Vermeide eine Ohnmacht

Du kennst bestimmt das Gefühl: dir ist schwindelig und wirr im Kopf, du hast keinen Fokus und du bist schweißbedeckt. All das sagt dir, dass du nahe daran bist, ohnmächtig zu werden. Hast du dich jemals gefragt, ob du eine Ohnmacht verhindern kannst, bevor sie eintritt? Im Allgemeinen ist die Antwort ja. Du kannst durch ein paar schnelle Maßnahmen verhindern, dass du ohnmächtig wirst, oder auch jemand anders.

Teil 1 von 3: Verhindern, dass du ohnmächtig wirst

  1. Erhöhe deinen Blutzuckerspiegel und den Salzgehalt im Blut. Einfach ausgedrückt: Das Gehirn braucht Zucker und dein Körper braucht Wasser. Damit dein Körper und Gehirn normal funktionieren, müssen der Salzgehalt im Blut und der Blutzuckerspiegel beständig sein. Um dies schnell zu erreichen, trinke etwas Saft und iss eine kleine Tüte Brezeln. Du dürftest dich fast unmittelbar besser fühlen.
    • Es scheint nicht eingängig zu sein, dass dein Körper Salz braucht, um hydriert zu bleiben, aber es ist wahr. Wasser geht dorthin, wo das Salz ist; wenn du kein Salz in deinem System hast, bleibt die Flüssigkeit nicht in deinen Blutgefäßen.
  2. Halte dich kühl. Ein weiterer häufiger Grund für Ohnmacht ist, dass der Körper überhitzt ist. Wenn du dich in einer heißen und stickigen Umgebung befindest und dich schwindelig fühlst, sagt dir dein Körper, dass du diese Umgebung verlassen musst. Du könntest Folgendes tun, um dich abzukühlen:
    • Ziehe wenn möglich einige Lagen Kleidung aus.
    • Gehe in einen Bereich, in dem sich weniger Leute befinden, damit du nicht in einer großen Menschenmenge ohnmächtig wirst.
    • Begib dich in die Nähe eines Fensters oder der Tür, um besser atmen zu können.
    • Mache dein Gesicht mit kaltem Wasser nass und trinke ein kaltes Getränk.
  3. Trinke einfach Wasser, um hydratisiert zu bleiben. Zuckerhaltige Getränke sind ideal, um dein Gehirn wieder auf Touren zu bringen, aber dein gesamter Körper benötigt auch eine gesunde, pure Flüssigkeitszufuhr in Form von einfachem, geschmacksneutralem Wasser. Du wirst wahrscheinlich wissen, ob du genug trinkst oder nicht. Wenn du oft der Ohnmacht nahe bist, könnte es sein, dass du einfach nicht genug trinkst.
    • Im Idealfall sollte Urin klar oder fast klar sein. Wenn dein Urin sehr gelb ist, musst du mehr Wasser trinken. Wenn dir reines Wasser nicht gefällt, sind Tees und ungesüßte Fruchtsäfte auch gut.
  4. Lege dich hin und stehe nicht zu schnell wieder auf. Wenn du dich auch nur im Geringsten schwach fühlst, lege dich hin. Bleibe für mindestens 15 Minuten liegen. Sobald du dich besser fühlst, stehe langsam auf. Wenn du dich aufsetzt oder wieder hinstellst, muss das Blut entgegen die Schwerkraft zum Gehirn befördert werden. Wenn du zu schnell aufstehst, sackt das Blut plötzlich nach unten in die Beine und der Blutdruck sinkt für einen Moment. Dein Gehirn zieht dadurch den Kürzeren. Dies kann Schwindelgefühl verursachen. Bewege dich also langsam, vor allem beim Aufstehen aus dem Bett.
