde den Verdacht bekommt, dass du ihn nur ausnutzt, wird er dich sehr schnell fallenlassen. Gute Freundschaften entstehen nicht dadurch, dass man versucht, von der Beliebtheit oder den Verbindungen der anderen Person zu profitieren. Falls du nur deshalb ein Freund mit einer anderen Person bist, um in eine bestimmte Clique aufgenommen zu werden, ist das keine wahre Freundschaft, sondern Opportunismus, und deine Oberflächlichkeit wird zwangsläufig irgendwann ans Licht kommen.
    • Sobald du den Ruf hast, andere Menschen auszunutzen, werden neue Leute nicht allzu versessen darauf sein, eine Freundschaft zu dir aufzubauen.
    • Eine Freundschaft ist ein Geben und Nehmen. Natürlich mag es wirklich bequem sein, dass dich ein Freund jeden Tag zur Schule fährt, aber du solltest dafür sorgen, ihm im Gegenzug auch einen Gefallen zu tun.
  6. Sei loyal. Wenn dein Freund dir etwas im Vertrauen erzählt, behalte es für dich und sprich nicht mit anderen darüber, genauso wie du das von deinem Freund erwartest. Rede nicht hinter dem Rücken deines Freundes über ihn und setze keine Gerüchte über etwas in die Welt, dass er/sie dir ihm Vertrauen mitgeteilt hat. Sage keine Dinge über deinen Freund, die du ihm nicht auch ins Gesicht sagen würdest. Sei loyal gegenüber deinen wahren Freunden und verteidige sie gegenüber anderen Leuten, wenn diese Klatsch über sie erzählen.
    • Zu Loyalität gehört auch, dass du die Wichtigkeit einer langanhaltenden und beständigen Freundschaft verstehst. Wirf das nicht alles weg, nur um Zeit mit deinem neuen Freund/deiner Freundin zu verbringen oder einer coolen neuen Person, die du gerade erst kennengelernt hast.
    • Wenn du den Ruf einer Klatschtante oder eines Plappermauls hast, werden das deine Freunde sehr schnell herausfinden und sich dir gegenüber sehr verschlossen zeigen oder gar keine Zeit mehr mit dir verbringen wollen.
    • Lasse auch nicht zu, dass andere Schlechtes über deinen Freund sagen. Bevor du nicht eine Chance hattest, die Sicht deines Freundes zu hören, behandle alle negativen Kommentare als Hörensagen und Gerüchte. Wenn dir jemand etwas erzählt, das dich schockiert und das sich nicht so anhört, als würde dein Freund so etwas tun oder sagen, dann antworte mit etwas wie: „Ich kenne ihn und das klingt irgendwie nicht richtig. Lass mich erst mit ihm reden und herausfinden, was er dazu sagt. Bis dahin würde ich es schätzen, wenn du es nicht weitererzählst.“
  7. Sei respektvoll. Gute Freunde zeigen Respekt füreinander, indem sie sich öffentlich gegenseitig unterstützen. Wenn dein Freund gewisse Werte und Ansichten hat, die nicht unbedingt deinen entsprechen, respektiere diese trotzdem und sei offen, mehr darüber zu hören. Wenn du willst, dass dein Freund dir vertraut, sollte er sich nicht scheuen müssen, seine Meinung oder neue Perspektiven mit dir zu diskutieren, obwohl er weiß, dass du ihm möglicherweise nicht zustimmst. Wenn dein Freund der Ansicht ist, dass du alle seine interessanten oder originellen Ideen von vornherein ablehnst, wird er eure Freundschaft nicht wertschätzen.
    • Manchmal wird dein Freund Dinge sagen, die du langweilig, unangenehm oder ärgerlich findest, aber wenn du ihm respektierst, wirst du ihm trotzdem Freiraum zum Sprechen geben, ohne dabei über ihn zu urteilen.
    • Bei Gelegenheiten, in denen ihr nicht einer Meinung seid, widerspreche respektvoll und sei auch bereit, Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Teil 2 von 3: Zeige deine Unterstützung

  1. Sei selbstlos. Obwohl du nicht immer selbstlos sein kannst, ist diese Eigenschaft ein wichtiger Bestandteil einer guten Freundschaft. Versuche den Wünschen deines Freundes nachzukommen, solange das auf einer gegenseitigen Basis geschieht. Erwidere seine Nettigkeiten mit guten Taten deinerseits und eure Freundschaft wird daraus gestärkt hervorgehen. Wenn du den Ruf bekommst, dass du egoistisch bist und dich nur dann mit deinen Freunden abgibst, wenn du Hilfe brauchst, werden diese sehr bald merken, dass sie dir nicht wichtig sind.
