Umweltfreundliches Verhalten im Job

Wenn du bereits Zuhause umweltfreundlich lebst, ist es nur natürlich, ähnliche Maßnahmen an der Arbeit zu ergreifen, sowohl um Energie zu sparen, als auch um eine gesündere Arbeitsumgebung zu schaffen. Wenn deine Umgebung angenehmer für dich, energieeffizient und umweltfreundlich ist, wird dies deine Freude an deinem Arbeitsplatz erhöhen und seinen Einfluss auf die Umwelt als Ganzes verringern. Energie- und ressourcen-effizient zu sein und sich um die Verbesserung der Gesundheit und des Wohlergehen der Arbeitsumgebung zu kümmern, reduziert auch die Kosten für den Betrieb einer Firma. Es ist Zeit, an der Arbeit „umweltfreundlich zu werden“ und hier lernst du wie.

Vorgehensweise

  1. Fühl dich verantwortlich. Du musst kein Teil des Managements sein, um einen Wechsel anzuregen. Deine Rolle als jemand, dem es wichtig ist, die Energieeffizienz und Gesundheit seines Arbeitsplatzes zu verbessern, ist genauso wichtig wie die der großen Entscheidungsträger. Tatsächlich ist eine Veränderung von unten oft effektiver, da jeder „Zustimmung“ zeigen kann. Und nur weil du die Kaufentscheidungen nicht fällst, bedeutet dies nicht, dass du sie nicht beeinflussen kannst. Informiere dich, erkläre dem Management die finanziellen Einsparungen und entfache auch den Enthusiasmus deiner Kollegen. Erzähle ihnen von den Studien, die zeigen, dass ein glücklicherer Arbeitsplatz produktiver und kreativer ist und es dort weniger Fehlzeiten gibt. Ermuntere sie, einen Schritt weiter zu gehen und zu überlegen, wie sie nachhaltiges Glück für die Arbeitsumgebung schaffen können. Finde die Informationen, mache es vor und erschaffe den Impuls, weil es dir wichtig ist.
  2. Spare bei der Computerenergie. Für viele Menschen mit Schreibtischjobs ist der Computer wichtig, um ihre Arbeit zu erledigen. Aber diese „Effizienz“ hat einen Preis – es wird geschätzt, dass jedes Jahr über $1 Milliarde Dollar nur durch die Computernutzung für Elektrizität verschwendet wird! Um Energie bei der Computernutzung zu sparen, kannst du:
    • in einen energiesparenden Computer, Monitor und Drucker investieren – du kannst diese Computer einfach finden, das Energy Star Siegel aus den USA gibt es auch in Europa.
    • Wechsle zu energiesparenden Einstellungen – die Climate Savers Computing Initiative empfiehlt folgende Einstellungen:
      • Monitor und Display Sleep-Modus: Nach 15 Minuten oder weniger abschalten;
      • Festplatten und Hard Disk Sleep-Modus abschalten: 15 Minuten oder weniger; und
      • System Standby oder Sleep-Modus: Nach 30 Minuten oder weniger.
    • Den Computer auf Sleep-Modus stellen, wenn du kurz weg bist, ist eine gute Idee. Verwende keinen Bildschirmschoner – sie nutzen Energie eher, als dass sie sie sparen. Du solltest dich eher auf die Energiemanagement Eigenschaften verlassen, um auf den niedrigsten Energieverbrauch bzw. den Sleep-Mode zu stellen. Ein Computer im Sleep-Modus kann 60-70% Energie sparen.
    • Mach deinen Computer immer aus, wenn du nicht daran arbeitest, vor allem wenn du gehst. Und beachte, dass es deinen Computer nicht abnutzt, wenn du ihn an- und ausstellst.
    • Wechsle zu einem Laptop oder Thin Client. Laptops und Thin Clients verwenden weniger Energie als Desktop Computer.
  3. Schalte alle Peripheriegeräte ab, wenn du sie nicht verwendest. Peripheriegeräte wie Drucker, Videokarten, Lautsprecher und Scanner verbrauchen Energie, auch wenn du sie nicht verwendest. Ziehe den Stecker und spare Energie.
    • Ziehe den Stecker von Netzadaptern, wenn sie nicht verwendet werden.
