Fragen über deine Arbeitsmoral beantworten

Die Arbeitsmoral hat mit den Einstellungen, Gefühlen und Vorstellungen zu tun, die eine Person zur Arbeit hat. Die Arbeitsmoral einer Person legt fest, wie diese sich mit beruflichen Verantwortlichkeiten, wie Zielsetzungen, Fleiß, Rechenschaftslegung, Aufgabenerfüllung, Autonomie, Verlässlichkeit, Kooperation, Kommunikation, Ehrlichkeit, Ehrgeiz, Pünktlichkeit, Führung, Freiwilligkeit und Engagement, umgeht. Eine gute Arbeitsmoral – eine, welche der Arbeit positiv und produktiv gegenübersteht – wird am Arbeitsplatz bevorzugt. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass Arbeitgeber künftige Angestellte zu ihrer Arbeitsmoral befragen. Da Arbeitsmoral ein komplexes und subjektives Thema ist, ist es wichtig, dir deine eigene Arbeitsphilosophie genau zu überlegen, damit du sie gut erklären kannst, wenn du das musst.

Teil 1 von 3: Deine Arbeitsmoral evaluieren

  1. Denke über deine beruflichen Prioritäten nach. Ist dein Job das Wichtigste in deinem Leben oder gibt es andere Aspekte in deinem Leben, die dir wichtiger sind?
    • Vielleicht findest du dabei heraus, dass dein Job für dich die höchste Priorität hat und du in der Lage bist, deine anderen Verantwortlichkeiten gut mit ihm Arbeit unter einen Hut zu bringen.
    • Menschen mit einem gesunden Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Privatleben sind für die meisten Firmen attraktive Bewerber. Manche Firmen werden dich sogar fragen, welche außerberuflichen Interessen du hast.
  2. Betrachte dein Verhältnis zu deinem aktuellen Job. Um die perfekte Antwort zu deiner Arbeitsmoral geben zu können, musst du zuerst verstehen, wie du persönlich zu deiner Arbeit stehst. Ziehe dabei Folgendes in Betracht:
    • Deine Einstellung zur Arbeit hat damit zu tun, wie du mit deinen beruflichen Verantwortlichkeiten umgehst. Jemand mit einer hohen Arbeitsmoral steht seinen Aufgaben mit einer positiven Grundeinstellung gegenüber und ist mit Engagement bei der Arbeit.
    • Die Gefühle, die du zur deiner Arbeit hast, beeinflussen deine Leistung und sind daher ein wichtiger Beitrag zur deiner Arbeitsmoral im Allgemeinen. Die Arbeit könnte dafür sorgen, dass du dich energetisch und stolz fühlst und dich mit dir selbst und deinen Leistungen gut fühlst. Oder du könntest das Gefühl haben, dass deine Arbeit dich stresst.
    • Deine Gefühle zur Arbeit hängen von der Rolle ab, die du der Arbeit in Relation zum Leben an sich zuschreibst. Du könntest zum Beispiel denken, dass sie deinen Charakter formt und für ein ausgewogenes Leben besonders wichtig ist.
  3. Erstelle einen Überblick über deine Gefühle zu verschiedenen Aspekten deines Jobs. Diese Gedanken aufzuschreiben könnte dir helfen, dich an wichtige Einzelheiten deiner Arbeitsmoral und Fähigkeiten zu erinnern, wenn du bei einem Bewerbungsgespräch danach gefragt wirst.
    • Arbeitest du gerne mit anderen Menschen? Schreibe die Vor- und Nachteile der Zusammenarbeit mit Kollegen und Kunden auf.
    • Wie denkst du über Weiterbildung und den Erwerb von neuen Kompetenzen? Beschreibe deine Einstellung und deine Gefühle, wenn du daran denkst, Zeit in berufliche Weiterbildung zu investieren.
    • Was denkst du über Überstunden oder schwierige Phasen? Beschreibe deine Einstellung zur Leistung von Überstunden oder der Bewältigung von ungewohnten oder schwierigen Situationen.
  4. Denke an bestimmte Momente deiner bisherigen beruflichen Laufbahn. Diese werden dir helfen, im Detail zu beschreiben, wie dir deine Arbeitsmoral in deiner bisherigen Laufbahn bereits geholfen hat. Das könnte beispielsweise sein:
    • Arbeit im Team: Gab es je eine Zeit, in der es besonders vorteilhaft oder schwierig war, im Team zu arbeiten? Was hat dir bei der Zusammenarbeit mit anderen Menschen geholfen oder dich behindert?
    • Mit einem schwierigen Kunden arbeiten: Hast du je eine Situation mit einem schwierigen Kunden erlebt? Wie hast du die Arbeit mit diesem Kunden bewältigt, ohne seine Bedürfnisse oder die Regeln der Firma außer Acht zu lassen?