    • Tue deinem Freund einen Gefallen, ohne dafür etwas im Gegenzug zu erwarten.
    • Es gibt einen Unterschied zwischen Selbstlosigkeit und sich von anderen Menschen ausnutzen zu lassen. Wenn du das Gefühl hast, dass du immer nur der bist, der anderen hilft, aber nie selbst Hilfe bekommst, ist das ein ernstes Problem.
    • Nutze nicht die Großzügigkeit oder Gastfreundschaft von anderen aus. Wenn dir ein Freund einen Gefallen tut, solltest du versuchen, diesen schnellstmöglich zu erwidern. Zahle zum Beispiel das geliehene Geld sofort zurück. Gehe nach Hause, wenn die Zeit richtig erscheint.
  2. Sei ein guter Zuhörer. Versuche nicht jedes eurer Gespräche zu beherrschen und nimm dir die Zeit, das Gesagte von deinem Freund wirklich zu verstehen und ihn zu unterstützen. Es mag einfach klingen, aber du solltest darauf achten, dass du genauso viel zuhörst wie du über dich selbst sprichst. Wenn du jede Unterhaltung mit deinen Ansichten beherrscht, gibt es keine Vorteile aus eurer Freundschaft für den anderen. Zuhören öffnet den Raum zwischen euch und versichert deinem Freund, dass dir an ihm liegt.
    • Wenn du nur darauf wartest, dass dein Freund seinen Satz beendet, nur damit du deine Gedanken äußern kannst, wird das sehr schnell offensichtlich werden.
    • Versuche eure Gespräche so zu gestalten, dass jeder etwa für die Hälfte der Zeit spricht. Obwohl einige Menschen schüchterner sind als andere, wird der Erhalt einer Freundschaft sehr schwierig sein, wenn eine der Personen das Gefühl hat, dass sie nicht zu euren Gesprächen beitragen kann.
  3. Stehe deinen Freunden bei ihren Problemen zur Seite. Um eine echte Unterstützung zu sein, musst du in der Lage sein, deinen Freunden in schlechten Tagen zur Seite zu stehen. Wenn du spürst, dass dein Freund in Schwierigkeiten gerät, über die er wenig Kontrolle hat, wie das Einnehmen von Drogen, häufiger Partnerwechsel oder Alkoholprobleme, dann hilf ihm, aus dem Dilemma herauszukommen, indem du dich nicht davor scheust, ihm das Problem vor Augen zu führen.
    • Gehe nicht davon aus, dein Freund könne das schon selbst lösen. Dies könnte genau der richtige Zeitpunkt sein, wo die Stimme deines gesunden Menschenverstandes benötigt wird, um ihn aus seiner Ecke herauszuholen.
    • Vermittle deinem Freund, dass er sich in dieser Zeit immer an dich wenden kann. Indem du ihm zeigst, dass er nicht allein mit seinem Problem ist, wird er möglicherweise besser damit umgehen können.
    • Wenn dein Freund zunächst nur mit dir über seine Probleme reden möchte, dann ist das in Ordnung, allerdings sollte es das langfristige Ziel sein, eine praktische Lösung zu finden.
    • Falls dein Freund zum Beispiel zugegeben hat, dass er unter einer Essstörung leidet und dir einfach nur verspricht, dass er mehr essen wird, musst du mit ihm über ernsthaftere Maßnahmen sprechen, um sein Problem unter Kontrolle zu bekommen, zum Beispiel ein Besuch bei einem Gesundheitsexperten.
  4. Sei für deine Freunde da, wenn sich diese in einer Notlage befinden. Wenn dein Freund ins Krankenhaus muss, besuche ihn. Wenn sein Hund wegläuft, hilf ihm bei der Suche. Wenn er irgendwo abgeholt werden muss, sei für ihn da. Mache Aufzeichnungen in der Schule, wenn er fehlt. Schicke ihm Karten und Päckchen, wenn ihr weit auseinander wohnt. Wenn es in seiner Familie einen Todesfall gibt, gehe zur Beerdigung. Zeige deinem Freund, dass er sich zu jeder Zeit auf dich verlassen kann.
    • Achte nur darauf, dass sich dein Freund nicht immer in einer Notlage befindet, wie künstlich diese auch erscheinen mag. Du solltest in schweren Zeiten für ihn da sein, aber es sollte nicht die Basis eurer gesamten Freundschaft darstellen.
