Ziehe deine Kündigung zurück

Unabhängig von den Gründen für deine ursprüngliche Kündigung könnte es passieren, dass du nach weiteren Überlegungen zu der Entscheidung kommst, deine Stelle doch lieber nicht aufzugeben. Eine Kündigung kann nicht immer zurückgezogen werden, aber wenn du es richtig angehst, kannst du deine Erfolgschancen möglicherweise verbessern.

Methode 1 von 3: Reiche einen schriftlichen Widerruf ein

  1. Reiche so schnell wie möglich einen schriftlichen Widerruf ein. Sobald du dich entschieden hast, dass du auf deiner derzeitigen Arbeitsstelle bleiben willst, solltest du einen kurzen Brief schreiben und darin erklären, dass du deine Kündigung zurückziehen möchtest. Sende diesen Brief innerhalb von ein oder zwei Tagen nach deiner Entscheidung an deinen Vorgesetzten oder die Personalabteilung.
    • Zuerst musst du deine schriftliche Anfrage einreichen. Nachdem die richtige Person in deinem Unternehmen den Brief erhalten hat, solltest du versuchen, diese Person direkt anzusprechen, entweder per Telefon oder persönlich.
  2. Schreibe einen offiziellen Widerruf. Der Brief kann ziemlich kurz sein, aber er sollte dennoch wie ein formeller Brief geschrieben werden. Wenn du willst, dass dein Arbeitgeber akzeptieren kann, dass du deine Kündigung zurückziehst, musst du zeigen, dass du es wirklich ernst meinst und so professionell und respektvoll wie möglich sein.
    • Schreibe deinen Namen, deine Adresse und Telefonnummer im Briefkopf.
    • Darunter gehört das Datum.
    • Adressiere dein Schreiben an die zuständige Person und gib sie in der Anschrift mit vollem Namen und Dienstbezeichnung an. Dem sollte die Adresse des Unternehmens folgen.
    • Nachdem du den Briefkopf geschrieben hast, folgt die Anrede. Es sollte beispielsweise heißen: "Sehr geehrter Herr …:" Verwende kein Komma nach der Anrede.
    • Der Hauptteil des Briefes kann sofort nach der Anrede beginnen.
    • Schließe den Brief mit einer professionellen Grußformel, wie "Mit freundlichen Grüßen" oder "Hochachtungsvoll". Setze nach der Grußformel ein Komma.
    • Unterschreibe nach der Grußformel und setze deinen Namen in Druckbuchstaben darunter.
  3. Verdeutliche Deine Absicht. Im ersten Absatz musst du deutlich machen, dass du deine vorherige Kündigung zurückziehen möchtest. Gib auch die Details über dein Kündigungsschreiben an.
    • Äußere an erster Stelle deinen Wunsch, deine Kündigung zurückzuziehen.
    • Gib das Datum deines Kündigungsschreibens an und das Datum des darin erwähnten letzten Arbeitstages. Dadurch wird dein Manager deine vorherige Kündigung leichter finden können.
    • Dieser Abschnitt sollte nicht lang sein. Ein oder zwei Sätze werden in der Regel ausreichen.
    • Beispiel: "Ich möchte meine vorherige Kündigung vom … zum (Datum der ursprünglichen Kündigung und Datum des darin angegebenen letzten Arbeitstages) zurückziehen. Bitte akzeptieren Sie dieses Schreiben als offizielle Mitteilung darüber, dass ich meine Kündigung widerrufen möchte."
  4. Gib im zweiten Absatz weitere Details an. Im zweiten Absatz solltest du deine Gründe dafür angeben, deine Kündigung zu widerrufen. Du solltest auch in Erwägung ziehen deinem Arbeitgeber Gründe dafür zu geben, dich wieder im Team aufzunehmen.
    • Erkläre, was deinen Sinneswandel verursacht hat, es sei denn dein Arbeitgeber selbst hat dich davon überzeugt. Nimm dir auch etwas Zeit deinem Vorgesetzten Gründe dafür zu geben, warum er dich behalten sollte. Erwähne deine Leistungen in der Vergangenheit, wenn sie besonders gut waren. Oder impliziere, dass es weniger kostspielig sein wird, dich zu behalten, als einen neuen Mitarbeiter einzustellen.
      • Beispiel: "Nach weiteren ernsthaften Überlegungen bin ich zu der Entscheidung gekommen, dass ich meine Stelle als (Berufsbezeichnung) bei der Firma (Firmenname) nicht kündigen möchte. Es hat mir in der Vergangenheit viel Freude bereitet, für dieses Unternehmen zu arbeiten und ich glaube, dass es auch für das Unternehmen von Vorteil wäre, mich als Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. Ich bin immer ein zuverlässiger Mitarbeiter gewesen, und ich bin mit meinen Aufgaben gut vertraut."
    • Wenn du deine Kündigung auf ein Gegenangebot deines Arbeitgebers hin widerrufen möchtest, solltest du an dieser Stelle in deinem Brief die vereinbarten Details erwähnen. Es könnte sich dabei beispielsweise um eine mögliche Beförderung, eine Gehaltserhöhung oder sonstige Leistungen handeln, die dir angeboten wurden.
      • Beispiel: "Nach unserem Gespräch habe ich mich entschlossen, die Beförderung zum (neue Dienstbezeichnung) zu akzeptieren, die mir großzügigerweise angeboten wurde."
  5. Beende deinen Brief mit einem positiven Schlusssatz. Im dritten und letzten Absatz deines Schreibens musst du einen positiven Gesamteindruck bei deinem Manager hinterlassen, indem du positiv über das Unternehmen schreibst und deine Dankbarkeit zum Ausdruck bringst.
    • Erwähne, wie dankbar du bist, und entschuldige dich für die zusätzlichen Umstände, die du bereitet hast. Zeige deinen Enthusiasmus.
    • Du könntest deine Pläne für die Zukunft erwähnen, wenn sie sich auf das Unternehmen und seinen Erfolg beziehen, aber dies ist nicht immer notwendig.
    • Beispiel: "Ich freue mich, weiter für die Firma (Firmenname) arbeiten zu können und entschuldige mich für jegliche Unannehmlichkeiten, die ich Ihnen bereitet habe. Vielen Dank für Ihr Verständnis."

