Sich an ein früheres Leben erinnern

Bist du ein Astronaut gewesen? Ein Entdecker? Eine Schauspielerin oder ein großer König in der Geschichte? Würdest du es gerne herausfinden? Etwas über dein früheres Leben herauszufinden, kann Spaß machen. Es ist einfach, entspannend, und du brauchst nicht einmal großen Hokuspokus-Hypnotiseur dafür! Folge einfach den Anweisungen und wirst eines deiner früheren Leben im Nu wiederempfinden!

Methode 1 von 3: 1 – Mach's selbst!

  1. Bereit dein Schlafzimmer hierfür vor. Es darf dir weder zu kalt noch zu warm sein. Zieh die Vorhänge zu, mache Fernseher und Radio aus, schalte dein Handy ab. Solltest du über einen Sound-Generator verfügen, schalte diesen an und regele die Lautstärke so, dass Geräusche von außen übertönt werden.
    • Weißes Rauschen: Es klingt wie wenn du auf deinem angeschalteten Fernseher kein Sender zu sehen ist.
    • Pinkes Rauschen: Dies erweckt in dir das Geräusch eines hohen Wasserfalls.
  2. Braunes Rauschen: Du bekommst das Gefühl, das Meer aus der Nähe zu hören, samt seinen Wellen, die sich ans Ufer wälzen.
  3. Entspanne deinen Geist, begib dich gedanklich auf die Suche nach Ruhe und Stille. Sitze in einem abgedunkelten Raum, lehne dich zurück. Stelle vorher fest, ob grundlegende körperliche Bedürfnisse gestillt sind. Bedürfnisse, zum Beispiel Hunger, können dich zu stark von deinem Vorhaben ablenken.
  4. Entspanne deinen Körper. Wirf dich auf deinem Bett, oder wo auch immer du die Suche nach früheren Leben eingeleitet hast, zurück und schalte für ein paar Minuten ab, um dich auf deine Reise vorzubereiten.
  5. Bereite dich vor, indem du die Augen schließt und es dir bequem machst. Liege, wenn möglich, auf dem Rücken mit den Händen an den Seiten und bade in einem schützenden Licht.
    • Stell dir ein weißes, dich umhüllendes Licht vor, wie es schrittweise auf deine Füße, Beine, Knie, Schenkel, deinen Oberkörper, deine Arme, deinen Hals, dein Gesicht und schließlich deinen ganzen Kopf scheint. Diese Licht beschützt dich vor allen negativen Einflüssen. Es steht für Liebe, Wärme, Erleuchtung, als schummriger Nebel umgarnt es dich in einem Kokon, der dich vor dem Bösen bewahrt.
    • Sieh das Licht in dir. Fühle seine Wärme und gewähre ihm, dich reinzuwaschen. Sprich diese Gewähr aus, egal ob leise oder laut: "Ich atme mächtige, schützende Energie. Diese Energie bildet eine Schutzaura um mich. Sie beschützt mich vor allem in allen Zeiten."
  6. Sprich es fünfmal aus, nach jedem Atemzug. Dann konzentiere dich darauf, die Energie vor deinem inneren Auge zu sehen und zu fühlen, um sie heller und mächtiger wirken zu lassen. Lasse das Licht in der Farbe erstrahlen, die dir als erste in den Sinn kommt und fahre so weiter, bis du bereit bist für den nächsten Schritt.
  7. Beginne deine Reise. Stelle dir dich selbst in einem langen Gang mit großen Toren an den Enden vor. Stelle dir den Gang so detailliert wie möglich vor, ganz gleich, welche Dinge dabei in Erscheinung treten.
    • Der Gang könnte glanzvoll und golden erscheinen, oder gothisch im Stil einer Kathedrale, oder nur aus Edelsteinen bestehend. Wenn du möchtest, offenbart sich dir auch ein Waldboden, über den sich mächtige Äste ranken und welche die ominösen Gänge konstruieren.
  8. Benutze den Gang in deiner ersten Reise zurück auch für alle nächsten Versuche. Mache dir bewusst, dass du hinter den Toren genau dieses Ganges ein neues früheres Leben erfahren wirst, sobald du die Klinke oder den Knauf betätigst.
  9. Laufe den Gang hinab und nimm jeden Schritt mit Bedacht. Stell dir vor, wie deine Füße den Boden erfühlen und erdenke dir alle möglichen Aspekte und Details – den Geruch des Raumes, die Geräusche der Umgebung, die Farbe des Lichts...