    • Um einem Freund in Krisenzeiten beizustehen, musst du ihm auch emotionale Unterstützung geben. Kümmere dich um deinen Freund und hilf ihm dabei, sich zu öffnen und auch die Tränen fließen zu lassen. Reiche ihm ein Taschentuch und höre im aufmerksam zu. Du musst nicht unbedingt etwas sagen, wenn es nichts zu sagen gibt; bleibe einfach ruhig und gib ihm das Gefühl von Sicherheit.
    • Wenn ein Freund durch eine Krise geht, sage nicht einfach: „Es wird schon alles wieder gut“, wenn du weißt, dass dies nicht der Fall sein wird. Es ist nicht immer leicht, nichts zu sagen, aber eine falsche Versicherung kann oft noch viel schlimmer sein. Stattdessen lasse ihn wissen, dass du für ihn da bist. Sei ehrlich, zuversichtlich und positiv.
    • Falls dein Freund Selbstmordgedanken äußert, sprich mit anderen darüber. Dieser Fall setzt die Vertraulichkeitsregel außer Kraft. Selbst wenn dein Freund dich darum anfleht, mit niemandem darüber zu sprechen, solltest du es dennoch tun. Schlage ihm vor, einen Hilfsdienst anzurufen oder mit einem Psychologen zu reden. Sprich mit deinen und auch den Eltern deines Freundes oder seinem Ehepartner (es sei denn, diese sind die Ursache des Problems), bevor du jemand anderen involvierst.
  5. Gib wohlbedachte Ratschläge. Um ein guter Freund zu sein, solltest du dazu in der Lage sein, die Situation deines Freundes aus seiner Sicht betrachten zu können, und ihm deine Meinung zu offenbaren, ohne darauf zu bestehen, dass er deine Ratschläge umsetzt. Urteile nicht über deinen Freund, sondern gib ihm gute Ratschläge.
    • Vermeide es aber, ungefragt Ratschläge zu geben. Gib deinem Freund Gelegenheit, Luft abzulassen und sei bereit, Ratschläge anzubieten, wenn sie offensichtlich gesucht werden. Frage immer erst, bevor du davon ausgehst, dass du einen Ratschlag geben kannst.
    • In einigen Fällen mag ein bisschen liebevolle Grobheit nötig sein, um deinen Freund vor gefährlichen Situationen zu bewahren. Sei dabei diskret; du willst ihn nicht belehren oder gar erdrücken. Sag ihm einfach, wie du die Situation siehst, und führe ihm die Fakten vor Augen. Teile ihm mit, was du unter den gleichen Umständen machen würdest. Nimm es nicht übel, wenn er dir zwar zuhört, sich dann aber ganz anders entscheidet.
  6. Lasse deinen Freunden Freiräume. Zur Unterstützung eines Freundes gehört auch, dass du es akzeptierst, dass er auch Zeit ohne dich verbringen möchte. Lerne es, dich ein wenig zurückzunehmen und einem Freund Freiräume zu lassen. Verstehe es, wenn dein Freund mal allein oder mit anderen Leuten zusammen sein möchte. Wenn du übertrieben anhänglich bist und deinen Freund ununterbrochen überwachst, wenn ihr mal keine Zeit zusammen verbringt, wirkst du wie ein besitzergreifender Ehepartner, was kein gutes Licht auf dich wirft.
    • Werde nicht eifersüchtig, wenn dein Freund eine Vielzahl anderer Freunde hat. Jede Beziehung ist besonders und einzigartig, das bedeutet nicht, dass dich dein Freund nicht zu schätzen weiß.
    • Indem man sich gegenseitig erlaubt, auch andere Freunde zu sehen, schafft man einen durchaus benötigten Freiraum und ermöglicht es, sich wieder neu zu treffen und einander sogar noch mehr zu schätzen.

Teil 3 von 3: Trage dazu bei, die Freundschaft dauerhaft zu gestalten

  1. Lerne zu vergeben. Wenn du möchtest, dass eure Freundschaft lange anhält, solltest du deinen Freunden vergeben können und nach vorn schauen. Hege keinen Groll und staue keine Verbitterung oder Ärger an, da es ansonsten keine Zukunft für euch geben wird. Erkenne, dass niemand perfekt ist. Wenn es deinem Freund wirklich leid tut, dass er etwas Schlimmes getan hat, solltest du darüber hinwegsehen können.