    • Das gilt besonders, wenn dir schwindelig war. Wenn du dich schwach oder schwindelig fühlst, bewege dich immer langsam und vorsichtig. Dein Körper sagt dir, dass es mit deinem Tempo nicht mithalten kann. Mache eine Pause, und lege dich hin.
  5. Kontrolliere deine Atmung. Wenn du unruhig oder ängstlich bist, ist es natürlich, schnell zu atmen und sogar zu hyperventilieren. Wenn deine Atmung außer Kontrolle gerät, wird dein Gehirn nicht mit genügend Sauerstoff versorgt – du atmest nicht tief genug, um es ausreichend zu versorgen. Wenn du denkst, dass dein Schwindelgefühl mit Nervosität zusammenhängen könnte, konzentriere dich auf deine Atmung und verlangsame sie, bis das Gefühl verschwindet.
    • Zähle während du atmest: 6 Sekunden einatmen und 8 Sekunden ausatmen. Nach ein paar Runden könntest du feststellen, dass deine Unruhe oder Angst sich abschwächt.
    • Wenn du dich auf die Atmung konzentrierst, wirst du auch von der Ursache für deine Nervosität abgelenkt. Das ist ein weiterer Grund, warum es leichter sein wird, dich zu beruhigen.
  6. Vermeide Auslöser. Der Blutzuckerspiegel und der Salzgehalt im Blut sowie Hitze und ungenügende Flüssigkeitszufuhr sind sehr häufige Gründe für Ohnmacht. In den meisten Fällen besteht kein Grund zur Beunruhigung. Es gibt allerdings ein paar andere Dinge, die bei bestimmten Personen zur Ohnmacht führen. Wenn du deine Auslöser kennst, vermeide sie. Es gibt eine Reihe von Gründen, hier sind die häufigsten:
    • Alkohol . In einigen unglücklichen Fällen führt Alkohol zur Ohnmacht. Der Grund dafür ist, dass Alkohol die Blutgefäße erweitert, was zu niedrigerem Blutdruck führt.
    • Belonophobie – Angst vor Nadeln. Bei einigen Personen löst der Nervus Vagus im Gehirn schon alleine bei der Wahrnehmung einer Nadel eine Erweiterung der Blutgefäße aus. Dies hat eine verlangsamte Herzfrequenz und fallenden Blutdruck zur Folge hat, was zur Ohnmacht führt.
    • Gefühle. Starke Gefühle, wie Angst, können die Atmung ändern und verursachen einen niedrigeren Blutdruck. Sie haben auch andere negative Auswirkungen, die zur Ohnmacht führen können.
  7. Wechsele deine Medikamente. Die Nebenwirkungen bestimmter Medikamente sind Ohnmacht und Schwindel. Wenn du gerade begonnen hast, ein neues Medikament zu nehmen und dich fühlst, als ob du einer Ohnmacht nahe bist, sprich mit deinem Arzt darüber, das Medikament zu wechseln. Es kann gut sein, dass dein Medikament daran schuld ist.
    • Eine Ohnmacht ist im Allgemeinen nichts Ernstes. Wenn du ohnmächtig wirst, ist es jedoch wahrscheinlich, dass du dich verletzen wirst. Das ist der Hauptgrund dafür, dass du möglichst die Medikamente wechseln solltest.