Methode 2 von 3: Sprich mit einem Manager oder der Personalabteilung

  1. Mache deine Absichten deutlich. Wenn du direkt mit deinem Manager oder einem Mitglied der Personalabteilung des Unternehmens sprichst, solltest du deinen Wunsch erneut unterstreichen, bei der Firma zu bleiben.
    • Nach der Begrüßung solltest du bei diesem Treffen zuerst deinen Wunsch äußern, deine vorherige Kündigung zurückzuziehen.
    • Du solltest eine Kopie deiner Kündigung und den Brief mit dem Widerruf deiner Kündigung zur Hand haben, falls dein Gesprächspartner darüber nicht verfügt.
  2. Erkläre deine Gründe. Der Manager, mit dem du sprechen wirst, wird dich wahrscheinlich fragen, warum du kündigen wolltest und warum du deine Kündigung jetzt zurückziehen willst. Sei ehrlich. Unter Umständen wird dein Manager bereit sein, mit dir zusammenzuarbeiten, um Probleme zu lösen, die dich betreffen und dich zu motivieren.
    • An dieser Stelle musst du mehr ins Detail gehen, als bei deinem ursprünglichen Kündigungsschreiben und deinem Widerruf.
    • Besprich deine Gründe für deinen Wunsch, zu kündigen, besonders wenn eine Chance besteht, dass Probleme behoben werden können. Wenn du finanzielle Schwierigkeiten hast, neue Fähigkeiten erlernen willst, oder mit anderen Problemen innerhalb der Abteilung konfrontiert wurdest, erwähne diese zuerst, da sie oft am einfachsten zu lösen sind. Du kannst auch auf Probleme hinweisen, die dein Unternehmen möglicherweise nicht lösen kann, wie dein Wunsch aus persönlichen Gründen an einen anderen Standort umzuziehen. Es besteht eine Chance, dass dein Arbeitgeber möglicherweise in der Lage sein wird, dich in einen anderen Berufszweig zu versetzen oder einen Zeitplan mit dir auszuarbeiten, der dir an anderer Stelle behilflich sein wird.
    • Diskutiere auch deine Gründe für den Wunsch, die Kündigung zurückzuziehen. Erwähne die Dinge, die dir bezüglich deiner derzeitigen Position gefallen, und mache deinen Wunsch deutlich, deine Stelle zu behalten. Erkläre die Gründe für deinen Wunsch bei der Firma zu bleiben, um zu demonstrieren, dass es dir damit ernst ist.
  3. Gewisse Informationen kannst du auslassen. Wenn du geplant hattest, eine andere Stelle anzunehmen, dies aber nicht geklappt hat, ist es in der Regel ratsam, diese Informationen wegzulassen, wenn du die Details einer möglichen Wiedereinstellung besprichst.
    • Deinen derzeitigen Arbeitgeber wissen zu lassen, dass du keine andere Wahl hast, wäre für dich von Nachteil, wenn du hoffst, deine Weiterbeschäftigung zu verhandeln. Wenn du kein anderes Stellenangebot zur Verfügung hast, wirst du eher verzweifelt sein und auch schlechte Arbeitsbedingungen auf deiner bisherigen Stelle eher akzeptieren.
    • Natürlich solltest du nicht lügen, wenn du gefragt wirst. Behaupte nicht, dass du ein anderes Stellenangebot hast, wenn dies nicht der Fall ist.
  4. Demonstriere deine Einsatzbereitschaft. Da du bereits gekündigt hattest, könnte dein Arbeitgeber den Eindruck haben, dass es dir an Einsatzbereitschaft für das Unternehmen mangelt. Um diese Bedenken zu beseitigen, hebe deine erneuerte Einsatzbereitschaft hervor, wenn du mit einem Manager oder mit einem Vertreter der Personalabteilung sprichst.
    • Sei bescheiden, respektvoll und liebenswürdig. Bedanke dich bei deinem Manager für das Gespräch über den Widerruf deiner Kündigung und sage ihm, wie sehr du das Unternehmen schätzt.
    • Gleichzeitig solltest du auch positiv über deine eigenen Fähigkeiten, Leistungen und Arbeitseinstellung sprechen. Du musst deinem Arbeitgeber klarmachen, dass es besser ist, dich zu behalten, als dich gehen zu lassen.
    • Wenn du deine Kündigung übereilt in der Hitze des Gesprächs gemacht hast, musst du jetzt dein Temperament unter Kontrolle halten. Behandel das Thema ruhig, auch wenn dein Manager oder der Vertreter der Personalabteilung dich zu provozieren versucht.

