Gute Eltern sein

Vater/Mutter zu sein ist die erfüllendste Erfahrung, die man als Mensch haben kann. Das Allerwichtigste, was du deinem Kind geben kannst, ist das Gefühl geliebt zu werden. Denke immer daran, dass du nicht unfehlbar sein musst, um eine „perfekte“ Mutter/ ein „perfekter“ Vater zu sein.

Teil 1 von 7: Deine Liebe und Zuneigung ausdrücken

  1. Zeige deine Liebe und Zuneigung:
    • Schon mit einer liebevollen Umarmung, ein wenig Ermutigung, Wertschätzung, Zustimmung oder auch nur einem Lächeln kannst du sehr viel für das Selbstbewusstsein und Wohlbefinden deines Kindes tun. Denn leider suchen viele Kinder gerade diese Dinge vergeblich bei ihren Altersgefährten.
    • Sage deinem Kind jeden Tag, dass du es liebst.
    • Nimm es oft in den Arm und gib ihm hin und wieder ein Küsschen.
    • Liebe dein Kind bedingungslos - es sollte nicht deinem Wunschbild entsprechen müssen, um deine Liebe zu gewinnen. Dein Kind muss wissen, dass du es immer lieben wirst, ganz gleich, was kommen mag.

Teil 2 von 7: Dein Kind loben

  1. Lobe dein Kind:
    • Vermeide es dein Kind mit anderen zu vergleichen, ganz besonders mit seinen Geschwistern oder nahen Verwandten. Jedes Kind für sich ist besonders und einzigartig. Schätze seine Besonderheiten und entfache in ihm den Wunsch, seinen Interessen und Träumen zu folgen. Denn dies zu versäumen kann bei deinem Kind zu Minderwertigkeitskomplexen und dem Gefühl, dir nichts recht machen zu können, führen.
    • Bringe deinem Kind bei, dass es in Ordnung ist anders zu sein, und dass es nicht den Vorstellungen anderer entsprechen muss. Lasse dein Kind schon früh lernen, was richtig und was falsch ist, und es wird später meist in der Lage sein, eigene gute Entscheidungen zu treffen, anstatt auf andere zu hören oder ihnen blind zu folgen.
    • Vergiss nie, dass dein Kind sein eigenes Leben leben soll, nicht deines. Dein Kind ist ein Individuum, für dessen Wohlergehen du verantwortlich bist. Du solltest nicht versuchen, deine unerfüllten Träume und Wünsche durch dein Kind zu verwirklichen und auszuleben.

Teil 3 von 7: Kritik vermeiden

  1. Vermeide es, dein Kind zu kritisieren und konzentriere dich stattdessen auf sein Verhalten:
    • Sei unvoreingenommen und verurteile die Freunde deines Kindes nicht voreilig.
    • Legt dein Kind schlechtes oder trotziges Verhalten an den Tag, dann sage ihm, dass du dieses Verhalten nicht gutheißt, und schlage ihm Alternativen vor. Vermeide aber Sätze wie „Du bist verdorben!“ oder „Hau ab!“ (auch wenn es noch so schwer für dich ist, positiv zu bleiben).
    • Sei freundlich, aber bestimmt, wenn du ihm sagst, was es falsch gemacht hat. Sei ernst und, wenn notwendig, auch streng, wenn du mit ihm redest, aber sei nicht böse oder gemein.
    • Vermeide es, dein Kind öffentlich zu demütigen. Verhält es sich in der Öffentlichkeit daneben, dann nimm es beiseite und tadle es nicht im Beisein anderer.
    • Forme das Verhalten und den Charakter deines Kindes in angemessener Weise und verhalte dich auch selber stets nach den Regeln, die du gesetzt hast. Sei deinem Kind ein gutes Beispiel, sodass es nicht nur zu hören bekommt, wie es sich verhalten soll, sondern es auch sieht. Kinder tendieren dazu, was sie sehen und hören, unbewusst auch nachzuahmen - es sei denn, sie sträuben sich bewusst dagegen.
      • Die Veranlagung deines Kindes kann im Gegensatz zu deiner eigenen stehen - z.B. kann es eher zurückhaltend, du aber sehr aufgeschlossen sein - und es kann dann vorkommen, dass es sich mit deiner Art zu Leben nicht anfreunden oder damit zurechtkommen kann, und daher einen eigenen, anderen Weg sucht.
  2. Sei konsequent:
    • Setze die Grundsätze durch, die für alle gelten und wichtig sind, um ein glückliches und erfülltes Leben führen zu können; nicht aber solche, die nur deinen Idealen und Wünschen entsprechen.
    • Setze immer die gleichen Regeln und halte dich an sie. Lasse dich nicht von deinem Kind überreden, Ausnahmen zu machen.
    • Beherrsche dich.
    • Drücke dich klar und verständlich aus. Kinder müssen wissen, welche Konsequenzen ihre Taten nach sich ziehen. Wenn du dein Kind bestrafst, dann muss es den Grund verstehen und wissen, was es falsch gemacht hat. Kannst du ihm aber seinen Fehler und den Grund für die Strafe nicht verständlich machen, dann hat sie nicht den gewünschten Effekt.
    • Das Leben ist ein guter Lehrherr. Wenn die Konsequenzen nicht übermäßig hart sind, dann gib deinem Kind die Chance, die Sache alleine zu regeln, und eile nicht gleich bei jeder Kleinigkeit zu seiner Hilfe. Beispiel: Sich zu schneiden, tut weh, aber Kinder müssen lernen, warum scharfe Objekte gefährlich sind, und wie man richtig mit ihnen umgeht.
  3. Höre deinem Kind zu:
    • Zeige Interesse an deinem Kind und gib dich in sein Leben ein.
    • Erschaffe eine Atmosphäre für dein Kind, bei der es weiß, dass es jederzeit bei Problemen - ob groß oder klein - zu dir kommen kann.

