Affirmationen wirksam nutzen

Affirmationen sind positive Aussagen oder Skripte, die das Unterbewusstsein konditionieren können, um Dir dabei zu helfen, eine positivere Wahrnehmung von Dir selbst zu erhalten. Affirmationen können Dir dabei helfen, schädliches Verhalten zu verändern oder Ziele zu erreichen, und sie können auch dabei helfen, Beeinträchtigungen durch negative eigene Skripte, also diese Dinge, die wir (oder andere) uns wiederholt einreden und die zu einer negativen Selbstwahrnehmung beitragen, rückgängig zu machen. Affirmationen sind leicht zu erstellen und zu verwenden, aber Du musst mit Leib und Seele dabei sein, damit sie funktionieren.

Teil 1 von 2: Den Inhalt Deiner Affirmationen festlegen

  1. Denke über Deine positiven Eigenschaften nach. Wir konzentrieren uns selten auf die Dinge, die wir wirklich an uns selbst mögen, statt dessen beschäftigen wir uns mit den Dingen, die wir gerne ändern möchten. Eine Bestandsaufnahme hilft Dir dabei, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Das Verwenden dieser Affirmationen hilft Dir, die Person zu schätzen, die Du bereits bist, und gibt Dir das Selbstvertrauen, das Du brauchst, um die Affirmationen dessen anzuerkennen, wer Du werden willst.
    • Erstelle eine Bestandsaufnahme Deiner besten Qualitäten, Fähigkeiten und anderen Eigenschaften: Bist Du wunderschön? Schreib es auf! Arbeitest Du hart? Notiere es Dir.
    • Schreibe jede Eigenschaft in einem kurzen Satz nieder. Beginne mit "Ich" und schreibe in der Gegenwartsform: z.B. "Ich bin wunderschön" oder "Ich bin großartig".
  2. Diese Aussagen sind Affirmationen, wer Du bist.
  3. Denke darüber nach, welchen negativen Skripten Du entgegenwirken oder welche positiven Ziele Du erreichen willst. Affirmationen können extrem hilfreich sein, um negativen Wahrnehmungen entgegenzuwirken, die Du über Deine Erscheinung, Deine Fähigkeiten oder Dein Potenzial (wir bezeichnen diese Arten von Affirmationen als "Gegen-Skripte") entwickelt hast. Affirmationen können auch dabei helfen, bestimmte Ziele zu erreichen, wie z.B. abzunehmen oder das Rauchen aufzugeben. Erstelle eine Liste Deiner Ziele oder der beeinträchtigenden Vorstellungen über Dich selbst, die Du ändern möchtest.

