Bei der Arbeit glücklich sein

Viele von uns verbringen mehr als die Hälfte ihres Tages auf der Arbeit. Du kannst dir natürlich einreden, dass der Job nur etwas ist, was man jeden Tag aufs Neue hinter sich bringen muss, bevor man den Rest des Tages genießen darf. Aber du kannst es dir auch einfach zum Ziel setzen, dass du schon während der Arbeitszeit glücklicher und zufriedener sein willst. Probier es aus, und du wirst merken, dass dein ganzes Leben von dieser neuen, positiveren Einstellung deinem Job gegenüber profitieren wird. Wenn du eine tägliche Routine findest, die dich deinen Morgen und Arbeitstag besser organisieren lässt, wirst du mehr Sinn in deiner Arbeit und den Abläufen dort sehen und innerhalb kürzester Zeit zufriedener werden. Wenn du wissen willst, was du tun musst, um bei der Arbeit zufriedener zu sein, lass uns bei Schritt 1 beginnen!

Teil 1 von 4: Steh mit dem richtigen Fuß zuerst auf

  1. Steh früh genug auf – mindestens eine Stunde bevor du dich auf den Weg machen musst. Genieß ein bisschen Zeit nur für dich bevor du dich ins Getümmel stürzt. Klar, Schlaf ist wichtig und kostbar, aber ebenso wichtig ist es, dass du morgens etwas Zeit hast, zu dir zu kommen, bevor der Rummel dich überrollt. Nimm dir Zeit für ein Frühstück, lies ein wenig, gehe eine Runde joggen, mach einfach das, was dir persönlich hilft, gut in den Tag zu starten. Nichts wird dir so ein gutes Gefühl geben wie das Wissen, dass du heute schon etwas für dich selbst getan hast und nicht bloß aufgestanden und zur Arbeit gegangen bist.
    • Eventuell musst du in Zukunft eine halbe Stunde früher schlafen gehen, um mit dem früheren Aufstehen klarzukommen. Versuche einfach, das Beste aus der Zeit zu machen, die dir nach der Arbeit noch für dich und deine Interessen bleibt, anstatt sinnlos zu lange aufzubleiben. Auch wenn du nach der Arbeit erstmal geschafft bist, wenn du jetzt einfach für die nächsten Stunden auf dem Sofa vor dem Fernseher kollabierst, läufst du nur Gefahr, dort bis spät in die Nacht herumzuhängen, ohne am Ende tatsächlich irgendetwas für dich getan zu haben.
  2. Dress for success. Wenn du gut angezogen das Haus verlässt, bist du fast automatisch bereit fürs Büro und auf dem besten Weg in einen erfolgreichen Tag. Wenn dein Arbeitsumfeld eher leger ist, oder du eine Arbeitsuniform tragen musst, musst du dir für deinen Look natürlich nicht so viel Mühe geben, aber auch dann solltest du vorher geduscht und dein Gesicht und deine Haare gewaschen haben – eben einfach gepflegt aussehen. Das sorgt nicht nur dafür, dass dich dein Umfeld zuvorkommender und mit mehr Respekt behandeln wird, sondern es wird dich selbst auch mit mehr Enthusiasmus an die Arbeit gehen lassen.
    • Selbst wenn du eigentlich wirklich müde bist – der Anblick deines gut gestylten Ichs im Spiegel kann dir einen echten Energiekick geben, der dich sofort besser in den Tag starten lässt.
  3. Lass deine privaten Probleme zuhause. Auch wenn es natürlich wirklich schwierig ist, bei der Arbeit zu lächeln, wenn du zu sehr damit beschäftigt bist, dir Gedanken über den letzten Streit mit deinem Freund oder den Gesundheitszustand deiner Mutter zu machen oder dich mit den letzten lebenswichtigen Vorbereitungen für deine anstehende Hochzeit auseinanderzusetzen – du musst lernen, deine privaten Probleme beiseite zu lassen. Das ist der einzige Weg, wie du auf der Arbeit glücklich und unbelastet sein kannst. Mach dir klar, dass kaum ein Problem so wichtig ist, dass es nicht bis nach der Arbeit warten könnte und zieh deinen Arbeitstag durch.
    • Tatsächlich kann es passieren, dass du dich sogar auf die Arbeit freust, wenn es dir gelingt, deine privaten Probleme zuhause zu lassen. Dann wird dein Arbeitsplatz zu einer Art Zufluchtsort, der dir deine Probleme für eine Weile vom Leib hält, anstatt dich nur davon abzuhalten, dich mit ihnen zu befassen.