    • Falls dein Freund etwas so Unverzeihliches getan hast, dass du nicht darüber hinwegsehen kannst, ist es möglicherweise besser, die sowieso dem Untergang geweihte Freundschaft zu beenden. Dieser Fall sollte allerdings nur sehr selten eintreten.
    • Wenn du wütend auf deinen Freund bist, aber ihm nicht den Grund mitteilst, werdet ihr nie ein klärendes Gespräch über die Situation führen können.
  2. Akzeptiere die Charakterzüge deines Freundes. Um eine Freundschaft aufblühen zu lassen, solltest du nicht die Absicht haben, deinen Freund zu verändern oder ihm deine Sichtweisen aufzuzwingen. Falls du zum Beispiel sehr konservativ eingestellt bist, während dein Freund sehr liberal ist, solltest du das akzeptieren, anstatt zu versuchen, andauernd einen Streit darüber anzufangen. Schätze die neue Perspektive, die dein Freund dir bieten kann, anstatt zu verlangen, dass er alles aus deinem Blickwinkel betrachtet.
    • Je mehr Zeit ihr miteinander verbringt, desto weniger werdet ihr einander idealisieren und euch mehr dafür akzeptieren, wer ihr wirklich seid. Das ist der Inbegriff einer echten Freundschaft – sich von Herzen um den anderen sorgen, obwohl ihr beide wisst, dass ihr voller Mäkel seid.
  3. Tue mehr als nur deine Pflicht. Ein echter Freund wartet, während du deine Hausaufgaben machst. Ein guter Freund bleibt die ganze Nacht auf, um dir zu helfen. Denn vergiss nicht, wenn du ein guter Freund bist, wollen andere auch für dich gute Freunde sein. Erkenne die Moment, an denen du mehr als nur deine Pflicht tun musst, um deinen Freund zu helfen. Diese Momente lassen eure Freundschaft wachsen und sorgen dafür, dass deine Freunde dir ebenfalls in solchen Zeiten zur Seite stehen.
    • Wenn dich dein Freund wirklich braucht, aber sagt: "Nein, das musst du wirklich nicht tun", musst du lernen zwischen den Zeilen zu lesen, damit du seine wahren Absichten erkennen kannst.
  4. Halte den Kontakt mit allen Mitteln aufrecht. Im Laufe der Jahre neigen Leute dazu, sich auseinander zu leben. Vielleicht ziehst du oder dein Freund an einen anderen Ort und ihr seht euch nur noch selten. Manchmal vergehen Jahre, ohne dass man viel Kontakt hat. Wenn du nie aufhörst, freundschaftliche Gefühle gegenüber deinem Freund zu haben, dann sprich mit ihm. Er wird froh sein, von dir zu hören. Ihr hattet in der Vergangenheit einen Grund für eine Freundschaft und ihr findet vielleicht heraus, dass dieselben Bindungen immer noch bestehen.
    • Lasse nicht deinen Standort die Stärke eurer Bindung bestimmen. Wenn eure Freundschaft wirklich bedeutsam ist, sollte sie weiter wachsen, selbst wenn ein ganzer Ozean zwischen euch liegt.
    • Setze es dir zum Ziel, monatliche Telefon- oder Skypeanrufe mit deinen Freunden abzuhalten, selbst wenn ihr in verschiedenen Zeitzonen lebt. Wenn der regelmäßige Kontakt zu einer Routine wird, bleibt eure Beziehung weiterhin erhalten und kann wachsen.
  5. Lass sich eure Freundschaft entwickeln. Wenn du ein guter Freund sein willst, solltest du verstehen, dass eure Freundschaft nicht dieselbe sein wird, wenn ihr euch in der Schule, der Universität oder im Arbeitsleben befindet. Solange man noch jung ist, kann man meist die ganze Zeit mit dem besten Freund verbringen, aber sobald man auf verschiedene Universitäten geht oder die ersten ernsthaften Beziehungen hat, wird diese gemeinsame Zeit immer weniger. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass eure Freundschaft dadurch schwächer wird. Es heißt nur, dass ihr euch weiterentwickelt und eure Freundschaft im Laufe der Jahre eine andere Form annimmt.
    • Versuche nicht, eure Freundschaft genau so werden zu lassen, wie sie vor zehn Jahren einmal war. Versuche sie als ein elastisches Objekt zu betrachten, nicht als einen festen Körper.