Teil 4 von 7: Ein gutes Vorbild sein

  1. Sei ein gutes Vorbild. Kleine Kinder sind wie Schwämme - sie saugen alles, was sie sehen, hören und erleben, in sich auf. Als Eltern sind wir die ersten Vorbilder für unsere Kinder. Du solltest deshalb darauf achten, was du in der Gegenwart deines Kindes sagst und tust. Überlege dir, wie sich dein Verhalten auf dein Kind auswirkt.
    • Willst du deinem Kind Nächstenliebe beibringen? Dann zeige sie ihm. Gehe z.B. mit deinem Kind zu einer Suppenküche oder einem Obdachlosenheim und hilf bei der Essensausgabe. Erkläre ihm/ihr, warum du dich dort ehrenamtlich eingibst und hilfst, sodass er/sie versteht, warum er/sie dies auch tun sollte.
    • Möchtest du, dass dein Kind lernt, Pflichten zu erfüllen? Dann lasse es im Haushalt mithelfen. Stelle einen Plan auf, bei welchen Arbeiten, es dir zur Hand gehen soll. Bitte es dir zu helfen, anstatt es anzuordnen. Um so früher es lernt, dir zu helfen, um so bereitwilliger wird es das auch lange tun.
    • Willst du, dass dein Kind dir zuhört? Dann zeige ihm, dass du ihm zuhörst.
    • Wenn du möchtest, dass dein Sohn/deine Tochter lernt zu teilen, dann sei ihm/ihr ein gutes Vorbild und teile deine Sachen mit ihm/ihr.
  2. Gib schlechte Gewohnheiten auf. Glücksspiele, Alkohol und Drogen können die finanzielle Sicherheit deines Kindes gefährden. Durch das Rauchen, z.B., gefährdest du fast immer die Gesundheit deines Kindes. Passivrauchen führt nachweislich bei Kindern oft zu Lungen- und Atemwegserkrankungen. Zudem kann es zum verfrühten Tod eines Elternteils führen. Aber auch Alkohol und Drogen können die Gesundheit deines Kindes gefährden und zu Gewalt in der Familie führen.