    • Versuche nicht, deine persönlichen Probleme noch irgendwie mit in den Arbeitstag zu quetschen. Alle Anrufe und Mails, die nichts mit der Arbeit zu tun haben, gehören in die Zeit nach der Arbeit, oder in die Mittagspause, wenn es gar nicht anders geht. Wenn du versuchst, neben der Abarbeitung deiner persönlichen Angelegenheiten auch noch deinen Job zu erledigen, werden sie dich nur doppelt stressen, weil du krampfhaft versuchen musst, für beides ausreichend Zeit zu finden.
  4. Sieh zu, dass du mindestens zehn Minuten früher auf der Arbeit bist, als du müsstest. Wenn du schon abgehetzt im Büro ankommst, kann aus dem Tag nichts mehr werden. Wenn du dich sogar verspätest, wirst du den ganzen Tag das Gefühl haben, irgendwie hinterherzuhängen und nie wirklich aufzuholen. Vielleicht denkst du, dass du langfristig ja eine Menge Zeit gewinnst, wenn wenn du so spät wie möglich bei der Arbeit erscheinst, aber tatsächlich verspielst du nur die Chance auf einen entspannten Arbeitstag. Mach dich stattdessen einfach mindestens 15 Minuten früher als sonst auf den Weg und genieße das gute Gefühl, pünktlich zu sein, ohne dich dafür stressen zu müssen.
    • Ein gutes Verhältnis zu deinen Vorgesetzten kann entscheidend dazu beitragen, dass du dich an deinem Arbeitsplatz wohlfühlst. Noch ein Grund pünktlich zu sein, denn wenn du erstmal überall als Bummelant und Drückeberger bekannt bist, wird das dein Verhältnis zu deinem Boss und deinen Kollegen kaum verbessern.
  5. Grüße deine Kollegen, wenn du bei der Arbeit ankommst. Gleich wenn du durch die Tür kommst, solltest du so viele deiner Kollegen wie nur möglich persönlich begrüßen. Du wirst dich sofort verbundener mit deinem Arbeitsplatz und den Menschen dort fühlen, und daraus kannst du positive Energie ziehen. Egal, ob du gestresst, abgehetzt oder vielleicht auch einfach nur schlecht gelaunt bist, dich zu isolieren ist auf keinen Fall der richtige Weg, den Arbeitstag besser zu überstehen. Sei trotzdem freundlich, wenn du zur Arbeit kommst. Auch wenn dir nicht wirklich danach ist.
    • Erinnerst du dich an den Teil mit der Pünktlichkeit? Ein weiterer Grund, früh genug anzukommen ist, dass du dann Zeit hast, dich ein wenig mit deinen Kollegen zu unterhalten. Wenn du zu spät bist, wirst du es nicht einmal schaffen, vernünftig guten Morgen zu sagen. Aber wenn du Zeit hast, dann bleiben dir auch ein paar Minuten extra um völlig stressfrei deinen Kontakt mit den Menschen um dich herum zu verbessern.
    • Wenn du deine Kollegen nicht grüßt und dich sofort in deinem Büro verschanzt, wirst du ganz schnell den Ruf haben, antisozial und unfreundlich zu sein, auch wenn das eigentlich gar nicht stimmt.

Teil 2 von 4: Mach dir die Arbeit leichter

  1. Ein einladender Arbeitsplatz ist die halbe Miete. Halte deinen Schreibtisch aufgeräumt und organisiert, dann weißt du, wo alles ist, und verschwendest keine Zeit damit, nach verschusselten Papieren zu suchen. Denk dir ein Ablagesystem aus, das zu deinen Bedürfnissen und deiner Arbeitsweise passt und organisiere deine Aufgaben danach, was heute, morgen, nächste Woche oder nächsten Monat erledigt sein muss. Zehn Minuten am Tag in die Pflege deines Arbeitsplatzes zu investieren kann einen großen Unterschied machen und dein Stresslevel bei der Arbeit enorm herunterfahren.
    • Personalisiere und individualisiere dein Büro. Pflanzen, Bilder von Familie und Freunden oder andere persönliche Gegenstände erhöhen die Zufriedenheit am Arbeitsplatz und machen ihn im besten Fall zu einer Art zweitem Zuhause.
