Deinen Stundensatz berechnen

Für viele Menschen ist das Herausfinden ihres Stundensatzes so einfach, dass sie sich nur ihre letzte Lohnabrechnung anschauen müssen. Wenn du jedoch festangestellt oder selbständig bist, erfordert das Berechnen deines Stundensatzes ein paar Schritte. Du kannst deinen Stundensatz basierend auf einem einzelnen Projekt, einer bestimmten zeitlichen Dauer oder einem Gehalt berechnen. Wenn du ein Gehalt verwendest, kannst du auch Variablen einarbeiten, um einen genaueren Satz zu bekommen.

Methode 1 von 3: Deinen Stundensatz bestimmen, wenn du selbständig bist

  1. Verfolge, wie viele Stunden du gearbeitet hast. Damit dies nützlich ist, musst du entscheiden, was dein Zahlungszeitraum ist. Du kannst deinen Stundensatz für eine genauere Zahl basierend auf einem jährlichen Einkommen herausfinden oder für einen bestimmten Job oder einen bestimmten Zeitraum.
    • Wenn du z.B. nach Aufgabe oder Projekt bezahlt wirst, möchtest du vielleicht einfach die Stunden für dieses Projekt verfolgen, um deinen Stundensatz für dieses Projekt zu bestimmen. Oder du kannst deinen Stundensatz für einen kürzeren Zeitraum bestimmen, z.B. für einen Monat oder ein paar Wochen.
  2. Berechne dein Einkommen. Behalte deine Gehaltsschecks im Auge. Achte darauf, den gleichen Zahlungszeitraum zu verwenden wie für das Herausfinden der Stunden. Auch hier könnte dies für ein einzelnes Projekt oder mehrere Gehaltsschecks sein.
    • Du kannst wählen, ob du Steuern in deine Berechnungen mit einbeziehst oder nicht. Beachte, dass dein Stundensatz höher erscheint, wenn du keine Steuern mit einbeziehst.
  3. Teile dein Einkommen durch die Stunden. Dies liefert dir deinen Stundensatz basierend auf dem gewählten Projekt oder dem gewählten Zeitraum.
    • Einkommen / Stunden = Stundensatz
    • Beispiel: 15.000 € / 2.114 = 7,10 € pro Stunde
    • Du kannst deine Ergebnisse mit diesem Gehaltsumrechner überprüfen, mit dem du auch verschiedene Variablen korrigieren kannst.

Methode 2 von 3: Deinen Stundensatz bestimmen, wenn du festangestellt bist

  1. Berechne dein Jahreseinkommen. Viele Leute kennen ihr Jahresgehalt vielleicht bereits, aber falls du es nicht kennst, prüfe deine letzten Gehaltsabrechnungen. Nimm das Bruttoentgelt (nicht netto) - das ist der Betrag vor Steuern - und multipliziere die Zahl mit der Anzahl der Zahlungszeiträume im Jahr.
    • Wenn du alle zwei Wochen bezahlt wirst, würdest du die Zahl mit 26 multiplizieren.
    • Wenn du in einer Firma arbeitest, in der monatlich bezahlt wird, z.B. am 15. oder am Letzten des Monats, multiplizierst du die Zahl nur mit 24.
  2. Berechne, wie viele Stunden du in einem Jahr arbeitest. Als schnelle Faustregel kannst du eine Standardformel verwenden wie:
    • 7,5 Stunden am Tag x 5 Tage pro Woche x 52 Wochen im Jahr = 1.950 gearbeitete Stunden im Jahr.
    • 8,0 Stunden am Tag x 5 Tage pro Woche x 52 Wochen im Jahr = 2.080 gearbeitete Stunden pro Jahr.
  3. Berechne deinen Stundenlohn. Wenn du diese beiden Zahlen hast, kannst du das jährliche Gesamteinkommen durch die Gesamtanzahl der jährlichen Stunden berechnen, um einen groben Stundenlohn herauszubekommen.
    • Wenn dein jährliches Einkommen z.B. 15.000 € ist und die Gesamtanzahl der Stunden 2.080, dann ist 15.000 / 2.080 = etwa 7,21 € pro Stunde.