Teil 5 von 7: Deinem Kind helfen, sich sicher zu fühlen

  1. Gib deinem Kind ein Gefühl der Sicherheit:
    • Respektiere seine Privatsphäre auf die gleiche Weise, wie du deine respektiert haben möchtest. Wenn du deinem Kind z.B. beibringst, dass dein Zimmer für ihn/sie tabu ist, dann gilt das Gleiche auch für dich und sein/ihr Zimmer. Lasse ihn/sie wissen, dass sein/ihr Zimmer ein sicherer Rückzugsort ist und dass er/sie keine Angst zu haben braucht, dass jemand seine/ihre Schubladen durchwühlt oder sein/ihr Tagebuch liest.
    • Lasse dein Kind sein eigenes Leben leben und seine eigenen Entscheidungen treffen.
    • Gib ihm ein Gefühl der Zugehörigkeit, indem du Einzel- und Familienfotos in eurem Zuhause verteilt aufstellst bzw. aufhängst.
    • Streite dich nicht mit deinem (Ehe-)Partner vor eurem Kind/euren Kindern. Ihr könnt euch leise streiten, sobald es schläft/sie schlafen. Zu hören, wie sich die Eltern streiten, kann in einem Kind Gefühle von Unsicherheit und Angst hervorrufen. Darüber hinaus lernen Kinder sich genauso mit anderen zu streiten, wie sie ihre Eltern miteinander streiten hören. Zeige deinem Kind/deinen Kindern daher, dass man gesittet und friedvoll miteinander über Unstimmigkeiten oder Streitpunkte reden kann.
    • Gib deinem Kind Raum, sodass es selber entscheiden kann, was es aus seinem Leben machen möchte.
    • Vermeide es, Lieblinge zu haben. Umfragen haben gezeigt, dass die meisten Eltern ein Lieblingskind haben, sie zeigten aber auch, dass sich jedes Kind meist als Lieblingskind sieht. Wenn sich deine Kinder streiten, dann wähle keine Seite, sondern sei fair und neutral.
  2. Vermeide es, deinem Kind immer aus der Patsche zu helfen. Führe deinem Kind die Möglichkeiten und jeweiligen Konsequenzen vor Augen, dann ist es meistens möglich, mit der Entscheidung, die es getroffen hat, zu leben.