  2. Einfach Aufgaben immer so schnell wie möglich erledigen. Mails, die nur eine Antwort von ein paar Wörtern und keine größeren Nachforschungen erfordern, Papiere, die nur schnell gefaxt werden müssen – raus damit! Danach teilst du den Rest der Aufgaben in Kategorien ein: „dringend: bis Ende der Woche erledigen“ und so weiter. Denk daran, dass jede abgeschlossene Aufgabe dir das gute Gefühl geben wird, wieder etwas geschafft zu haben. Dadurch fühlst du dich automatisch zufriedener bei der Arbeit.
    • Statt dich vor Aufgaben wie Anrufen oder Mails regelrecht zu fürchten, erledige sie auf der Stelle, wenn du gerade Zeit dafür hast. Danach wird es dir viel besser gehen, weil du das nagende Gefühl nicht den ganzen Tag mit dir mitschleppen musst.
  3. Sei stolz auf deine Arbeit. Das gilt für alle Arbeiten, vom schnellen Fax bis zum Verfassen eines hundertseitigen Reports. Professionell gestaltete Dokumente werden dir Aufmerksamkeit und Lob von Kollegen und Vorgesetzten einbringen, genauso wie ein köstliches, perfekt zubereitetes Essen für einen Gast oder ein prägnanter Vortrag über Shakespeare. Welche Arbeit du auch immer machst, sei stolz auf deine Leistung und auf die Auswirkungen, die sie auf andere Menschen hat. Jeder wird gern gelobt und mag das Gefühl von Freude und Stolz, das ein gut gemachter Job mit sich bringt.
    • Auch wenn deine Arbeit überwiegend eher monoton ist, solltest du etwas finden, auf das du stolz sein kannst. Das können kleine oder große Aspekte sein, ob du nun einen Report verfasst hast oder ein Haus gebaut hast.
  4. Behandele deine Kunden oder Klienten mit Respekt und hilf ihnen, wo du kannst. Du wirst bemerken, dass sie ihre Dankbarkeit auf unterschiedlichste Art zeigen werden. Wir alle werden gerne gebraucht und sind glücklich, wenn Leute sich bei uns bedanken, obwohl wir einfach nur unseren Job gemacht haben – oder vielleicht auch etwas mehr als das. Ob du nun in einem Büro oder einem Restaurant arbeitest, nirgendwo wird es dir helfen, wenn du unfreundlich oder herablassend gegenüber anderen Menschen bist. Du magst frustriert oder ungeduldig sein, aber du wirst dich nicht besser fühlen, wenn du es an anderen auslässt. Wenn du an deinem Arbeitsplatz glücklicher sein willst, solltest du gute Beziehungen zu den Menschen pflegen, mit denen du arbeitest.
    • Wenn dich jemand unfair oder einfach nur schlecht behandelt, ist es wahrscheinlich nicht immer möglich, einfach dazu zu lächeln. Arbeite an deiner Geduld und bring deine Emotionen unter Kontrolle, dann wird sich deine Einstellung zu deinem Arbeitsplatz sicher bald verbessern.
  5. Sei so aktiv wie möglich. Es mag sich so anfühlen, als seist du an deinem Schreibtisch festgebunden, aber das ist nicht wahr. Es gibt eine Menge Dinge, die du tun kannst, um deine körperliche Aktivität während deines Arbeitstages zu erhöhen. Und mehr körperliche Aktivität wird dich fitter und ausgeglichener machen. Das beginnt schon auf dem Weg zur Arbeit: Geh doch einfach mal zu Fuß oder fahr mit dem Rad, oder finde einen anderen Weg, der etwas mehr Bewegung erfordert – selbst wenn du nur eine Bushaltestelle weiter läufst, bevor du einsteigst. Wenn du dann einmal am Arbeitsplatz angekommen bist, kannst du die folgenden Tipps befolgen, um etwas mehr Bewegung am Arbeitsplatz zu bekommen:
    • Nimm statt des Aufzugs die Treppen
    • Geh zum Büro deines Kollegen und stell deine Frage persönlich, anstatt ständig Mails zu schreiben
    • Verlasse dein Büro, um dir auf der anderen Straßenseite einen Kaffee zu holen.
    • Geh zum Mittagessen nach draußen.
    • Besorge dir einen Stehtisch, um während der Arbeit mehr Kalorien zu verbrennen.