Teil 2 von 2: Affirmationen verwenden

  1. Erstelle Prioritäten für die Liste der Dinge, an denen Du arbeiten möchtest. Du stellst vielleicht fest, dass Du eine Menge Ziele hast oder dass Du viele Gegen-Skripte brauchst. Am Besten ist es jedoch, sich auf nur wenige Affirmationen gleichzeitig zu konzentrieren, suche Dir also diejenigen aus, die am Wichtigsten oder am Dringendsten sind und arbeite zuerst mit diesen. Sobald Du eine Verbesserung in diesen Bereichen erkennst oder diese Ziele erreichst, kannst Du neue Affirmationen für neue Dinge auf Deiner Liste entwickeln. Du kannst versuchen, zu jeder Zeit so viele Affirmationen zu verwenden wie Du willst, aber starte für den Anfang mit der Verwendung von höchstens fünf.
  2. Schreibe Deine Affirmationen auf. Im ersten Schritt bekommst Du viel Übung im Schreiben von Affirmationen über Deine positiven Eigenschaften in der Gegenwart. Du kannst diese allein als Gegen-Skript verwenden oder Du kannst andere Affirmationen hinzufügen, um Dein Verhalten in der Zukunft zu beeinflussen. Die Affirmationen, die Du verwendest, um Änderungen in der Zukunft zu beeinflussen, sollten der gleichen grundlegenden Form entsprechen wie diejenigen, die Du davor schon geschrieben hast. Beginne auch hier wieder mit "Ich" und sei kurz, klar und positiv. Es gibt zwei Arten von zukunftsorientierten Affirmationen, die Du in Bezug auf Ziele verwenden kannst:
    • "Ich kann"-Aussagen: Schreibe eine Aussage auf, die die Tatsache bekräftigt, dass Du Dein(e) Ziel(e) erreichen kannst. Wenn Du z.B. mit dem Rauchen aufhören möchtest, dann ist eine Aussage wie "Ich kann mit dem Rauchen aufhören" ein guter Anfang. Viele Experten empfehlen, dass Du jede Art negativer Assoziation vermeidest, dass Du also statt dessen etwas sagen würdest wie "Ich kann mich selbst vom Rauchen befreien" oder "Ich kann rauchfrei werden".
    • "Ich werde"-Aussagen: Schreibe eine Aussage, die bekräftigt, dass Du heute tatsächlich Deine Fähigkeit, Dein Ziel zu erreichen, "verwendest". Um beim Beispiel von oben zu bleiben, könntest Du sagen "Ich werde heute rauchfrei sein" oder "Ich werde heute weniger Zigaretten rauchen als gestern". Und wieder sollte die Affirmation in einer positiven Sprache sein und einfach ausdrücken, was Du heute tun wirst, um Dein längerfristiges Ziel zu erreichen.
  3. Verbinde einige Deiner positiven Eigenschaften mit Deinen Zielen. Welche der positiven Eigenschaften, die Du im ersten Schritt affirmiert hast, helfen Dir bei der Erreichung des Ziels, das Du Dir gesetzt hast? Wenn Du beispielsweise mit dem Rauchen aufhörst, brauchst Du vielleicht Willenskraft oder Mut, oder Du musst vielleicht über den Umstand nachdenken, dass Du wunderschön bist oder dass Dir Deine Familie wichtig ist. Wähle zwei oder drei dieser Affirmationen, um Deine auf Dein Ziel ausgerichteten Affirmationen zu unterstützen.
  4. Mache Deine Affirmationen sichtbar, damit Du sie verwenden kannst. Wiederholung ist der Schlüssel, um Affirmationen wirksam zu machen. Du möchtest mehrere Male am Tag über Deine Affirmationen für Dich selbst nachdenken, und zwar jeden Tag. Es gibt verschiedene Möglichkeiten dafür:
    • Mache es Dir zum Prinzip, jeden Morgen nach dem Aufwachen und jeden Abend vor dem Schlafengehen Deine Affirmationen in ein Heft oder ein Tagebuch zu schreiben. Wiederhole in diesen Zeiten auch die Affirmationen für Dich selbst. Idealer Weise sollten Deine Affirmationen das Erste sein, an das Du denkst, wenn Du aufwachst, und das Letzte, bevor Du schlafen gehst.
    • Meditiere über Deine Affirmationen. Schließe Deine Augen, ziehe Dich vom Rest der Welt zurück und denke über Deine Affirmationen nach. Sage und wiederhole die Worte, aber denke daran, was die Worte für Dich bedeuten; denke an die Zukunft und versuche die Gefühle zu fühlen, die diese Affirmationen in Dir wecken.
    • Hinterlasse an verschiedenen Stellen Erinnerungskärtchen. Verwende Karteikärtchen oder Klebenotizen, um Deine Affirmationen aufzuschreiben (eine je Karte). Erstelle für jede Affirmation mehrere Karten und hinterlasse diese Karten dann da, wo Du sie siehst: platziere eine da, wo Du am Küchentisch sitzt, klebe eine auf das Lenkrad Deines Autos, schiebe eine in die Schublade Deines Schreibtischs oder klebe eine auf den Monitor Deines Computers, etc. Jedes Mal, wenn Du die Karte siehst, lies sie und denke darüber nach, was sie bedeutet.
    • Trage Deine Affirmationen bei Dir. Erstelle eine Liste Deiner Affirmationen und stecke sie in Deinen Geldbeutel oder Deine Brieftasche. Wenn Du einen Muntermacher benötigst oder Du feststellst, dass Du im Begriff bist, von Deinem Ziel abzuweichen, dann hole Deine Affirmationen heraus und lies sie.
  5. Fahre damit fort, Deine Affirmationen zu verwenden. Je mehr Du etwas affirmierst, desto stärker wird Dein Verstand sie akzeptieren. Wenn Du versuchst, ein kurzfristiges Ziel zu erreichen, dann verwende Deine Affirmationen, bis Du es erreicht hast. Wenn Du Affirmationen einfach als Gegen-Skript verwenden willst, dann verwende jede so lange, wie Du magst.

