Ein Kopfhautekzem kurieren

Ein Kopfhautekzem ist eine Hautkrankheit, die durch ein Defizit von Hautölen und Feuchtigkeit in der Haut ausgelöst wird. Normale Haut ist in der Lage, das Gleichgewicht dieser Komponenten selbstständig herzustellen und eine effektive Barriere gegen Umweltschäden, Reizungen und Infektionen aufzubauen. Kopfhautekzeme können entweder durch eine seborrhoische oder eine atopische (vererbte) Dermatitis ausgelöst werden. Die Krankheit ist allgemein auch als Schuppen, seborrhoisches Ekzem, seborrhoische Schuppenflechte und (bei Kindern) als Milchschorf bekannt. Diese Arten von Dermatitis können auch eine Ekzem im Gesicht, auf der Brust, dem Rücken, unter den Armen und in der Leistengegend verursachen. Das Ekzem kann für den Betroffenen sehr unangenehm und ärgerlich sein, aber diese Arten von Dermatitis sind normalerweise nicht ansteckend und werden nicht durch mangelhafte Hygiene ausgelöst. Mit dem richtigen Verständnis für die Ursachen und Symptome kannst du deine Kopfhaut behandeln und heilen.

Methode 1 von 4: Die Symptome und Ursachen erkennen

  1. Achte auf die häufigsten Symptome. Kopfhautekzeme können Probleme auf der Kopfhaut, aber auch auf anderen betroffenen Hautstellen auslösen. Zu den üblichen Symptomen gehört die schuppige Haut (Schuppen), Juckreiz, rote Haut, Abschürfungen oder Verkrustungen der Haut, fettige Stellen und Haarverlust.
    • Die Entzündungen können rote Flecken auf der Haut verursachen und einen hohen Anteil an Fettsäuren enthalten. Die Haut kann bei manchen Menschen fettig und gelb aussehen.
    • Bei Kindern kommt das besonders auf der Kopfhaut vor und zeigt sich als rote, trockene oder schuppige Ablagerungen. Bei ernsteren Fällen können auch dicke, weiße oder gelbe fettige Schuppen entstehen.
    • Durch ein Kopfhautekzem können auch andere Hauterkrankungen wie Pilzinfektionen, Schuppenflechte, Dermatitis und Lupus entstehen. Die Symptome können je nach Auftreten an den verschiedenen Hautstellen und betroffenen Hautschichten unterschiedlich sein.
    • Wenn du nicht sicher bist, welche Symptome auf dein Kopfhautekzem zurückzuführen sind, solltest du deinen Arzt aufsuchen. Er kann dir helfen, die Ursachen für deine Symptome herauszufinden und entscheiden, ob sie ernsthaft sind und behandelt werden müssen.
  2. Kenne die Gründe für ein Ekzem. Zusätzlich zu einem verminderten Anteil an Hautölen und Feuchtigkeit, gehen einige Ärzte davon aus, dass eine bestimmte Hefeart, die Malassezia furfur eine Rolle bei der Verursachung von seborrhoischen Kopfhautekzemen spielt. Die Malassezia Hefe ist normalerweise in der äußeren Hautschicht vorhanden. Bei Personen mit einem Kopfhautekzem dringt die Hefe in die oberen Hautschichten ein und sondert Substanzen ab, die die Produktion von Fettsäuren anregt. Die damit ausgelösten Entzündungen trocknen die Haut und sind Ursache für die Bildung von Schuppen.
    • Wenn dein Ekzem atopisch ist bedeutet das, dass deine Familie eine Neigung zur Bildung des Ekzems besitzt. Die Hefe ist nicht unbedingt schuld. Mediziner gehen davon aus, dass Menschen mit einem atopischen Ekzem einen fehlerhaften Hautschutz aufgrund veränderter Gene in den Proteinen der Hautstruktur besitzen.
  3. Bestimme die Risikofaktoren. Obwohl sich Mediziner nicht sicher sind, warum einige Menschen ein seborrhoisches Ekzem entwickeln und andere nicht, gibt es einige Faktoren, die dein Risiko erhöhen:
    • Übergewicht oder Fettleibigkeit
    • Erschöpfung
    • Umweltfaktoren (wie sehr trockenes Wetter)
    • Stress
    • Andere Hauterkrankungen (wie Akne)
    • Bestimmte medizinische Erkrankungen wie ein Schlaganfall, HIV, Parkinsonkrankheit oder Kopfverletzungen
  4. Vermeide Haut- und Haarpflegeprodukte mit Alkohol. Alkohol löst die schützenden Öle von der Hautoberfläche und trocknet die Kopfhaut aus. Dadurch können Schuppen und Juckreiz noch verschlimmert werden und sind möglicherweise ein auslösender Faktor für ein seborrhoisches Ekzem.
    • Wasche deine Haut und die Kopfhaut nur sanft. Reibe sie nicht zu stark. Massiere die Haut sanft mit den Fingern, wenn du deine Haare wäschst. Das Ziel ist, dein Haar zu reinigen, ohne die Öle aus der Kopfhaut zu waschen.
  5. Kratze nicht an den juckenden Stellen. Obwohl es sehr schwierig sein kann, den Juckreiz zu unterdrücken, wenn sich ein Körperteil trocken anfühlt und juckt, solltest du versuchen, den betroffenen Teil nicht zu kratzen, weil die Haut gereizt werden kann und möglicherweise zu bluten beginnt.
    • Du kannst sogar eine zweite Infektion auslösen, wenn du dich übermäßig kratzt.
  6. Gehe davon aus, dass dein Ekzem wieder ausbricht. Es ist unwahrscheinlich, dass du in der Lage sein wirst, das Ekzem mit einer effektiven Behandlung vollständig zu heilen. Kopfhautekzeme treten auf und verschwinden, wenn sie behandelt werden. Das Ekzem bricht normalerweise wieder hervor und muss fortlaufend behandelt werden. Erfreulicherweise können viele dieser Behandlungen über einen langen Zeitraum fortgesetzt werden.