  6. Mach Pausen. Wenn du bei der Arbeit zufriedener sein willst, musst du dir von Zeit zu Zeit auch eine Pause von der Arbeit gönnen. Du willst dich ja schließlich nicht wie ein Sklave fühlen, der seinen Arbeitsplatz nicht verlassen darf, bevor die Arbeit erledigt ist. Studien haben ergeben, dass es sogar wichtig ist, sich spätestens nach 90 Minuten eine kleine Verschnaufpause zuzugestehen. Lass für zehn Minuten einfach mal alles stehen und liegen, entspanne deine Augen, strecke dich, gehe ein Stück, mach einen kurzen Anruf oder lies sogar ein wenig. Wenn du den Luxus genießt, ab und an eine Pause machen zu können, solltest du das auch regelmäßig tun, um dich glücklicher zu fühlen.
    • Wenn du in einem Bürogebäude arbeitest und es für deine Vorgesetzten okay ist, solltest du zusehen, dass du das Gebäude wenigstens ein oder zwei Mal am Tag verlässt.Wenn du dich eingesperrt fühlst mit all dieser abgestandenen Klimaanlagenluft und dem künstlichen Licht, kann das sehr negative Auswirkungen auf deine Laune haben. Raus mit dir an die frische Luft und in die Sonne, und es wird dir gleich viel besser gehen und du kannst deinen Tag glücklicher fortsetzen
  7. versuche Multitasking zu vermeiden. Auch wenn du vielleicht denkst, dass Multitasking dich effektiver arbeiten lässt – tatsächlich ist es erwiesen, dass es dich bremst, weil du dich nicht vollständig auf eine Aufgabe konzentrieren kannst. Du solltest also zum Beispiel erst deine Mails checken, dann wenn nötig beantworten, dann Projekt A angehen und erst danach Bericht B, damit du systematisch Dinge von deiner Liste abhaken kannst. Wenn du ständig mit fünf angefangenen Aufgaben zu kämpfen hast, wirst du viel weniger spüren, dass du etwas geleistet hast, als wenn du wenn du wenigstens ein oder zwei Projekte abgeschlossen hast.
    • Es kann hilfreich sein, zu Beginn des Tages eine To-Do-Liste zu schreiben, von der du dann im Laufe des Tages Dinge abhaken kannst. So hast du immer vor Augen, was du schon geleistet hast, und wirst dich dadurch besser fühlen.
    • Verschwende keine Zeit auf Junk-Mail. Überfliege deine Mails und lösche Kettenmails, Spaßmails und ähnliches dummes Zeugs sofort aus dem Posteingang. Bitte deine Freunde auch, dir nur an deine private Mailadresse zu schreiben. Es erhöht nur den Stress und nimmt dir die Freude an der Arbeit, wenn du mit so etwas wertvolle Arbeitszeit vergeudest, und es lenkt dich außerdem von den wichtigen Aufgaben ab.

Teil 3 von 4: Interagiere mit deinen Kollegen

  1. Halte dich von Cliquen fern, ganz besonders von solchen, in denen über Kollegen und Vorgesetzte gelästert wird: Ihre negative Einstellung entzieht dir Energie und verhindert Zufriedenheit und positive Gedanken. Sei freundlich zu allen deinen Kollegen, anstatt dich einer bestimmten Gruppe von nur drei oder vier Leuten anzuschließen und damit alle anderen vor den Kopf zu stoßen. Sonst stehst du nachher ganz alleine da, falls die Lästerer sich mal gegen dich wenden sollten. Versuche einfach, mit allen gut klarzukommen ohne dich selbst auf eine Gruppe zu limitieren, und deine Zufriedenheit wird mit deinem Netzwerk wachsen.
    • Am Anfang fühlt es sich immer gut und „in“ an, in einer Clique akzeptiert zu werden, aber langfristig endet es fast immer mit Ärger, den du nun wirklich nicht gebrauchen kannst.
  2. Lobe und kritisiere gleichermaßen. Es ist wichtig, dass du dich bemerkbar machst, wenn du Verbesserungsvorschläge hast. Aber es ist auch wichtig, es anzumerken, wenn jemand in deinem Umfeld gute Arbeit leistet. Wenn an deinem Arbeitsplatz nur immer alles falsch laufen würde, wärst du doch sicher nicht mehr dort, oder? Also lobe, wo Lob angebracht ist, auch damit du selbst positiv eingestellt bleibst und dir regelmäßig vor Augen führst, was an deinem Job alles toll ist.
