Einen Rasen mit Hilfe von Grassamen anlegen

Ist dein Rasen brandneu oder mit kahlen Stellen übersät? Rasen in deinem Garten anzulegen bietet Bodenbewachsung, schützt die Erde vor Errosion, und verleiht deinem Zuhause natürliche Schönheit. Lerne die richtige Sorte Gras für deine Region auszuwählen, die Samen richtig zu pflanzen, und einen üppigen Grasteppich heranwachsen zu lassen.

Methode 1 von 4: Eine Grassorte auswählen

  1. Erkundige dich über Grasarten die in deiner Region gut wachsen. Die meisten Gräser fallen in eine dieser beiden Kategorien: Gräser der kühlen Jahreszeit, Gräser der warmen Jahreszeit. Es ist wichtig herauszufinden welche Kategorie besser in deiner Region gedeiht, um sicherzustellen, dass du das ganze Jahr lang einen gesunden Rasen hast.
    • Gräser der kühlen Saison werden im Sommer oder Frühherbst gepflanzt und haben eine starke Wachstumsphase im Mitt- bis Spätherbst. Diese Grassorten wachsen in der Regel besser in nördlichen Gegenden mit kalten Wintern und milden Sommern. Gräser der kühlen Saison enthalten die folgenden:
      • Wiesen-Rispengras, ein edles, dunkelgrünes Gras das gut im Schatten wächst.
      • Rohr-Schwingel, ein genügsames Gras mit einer geraden Struktur.
      • Deutsches Weidelgras, ein mittelgrobes Gras das gut unter der prallen Sonne wächst.
    • Gräser der warmen Saison werden im Frühling gepflanzt und wachsen im Sommer üppig und gesund. Diese Gräser wachsen am besten an Orten mit späten, milden Wintern und heißen Sommern. Gräser der warmen Saison beinhalten die folgenden:
      • Hundszahngras, ein feines Gras das besser in der prallen Sonne, als im Schatten wächst.
      • Zoysiagras, ein mittelgrobes Gras das sich im Winter besser schlägt als die meisten anderen Gräser der warmen Saison.
      • St. Augustin-Grass, ein Gras das im kalten Wetter nicht überlebt.
  2. Entscheide welches Gras am besten in deinem Garten wächst. Die Bedingungen in deinem Garten werden die Gesundheit deines Grases genau so beeinflussen, wie das Wetter deiner Region. Hunderte von Samenvariationen wurden entwickelt um in bestimmten Umgebungen zu wachsen. Ziehe die folgenden Variablen in Betracht wenn du dich für eine Art von Gras entscheidest:
    • Läuft das Wasser in deinem Garten gut ab, oder tendiert der Boden dazu, auszutrocknen? Bestimmte Samen wurden kreiert um in vollgesogenen Böden zu überleben, andere wurden entworfen um in der Trockenheit zu überleben.
    • Hast du einen sehr schattigen oder besonders sonnigen Garten? Wähle eine Grassorte aus, die bestmöglich zu deinen Gartenkonditionen passt.
    • Pflanzt du den Rasen für dekorative Zwecke oder möchtest du darauf barfuß laufen können? Manche Gräser sehen schön aus, fühlen sich aber weniger angenehm an, andere sind weich und perfekt um darauf zu liegen.
    • Wie oft möchtest du deinen Rasen mähen? Manche Gräser wachsen schnell und bedürfen alle ein, zwei Wochen deiner Aufmerksamkeit, während andere länger auf sich allein gestellt sein können.
  3. Beziehe deine Grassamen. Du kannst Grassamen im Baumarkt, in einer Gärtnerei, oder im Internet kaufen. Versichere dich lediglich, dass du sie von einer seriösen Quelle beziehst. Für das unerfahrene Auge sehen alle Grassamen gleich aus, du möchtest also sicher sein können das zu bekommen wofür du bezahlt hast, anstatt ein billigeres Gras oder sogar Unkraut zu erhalten.
    • Rechne dir aus wie viel Gras du benötigst. Jeder Grassorte bietet eine unterschiedliche Deckung. Nachdem du die Quadratmeter der zu bepflanzenden Fläche gemessen hast, unterhalte dich mit einem Fachverkäufer und erkundige dich, welche Menge an Grassamen du kaufen musst.
    • Manche Samenverkäufer bieten Online-Grassamenrechner an, die dir helfen auszurechnen welche Menge an Samen du brauchst.

Methode 2 von 4: Den Boden für die Aussaat vorbereiten

  1. Pflüge die obere Schicht des Bodens. Die obere Schicht aufzubrechen, wird es für die Grassamen einfacher machen Wurzeln zu fassen. Falls du eine große Fläche zu bearbeiten hast, kaufe oder miete dir eine Gartenfräse die du über den Rasen rollen kannst, um den Boden aufzubrechen. Sollte es sich um eine kleinere Fläche handeln, kannst du eine Gartenharke oder ähnliches verwenden.
    • Zerbrösel große Erdbrocken während du pflügst um einen relativ feinen, ebenerdigen Boden zu erhalten.
    • Entferne Steine, Stöcke, oder andere Fremdkörper.
    • Falls du die Samen pflanzt um kahle Stellen in deinem bestehenden Rasen in Angriff zu nehmen, breche den Boden nur an diesen Stellen auf. Mähe den Rest des Rasens so kurz wie du kannst.
  2. Begradige den Boden. Falls es Stellen in deinem Garten gibt, die sich bei Regen auffüllen, begradige den Boden dort. Grassamen werden nicht überleben, falls sie längere Zeit unter Wasser sind. Begradige die tiefergelegten Flächen, indem du sie mit Erde aufschüttest und um die Ecken herum pflügst, um den Boden anzugleichen.
  3. Dünge den Boden. Gras wächst viel besser in gedüngtem Boden, besonders wenn es sich um einen Garten handelt in dem über Jahre hinweg Gras gepflanzt wurde. Kaufe einen Dünger der speziell für die Aussaat von Gras ist.