Teil 2 von 3: Verhindern, dass eine andere Person in Ohnmacht fällt

  1. Sorge dafür, dass die Person sich hinsetzt oder hinlegt. Es hängt alles im Grunde damit zusammen, dass das Gehirn Blut und Sauerstoff benötigt, um ordnungsgemäß zu funktionieren. Wenn du jemanden siehst, der blass ist und sich über Schwindel und Müdigkeit beklagt, bringe die Person in einen offenen Bereich, damit sie sich dort hinlegen kann – es ist wahrscheinlich, dass die Person ohnmächtig werden wird.
    • Wenn es keinen Platz gibt, um sich hinzulegen, fordere die Person auf, sich mit dem Kopf zwischen den Knien hinzusetzen. Es ist nicht so gut, wie sich hinzulegen, aber es dürfte eine Ohnmacht zumindest vorerst abwenden.
  2. Stelle sicher, dass eine gute Belüftung vorhanden ist. Es ist nicht ungewöhnlich, dass jemand in einer Menschenmenge in Ohnmacht fällt, besonders, weil es so heiß ist und die Luftzirkulation unter all den Menschen begrenzt ist. Wenn du von jemandem begleitet wirst, dem schwindelig ist und der ohnmächtig werden könnte, bringe die Person in einen offenen Bereich mit besserer Luft, wo es nicht zu heiß und stickig ist.
    • Wenn du in einem Zimmer bleiben musst und es nicht viele Möglichkeiten gibt, bringe die Person nahe ans offene Fenster oder in die Nähe einer offenen Tür. Ein kleiner Luftzug kann bereits einen Unterschied machen, auch wenn das Zimmer weiterhin zu heiß ist.
  3. Besorge der Person etwas Saft und Kekse. Das Gehirn erholt sich mit Salz und Zucker. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Person Flüssigkeit und Energie braucht. Ein leicht zuckerhaltiges Getränk und eine kleine Menge Salz sind am besten, damit das Gehirn wieder funktioniert. Hilf der Person zu trinken und zu essen, wenn es erforderlich ist, und sie dazu nicht die Energie hat.
    • Das Salz ist eigentlich wichtig für die Flüssigkeitszufuhr. Wenn Salz im Körper ist, verarbeitet der Körper Wasser. Ohne Salz erhalten die Zellen, die Wasser benötigen, kein Wasser.
  4. Beruhige die Person. Wenn jemand das erste Mal ohnmächtig wird, wird er wahrscheinlich Angst haben. Das Seh- oder Hörvermögen könnte beeinträchtigt werden und kommen und gehen. Es wird schwierig sein, auf den Beinen zu bleiben. Diese Phase kann einige Minuten dauern. Dann wird die Person entweder ohnmächtig werden, oder es wird vorübergehen. Lasse die Person wissen, dass sie wahrscheinlich ohnmächtig werden wird, und sage ihr, dass danach alles wieder gut sein wird.
    • Sage der Person auch, dass eine Ohnmacht meistens nicht gefährlich ist. Solange sie nicht auf den Kopf fällt, was du verhindern wirst, wird es ihr in wenigen Minuten wieder gut gehen.
  5. Bleibe an ihrer Seite und bitte jemand anderes darum, Hilfe zu rufen. Wenn eine Person nahe daran ist, ohnmächtig zu werden, bleibe an ihrer Seite, damit du sie auffangen kannst, wenn sie fällt. Lasse sie nicht alleine, um Hilfe zu holen, außer wenn das tatsächlich notwendig ist. Sie benötigt auch deine moralische Unterstützung.
    • Winke stattdessen jemanden herüber, auch wenn es ein Fremder ist, der sich 50 Meter entfernt befindet. Sage ihm, dass die Person in deiner Begleitung ohnmächtig geworden ist. Er könnte jemanden in einem nahegelegenen Gebäude finden, und hoffentlich etwas Wasser und einen Snack bringen, und vielleicht auch einen Anruf tätigen (Eltern, Arzt, usw.).