    • Wenn du ständig pessimistisch und nörgelig bist, wir dir das bald einen schlechten Ruf einbringen. Einer der wichtigsten Faktoren für Zufriedenheit am Arbeitsplatz ist ein gutes Verhältnis zu den Kollegen, also achte auf deinen Ruf.
  3. Freunde dich mit deinen Kollegen an. Studien zeigen, dass du dich mit ziemlicher Sicherheit an deinem Arbeitsplatz viel wohler fühlen wirst, wenn du dir deine Kollegen zu Freunden machst. Auch wenn du denkst, dass du genug Freunde hast, du solltest deine Kollegen trotzdem kennenlernen, so dass du dich jeden Tag darauf freuen kannst, ihnen bei der Arbeit zu begegnen. Du wirst dadurch ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl zu deinem ganzen Betrieb entwickeln. Hab Zeit für deine Kollegen, plaudere mit ihnen, und bau eine persönliche Beziehung zu ihnen auf. Du kannst nicht mit jedem befreundet sein, aber zumindest mit den Menschen, die für dich wichtig sind.
    • Finde Gelegenheiten, um Kontakte zu knüpfen. Hol dir einen Kaffee oder setz dich mit deinen Kollegen zusammen in den Pausenraum, geh vielleicht sogar mit ihnen zu Mittag essen. Versuche nicht, eine Insel zu sein.
    • Wenn du einmal Leute gefunden hast, mit denen du dich gut verstehst, dann wirst du deinen Arbeitsplatz immer weniger als Strafe ansehen, die du erdulden musst, bevor du in dein eigentliches Leben zurückkehren darfst. Wer weiß, vielleicht wirst du dich sogar darauf freuen, morgens aufzustehen und zur Arbeit zu gehen, weil du es kaum erwarten kannst, mit deinen Kollegen in die Mittagspause zu gehen und ein Schwätzchen zu halten.
  4. Achte auf deine Körpersprache. Wenn du die Arme vor dem Körper verschränkst, während du mit Kollegen oder Kunden sprichst, sendest du nicht nur die falschen Signale, sondern schränkst dich auch selbst in deiner Fähigkeit ein, offen mit anderen zu kommunizieren. Kommunikation erinnert uns daran, dass wir alle menschlich sind und erzeugt so Zufriedenheit. Eine offene Körpersprache kann dazu beitragen, dass du dich auf der Arbeit wohlfühlst, weil sie die Wahrscheinlichkeit für positive Interaktionen mit deinen Kollegen erhöht.
    • Steh gerade und schau nach vorne, nicht auf den Boden. So strahlst du Zuversicht und Selbstvertrauen aus, was dir Respekt und somit ein besseres Gefühl verschaffen wird.
  5. Meide negative Menschen um jeden Preis! Kollegen, die ständig über private Probleme stöhnen und klagen, ziehen dich nur runter. So kann dein Arbeitsplatz kein guter Ort sein. Konzentriere dich auf die Menschen, die positiv und optimistisch sind, auch ihrer Arbeit gegenüber.Wenn sich nur einer deiner Kollegen zu sehr über die Arbeit beschwert, wirst auch du unbewusst anfangen nach Gründen zu suchen – und etwa eine Million davon finden – , warum dein Arbeitsplatz fürchterlich ist. Natürlich sollst du deinen Kollegen gegenüber auch aufmerksam sein, aber achte darauf, dass dir ihre Probleme nicht den Tag verderben.
    • Klatsch und Tratsch sind Gift. Wenn du bei der Arbeit zufrieden und fröhlich sein willst, lass dich nicht in Bürodramen und unproduktiven Tratsch hereinziehen. Sprich über die Dinge, die dir wichtig sind und die dich glücklich machen. Wenn du als Tratschtante verschrien bist, wirst du auch leicht zum Ziel, und das wird deiner Zufriedenheit wenig zuträglich sein.
  6. Überfordere dich nicht. Du wirst wesentlich glücklicher sein, wenn du aufhörst, ja zu sagen, wo du eigentlich nein meinst. Auch wenn du allen einen Gefallen tun willst, gib nicht immer sofort nach, wenn du sowieso schon überlastet bist. Sei ehrlich zu deinem Boss und deinen Kollegen, wenn du der Meinung bist, dass dir zuviel Arbeit aufgehalst wird, anstatt dich zu überfordern und dich regelrecht unter der Arbeit begraben zu fühlen. So wirst du ausgeglichener und kannst dich mit voller Energie auf die Dinge stürzen, die du schaffen kannst, anstatt es allen recht machen zu wollen.