Methode 3 von 4: Die Samen pflanzen

  1. Streue die Saat aus. Falls du eine große Fläche zu bepflanzen hast, miete oder kaufe eine Rasenstreu- oder Sämaschine, sodass die Samen gleichmäßig verteilt werden. Bei einer kleineren Fläche kannst du die Samen per Hand aussäen.
    • Benutze die Menge an Samen die der Fachverkäufer im Laden, oder der Onlinerechner im Internet dir vorgegeben hat. Es ist wichtig die richtige Menge Gras zu pflanzen, um sichergehen zu können, dass der Rasen gleichmäßig wächst.
    • Streue nicht zu viele Samen aus. Widerstehe der Versuchung zusätzliche Samen über den Rasen zu streuen. An den übermäßig gesäten Stellen wird das Gras dünner wachsen, da die Sätzlinge um Nährstoffe kämpfen müssen.
  2. Schütze die Samen mit Humus. Streue eine dünne Schicht Humus über die gesamte bepflanzte Fläche, entweder per Hand oder mit einer Gitterwalze. Neu gepflanzte Samen müssen vor den Elementen geschützt werden, bis sie Wurzeln fassen.
  3. Bewässere den Boden. Stelle den Gartenschlauchaufsatz auf “Nieselregen” und bewässere die Fläche solange, bis sie feucht ist.
    • Benutze keinen starken Wasserstrahl, da du die Grassamen damit wegwaschen könntest.
    • Frischgepflanzte Samen sollten jeden Tag gewässert werden, bis das Gras sprießt und ein para Zentimeter gewachsen ist.
  4. Halte Menschen und Haustiere vom Rasen fern. In den ersten Wochen nach der Aussaat sollte niemand auf den Samen herumtrampeln. Ziehe in Erwägung ein Schild aufzustellen oder die Fläche mit Schnüren oder Fähnchen abzugrenzen. Falls du Haustiere oder andere Tiere herumlaufen hast, könntest du einen vorübergehenden Zaun aufstellen um deinen Garten vor Schäden zu schützen.

Methode 4 von 4: Sich um das Gras kümmern

  1. Halte es bewässert. Nachdem das Gras einige Zentimeter hoch gewachsen ist, musst du es nicht mehr täglich gießen. Bewässere den Rasen ein paar Mal die Woche, sodass der Boden ordentlich durchgenässt ist.
    • Falls das Gras anfängt braun zu werden oder trocken auszusehen, gieße es umgehend um es wiederzubeleben.
    • Falls möglich, versuche die Natur sich um das Gras kümmern zu lassen. Gieße nicht nach starkem Regen, sonst könnte Staunässe entstehen.
  2. Mähe das Gras. Das Gras zu mähen hilft ihm dick und gesund zu wachsen. Falls es zu lang wächst, wird es allerdings schilfig und hart. Mähe den Rasen zum ersten Mal, wenn er 10cm hoch steht. Mähe ihn jedes Mal wenn er diese Länge erreicht.
    • Lasse das gemähte Gras liegen wenn du fertig bist, es dient als natürlicher Dünger und hilft dem Gras stärker zu werden.
    • Ziehe in Erwägung einen Handrasenmäher anstatt einen Motor-Rasenmäher zu benutzen. Handrasenmäher sind besser für das Wohlbefinden deines Rasen, da sie ihn sauber abschneiden, anstatt ihn zu reißen und zu stückeln, was ihn wiederum anfälliger für Krankheiten macht. Handrasenmäher lassen einen Rasen professionell bearbeitet aussehen und sie verschmutzen nicht die Umwelt.
  3. Dünge den Rasen. Nach ungefähr sechs Wochen, wenn das Gras hochgewachsen und gesund ist, dünge es erneut mit einem Spezialdünger. So kannst du sichergehen, dass er die Saison über weiterhin gut wächst. Plane den Rasen zu Beginn der Wachstumsphase eines jeden Jahres zu düngen.

Tipps

  • Falls du versuchst einen durchlöcherten Rasen zu reparieren, versuche zuerst herauszufinden wieso dort kein Gras wächst. Gibt es ein Problem mit der Bodenerrosion? Schlechten Boden? Trockenheit? Überflutung? Die Antwort auf diese Frage kann einen großen Unterschied für den Samenpflanzungsprozess machen. Ein lokaler Rasenexperte kann bei diesem Thema sehr hilfreich sein.
  • Vögel lieben dabei zuzusehen wie Menschen Rasen aussäen. Im Grunde genommen ist jede Pause die du vom Säen nimmst, eine Möglichkeit für ein Festmahl. Je schneller du die Samen ausgesät und unter einer Schicht Erde bedeckt kriegst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie an Ort und Stelle bleiben.

Warnungen

  • Versichere dich, dass so wenige Leute wie möglich über den frischgepflanzten Rasen laufen. Ein Erwachsener mit einem Körpergewicht von 80kg könnte die Saat ganz einfach so tief in den Boden drücken, dass sie es nicht an die Oberfläche schafft.

Was du brauchst

  • Grassamen
  • Dünger
  • Humus
  • Grasfräse oder Samensträuer (optional)
  • Rasenmäher
  • Gartenschlauch
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