Methode 2 von 4: Behandlung mit rezeptfreien Medikamenten (Erwachsene)

  1. Sprich zuerst mit deinem Arzt oder Apotheker. Sogar rezeptfreie Medikamente können Wechselwirkungen mit bestimmten Erkrankungen und gesundheitlichen Beschwerden haben. Deshalb ist es eine gute Idee, zuerst deinen Arzt oder Apotheker zu konsultieren, bevor du diese Produkte benutzt.
    • Du solltest deinen Arzt vor einer Behandlung immer konsultieren, wenn du unter Allergien oder medizinischen Beschwerden leidest, Medikamente einnimmst oder schwanger bist.
    • Benutze keine Mittel für die Behandlung von Kindern, ohne zuerst mit deinem Kinderarzt zu sprechen. Die Behandlung von Kopfhautekzemen bei Kindern unterscheidet sich von der Behandlung Erwachsener und wird in einem separaten Abschnitt dieses Artikels behandelt.
  2. Benutze ein rezeptfreies Mittel. Es gibt verschiedene rezeptfreie Shampoos und Öle für die Behandlung von Kopfhautekzemen. Rezeptfreie Mittel sind normalerweise die erste Wahl, bevor rezeptpflichtige Medikamente angewandt werden. Du kannst sie über einen längeren Zeitraum täglich anwenden.
    • Diese rezeptfreie Shampoos sind nicht für Kinder geeignet. Wende sie nur bei Kopfhautekzemen erwachsener Personen an.
  3. Wasche dein Haar richtig. Unabhängig von der Art des verwendeten Shampoos gibt es einige generelle Regeln, die du beim Waschen der Haare mit einem beliebigen Shampoo oder Öl einhalten solltest. Reibe nicht zu fest auf deiner Kopfhaut und verwende keine Shampoos mit Alkohol, weil sie dein Kopfhautekzem noch verschlimmern können.
    • Spüle dein Haar zuerst mit warmen (nicht heißem) Wasser.
    • Verteile das Shampoo gleichmäßig auf dem Haar und der Kopfhaut. Massiere es sanft in die Kopfhaut ein. Schrubbe oder kratze die Kopfhaut nicht. Das kann Blutungen auslösen, die sich zusätzlich infizieren können.
    • Lasse das Medikament für die auf der Verpackung angegebene empfohlene Zeit einwirken. Normalerweise musst du das Shampoo für mindestens fünf Minuten einwirken lassen.
    • Spüle das Haar gründlich mit warmen (nicht heißem) Wasser und trockne es mit einem Handtuch.
    • Ein Kohlenteershampoo kann schädlich sein, wenn es verschluckt wird. Vermeide den Kontakt mit Augen und Mund.
    • Einige Produkte wie Ketakonazolshampoos können wirksamer sein, wenn du sie zweimal wöchentlich mit einem alternativen Produkt abwechselst.
  4. Wasche dein Haar mit Selensulfitshampoo. Dieses Shampoo bekämpft die Hefe, die möglicherweise für viele Fälle von Kopfhautekzemen verantwortlich ist. Wenn du die Hefe abtötest, kann deine Kopfhaut ohne stärkere Trockenheit, Entzündungen oder juckende Schuppen abheilen.
    • Die häufigsten Nebenwirkungen sind Trockenheit oder Schuppen auf dem Haar oder der Kopfhaut. Weniger häufige Nebenwirkungen können eine Verfärbung, Haarausfall und Reizungen sein.
    • Du musst diese Behandlung mindestens zweimal wöchentlich anwenden, damit sie wirksam ist.
  5. Trage ein Produkt mit Teebaumöl auf dein Haar auf. Teebaumöl (Melaleuca alternifolia) besitzt antimykotische Eigenschaften, die bei einem Kopfhautekzem hilfreich sein können. Eine klinische Studie hat gezeigt, dass Kopfhautekzeme bei Anwendung eines Shampoos mit 5% Teebaumöl besser werden. Die einzige Nebenwirkung kann eine Reizung der Kopfhaut sein.
    • Dieses Produkt kann täglich angewendet werden.
    • Konsumiere Teebaumöl nicht oral, weil es giftig ist. Vermeide den Kontakt mit den Augen oder dem Mund.