Methode 3 von 3: Umgang mit den Nachwirkungen

  1. Du solltest wissen, woran du bist. Leider ist dein Arbeitgeber rechtlich nicht verpflichtet, den Widerruf deiner Kündigung zu akzeptieren, insbesondere wenn sie in schriftlich eingereicht wurde. Dein Arbeitgeber kann deine Anfrage abhängig von den Umständen in Erwägung ziehen. Also ist ein Versuch die Mühe Wert.
    • Dein Arbeitgeber wird deinen Widerruf eher akzeptieren, wenn deine Leistungen in der Vergangenheit ausgezeichnet waren, und wenn du deine Kündigung ohne Aufsehen zu erregen und aus vertretbaren und verständlichen Gründen eingereicht hattest.
    • Dein Arbeitgeber wird deine Rücknahme wahrscheinlich nicht akzeptieren, wenn du in der Vergangenheit schlechte Arbeit geleistet hast, wenn du bei der Kündigung einen Wutanfall hattest, oder wenn deine ursprünglichen Gründe für deine Kündigung lückenhaft oder unklar erscheinen.
  2. Gib unabhängig von der Antwort dein Bestes. Wenn dein Arbeitgeber entscheidet, deinen Widerruf zu akzeptieren, beweise ihm, dass die Entscheidung richtig war, indem du hart arbeitest. Wenn dein Arbeitgeber entscheidet, deinen Widerruf abzulehnen, musst du dennoch für die verbleibende Zeit bei der Firma dein Bestes geben.
    • Auch wenn dein Arbeitgeber sich weigert, den Widerruf deiner Kündigung zu akzeptieren, bist du gesetzlich dazu verpflichtet, bis zum offiziellen Ablauf der Kündigungsfrist deines ursprünglichen Kündigungsschreibens weiterzuarbeiten.
    • Am Arbeitsplatz alle Brücken hinter sich abzubrechen, ist nicht zu empfehlen. Du solltest darüber hinwegkommen, zumal ein zukünftiger Arbeitgeber mit diesem Arbeitgeber Kontakt aufnehmen könnte, um zu entscheiden dich einzustellen, oder auch nicht.
  3. Lasse die Angelegenheit gegebenenfalls hinter dir. Wenn ein Arbeitgeber deine Bitte um Widerruf der Kündigung ablehnt, könntest du in der Klemme sitzen, vor allem dann, wenn du kein anderes Stellenangebot hast. Beginne mit der Arbeitssuche, sobald du weißt, dass der Verlust deines Arbeitsplatzes endgültig ist.
    • Lerne zu überleben, während du auf der Arbeitssuche bist. Es gibt verschiedene Dienste, Programme, Leistungen und Agenturen, um Arbeitslosen zu helfen, während sie nach Arbeit suchen.
    • Bemühe dich ernsthaft um eine neue Arbeitsstelle. Dazu gehört das Aktualisieren deines Lebenslaufs, die Vorbereitung von Bewerbungsschreiben und auf Vorstellungsgespräche für offene Stellen.
Information
Users of Guests are not allowed to comment this publication.