Teil 2 von 3: Fragen über deine Arbeitsmoral beantworten

  1. Sei auf Fragen über deine Arbeitsmoral vorbereitet. Andere Fragen, die damit zu tun haben könnten, sind Fragen zu deinem aktuellen Job, deine Arbeitsleistung, deine Fähigkeit, mit anderen zusammenzuarbeiten, deine Kompetenzen, etc.
    • Fragen zu deiner Arbeitsmoral werden wahrscheinlich nicht so deutlich formuliert sein, wie „Beschreiben Sie Ihre Arbeitsmoral“ oder„Was ist Ihre Arbeitsmoral?“
    • Ähnliche Fragen könnten sein: „Wie würden Sie sich selbst beschreiben?“, „Arbeiten Sie gerne im Team?“, „Wie stehen Sie zu Weiterbildung und dem Erwerb von zusätzlichen Kompetenzen?“
  2. Gib ehrliche Antworten, die eine hohe Arbeitsmoral andeuten. Nenne Eigenschaften deiner Einstellung, Gefühle und Überzeugungen zur Arbeit, welche auf dich zutreffen und deine Arbeitsmoral im besten Licht erscheinen lassen.
    • Du könntest zum Beispiel sagen, dass du deiner Arbeit mit viel Engagement gegenüber stehst, da du entschlossen bist, immer dein Bestes zu geben und dich gut und zufrieden fühlst, wenn du das erreichst.
    • Du könntest auch sagen, dass du dein Bestes gibst, um sicherzustellen, dass dir deine Arbeit Spaß macht und dass dir das hilft, deine Aufgaben mit Enthusiasmus zu erfüllen.
    • Betone, dass du die Arbeit als einen konstanten Lernprozess betrachtest und dass du immer auf der Suche nach Weiterbildungen und Workshops bist, die es dir ermöglichen, deine Fähigkeiten zu erweitern und auf neue, innovative Weise auf deinem Arbeitsplatz einen Beitrag zu leisten. Arbeitgeber suchen nach Angestellten, die ihr Wissen zu ihrer Tätigkeit erweitern und neue Kenntnisse in ihr Team einbringen möchten.
  3. Verwende Beispiele aus dem echten Leben, um deine Arbeit zu unterstützen. Ziehe Situationen, in denen du dich in der Vergangenheit befunden hast in Betracht, welche die Arbeitsmoral, von der du gesprochen hast, veranschaulichen.
    • Wenn du beispielsweise sagst, dass dir Ehrlichkeit besonders wichtig ist, nenne ein Beispiel, wo du in einer schwierigen Situation besonders ehrlich warst, obwohl es einfacher gewesen wäre, es nicht zu sein.
    • Wenn du sagst, dass du gut mit anderen zusammenarbeitest, beschreibe ein Gruppenprojekt, zu dem du erfolgreich beigetragen hast.
  4. Beschreibe eine schwierige Situation an deinem letzten Arbeitsplatz und was du gemacht hast, um das Problem zu lösen. Stelle dar, wie du in der Notlage erfolgreich die richtigen Maßnahmen getroffen hast und gemeinsam mit anderen eine Lösung finden konntest.
    • Verwende konkrete Beispiele. Du könntest etwas sagen, wie, „Ein Kunde hatte Probleme mit seinem Konto und war darüber sehr verärgert und wütend. Ich habe es geschafft, ruhig und verständnisvoll zu bleiben, während ich daran arbeitete, das Problem zu lösen. Ich musste mit meinem Manager kooperieren um zu einer Lösung zu kommen, die sowohl den Bedürfnissen des Kunden als auch denen des Unternehmens entsprachen. Am Ende war der Kunde mit der Lösung und der Art, wie ich sie auf effiziente Weise gemeinsam mit meinem Team gefunden habe, sehr zufrieden.