Teil 6 von 7: Regeln schaffen

  1. Schaffe klare Regeln:
    • Setze Grenzen, wie Zubettgehzeiten und eine bestimmte Zeit, wann sie zu Hause sein müssen, damit sie lernen, dass es auch Grenzen gibt. Es gibt ihnen das Gefühl, von ihren Eltern umsorgt und geliebt zu werden. Nach außen hin mögen sie gegen diese Grenzen rebellieren, aber innerlich wird es ihnen guttun, zu wissen, dass sorgende Eltern sie führen und lieben.
    • Ermutige dein Kind Verantwortung zu übernehmen, indem du ihm kleine Aufgaben oder „Jobs“ gibst, und ihm als Belohnung für diese „Jobs“ Privilegien einräumst (Geld, verlängerte Ausgehzeiten, mehr Zeit zum Spielen usw.). Erledigt es seine Aufgaben aber nicht, kannst du es „bestrafen“, indem diese Privilegien eingeschränkt werden. Selbst die jüngsten Kinder können so das Konzept von Belohnungen und Konsequenzen für ihre Handlungen lernen. Mit der Zeit kannst du deinem Kind immer mehr dieser Aufgaben geben und im Gegenzug auch um so mehr Privilegien einräumen, wenn es seinen Verpflichtungen nachgeht bzw. einschränken, wenn es dies nicht tut.
    • Bringe deinem Kind bei, was richtig und was falsch ist. Wenn du religiös bist, nimm es mit zu Treffen deiner Religionsgemeinde. Bist du Atheist oder Skeptiker, dann bringe ihm deine Moralvorstellungen bei. Wie auch immer der Fall ist, sei aufrichtig und spiele deinem Kind nicht etwas vor. Ansonsten wird es dich sicherlich darauf hinweisen, dass du dich nicht nach deinen eigenen Regeln und Vorstellungen richtest.
    • Stelle sicher, dass dein Kind einen gesunden Lebensstil hat. Viele Eltern wählen dabei allerdings den falschen Ansatz. Anstatt dein Kind zu zwingen etwas Bestimmtes zu essen, gib ihm die Wahl zwischen zwei Dingen. Kinder, besonders pubertierende und kurz davor stehende, nehmen es sehr persönlich und können sehr emotional werden, wenn man ihre Essgewohnheiten kritisiert. Möchten sie etwas Ungesundes essen, dann schlage eine Alternative vor oder eine kleinere Portion. Wenn du weißt, dass dein Kind in einem bestimmten Restaurant ein ungesundes Lieblingsgericht hat, dann gehe mit ihm nur selten dort essen. Fängst du aber an immer wieder zu erklären, wie ungesund etwas ist, oder dass er/sie es nicht essen sollte, könnte er/sie dein Verhalten missverstehen und als Beleidigung auffassen. Wenn das passiert ist, wird er/sie nicht mehr mit dir Essengehen wollen und sich schämen, vor dir zu essen. Das wiederum würde dazu führen, dass er/sie heimlich anfängt, diese Dinge zu essen. Bedenke daher, dass, wenn du deinem Kind bestimmte Lebensmittel verbietest, es zwei verschiedene Konsequenzen haben kann: einerseits könnte es dazu führen, dass dein Kind noch größeres Verlangen nach diesen Lebensmitteln entwickelt und es sich Wege sucht, sie trotzdem zu bekommen; andererseits könntest du damit genau das Gegenteil, von dem was du willst, erreichen, nämlich, dass dein Kind aus Trotz nur noch ungesunde Lebensmittel isst, bis auf das eine, das du ihm verboten hast, was schlimmer wäre als mit ihm zusammenzuarbeiten, indem du ihm die Wahl gibst zwischen zwei oder mehr Lebensmitteln.
      • Du solltest deinem Kind schon im Kleinkindalter gesunde Essgewohnheiten beibringen. Kinder mit Süßigkeiten zu belohnen oder zu trösten kann dazu führen, dass sie später das Bedürfnis verspüren sich auch selbst mit Süßigkeiten zu belohnen bzw. zu trösten, was oft in Übergewicht endet. Anstelle von Chips und Bonbons probiere es mit leichterem Salzgebäck, Zwieback, Weintrauben, Karotten usw. Die Essgewohnheiten, die es im Kindesalter lernt, wird es auch später beibehalten. Außerdem solltest du dein Kind nie zwingen seinen Teller leer zu essen, wenn es sagt, es sei satt. Es kann dazu führen, dass er/sie immer den Drang verspürt, alles aufzuessen, egal, wie groß die Portion auf dem Teller ist.
    • Mache nicht aus Gewohnheit Dinge für dein Kind, die es lernen kann, selber zu tun. Ihm vor dem Schlafengehen das gewünschte Glas Wasser zu bringen, mag dein Kind schneller einschlafen lassen, trotzdem sollte es nicht zur Gewohnheit werden - dein Kind könnte es sonst immer von dir erwarten.
    • Hebe immer wieder hervor, wie wichtig es ist Alkohol nur in kleinen Mengen und verantwortungsbewusst zu sich zu nehmen, selbst wenn dein Kind noch jung ist. Erkläre ihm/ihr, dass er/sie warten muss, bis er/sie alt genug ist, um mit seinen/ihren Freunden mal ein Bierchen zu trinken. Sprich auch darüber, wie wichtig es ist, nie unter Alkoholeinfluss zu fahren und die Nachhausefahrmöglichkeiten im Vorwege zu regeln. Wenn du versäumst, diese Dinge deinem Kind rechtzeitig klar zu machen, kann dies zu Heimlichkeiten und gefährlichen Situationen führen. Aber sei immer aufrichtig dabei und vermeide es schulmeisterhaft zu sein, sonst ist es mehr als wahrscheinlich, dass dein Kind deine Ratschläge ignoriert.
  2. Lasse dein Kind selber Erfahrungen sammeln. Entscheide nicht immer alles für ihn/sie, denn er/sie muss lernen selber mit den Konsequenzen seiner/ihrer Handlungen zu leben. Schließlich muss er/sie früher oder später auf eignen Füßen stehen. Daher ist es am besten, wenn er/sie anfängt, es zu lernen, solange du dabei sein kannst, um die negativen Konsequenzen einzugrenzen und die positiven zu fördern. Er/Sie muss lernen, dass all seine/ihre Taten Konsequenzen nach sich ziehen - gute sowie schlechte. Lässt du es ihn/sie aber schon früh erfahren, dann wird er/sie gute Entscheidungen treffen und Probleme lösen können und somit bereit sein, unabhängig und erwachsen zu sein.