    • Wenn dein Freund mittlerweile verheiratet ist und zwei Kinder hat oder sich in einer ernsten Beziehung befindet, während du Single bist, solltest du respektieren, dass du ihm zwar noch wichtig bist, er aber nicht mehr 24/7 abrufbereit für dich ist.
    • Schätze die Veränderungen in eurer Freundschaft, die über die Jahre stattgefunden haben, und lerne dich zusammen mit eurer Beziehung weiterzuentwickeln.

Tipps

  • Versuche nicht, deinen Freund nachzuahmen – Gegensätzlichkeiten sorgen für eine gute Freundschaft. Außerdem kann das sehr belästigend wirken und die Vertrauensbasis zerstören. Zeige deine Unterschiede und sei stolz auf sie.
  • Es bedarf nicht viel Zeit oder Geld, um ein guter Freund zu sein. Die besten Geschenke sind oft die, die man selbst gemacht hat und die von Herzen kommen. Ein Telefonanruf kann soviel bedeuten wie ein Besuch.
  • Genießt eure gegenseitige Gesellschaft. Sorgt dafür, dass ihr viel Spaß zusammen habt und ab und zu spontan gemeinsam etwas Tolles unternehmt. Sei eine positive Kraft im Leben deines Freundes.
  • Lass deinen Freund wissen, wie sehr du seine Gesellschaft schätzt und wie er dir in schweren Zeiten geholfen hat. Dadurch fühlt er sich besser und es bestätigt eure Freundschaft.
  • Hab nicht zu hohe Erwartungen. Erlaube einer Freundschaft, sich natürlich zu entwickeln und auch zu verändern.
  • Ehrliche Kommunikation ist eine wichtige Basis für eine Freundschaft. Wenn ihr nicht offen miteinander sprechen könnt, seht ihr einer schwierigen Beziehung entgegen, die wahrscheinlich zum Scheitern verurteilt ist.
  • Falls ein Freund ein Versprechen gibt und dieses nicht hält, solltest du nicht versuchen, es ihm auf die gleiche Weise heimzuzahlen. Ansonsten bleibt ihr in diesem Teufelskreis gefangen.
  • Ein Freund, den man nur in der Schule oder bei der Arbeit sieht, ist immer noch ein Freund. Du solltest sehr froh darüber sein, eine spezielle Art von Freundschaft zu haben, die mit dem Ort verbunden ist, an dem ihr viel Zeit miteinander verbringt.
  • Necke deine Freunde mit irgendetwas, auf das sie besonders stolz sind. Je besser du deinen Freund kennst, desto leichter findest du Dinge, auf die er empfindlich reagiert. Das soll der Aufmunterung dienen und keine Beleidigung darstellen.

Warnungen

  • Niemand wird gerne von einem Freund beleidigt, also sei vorsichtig, wenn du deinen Freund foppst.
  • Wenn dein Freund neue Freunde trifft, sei nicht eifersüchtig. Niemand mag einen eifersüchtigen Freund. Hab Vertrauen in eure Freundschaft.
  • Wenn dein Freund dich nicht gut behandelt, obwohl du dich ihm gegenüber positiv verhältst, gibt es keinen Grund die Freundschaft aufrechtzuerhalten. Pflege keine enge Freundschaft mit jemandem, der dich nicht respektvoll behandelt.
  • Wenn du mit deinem Freund zusammen bist, egal wo, solltet ihr beide eure Handys abschalten. Es ist sehr störend, wenn eine Unterhaltung ständig durch klingende Telefone unterbrochen wird. Es erweckt auch den Eindruck, dass man dem anderen nicht seine volle Aufmerksamkeit schenkt oder die gemeinsame Zeit nicht zu sehr schätzt.
  • Offenbare deine Gefühle niemandem, dem du nicht trauen kannst, denn diese Person könnte dies eines Tages gegen dich verwenden.
  • Erwarte keine sofortige oder eine lebenslange Freundschaft. Erkenne, dass sich etwas Besonderes allmählich entwickeln muss.
  • Rede nicht über Dinge, die deinem Freund unangenehm sein könnten. Niemand möchte sich in der Gegenwart von jemanden aufhalten, der Unbehagen bei einem auslöst. Wenn zum Beispiel gerade erst ein Verwandter deines Freundes gestorben ist, mache nichts zum Thema, das mit dem Tod zutun hat. (Hinweis: Es ist in Ordnung, wenn du ihn nach seinen Gefühlen über den Tod fragst. Vielleicht braucht dein Freund Beistand in dieser Situation. Man sollte das Thema nicht einfach ignorieren.)
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