  10. Wenn du schließlich am Ende des Ganges angekommen bist, nimm den Türknauf in die Hand, wenn du dich bereit dazu fühlst. Und keinen Moment eher. Stell dir vor, wie du es tust, erfühle die Oberfläche des Knaufs oder der Klinke, lausche dem Mechanismus, den du beim Betätigen auslöst. Wenn die Tür nachgibt und sich öffnet, atme noch einmal tief durch und stoße die Tür langsam auf...
  11. Heiße eines deiner früheren Leben willkommen. Nimm dich der ersten Sache an, die dir auf der anderen Seite des Tores vor deinem inneren Auge erscheint und erkenne es als eine Ebene deiner Vergangenheit an.
    • Es könnte sich als sehr abstrakt, als bloße Farbe wie Gelb, darstellen, oder als klar, eindeutig und fühlbar. Nimm alles, was du siehst, als Grundlage. Baue dann darauf auf. Fühle es. Halte deine Vorstellungen und öffne dich ihnen, empfange alles, was in deinem Geist aufsteigt.
    • Zum Beispiel könnte sich aus einem abstrakten Gelb ein Teppich entwickeln, auf dem du immer tiefer in deine Vision hinein gleitest. Vielleicht entwickelt sich aus dem bloßen Gelb auch Sonnenschein, der den Teppich so strahlend färbt. Vielleicht entdeckst du dann, dass sich der Teppich irgendwo in einem Haus einer großen Weltstadt befindet und so weiter...
  12. Du könntest nun erste Zweifel hegen, aber werde dir klar darüber, dass du dich gerade an dein früheres Leben erinnerst.
  13. Sei geduldig. Wenn du nichts siehst, denke an etwas, dass du schon immer gern gehabt oder getan hättest. Vielleicht an ein bestimmtes Hobby, einen sehnsüchtigen Wunsch oder einen Ort auf der Welt, den du am liebsten besuchen möchtest. Vielleicht fragst du dich ja manchmal: "Warum mag ich dies eigentlich? Ist es auf ein früheres Leben zurückzuführen?"
    • Wenn dir immer noch nichts in den Sinn kommt, versuche es mit der "Schuh-Methode": Schau runter zu deinen Füßen und stell dir vor, mit dem ersten Paar Schuhen zu laufen, dass dir einfällt. Baue darauf auf. Vielleicht siehst du dich in Sandalen, gar eine Tunika tragend. Oder es sind elegante Schuhe, passend zu einem schweren Seidengewand...
    • Wenn du dich in einem schönen Haus wiederfindest, mit einer wunderschönen Frau oder einem gutaussehenden Mann, und du wunderst dich, wie du da hin gekommen bist – stelle nicht zu viele Fragen. Genieße die Umgebung und erkunde sie weiter.
  14. Sobald du dir einmal etwas vorgestellt hast – selbst wenn es nur ein paar Schuhe ist – und du dir sicher bist, dass ein Fünkchen Wahrheit dahinter steckt, kannst du deine nächste Meditation von da aus beginnen. Beginne den nächsten Versuch immer mit dem Letzten Eindruck, den du wiederentdeckt hast. Arbeite dich immer vom Bekannten zum Unbekannten vor.
    • Diese Visionen haben oft einen gewissen Kern der Wahrheit. Dem kannst du dir nur sicher sein, wenn du eine bestimmte Anzahl an Meditationen hinter dir hast. Du wirst nach und nach ein Muster hinter allem erkennen.
    • Du musst dich mit der Tatsache anfreunden, dass das, was du gesehen hast, wirklich ist oder war. Wenn du dich nicht darauf einlässt, wirst du nirgendwo hinkommen. Dein analytisches und zu kritisches Denken wird jede Projektion deiner Meditationen niederreißen.
  15. Kehre in die Gegenwart zurück. Solang du dich im Vorfeld nicht von einer schlechten Erinnerungen loseisen musstest, ist, was passieren wird, dass du einfach aus dem Nebel heraustreten wirst. Du wirst bemerken, dass sich dir keine neuen Bilder mehr auftun, oder dein rationales Denken hat schlagartig begonnen, sich mit etwas auseinanderzusetzen, das du gesehen hast. Und dann bist du fertig fürs Erste – du hast keine andere Wahl als deine Augen zu öffnen.
    • Wenn dir dies nicht passiert, aber du trotzdem bereit bist, zurückzukehren, stelle dir einfach wieder das Tor zu dem großen Gang vor, und dass du nach Passieren des Eingangs ein Gefühl der Erfrischung hast. Stelle dir vor, dich klar und im Detail an dein früheres Leben erinnern zu können.