Teil 3 von 3: Während des Bewerbungsgesprächs Fragen stellen

  1. Stelle Fragen zu dem Job, um den du dich bewirbst. Arbeitgeber mögen Bewerber, die während des Bewerbungsgesprächs Fragen stellen. Es gibt sehr gute Fragen, die du nach Fragen über deine Persönlichkeit, deine Arbeitsmoral, deine Fähigkeit, mit anderen zusammenzuarbeiten, fragen kannst. Hier findest du einige Beispiele:
    • „Welche Fähigkeiten und Erfahrungen sollte der ideale Bewerber in Ihr Unternehmen mitbringen?“ Das ist eine gute Frage, die deinen potentiellen Arbeitgeber dazu bringen könnte, mit offenen Karten zu spielen und genau zu erklären, wonach er sucht. Du kannst nach diesen Fragen eventuell noch weiter über dich selbst und deine Arbeitsmoral sprechen und Dinge sagen, die du noch nicht erwähnt hattest.
    • „Bietet Ihr Unternehmen berufliche Trainings und Weiterbildungen?“ Das ist eine gute Möglichkeit, um zu erwähnen, dass du Interesse daran hast, dazuzulernen und dich mit der Firma gemeinsam weiterentwickeln möchtest.
  2. Stelle Fragen zu der Art, wie im Unternehmen in Teams gearbeitet wird. Das zeigt, dass du daran Interesse hast, Teil eines erfolgreichen Teams zu sein und darüber nachdenkst, wie deine Fähigkeiten einen Beitrag dazu leisten könnten.
    • „Könnten Sie mir etwas zu dem Team erzählen, in dem ich arbeiten werde?“ Diese Frage zeigt, dass du weißt, dass von dir erwartet wird, dass du in Teams arbeiten kannst und bietet dir die Möglichkeit, darüber zu berichten, wie du in der Vergangenheit bereits erfolgreich mit anderen Menschen zusammengearbeitet hast.
    • Beschreibe, wie deine Einstellung und deine Herangehensweise gut zur Philosophie des Unternehmens oder des Teams passt. Du könntest sagen, „Ich bin ein effektiver Teamspieler. Ich evaluiere zunächst, wo im Team meine Fähigkeiten am effektivsten eingesetzt werden könnten und biete dann Strategien für diesen Bereich. Ich biete meinen Kollegen Unterstützung und konstruktives Feedback.“
  3. Vermeide es, Fragen über die Bezahlung und betriebliche Zusatzleistungen zu stellen. Es ist keine gute Idee, mit Fragen über Zusatzleistungen, Urlaub, Änderungsmöglichkeiten beim Arbeitsplan, Klatsch und Tratsch, den du über die Firma gehört hast oder zu vielen persönlichen Fragen an deinen Gesprächspartner, zu beginnen.
    • Halte dich an spezifische Fragen, die deinen künftigen Job, das Unternehmen im Allgemeinen und das Team, in dem du arbeiten wirst, betreffen.
    • Fragen zu Zusatzleistungen und Gehalt können später im Bewerbungsprozess, anstatt im ersten Gespräch, geklärt werden.

Tipps

  • Wenn du bei einem Bewerbungsgespräch zu deiner Arbeitsmoral befragt wirst, denke daran, dass Personalmanager meist jemanden suchen, der eine positive Grundeinstellung hat, ein Teamspieler ist, Initiative ergreift, anpassungsfähig genug ist, um eine Menge verschiedener Aufgaben zu bewältigen und entschlossen ist, ständig dazuzulernen.
  • Kleide dich immer passend für eine erfolgreiche Person. Investiere in ein Outfit das sauber, gut angepasst und maßgeschneidert ist. Trage keine unordentlichen oder zerknitterten Kleider, trage kein auffälliges Parfüm und vermeide auffällige Farben.
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