Tipps

  • Affirmationen können in Kombination mit Visualisierungen verwendet werden, um die Wirksamkeit beider zu erhöhen. Indem Du Deine Affirmationen visualisierst, kann Du sie in Deinem Kopf realer machen. Benutze Deine mentale Vorstellungskraft, indem Du möglichst viele Deiner fünf Sinne (Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken) mit einbeziehst.
  • Wenn Du es schwierig findest, daran zu glauben, dass sich eine Affirmation manifestiert, dann füge der Affirmation "Ich wähle" hinzu. Z.B. "Ich wähle, mein Idealgewicht zu haben" oder "Ich entscheide mich, mühelos und mit Leichtigkeit ein gesundes Gewicht zu halten".
  • Verbinde positive Gefühle mit Deinen Affirmationen. Denke darüber nach, wie es sich anfühlt, wenn Du Dein Ziel erreichst, oder denke darüber nach, wie gut es sich anfühlt, zu wissen, dass Du etwas gut kannst. Das Gefühl ist der Treibstoff, der Affirmationen noch kraftvoller macht.
  • Bitte Freunde, Dir eine Version Deiner Affirmation zu sagen. Zum Beispiel "Marianne, Du isst so gesunde Mahlzeiten. Du musst Dich großartig fühlen." Selbstsuggestionen sind wertvoll, weil sie Dich von der Abhängigkeit der Anerkennung von anderen befreien, aber Affirmationen von deren können genauso vorteilhaft sein wie negative Skripte von anderen schädlich sind.
  • Vielleicht möchtest Du eine Affirmation als Passwort einsetzen. So wirst Du sie häufig benutzen. Stelle einfach sicher, dass das Passwort nicht zu etwas Wichtigem gehört.
  • Wenn Du nicht möchtest, dass andere Leute von Deinen Affirmationen wissen, dann platziere Deine Erinnerungen einfach an unauffälligen Orten. Es ist jedoch wichtig, dass "Du" sie häufig siehst, oder Du wirst keinen Nutzen von ihnen haben.

Warnungen

  • Lass andere Leute nicht Dein Richter sein. Einige Leute sehen in Allem das Negative und haben die Tendenz, solche Dinge zu sagen wie "Ich glaube nicht, dass Du das schaffst". Lass sie nicht Deinen Geist schwächen, höre ihnen einfach nicht zu.
  • Lass Dich nicht entmutigen, wenn Deine Affirmationen am Anfang nicht zu helfen scheinen. Denke statt dessen darüber nach, wie Du sie verwendest. Glaubst Du wirklich daran? Wenn Du nicht an das glaubst, was Du als Affirmation aufgeschrieben hast, können sie dennoch wirksam sein, es wird allerdings länger dauern. Wenn Du keine Lust mehr hast zu warten, dann stelle sicher, dass Deine Ziele erreichbar sind und setze eine vernünftige Erwartung, wann Du sie erreichen willst. Verwende Affirmationen, um negativen Skripten entgegenzuwirken oder um kleine Ziele zu erreichen, und Du wirst schließlich das Selbstvertrauen entwickeln, größere Probleme zu bewältigen.
  • Affirmationen sind keine schnelle Lösung für alle Deine Probleme. Erwarte kein Wunder, vor allem nicht über Nacht. Es hat vielleicht Jahre gedauert, bis Du negative Skripte in Deinem Selbstbild akzeptiert hast; und es braucht auch Zeit, um das wieder zu verändern.
  • Wenn Du feststellst, dass Du die Worte Deiner Affirmationen einfach nachplapperst, anstatt Dich auf deren Bedeutung zu konzentrieren, dann ändere Deine Affirmationen. Du kannst natürlich weiterhin die gleichen Ziele oder Eigenschaften affirmieren, aber das Umformulieren Deiner Affirmationen kann helfen, deren Wirksamkeit zu erneuern.
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