    • Teebaumöl besitzt östrogene und anti-androgene Eigenschaften, die mit der Brustentwicklung präpubertärer Jungen zusammenhängen.
  6. Benutze ein Pyrithionzink Shampoo. Die meisten Schuppenshampoos enthalten Pyrithionzink als aktiven Wirkstoff. Wissenschaftler wissen nicht genau, warum dieser Wirkstoff bei der Behandlung von Kopfhautekzemen effektiv ist. Er besitzt jedoch antimykotische und antibakterielle Eigenschaften. Er bremst auch die Produktion von Hautzellen, wodurch die Schuppenbildung der Haut vermindert wird. Die einzige Nebenwirkung ist eine Reizung der Kopfhaut.
    • Diese Methode kann dreimal wöchentlich angewendet werden.
    • Suche nach Shampoos mit einer Konzentration von 1% oder 2% Pyrithionzink. Pyrithionzink ist auch als topische Creme erhältlich.
  7. Probiere ein Salicylshampoo. Dieses Shampoo besitzt abschälende Eigenschaften und unterstützt die Heilung der oberen Hautschichten deiner Kopfhaut. Salicylsäure ist als Shampoo in einer Konzentration von 1,8% bis 3% am wirksamsten. Die einzige Nebenwirkung ist eine Reizung der Kopfhaut.
  8. Probiere ein Produkt mit Ketakozanol. Es ist bei Kopfhautekzemen sehr wirksam und in verschiedenen rezeptfreien Zubereitungen wie Shampoos, Schaum, Cremes und Gels erhältlich. Ketakozanol ist auch in verschreibungspflichtigen Mitteln erhältlich.
    • Rezeptfreie Mittel sind niedriger dosiert als verschreibungspflichtige Shampoos oder Cremes.
    • Die Nebenwirkungen können eine abnormale Haarstruktur, Reizungen der Kopfhaut oder fettiges und trockenes Haar oder Kopfhaut umfassen.
    • 1% bis 2% Ketokozanolshampoos sind sogar für Kinder sicher. Sie können zweimal täglich für einen Zeitraum von zwei Wochen angewendet werden.
  9. Trage rohen Honig auf dein Haar auf. Obwohl Honig kein Shampoo ist, besitzt er antibakterielle und antimykotische Eigenschaften.Er kann das Auftreten von Juckreiz und losen Hautschuppen lindern. Er ist bei einem Kopfhautekzem kein Heilmittel, aber er kann die Verletzungen durch angegriffene und gereizte Kopfhaut lindern.
    • Verdünne rohen Honig mit warmen Wasser. Das Verhältnis ist 90% Honig und 10% Wasser.
    • Reibe den rohen Honig auf die verletzte Kopfhaut und lasse ihn für zwei bis drei Minuten einwirken. Reibe die Kopfhaut dabei nicht grob. Spüle den Honig mir warmen Wasser ab.
    • Reibe den Honig jeden zweiten Tag auf die juckenden Stellen deiner Kopfhaut und lasse ihn für drei Stunden einwirken. Continue this regimen for 4 weeks.
  10. Probiere ein Kohlenteershampoo. Dieses Shampoo mindert die Frequenz, mit der die Hautzellen auf der Kopfhaut produziert werden. Es vermindert auch das Wachstum von Pilzen und weicht die verschorften Hautkrusten auf, die sich damit leichter von der Haut lösen lassen. Dieses Shampoo ist nicht so sicher, wie andere rezeptfreie Shampoos und es ist eine gute Idee, zuerst die anderen Optionen zu probieren.
    • Benutze dieses Shampoo zweimal täglich für einen Zeitraum von vier Wochen.
    • Die Nebenwirkungen können Juckreiz auf der Kopfhaut, stellenweiser Haarausfall, Kontaktdermatitis an den Fingern und eine veränderte Pigmentierung der Haut sein.
    • Du solltest deinen Arzt konsultieren, bevor du ein Kohlenteershampoo anwendest. Das Shampoo sollte nicht für Kinder oder schwangere und stillende Frauen verwendet werden. Es kann auch zu einer negativen Interaktion mit bestimmten Medikamenten kommen oder allergische Reaktionen auslöst werden.