    • Ziehe den Stecker von Batterieladegeräten und anderen Ladegeräten, wenn der Ladevorgang abgeschlossen ist, da sie sonst immer noch Energie verbrauchen.
    • Einen Mehrfachstecker als zentralen Abschaltpunkt zu verwenden, kann die Anzahl der nötigen Ausschaltungen verringern.
  4. Reduziere die Nutzung des Druckers. Der Drucker wird mit am häufigsten in einem Büro verwendet. Jeden Tag spuckt er Tonnen an wichtigen Faxen, E-Mails und anderen Dokumenten aus. Hier sind einige Tipps, wie dein Druckergebrauch ökologischer werden kann:
    • Versuche, farbige Drucke zu vermeiden – lerne, wie man die Kosten bei einem Farbdrucker reduzieren kann.
    • Verwende einen Drucker, der beidseitig drucken kann. Wenn dein Arbeitsplatz keinen hat, bitte darum, dass solch ein Drucker dem Netzwerk hinzugefügt und für die großen Druckaufträge verwendet wird.
    • Drucke im Draftmodus. Versuche zudem, mehr Bildschirmseiten auf eine Papierseite zu drucken. Zwei Bildschirmseiten pro gedruckter Seite sind immer noch lesbar. Wenn du das doppelseitig machst, also vier Bildschirmseiten pro Papierseite – dann sparst du viel Papier!
    • Recycle Tinten- und Tonerpatronen – lerne, wie man Druckerpatronen auffüllt und wiederverwendet.
    • Versuche, ein Mehrzweck-Gerät zu verwenden. Dies ist eine Kombination von Drucker/Scanner/Kopierer in einem. Wenn es den Energy Star hat, kann es Energie und Platz sparen.
  5. Reduziere deinen Papiermüll. Musst du jede E-Mail und jedes Merkblatt ausdrucken? Reduziere Papiermüll, indem du wann immer möglich auf Papier verzichtest. Du kannst versuchen:
    • Kopien wichtiger E-Mails, Dateien etc. auf deinem Computer zu speichern.
    • Altes Papier mit Platz darauf zu verwenden, um kleine Dokumente zu drucken.
    • Keine extra Kataloge oder Magazine ins Büro schicken zu lassen. Verwende ein Teilsystem, bei dem interessantes Material in den Ablagen geteilt wird. Dies spart Papier und Geld.
    • Deinen Scheck direkt hinterlegen zu lassen. Eine direkte Überweisung auf dein Konto spart Papier.
    • Firmen Updates per E-Mail anstatt per Post zu schicken.
    • Überprüfe Dokumente online, anstatt sie auszudrucken. Man hört oft, dass jemand behauptet, er könne am Computer nicht lesen. Aber es ist eine erlernbare Fähigkeit wie die meisten Arbeitsfähigkeiten und mit Übung kann man das meiste am Computer lesen und muss nur im Notfall etwas ausdrucken. Wenn du Probleme mit den Augen hast, sprich mit deinem Arzt.
  6. Setze bei deinem Papierverbrauch Prioritäten. Wenn du jeden Tag Papier verwendest, kannst du ökologisch handeln. Hier sind einige Dinge, die du tun kannst:
    • Kaufe recyceltes und chlorfreies Papier.
    • Versuche es mit Papier aus biologischen Produkten wie Bambus, Baumwolle oder Hanf.
    • Drucke auf beide Seiten des Papiers.
    • Zerschreddere altes Papier, um es als Füllmaterial zu verwenden.
    • Sammle alte Boxen und verwende sie wieder.
    • Verwende altes Papier als Schmierpapier oder für Notizen. Verwende Fehldrucke als Schmierpapier oder sende einen Packen zur Tagestätte oder Schule deines Kindes für den Kunstunterricht.
  7. Verringere den Energieverbrauch. Neben der Reduzierung des Energieverbrauchs von Computer und Peripheriegeräten gibt es auch weitergehende Möglichkeiten, den Energieverbrauch an der Arbeit zu verringern:
    • Ersetze die Glühbirnen deiner Schreibtischlampe und der Deckenlampe (wo möglich) durch Kompaktleuchtstofflampen, die den Energy Star haben. Diese Glühbirnen verwenden 75% weniger Energie als weißglühende Lampen und halten bis zu 10 Mal so lange.