Methode 2 von 3: 2 – Die Hypnosetherapie

  1. Besuche einen Hypnosetherapeuten. Manchmal benötigt man 'Hilfsmittel' beim Aufspüren eines früheren Lebens, die wir allein nicht aufbringen können. Zudem kann eine Selbsthypnose sehr schwierig sein. Hypnosetherapeuten mit einer Spezialisierung auf Mentale Reisen in frühere Leben sind in den benötigten Gebieten der Psychologie geschult. So gehst du die Konsultation an:
    • Vielleicht führen sie Sprechstunde mit dem Spielen von Musik oder sie versetzen dich mit einem Gespräch in Entspannung und Komfort. Vertraue dich den Methoden an, lasse dich führen.
    • Mache dich von Gedanken frei, lass zu, was auch immer von selbst in deinen Gedanken auftaucht.
    • Entspanne deinen Körper samt deinen Muskeln, vor allem deinen Nacken und deine Schultern.
    • Sobald du dich tiefer entspannst, könnte der Therapeut das Licht ansprechen, dass du durch deinen Körper strömen und jeden Bereich in deinem Körper erreichen lassen musst, bis es dich komplett umgibt.
    • Sobald du entspannt und vorbereitet bist, wird man dir die Türen zu deinen früheren Leben öffnen und wird eine Führung durch die Zeit geben.
    • Sie werden dich dazu ermutigen, deine Erinnerungen zu erkunden, so detailliert wie möglich.
    • Eventuell versetzt dich der Therapeut zurück in die Gebärmutter deiner Mutter in einem früheren Leben.
    • Wenn du dein früheres Leben entdeckt hast, wird man dich weiter hindurch führen, dich dazu ermutigen, es so zu fühlen, wie du meinst, dich daran zu erinnern. Und nur in dem Moment, indem du erwachst, wirst du über dein ganzes frühere Leben Wissen innehaben.
    • Wenn eure Sessions zu grenzwertig werden, wird der Hypnotiseur dich langsam in dein momentanes Leben in der Gegenwart zurückbringen.
  2. Glückwunsch! Du hast soeben von deinem früheren Leben erfahren.

Methode 3 von 3: 3 – Metaphysik

  1. Befasse dich hierzu mit Religion. Für einige bedeuten frühere Leben weniger konkrete Begebenheiten als vielmehr Verankerungen in deinem Ich. Viele Kulturen durch die ganze Menschheitsgeschichte hindurch sehen Wiedergeburt als Zenrum ihres Glaubens an.
    • Es gibt verschiedene Begriff für Wiedergeburt, und jede Konfession praktiziert ihre eigene Vorstellung. Manche Sekten sehen sie nicht als relevant an, viele Religionen und Gemeinschaften jedoch schon.

Tipps

  • Streng dich nicht zu sehr an. Es sollte etwas Einfaches und Natürliches sein. Du solltest nicht danach streben.
  • Zurückversetzungen in frühere Leben haben etwas mit Seelengedächtnis und Seelenreisen zu tun – und das bist du. Psychologen fanden heraus, dass das Unterbewusstsein, in dem Erinnerungen und Informationen eingelagert sind – zwar schwierig zu erreichen ist, dieses aber nicht unmöglich ist.
  • Sprich dir Mantras vor und rufe dein inneres Auge und seine Erinnerungen immer wieder vor, um mental unterbewusst zu reagieren, wie beim Pawlow-Effekt.
  • Sei bereit, eine gewisse Resonanz der entdeckten Wahrheiten in dem wahrzunehmen, was du siehst, hörst oder schmeckst. Du wirst die Wahrheit erfahren, wenn du sie findest.
  • Du wirst vielleicht nicht sofort Erfolge erzielen, darum versuche es weiter, bis du zu ersten Ergebnissen kommst.
  • Praktiziere deine Selbstversuche nicht an mehreren Tagen hintereinander oder zu oft. Verkrampfte Versuche führen zudem zu ungenauen und schwammigen Vorleben-Erfahrungen. Wenn du viel Zeit zwischen den Sessions verstreichen lässt (Wochen oder Monate) und dir später deine Notizen anschaust, werden dir vielleicht Übereinstimmungen auffallen – ein wegweisender Aufschluss darüber, dass das, was du erfahren hast, real ist.
  • Während der Phasen zwischen den Sitzungen, oder nachdem du deine Erinnerungen und Ideen festgehalten hast, denke an etwas Spezielles, zu dem du eine Verbindung hast. Das können Sprachen sein, Melodien (sehr häufig), Orte und Gerüche. Zu jeder Facette wirst eher eine Neigung oder Abneigung verspüren. Auch diese werden dir etwas über dein Ich verraten.
  • Wenn du etwas sehr Unangenehmes in deinem früheren Leben entdeckst, vergewissere dich deiner Aura, die dich umgibt. Du könntest deine Reise alsbald beenden, wenn du möchtest. Du musst nicht bleiben und schlimme Erinnerungen wiedererfahren.