Methode 3 von 4: Ein Kopfhautekzem bei Kindern oder Babys behandeln

  1. Warte, bis sich das Kopfhautekzem von selbst zurückbildet. Bei vielen Kindern und Babys heilt das Kopfhautekzem nach ein paar Wochen von allein ab. Es kann in manchen, hartnäckigen Fällen auch ein paar Monate dauern. Obwohl das Kopfhautekzem möglicherweise unangenehm aussieht, sind die meisten Kindern nicht durch Beschwerden beeinträchtigt.
    • Wenn das Ekzem nicht von selbst abheilt, solltest du deinen Kinderarzt konsultieren und dich nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten erkundigen.
    • Wie auch bei Erwachsenen kann das Ekzem durch eine Behandlung abheilen und später wieder auftreten.
  2. Wende bei Kindern unterschiedliche Behandlungsmethoden an. Die Behandlung von Babys und Kindern, die jünger als zwei Jahre alt sind, unterscheidet sich von der Behandlung Erwachsener. Benutze für Kinder unter zwei Jahren auch keine rezeptfreien Medikamente, die für ältere Kinder geeignet sind.
  3. Entferne die Schuppen auf der Kopfhaut des Kindes durch eine sanfte Massage. In den meisten Fällen kann der Schorf auf der Kopfhaut deines Kindes durch eine sanfte Massage gelöst werden. Massiere mit deinen Fingern oder einem Waschlappen. Feuchte das Haar deines Kindes mit warmen Wasser an und reibe die Haut sanft. Reibe nicht fest auf der Haut.
    • Vermeide scheuernde oder abschälende Hilfsmittel wie Bürsten, Luffaschwämme oder grobe Schwämme auf der Kinderhaut.
  4. Benutze ein mildes Babyshampoo. Shampoos für Erwachsene können zu aggressiv für die empfindliche Haut von Kindern sein. Benutze ein normales mildes Babyshampoo wie Johnson & Johnson’s oder Penaten.
    • Wasche das Haar deines Kindes täglich.
    • Ketokonazolshampoo mit einer Konzentration von 1% oder 2% ist für Kinder sicher und wirksam, obwohl du immer zuerst mit deinem Kinderarzt sprechen solltest, bevor du eine Behandlung beginnst. Du kannst das Shampoo zweimal täglich für einen Zeitraum von zwei Wochen anwenden.
  5. Reibe Öl auf die Haut. Wenn die Schuppen durch Massagen nicht verschwinden, kannst du Petroleumgel oder Mineralöl auf die schuppigen Hautbereiche auftragen. Vermeide Olivenöl.
    • Lasse das Öl für ein paar Minuten in die Haut einziehen. Wasche die Kopfhaut und das Haar im Anschluss mit einem sanften Babyshampoo. Spüle mit warmen Wasser und bürste das Haar des Kindes wie gewohnt.
    • Achte darauf, dass du die Kopfhaut des Kindes nach der Ölbehandlung gründlich abspülst. Andererseits kann sich das Öl an der Haut anlagern und ihren Zustand noch verschlimmern.
  6. Bade dein Kind täglich. Bade dein Kind alle zwei bis drei Tage für zehn Minuten in warmen (nicht heißem) Wasser.
    • Vermeide Reizstoffe wie scharfe Seife, Schaumbäder, Bittersalze oder andere Badezusätze. Sie können die Haut deines Kindes reizen und das Ekzem verschlimmern.