Teil 7 von 7: Aktiv mit deinem Kind Zeit verbringen

  1. Verbringe viel Zeit mit deinem Kind und liebe es von ganzem Herzen. Aber hüte dich davor, es mit deiner Liebe zu erdrücken. Es ist ein Unterschied, ob du jemanden beschützt oder ihn mit deinen unnachgiebigen Forderungen einsperrst.
  2. Verbringe mit jedem deiner Kinder alleine Zeit: Wenn du mehr als ein Kind hast, dann versuche deine Zeit gerecht unter ihnen aufzuteilen.
    • Höre deinem Kind zu und respektiere es und das, was es mit seinem Leben anfangen möchte.
    • Halte dir immer einen Tag frei, um mit ihm/ihnen in den Park, einen Vergnügungspark, ins Museum oder die Bücherei zu gehen, je nach seinen/ihren Interessen.
    • Gehe zu Elternabenden und Schulfeiern, mache mit deinem Kind Hausaufgaben, lerne seine Lehrer am „Tag der offenen Tür“ kennen - selbst wenn du es von deiner Arbeitszeit abzweigen musst. Denke daran, dass Kinder schnell groß werden und ehe du dich versiehst, werden sie ihre eigenen Wege gehen. Dein Chef mag es vielleicht vergessen, ob du bei dem Treffen dabei warst oder nicht, dein Kind aber wird sich ganz bestimmt daran erinnern, wenn du seine Aufführung verpasst hast.

Tipps

  • Höre dir an, was dein Kind zu sagen hat.
  • Erinnere dich an deine eigene Kindheit. Werde dir der Fehler bewusst, die deine Eltern gemacht haben, und bemühe dich sie nicht bei deinem eigenen Kind zu wiederholen. Jede Eltern- und Kindergeneration hat ihre eigenen Erfolgserlebnisse und/oder Fehlentscheidungen.
  • Verbessere die soziale Kompetenz deines Kindes.
  • Lebe dein Leben nicht durch deine Kinder. Lasse sie ihre eigenen Entscheidungen treffen und ihr Leben so leben, wie sie es möchten.
  • Gehe auf deine Bedürfnisse geliebt zu werden ein, aber stelle die Bedürfnisse deines Kindes über die von anderen. Lasse dein Kind nicht im Stich um deines Liebeslebens willen. Dein Kind sollte bei dir immer an erster Stelle stehen. Begib dein Kind nicht in Gefahr, indem du jemand Neues in die Familie holst, den du nicht richtig kennst. Kinder müssen sich sicher, behütet und geliebt fühlen. Wenn du dein Kind aber plötzlich außen vor lässt und auf seine Bedürfnisse nicht eingehst, sondern auf die deiner neuen Freundin oder deines neuen Freundes, dann wird es sich unsicher und alleingelassen fühlen. Jeder braucht Liebe, aber nicht auf Kosten der emotionalen Gesundheit deines Kindes. Das gilt auch für ältere Kinder.
  • Ein Teenager, der kurz vor dem Erwachsensein steht, braucht die Unterstützung seiner Eltern mehr denn je. Denke nicht, dass, nur weil sie schon fast 18 oder 21 sind, du sie nun alles alleine herausfinden lassen kannst. Mische dich aber nicht unnötig ein. Du musst dich auf einem feinen Grat bewegen.
  • Ermutige dein Kind, sich selbst wahrzunehmen, indem du deine Selbsteinschätzungen mit deinem Kind teilst.
  • Mache nicht die Freundeswahl deines Kindes schlecht, versuche stattdessen deine eigenen Freundschaften zu erhalten.
  • Erzähle deinem Kind nicht von deinen Eskapaden von früher. Es wird sich mit dir vergleichen und somit weniger von sich selber erwarten. Nach dem Motto „Ach, du warst also auch so?!“
  • Wenn du versuchst, dir eine schlechte Gewohnheit abzugewöhnen, dann suche dir Gruppen, die dir dabei helfen können. Suche dir immer Unterstützung und jemanden, mit dem du reden kannst, wenn es dir schwerfällt, standhaft zu bleiben. Denke immer daran, dass du nicht nur dir selber, sondern auch deinem Kind, hilfst.

Warnungen

  • Habe keine Angst davor Mutter/Vater zu sein. Tue dein Bestes, sei ihnen ein Freund, aber lasse sie auch nie vergessen, dass du ihr Vater/ihre Mutter bist, kein Mitverschwörer.
  • Bemühe dich nicht dem typischen Elternbild deines Kulturkreises, deiner Rasse, Volksgruppe, Familie oder irgendwelchen anderen prägenden Einflüssen zu entsprechen. Bitte glaube nicht, dass es nur eine Art gibt, ein Kind zu erziehen.
  • Das Elternsein hört nicht auf, wenn dein Kind erwachsen ist. Gute Eltern zu sein ist eine Lebensaufgabe. Aber denke immer daran, dass, sobald deine Kinder erwachsen sind, sie für ihre Entscheidungen und die jeweiligen Konsequenzen ganz allein verantwortlich sind.
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