    • Wenn du einem Kollegen gerne helfen würdest, es zeitlich aber einfach nicht möglich ist, sag das auch so, biete aber im Gegenzug an, dass du grundsätzlich aber jederzeit gerne bereit bist zu helfen.

Teil 4 von 4: Bewahre deine positive Einstellung

  1. Mach das beste aus jedem einzelnen Arbeitstag. Auch wenn du schon auf der Suche nach einem neuen Job bist und einfach nur deine Zeit absitzt, denke daran, dass dein Boss dir ein Arbeitszeugnis oder Empfehlungsschreiben ausstellen wird. Wenn du ein fröhlicher, ausgeglichener und qualitätsorientierter Mitarbeiter bist, wird das letztlich auch in deinem Zeugnis stehen, und das kann dir helfen, dir deinen Traumjob zu angeln. Also, setze ein fröhliches Gesicht auf, egal wie gelangweilt oder frustriert du tatsächlich bist, zumal erwiesen ist, dass es Leute auch tatsächlich glücklicher macht.
    • Du hast nicht zu verlieren, wenn du versuchst, an deinem Arbeitsplatz so zufrieden wie möglich zu sein. Wenn du negativ, nörgelig und motzig deinen Kollegen gegenüber bist, fühlst du dich nur noch schlechter.
  2. Finde einen Sinn in deiner Arbeit. Ein wichtiger Weg, um mit seiner Arbeit zufrieden zu sein, ist, einen Sinn darin zu erkennen. Du musst keine Wohlfahrtsorganisation leiten, um zu merken, dass du Einfluss auf anderer Leute Leben hast. Ob Kellner, Lehrer oder Manager eines Unternehmens, jeder muss für sich einen Sinn in seiner Arbeit finden. Vielleicht hilfst du Menschen – Schülern, Kunden oder Klienten. Wenn es dir nicht gelingt, deinen persönlichen Sinn zu finden, wird es sehr schwierig werden, bei der Arbeit Zufriedenheit zu empfinden.
    • Ein Großteil deiner Arbeit mag dir wie eine bloße Schinderei erscheinen, und dadurch kannst du den Blick für das große Ganze verlieren. So kannst du als Lehrer zum Beispiel so viel Zeit damit verbringen, Arbeiten zu korrigieren, dass du vergisst, dass du Kindern die Liebe zur Literatur oder die Fähigkeit zu argumentieren beibringst. Nimm dir einen Moment dir zu vergegenwärtigen, warum deine Arbeit etwas bewirkt und du kannst zusehen, wie deine Zufriedenheit darüber zunimmt.
  3. Fokussiere nicht zu stark aufs Geld. Klar fühlt es sich nicht gut an, unterbezahlt zu sein und ständig zu denken, dass du langsam mal eine Gehaltserhöhung verdient hättest, aber du kannst dich von diesen Gefühlen nicht kontrollieren lassen. Rechne den Preis deines Mittagessens mit deinen Kollegen nicht in Arbeitsstunden nach. Wenn du anfängst, so zu denken, wirst du irgendwann verzweifeln. Mach ein größeres Budget auf und halt dich daran, anstatt über jeden einzelnen Euro nachzugrübeln.
    • Wenn du natürlich wirklich überqualifiziert und unterbezahlt bist, solltest du vielleicht über eine berufliche Veränderung nachdenken, und dir einen Job suchen, der besser bezahlt wird und deinen Fähigkeiten besser entspricht. Du kannst auch nach einer Gehaltserhöhung fragen, wenn du meinst, dass du sie verdienst. Behalte aber im Hinterkopf, dass das bisschen zusätzliche Geld dich wahrscheinlich nicht für lange glücklich machen wird.
  4. Denke an die Menschen, die dich brauchen. Wenn deine Arbeit dich herunterzieht, nimm dir eine Minute und denk an die Menschen, die auf dich angewiesen sind. An deine Schüler, deine Kellnerkollegen, die Leute im Büro, oder wer auch immer in deinem Arbeitsleben dich möglicherweise braucht. Denke darüber nach, was passieren würde, wenn du morgen einfach mal nicht auftauchen würdest – oder gar nicht mehr. Viele Menschen wüssten gar nicht, was sie ohne dich tun sollen. Erinnere dich selbst daran, wie wertvoll du bist, wenn du das nächste Mal zweifelst, ob dein momentaner Job der richtige für dich ist.