Methode 4 von 4: Behandlung mit verschreibungspflichtigen Medikamenten

  1. Sprich mit deinem Arzt über verschreibungspflichtige Medikamente. Patienten, die nicht auf rezeptfreie Produkte ansprechen oder mit den Ergebnissen nicht zufrieden sind, benötigen möglicherweise ein verschreibungspflichtiges Medikament. Dein Arzt kann dir ein stärkeres Mittel in Form von Shampoo, Creme, Lotionen oder auch oralen Medikamenten verschreiben, wenn rezeptfreie Produkte wirkungslos bleiben. Auch eine Behandlung mit UV-Licht kann eine Option sein.
    • Verschreibungspflichtige antimykotische Shampoos und topische Kortikosteroide sind nützlich, aber sie können auch sehr kostspielig sein und langfristig eine gegenteilige Wirkung auslösen. Diese Produkte und andere verschreibungspflichtige Shampoos sollten nur verwendet werden, wenn andere rezeptfreie Behandlungen erfolglos geblieben sind.
  2. Benutze antimykotische Shampoos. Die häufigste Klasse verschreibungsplichtiger Shampoos bei Kopfhautekzemen sind die antimykotischen Shampoos. Sie enthalten meist eine Konzentration von einem Prozent Ciclopirox und zwei Prozent Ketokonazol.
    • Die häufigsten Nebenwirkungen dieser Shampoos sind Reizungen, ein brennendes Gefühl, trockene Haut und Juckreiz.
    • Diese Shampoos werden normalerweise täglich oder mindestens zweimal wöchentlich während der vorgesehenen Behandlungsperiode angewendet. Befolge immer die Anleitungen auf der Verpackung oder dem Rezept.
  3. Probiere Shampoos mit Kortikosteroiden. Diese Shampoos können die Entzündung reduzieren. Sie lindern auch den Juckreiz und bremsen die Schuppenbildung. Die meisten Kortikosteroide-Shampoos enthalten 1% Hydrokoritson, 0,1% Betamethason, 0,1% Clobetasol und 0,01% Fluocinolon.
    • Nebenwirkungen treten normalerweise erst bei einer Langzeitbehandlung auf. Dazu gehören eine dünnere Haut, Juckreiz, ein brennendes Gefühl und eine Hypopigmentation (Verlust der Farbpigmente und daraus folgender Aufhellung der Haut). Bei den meisten Menschen, die diese Shampoos nur für kurze Zeit verwenden, werden keine negativen Nebenwirkungen auftreten.
    • Diese verschreibungspflichtigen Shampoos enthalten Steroide. Eine kleine Menge des Medikaments kann über den Blutkreislauf absorbiert werden. Wenn du Diabetes oder eine Sensibilität gegen Steroide hast, solltest du diese Komplikation mit deinem Arzt besprechen.
    • Du solltest wissen, das Kortikosteroid-Shampoos normalerweise teurer als andere Behandlungen sind.
    • Diese Shampoos können täglich oder zweimal täglich während der vorgesehenen Behandlungsperiode angewendet werden.
    • Der gleichzeitige Einsatz antimykotischer und Kortikosteroid-Shampoos ist sicher und kann zu besseren Ergebnissen führen. Sprich mit deinem Arzt über eine Kombination beider Produkte.
