Eine Lernhilfe erstellen

Eine Lernhilfe ist ein Hilfsmittel, dass der Festigung und Vertiefung deines Verständnisses von Lerninhalten, bei der Vorbereitung einer Prüfung dient. Studenten, Lehrer und Leute, die sich auf eine neue berufliche Laufbahn vorbereiten, müssen oft Lernhilfen zusammenstellen. Zu welchem Zweck auch immer du eine Lernhilfe erstellst, hier findest du eine Anleitung, wie man dabei vorgeht.

Vorgehensweise

  1. Drei Zielsetzungen sind nötig, um eine wirkungsvolle Lernhilfe zusammenzustellen:
    • Die Lerninhalte in überschaubare Lernblöcke unterteilen.
    • Zusammenhänge zwischen den Ideen und Konzepten erkennen, erklären und veranschaulichen.
    • Konkrete Beispiele finden um die Lerninhalte in Situationsbezug des täglichen Lebens zu stellen.
  2. Trage alle Informationen zusammen, die du braucht um deine Lernhilfe zu erstellen. Dazu gehören Fachbücher, Notizen aus Vorlesungen, Prüfungen, Hausarbeiten und alle anderen Studienunterlagen, die dir abgegeben worden sind. Wenn du eine Lernhilfe zur Vorbereitung einer Jahresabschlussprüfung zusammenstellst, solltest du auch alle Zwischenprüfungen zum Thema berücksichtigen.
  3. Finde heraus, welches die Schlüsselbegriffe sind, die in die Lernhilfe aufgenommen werden sollen. Du kannst sie den zusammengetragenen Unterlagen und Büchern entnehmen.
  4. Erstell eine Liste aller ergänzenden Informationen und weiterer Angaben, die mit den Hauptthemen in Verbindung stehen und in die Lernhilfe aufgenommen werden sollten.
  5. Wähle ein Modell für die Lernhilfe aus. Frage dich, für welches Fach gelernt wird, wie du das Unterrichtsmaterial am besten strukturierst, über welche Vorkenntnisse das Zielpublikum verfügt und welches ihre bevorzugten Lernmethoden sind. Es gibt etliche verschiedene Modelle von Lernhilfen, jeweils auf das Themengebiet und den Lerntyp zugeschnitten:
    • Graphische Konzeptdarstellungen. Hierfür schreibt man die Hauptideen in Kästchen und vernetzt sie mit den weiterführenden Informationen, je nach dem in, welcher Beziehung Letztere zu den Hauptideen stehen (beispielsweise in chronologischer Reihenfolge). Solche bildhaften Darstellungen zeigen auf übersichtliche Weise wie die einzelnen Aspekte mit den Hauptideen zusammenhängen und wie sich alles zu einem Ganzen fügt.
    • Vergleichstabellen. Lernhilfen mit Vergleichstabellen eigenen sich besonders gut, um einander ähnliche Ideengruppen zu vergleichen. Eine Vergleichstabelle für verschiedene Pflanzenarten würde demnach die Namen der Pflanzen in Kolonnen aufführen. In den Zeilen darunter würden der jeweilige Lebensraum, Familie und Gattung genannt.
    • Lernkartei. Auch Vokabelkarten genannt, besteht eine Lernkartei üblicherweise aus Karteikarten mit einer beliebigen Menge an Informationen. Schreibe einen Schlüsselbegriff auf die Vorderseite jeder Karte und auf der Rückseite die Information die du dir in Zusammenhang mit dem Schlüsselbegriff einprägen möchtest.
    • Diagramme. Das Diagramm ist eine ideale Lernhilfe, wenn es gilt, Prozesse oder Abläufe, die aus Serien festgelegter Schritte bestehen, bildhaft darzustellen. Man beginnt jeweils oben links mit einem Hauptbegriff und setzt den Ablauf linear nach rechts fort und zeigt dabei die Hauptfaktoren der Reihe nach auf.
    • Zeitachsen. Eine praktische Technik die zeitliche Abfolge verschiedener Ereignisse aufzuzeigen. Man verwendet Zeitachsen oft in Fächern wie Geschichte, Politik oder Biologie.
    • Trockentests. Anhand von realistischen Prüfungsaufgaben kann man sich auf den Ernstfall vorbereiten.
  6. Du hast die Wahl eine Lernhilfe nach dem Vorbild eines der genannten Modelle oder aus einer Kombination der Modelle zu erstellen, indem du Hauptbegriffe und ergänzende Informationen die du deinen Unterrichtsunterlagen entnommen hast, hinzufügst. Deine Lernhilfe kannst du entweder von Hand niederschreiben oder mit PC-Programmen zur Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation erstellen. Es gibt auch spezielle Programme zur Erstellung von Lernhilfen.

Tipps

  • Farbig markierte Wörter oder Definitionen in Lehrbüchern sind oft wesentliche Punkte und sind sollten in die Lernhilfe aufgenommen werden.
  • Vergiss nicht, dass die verschiedenen Modelle spezifische Vor- und Nachteile haben und dass es viele verschiedene Lerntypen gibt. Um ein Modell an die eigenen Vorlieben und das Themengebiet anzupassen, musst du vielleicht mehrere Modelle ausprobieren. Der visuelle Lerntyp zum Beispiel findet Karten und Diagramme am nützlichsten, wogegen der auditive Lerntyp möglicherweise besser mit Karteikarten lernt, die er laut vorlesen kann.
  • Versuche die Informationen kurz und bündig zu halten und unnötige Angaben gar nicht erst zu berücksichtigen.
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