Warnungen

  • Es gibt diverse Berichte über Kinder, die von früheren Leben erzählen. Geschehnisse und Orte werden dabei erwähnt, ohne davon vorher je erfahren haben zu können. Und dies im Alter von zwei Jahren.
  • Wenn du mit einem unschönen Bild aus deinem früheren Leben konfrontiert wirst, sei dir klar darüber, dass du es sofort aus deinen Gedanken löschen kannst. Obwohl du dich mit einem gleißenden Licht schützt, wirst du trotzdem auf Szenen stoßen, die kaum zu ertragen sind. Dann öffne einfach deine Augen. Wenn du dich dafür entscheidest, diese schmerzlichen Dinge weiter zu sehen, wisse, dass du sie nur sehen und nicht wieder durchleben wirst, und dass du sicher vor Angst und Schwermut bist. Aus deinem strahlenden schützenden Kokon heraus wirst du dir einbilden, dass diese Erinnerungen gerade, wie in einem Film, von professionellen Schauspielern erneut in Szene gesetzt werden. Sag dir, dass es dich weder verletzen noch dich schlecht fühlen lassen wird.
  • Ein anderes häufiges Phänomen, das eintreten kann, ist das "Fragmentieren". Deine Erinnerungen werden sehr eingängig, deine Herzfrequenz wird sich vielleicht erhöhen, und du wirst in sensationelle Erfahrungen hineingeraten. Als wärst du ein winzig kleines Teilchen, auf dass das Geschehene mit enormer Kraft wirkt. Die Bilder, die du dann sehen wirst, könnten fragmentieren, zu kleinen Teilen zerspringen wie eine Fensterscheibe. Damit einher gehen abstrakte Bilder und Formen wie in einem seltsamen Traum. Nach und nach werden alle Erinnerungen aus früheren Leben betroffen sein. Dies kann dich verwirren, aber lass dich davon nicht beunruhigen. Distanziere dich einfach von den Bildern und höre auf. Über deinen Körper nachzudenken, wird dich automatisch zu ihm zurückführen.
  • So wie es auch in Religionen angesehen wird, müssen wir offen gegenüber eventueller Erinnerungen aus früheren Leben sein, sofern sie uns helfen, Schlüsse für unserere aktuellen Leben zu ziehen.
  • Erkenne, dass schöne und verrückte Dinge während deiner Meditationen oder auch Sprechstunden passieren könne. Eines der größten Phänomen ähnelt der außerkörperlichen Erfahrung. Es ist das unfassbare Gefühl, über seinem momentanen Selbst zu schweben, als ob deine Seele über deinem Körper auf dem Bett schwirre. Obwohl dies nicht zur eigentlichen Erfahrung früherer Leben gehört, so bringt es dich doch näher zur Spiritualität, welches elementar für Vorleben-Erfahrungen sind. Begleitend dazu sind die bereits angesprochenen erhöhten Herzfrequenzen, wenn du die Szenen um dich herum wahrnimmst.
  • Verwechsele die Wahrheit nicht mit dem, was du am liebsten sehen wolltest. Wie Bob Dylan einmal gesagt hat: "Don't go mistaking paradise for that home just down the road." (Pass auf, das Paradies nicht mit der Heimat, gerade die Straße runter, zu verwechseln.")
  • Ein altes chinesisches Sprichwort besagt: "Es spielt keine Rolle, ob die Katze weiß oder schwarz ist, Hauptsache, sie fängt die Maus." Von einem sehr psychologischen Standpunkt betrachtet, macht es keinen Unterschied, welche der angesprochenen Methoden effektiver oder realistischer ist. Solang es einen Effekt mit sich bringt oder Erfahrungen früherer Leben bei Menschen bei der Bewältigung der Probleme hilft, ist das wichtigste getan.
  • Viele Bewohner moderner oder westlicher Kulturen haben den Bezug zu früheren Leben verloren oder mögen dies als sehr skeptisch betrachten. Schließlich gibt es keine konkreten Beweise auf wissenschaftlicher Ebene, dass Menschen wiedergeboren werden. (Zumindest hat noch niemand eine Münze aus dem alten Rom oder ähnliches aus einer Vorleben-Erfahrung mitgebracht!)
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