    • Du kannst dir auch einen Moment nehmen, um an all die Menschen zu denken, die du brauchst. Das wird dir zeigen, dass du Teil einer solidarischen Gemeinschaft bist, und dass du und deine Kollegen einander braucht.
  5. Belohne dich selbst für gute Arbeit. Produktivität ist wichtig, Wohlbefinden aber auch. Wenn du bei der Arbeit glücklicher sein willst, solltest du dich selbst regelmäßig belohnen, wenn du eine bestimmte Aufgabe erfüllt hast oder einfach nur einen Tag erfolgreich hinter dich gebracht hast. Plane eine Happy Hour nach einer ganzen reihe von stressigen Meetings. Gönn dir einen Schokokeks, wenn du deine beiden härtesten Unterrichtsstunden hinter dir hast. Lies zehn Minuten lang deine Lieblingsklatschzeitung, wenn du einen komplizierten Bericht abgeliefert hast. Finde für dich selbst heraus, was dich motiviert, wenn du es dir selbst als Belohnung für eine erledigte Aufgabe oder nach einem harten Tag versprichst.
    • Mit einer solchen Belohnung hast du auch etwas, worauf du dich den ganzen Tag freuen kannst. Möglicherweise gibt es dir Schwung und macht dich effizienter wenn du weißt, dass ein romantisches Dinner mit deinem Schatz auf dich wartet, wenn du erstmal mit deinem Arbeitstag fertig bist.
  6. Nimm dir Zeit für Familie und Freunde. Egal wie beschäftigt du bist, für manche Menschen muss einfach immer Zeit bleiben. Wenn du all deine Energie bei der Arbeit dafür aufwendest, über die Arbeit zu schimpfen, wirst du es nicht schaffen, für einen Moment innezuhalten und das Leben zu genießen. Wenn du eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Freizeit schaffen willst, solltest du sicherstellen, dass du wenigstens einmal in der Woche mit einem lieben Menschen sprichst. Persönlich oder übers Telefon, aber mindesten einmal pro Woche, um die Verbindung zu denen nicht zu verlieren, die dir wichtig sind und mit der Außenwelt in Kontakt zu bleiben. Je mehr Liebe, Familie und Freundschaft du in deinem Leben hast, desto zufriedener kannst du auch an die Arbeit gehen.
    • Wenn du nicht einmal mehr Zeit findest, einen alten Freund anzurufen, frage dich, ob es andere Dinge gibt, von denen du ein Scheibchen Zeit abschneiden kannst, um die Dinge zu tun, die dir wirklich am Herzen liegen. Schau eine halbe Stunde weniger fern, surfe etwas weniger bei Facebook herum und drücke morgens nicht zigmal auf die Schlummertaste des Weckers, und widme deine Zeit wichtigeren Dingen.
  7. Wisse, wenn es so einfach nicht mehr weitergehen kann. Es gibt zwar viele Dinge, die du tun kannst, um mit deiner Arbeit zufriedener zu sein, aber es mag der Zeitpunkt kommen, an dem du merkst, dass dich nichts mehr wirklich mit ihr glücklich sein lässt. Vielleicht wirst du schlecht behandelt. Vielleicht tust du etwas, an das du eigentlich gar nicht glaubst, anstatt deiner Bestimmung zu folgen. Vielleicht fühlst du dich ausgebrannt und uninspiriert. Wenn du zu dem Schluss gekommen bist, dass nichts, was du veränderst, dich in deinem jetzigen Job wirklich zufrieden machen kann, solltest du dich tatsächlich nach einem anderen Job umsehen, der dir etwas bedeuten könnte.
    • Es ist einfacher gesagt als getan, dass du bei der momentanen Arbeitsmarktsituation einfach mal so deinen Traumjob finden sollst. Aber es kann dir Hoffnung und Zuversicht geben, es wenigstens zu versuchen.

Warnungen

  • Wenn du bisher eher negativ, nörgelig und unprofessionell warst, wird es eine Weile dauern, bis sich die Menschen in deinem Umfeld an dein neues und glücklicheres Ich gewöhnen. Halte durch und denk daran, dass dein Glück in deiner Hand liegt, bei der Arbeit, zuhause, oder wo auch immer. Glücklichsein ist eine Einstellung und eine bewusste Entscheidung. Triff die richtige Wahl!
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