Teil 3 von 3: Umgang mit einem Ohnmachtsanfall

  1. Spanne die Muskeln in Armen und Beinen an. Ohnmacht wird im Allgemeinen durch eine mangelnde Durchblutung des Gehirns verursacht. Die Anspannung der Muskeln in den Gliedmaßen, wird deinen Blutdruck erhöhen, was einen Ohnmachtsanfall abwehren kann. Dies kann vor einem Ohnmachtsanfall und generell getan werden, um sicherzugehen, dass dein Blutdruck hoch genug ist.
    • Hocke dich hin und spanne deine Beinmuskulatur wiederholt an. (Halte deine Balance, indem du dich dabei sicherheitshalber gegen eine Wand lehnst.)
    • Klatsche wiederholt deine Hände zusammen, und spanne deine Muskeln dabei an.
    • Versuche dies ein paar Mal – wenn es nicht zu funktionieren scheint, lege dich stattdessen hin.
  2. Ziehe Steh-Training in Erwägung. Menschen, die regelmäßig aufgrund von Medikamenten ohnmächtig werden, könnten feststellen, dass sie ihren Körper trainieren können, einen Ohnmachtsanfall zu bekämpfen. Eine gängige Methode ist das "Steh-Training". Dazu solltest du dich an eine Zimmerwand anlehnen und dabei ca. 15 cm mit den Fersen von der Wand entfernt sein. Behalte diese Position für ca. 5 Minuten bei, ohne dich zu bewegen. Aus irgendeinem Grund veranlasst dies dein Gehirn dazu, einen Ohnmachtsanfall abzuwehren.
    • Versuche dies mit der Zeit über längere Zeitspannen zu üben, bis du es für etwa 20 Minuten tun kannst, ohne ein Schwächegefühl zu bekommen. Dieses Training muss über einen längeren Zeitraum hinweg angewandt werden und wird dann eine Ohnmacht verhindern. Es ist nicht für den Fall eines tatsächlichen Ohnmachtsanfalls gedacht.
  3. Iss etwas Salziges, wie einen Cracker. Wenn du die Energie dazu hast, greife nach etwas Salzgebäck, um daran zu knabbern. Du kannst alternativ auch jemanden in deiner Nähe bitten, dir einen Snack zu besorgen (erkläre, dass du dich schwach fühlst). Und wenn du öfter ohnmächtig wirst, solltest du für solche Situationen immer einen Imbiss zur Hand haben.
    • Ein bisschen Saft oder Wasser wird auch nicht schaden. Dein Körper braucht Flüssigkeit, und salzige Imbisse und Saft oder Wasser sind gut für dich.
  4. Wenn das Gefühl, ohnmächtig zu werden, nicht weggeht, entferne dich von Objekten, die dich verletzen könnten. Dein Körper wird dich wahrscheinlich eine Minute vor der Ohnmacht warnen (mehr oder weniger). Versuche, dich während dieser Zeit in einen offenen Bereich zu begeben, wo du dich hinlegen kannst und dich nicht verletzten wirst, wenn du fällst. Vielleicht kannst du ja auch eine Ohnmacht überkommen, wenn du dich hinlegst.
    • Was auch immer du tust, entferne dich von Treppen. Wenn du ohnmächtig wirst, könntest du die Treppen hinunterfallen und dich schwer verletzen. Das Gleiche gilt für die spitzen Kanten an Tischen, Schreibtischen und anderen Möbelstücken.
  5. Mache jemanden auf dich aufmerksam, um Hilfe zu erhalten. Wenn du in einer Schule oder an einem öffentlichen Ort bist, sage der Person, die dir am nächsten ist, dass du ohnmächtig wirst und Hilfe brauchst. Lege dich danach hin. Im Idealfall wird jemand mit einem Snack zu dir kommen und etwas Wasser bringen, was dir helfen wird, die Situation zu bewältigen.
    • Es könnte an einigen Orten eine ernsthafte Angelegenheit sein. Ein zahlender Kunde, der ohnmächtig wird, kann bedeuten, dass die Einrichtung etwas falsch macht. (Eine bessere Belüftung könnte notwendig sein, weniger Menschen auf einmal sollten hineingelassen werden, usw.) Sei versichert, dass jemand dir an einem öffentlichen Ort helfen wird.
  6. Was auch immer passiert, leg dich hin. Wenn du die obigen Schritte überspringen kannst, wird wahrscheinlich alles gut sein. Allerdings solltest du eins nie vergessen, lege dich hin. Wenn du dies bei vollem Bewusstsein tust, wirst du dich nicht verletzen. Wenn du ohnmächtig wirst, könntest du dich ernsthaft verletzen und möglicherweise auch andere um dich herum. Dich hinzulegen ist die wichtigste Regel.
    • Was war die wichtigste Regel? Das ist richtig: Lege dich hin. Es vermeidet mögliche Verletzungen und dein Verhalten wird die Menschen um dich herum wahrscheinlich darauf aufmerksam machen, dass etwas nicht stimmt. Und noch wichtiger, sobald du dich hinlegst, wirst du dich viel wohler fühlen.

Tipps

  • Es wird meist durch zu schnelles Aufstehen, Dehydratation, Medikamente oder extreme Emotionen verursacht.
  • Ohnmacht wird häufig durch einen temporär verringerten Blutfluss zum Gehirn ausgelöst.
  • Du solltest dir ärztliche Hilfe suchen, wenn du wiederholte/konstante Ohnmachtsanfälle hast.
  • Das Saugen an Gerstenzucker erhöht die Menge an Glukose im menschlichen Körper. Versuche es, wenn du denkst, dass du ohnmächtig werden wirst.

Warnungen

  • Viele Menschen haben sich bei einer Ohnmacht im Badezimmer spät abends schwer verletzt. Mögliche Ursachen sind niedriger Blutdruck und bei Männern beim Wasserlassen eine Erweiterung der Blutgefäße aufgrund des Vagusnervs. Verwende ein Nachtlicht im Badezimmer, stehe langsam aus dem Bett auf und setze dich während der Benutzung der Toilette hin.
  • Wenn du andere Symptome wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit, Bauchschmerzen, Schwäche oder Funktionsverlust hast, suche sofort ärztliche Hilfe.
  • Wenn du ein Auto fährst und beginnst dich schwindelig zu fühlen, und Symptome einer bevorstehenden Ohnmacht hast, halte an einem sicheren Ort an.
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