    • Mach die Lichter aus, wenn niemand einen Büroraum, einen Konferenzraum, deinen Arbeitsplatz oder das ganze Büro in der Nacht verwendet. Wenn die Lichtkontrollen automatisch kontrolliert werden, dann sprich mit dem Gebäudemanagement, so dass nur noch genügend Licht für Sicherheitszwecke an ist, aber nicht das ganze Gebäude hell beleuchtet wird.
    • Wenn es kalt ist, öffne die Jalousien, um Wärme hinein zu lassen. Wenn es kalt ist, schließe die Jalousien, um die Hitze der Sommersonne abzuwehren.
    • Lasse Lüftungsflügel frei von Papier oder anderen Sperren, um die Luft frei fließen zu lassen.
    • Verwende ein programmierbares Thermostat, das den Energy Star hat, um das Heizen und Kühlen im Gebäude automatisch zu kontrollieren, so dass Energieverschwendung vermieden wird.
    • Besorge einen Wasserkühler mit Energy Star. Diese verbrauchen halb so viel Energie wie Standardgeräte.
  8. Sorge für eine gesunde Luftzirkulation. Es ist schon schlimm genug, dass du dir über Luftverschmutzung Gedanken machen musst, wenn du nach draußen gehst. Aber es ist auch wichtig, wenn du drinnen arbeitest. Wenn du in einem Büro, einer Arbeitsnische oder Werkstatt arbeitest, verbringst du die meiste Zeit drinnen. Eine kanadische Studie hat ergeben, dass die Menschen 96% ihrer Zeit Zuhause drinnen verbringen und über 83% ihrer Zeit an der Arbeit oder Schule in einem Gebäude sind , was 40 oder mehr Stunden an deinem Schreibtisch, in deinem Büro oder in deiner Arbeitsnische sind. Hier sind einige Ideen, wie du für eine gesunde Luftzirkulation in deinem Büro sorgen kannst:
    • Verwende ungiftige Reinigungsprodukte. Feuchte Tücher reichen meist, um staubige Arbeitsplätze zu reinigen.
    • Öffne dein Fenster, um die Luftzirkulation zu verbessern. Wenn du die Fenster nicht öffnen kannst, mach über den Tag verteilt Pausen an der frischen Luft.
    • Rauche nicht in oder nahe beim Büro.
    • Bring keine Sprühdosen mit an die Arbeit.
    • Verwende einen Luftreiniger, um Verunreinigungen loszuwerden.
  9. Begrüne deinen Schreibtisch, deine Arbeitsnische, dein Büro. Kauf eine Pflanze und stelle sie auf oder neben deinen Schreibtisch. Oder noch besser, kauf Pflanzen für all deine Nachbarn. Sie sehen dies nicht nur als eine freundliche Geste, sie werden auch bessere Luft zum Atmen haben! Pflanzen nehmen Luftverschmutzungen auf und verstärken den Sauerstoffstrom, also hol dir ein grünes Accessoire für deinen Schreibtisch! Lies WikiHows Artikel darüber, wie du die passende Pflanze fürs Büro findest.
  10. Recycle. Es gibt viele Dinge in deinem Büro, die du recyceln kannst. Wenn es keine Recyclingstation an deinem Arbeitsplatz gibt, starte deine eigene! Du kannst ein paar Eimer besorgen und Recycling-Richtlinien aufhängen. Einige davon können das Recyceln folgender Dinge beinhalten:
    • Papierprodukte wie Kopierpapier, Umschläge, Magazine etc.
    • Kartons von versandten Produkten;
    • Dosen und Plastikflaschen;
    • Alufolie;
    • Plastiktaschen:
    • Tintenpatronen; und
    • essbare Produkte (siehe den nächsten Punkt).
  11. Iss biologisch und gesund. Jeder freut sich auf die Mittagspause. Du kannst jedes Jahr eine Menge Geld sparen (etwa €2300), wenn du nicht jeden Tag zum Essen gehst, sondern dir dein eigenes Mittagessen vorbereitest. Folge diesen Tipps, um gesündere, biologischere Essgewohnheiten zu entwickeln:
    • Verpacke dein Mittagessen in einem wiederverwendbaren Beutel oder einer Box. Bentoboxen sind sehr beliebt und ermöglichen eine leckere, gesunde Zusammenstellung bei jedem Mittagessen.