  4. Benutze andere, verschreibungspflichtige Produkte. Bei einem Kopfhautekzem sind Shampoos die am häufigsten ausgewählte Behandlungsform. Du kannst auch Cremes, Lotionen, Öle oder Schaum verwenden, die einen oder mehrere der oben genannten medizinischen Wirkstoffe enthalten.
    • Verschreibungspflichtige antimykotische Wirkstoffe - auch Azole genannt – sind bei der Behandlung von Kopfhautekzemen besonders wirksam. Ketakonazol ist der am häufigsten verschriebene Wirkstoff, der sich bei den meisten medizinischen Behandlungen als wirksam erwiesen hat.
    • Ein weitere verschreibungspflichtige Behandlung basiert auf Ciclopirox – eine Art von antimykotischen Hydroxypyridon. Der Wirkstoff ist in Form von Creme, Gel oder Lösung erhältlich.
    • Kortikosteroide können auch als Cremes oder topische Salben verschrieben werden.
  5. Probiere eine Lichttherapie aus. Die Lichttherapie oder Fototherapie kann in manchen Fällen von Kopfhautekzem hilfreich sein.Die Behandlung wird normalerweise mit einem Medikament wie Psoralen kombiniert.
    • Weil bei Lichttherapien eine Bestrahlung mit UV-Licht stattfindet, kann ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Hautkrebs entstehen.
    • Diese Art von Behandlung ist normalerweise den Personen vorbehalten, deren Kopfhautekzem durch eine atopische Dermatitis entstanden ist oder die unter einer extensiven seborrhoischen Dermatitis leiden. Sie kann nicht bei Babys oder jüngeren Kindern angewendet werden.
  6. Sprich mit deinem Arzt über andere Behandlungsoptionen. Es gibt einige andere Möglichkeiten, ein Kopfhautekzem zu behandeln, aber sie werden normalerweise als letzte Möglichkeit reserviert, weil sie starke Nebenwirkungen haben können. Wenn keine andere Behandlung erfolgreich war, kannst du deinen Arzt wegen anderer Behandlungsmöglichkeiten konsultieren.
    • Cremes oder Lotionen mit Tacrolimus (Protopic) und Pimecrolimus (Elidel) können bei einem Kopfhautekzem wirksam sein. Sie bergen ein erhöhtes Krebsrisiko und sind teurer als Kortikosteroide.
    • Terbinafin (Lamisil®) und Butenafin (Mentax) sind orale antimykotische Medikamente für die Behandlung von Kopfhautekzemen. Sie können eine Wechselwirkung mit bestimmten Enzymen im Körper entwickeln und allergische Reaktionen oder Erkrankungen der Leber verursachen. Deshalb ist die Anwendung dieser Art von Behandlung bei Kopfhautekzemen beschränkt.

Warnungen

  • Diese Informationen sind nicht als Ersatz für eine professionelle, medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung gedacht. Konsultiere deinen Arzt immer, bevor du irgendeine Art von Behandlung - selbst mit rezeptfreien Medikamenten - beginnst.
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