Methode 3 von 3: Mit fortgeschrittenen Berechnungen deinen Stundensatz aus einem Gehalt berechnen

  1. Passe dein Jahreseinkommen an. Wenn zutreffend, addiere alles zusätzliche Geld aus deiner Arbeit auf dein Jahresgehalt. Dies können Trinkgelder, Boni, Incentives etc. sein.
    • Alle Boni oder Incentives, die du erwartest, sollten ebenfalls direkt auf dein Jahresgehalt addiert werden.
    • Wenn du festangestellt bist und auch Trinkgelder bekommst, wird es etwas komplizierter. Verfolge deine Trinkgelder mehrere Wochen oder Monate und teile den Betrag durch die Anzahl der Wochen, während derer du es verfolgt hast. So bekommst du einen Wochendurchschnitt für dein Trinkgeld. Multipliziere diese Zahl mit der Anzahl der Wochen, in denen du im Jahr Trinkgeld verdienst, und denke daran, Wochen abzuziehen, in denen du kein Trinkgeld bekommst, z.B. wenn du im Urlaub bist.
    • Die Faustregel für die Berechnung von Trinkgeldern ist, dass die Berechnung umso genauer ist, je mehr Wochen du für die Berechnung des Durchschnitts heranziehen kannst.
  2. Addiere Stunden auf deine Berechnung, wenn du Überstunden gemacht hast. Multipliziere hierfür die Anzahl der Überstunden mit dem Stundensatz, den du für Überstunden bekommst, und addiere diese Summe dann auf dein Jahresgehalt.
    • Deine Überstunden können je nach Position entweder bezahlt werden oder nicht. Addiere ungeachtet dessen die gearbeiteten Stunden.
    • Beispiel: Angenommen, du arbeitest durchschnittlich pro Woche zwei Stunden mehr, außer wenn du im Urlaub bist (zwei Wochen im Jahr). Deine Überstunden sind 2 Stunden x 50 Wochen = 100 Stunden im Jahr.
    • In diesem Beispiel wären die angepassten im Jahr gearbeiteten Stunden: 2080 + 100 = 2180.
  3. Subtrahiere Stunden von deiner Berechnung, wenn du bezahlte Freizeit hast. Addiere die Anzahl der Stunden, die du dir jedes Jahr frei nimmst, und subtrahiere diese Zahl von der Gesamtsumme der im Jahr gearbeiteten Stunden. Denke daran, Urlaub, Feiertage, Krankheitszeiten und alle Zeiten, zu denen du spät anfängst oder früh gehst, zu berücksichtigen.
    • Denke daran, nur bezahlte Freizeit zu inkludieren, die du tatsächlich nutzt. Als Beispiel hast du vielleicht zwei Wochen Krankheitszeit angesammelt, aber du wirst wahrscheinlich nicht alles davon nutzen.
    • Nehmen wir z.B. an, dass du zwei Wochen bezahlten Urlaub im Jahr nimmst, dass du nie krank bist und freitags nachmittags immer eine Stunde früher gehst. Die verringerten Stunden wären (8 Stunden x 2 Wochen) + (1 Stunde x 50 Wochen) = 66 Stunden im Jahr.
    • Deine angepassten Arbeitsstunden im Jahr wären in diesem Beispiel: 2180 - 66 = 2114.

Tipps

  • Prüfe, ob immer Arbeit zur Verfügung ist. Wenn du nur bezahlt wirst, wenn es Arbeit gibt, dann ist dein effektives Einkommen viel niedriger.
  • Wenn du teilst, bedeutet ein Rundungsfehler, dass der Stundensatz etwas weniger genau ist als das Jahresgehalt. Kleine Veränderungen im Jahresgehalt (bis zu etwa 200 €) ergeben jedoch den gleichen Stundensatz.
  • Prüfe, ob du für die Stunden bezahlt wirst, während derer du im Urlaub bist, und finde heraus, wie viele dies sind.
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