    • Wenn du dein Mittagessen in einem Papier- oder Plastikbeutel aufbewahrst, dann recycle ihn. Plastikbeutel kann man auswaschen und über Nacht kopfüber trocknen lassen.
    • Verwende Behälter, Tassen und Besteck, die gewaschen und wiederverwendet werden können.
    • Wechsle zu biologischen Nahrungsmitteln und Getränken.
    • Trink vom Wasserspender, anstatt Wasserflaschen mitzubringen. Du kannst deine eigene haltbare, wiederverwendbare Wasserflasche zum Nachfüllen mitbringen.
    • Recycle deine Dosen, Flaschen und Alufolie.
    • Verwende eine waschbare Serviette anstatt Papiertücher.
    • Geh zu einem Restaurant mit gesundem Essen, wenn du dein Mittagessen vergessen hast.
  12. Reise umweltfreundlich. Der erste Teil deines Arbeitstages beginnt mit der Anreise zur Arbeit und für viele Menschen bedeutet dies Fahren. Autos stoßen Tonnen an Kohlendioxidgasen aus und sorgen so für Treibhausgase. Häufig in einen Stau zu geraten erhöht zudem dein Stresslevel. Hier sind einige Ideen, wie du umweltfreundlich zur Arbeit kommen kannst:
    • Trete einer Fahrgemeinschaft bei.
    • Fahre mit der Bahn, dem Bus oder der U-Bahn.
    • Fahre mit dem Fahrrad oder geh zu Fuß, wenn du nahe genug lebst.
    • Investiere in ein umweltfreundliches Auto wie einen Hybriden.
    • Reduziere deine Fahrzeit, indem du Telearbeit machst oder von Zuhause aus arbeitest, wann immer das möglich ist. Diese Möglichkeit ist für immer mehr Bürojobs möglich und wenn dein Arbeitsplatz dies zulässt, schau, ob du es einen Teil der Woche so machen kannst.
  13. Sage es weiter. Am leichtesten bleibst du bei deinem Plan, wenn du andere ins Boot holst. Teile deine Methoden und dein Wissen mit deinem Chef und den Kollegen. Du kannst dies tun, indem du:
    • Ein Ökoteam ins Leben rufst. Die amerikanische Umweltschutzbehörde schlägt die Bildung von Ökoteams mit allen Mitarbeitern vom Chef bis zum Praktikanten und dem Ziel vor, das Büroebäude zum ökologischsten des Landes zu machen!
    • Das Büro ermunterst, ein Recyclingprogramm zu starten.
    • Kohlenstoffkredite kaufst.
    • Ökologische Büroprodukte kaufst.
    • Einen Fahrgemeinschaft-Kalender ins Leben rufst.
    • Ökologische Aktionen interessant machst! Sorge dafür, dass sich jeder sein Mittagessen mitbringt und zusammen isst. Man kann nicht nur leckeres Essen teilen, sondern lernt seine Kollegen auch außerhalb des Arbeitsstresses kennen.

Tipps

  • Wenn dein Arbeitsplatz eine Veranstaltung abhält, dann sollte dies auf alle Fälle eine ökologische Veranstaltung sein.
  • Denk auch an andere Arbeitsgeräte, die ökologisch sein können. Achte zum Beispiel auf recycelte oder ökologische Laptoptaschen, Stoffbeutel, Handgelenksstützen, Stühle etc. Sogar Elektrokabel können ökologisch sein.
  • Die Energie, die ein Gebäude aufbringen muss, um einen Tag einen Arbeiter zu versorgen, entwickelt zweimal so viele Treibhausgase wie die Fahrt an die und von der Arbeit dieses Angestellten.Darüber hinaus gibt es allein in den USA fast 5 Millionen Gebäude, die fast $100 Milliarden an Energie konsumieren.Wenn du eine Firma besitzt oder Einfluss auf die Örtlichkeit hast, dann suche nach einem Energy Star-zertifizierten Gebäude. Als Alternative kannst du herausfinden, ob sich das aktuelle Gebäude für ein EPA Energy Star-Zertifikat eignet.
  • Verwende ökologische Reinigungsmittel in der Arbeitsküche, für die Schreibtische, die Computer und die Toiletten.
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