Kassetten auf den Computer übertragen

Audiokassetten eröffneten in den Tagen, als sie das erste Mal eingeführt wurden, eine unvorstellbare Mobilität. Du konntest sie dir in deinem Zimmer, im Auto oder sogar beim Joggen auf deinem Walkman anhören. Kassettenbänder wurden seitdem jedoch durch praktischere Musikabspielgeräte ersetzt, einschließlich MP3-Playern. Audiokassetten verderben jedoch oder werden von Bandabspielgeräten "gefressen", und Kassettendecks werden zunehmend seltener. Es ist allerdings nicht alles verloren: Es ist möglich, den Ton von Kassetten auf deinen Computer zu übertragen, wo er in Formaten, wie etwa WAV und MP3, gespeichert oder auf CD gebrannt werden kann.

Methode 1 von 6: Die Aufnahme vorbereiten

  1. Stelle deine Materialien zusammen. Zusätzlich zu einem Kassettendeck und einem Computer brauchst du auch ein Kabel, mit dem du dein Kassettendeck an deinen Computer anschließen kannst. Die genauen Teile, die du brauchst, hängen in erster Linie von deinem Kassettendeck ab. Sieh dir für eine umfassende Liste der Optionen den "Was du brauchst"-Abschnitt unten an.
    • Beinahe alle Kassettendecks haben eine 3,5-mm-Kopfhörerbuchse. Falls dein Computer eine Kopfhörerbuchse hat, brauchst du ein Kabel mit einem 3,5-mm-Stereostecker an jedem Ende. Du kannst auch ein Kabel und passende Adapter benutzen, so dass beide Enden einen 3,5-mm-Stereostecker haben.
    • Viele Kassettendecks haben unsymmetrische Ausgänge. Du erkennst diese daran, dass sie rote und weiße Plastikringe enthalten. Du brauchst ein Kabel mit zwei Cinchsteckern an einem Ende und einem 3,5-mm-Stecker am anderen. Du kannst auch Adapter benutzen.
    • Hochwertige Kassettendecks sind möglicherweise durch duale dreipolige XLR-F-Verbindungen oder symmetrische 6,35-mm-Telefonbuchsen mit symmetrischen Ausgängen ausgestattet. Bei diesen brauchst du Kabel, die XLR-M oder eine 6,35-mm-Telefonbuchse an einem Ende und Stecker, die zur Toneingangs-Hardware deines Computers passen, am anderen Ende haben. Falls du ein Kassettendeck mit symmetrischem Ausgang benutzt, ist es wahrscheinlich, dass die Ton-Hardware deines Computers symmetrische Eingänge hat. Falls nicht, brauchst du einen Adapter, um deine symmetrischen Signale zu unsymmetrischen zu machen. Berate dich mit einem Geschäft für Audiobedarf darüber, was für deine Hardware-Anordnung am besten geeignet ist.
  2. Schließe es an eine Kopfhörerbuchse an. Stecke ein Ende deines Kabels in die Kopfhörerbuchse deines Kassettendecks und das andere in den Eingang ("nicht" den Mikrofon-Eingang) deines Computers. Die meisten Eingänge sind blau mit etwas, das wie Bögen oder Wellen aussieht, die sich ausbreiten, darüber. Sie befinden sich für gewöhnlich neben dem Lautsprecher-/Kopfhörer-Ausgang (grün) und dem Mikrofon-Eingang (rosa). Achte darauf, dass es auf "Eingang" eingestellt ist, indem du das Menü neben dem Mikrofon-Symbol anklickst, falls du Audacity benutzen willst.
    • Achte darauf, dass die Stecker vollständig eingesteckt sind und fest sitzen, sonst ist der Klang nicht klar.
    • Falls dein PC oder Laptop keinen Eingang hat, kannst du vielleicht auch die Mikrofon-Buchse benutzen. Beachte jedoch, dass die Mikrofon-Buchse vermutlich monophon und nicht stereophon ist.
  3. Schließe sie an den Ausgangsbuchsen an. Schließe den roten und weißen RCA-Stecker am Kabel an die passende rote und weiße Buchse an deinem Kassettendeck oder Kassettenreceiver an. (Beachte, dass einige Receiver einen besonderen "Aufnahmeausgang" haben, welchen du auch benutzen kannst – er liefert denselben Leistungspegel wie der Ausgang eines Kassettendecks.) Stecke den 3,5-mm-Stecker in die Eingangsbuchse an deinem Computer.
    • Stelle sicher, dass die Stecker vollständig eingesteckt und fest sind.
    • Falls dein PC oder Laptop keinen Eingang hat, kannst du vielleicht auch die Mikrofon-Buchse benutzen. Beachte jedoch, dass die Mikrofon-Buchse vermutlich monophon und nicht stereophon ist.
  4. Schließe symmetrische Ausgänge an. Stecke die XLR- oder Telefonstecker in den linken und rechten Ausgang und das andere Ende der symmetrischen Kabel in den Toneingang deines Computers. Falls du sie in eine unsymmetrische 3,5-mm-Eingangsbuchse anschließt, brauchst du einen Adapter, der die symmetrische Leistung in unsymmetrische umwandelt. Sie muss zur Verbindung des Eingangs deiner Soundkarte passen.
    • Beachte: Schließe deine Lautsprecherausgänge unter keinen Umständen an irgendeinen Eingang deiner Soundkarte an. Das zerstört aller Wahrscheinlichkeit nach deine Soundkarte und könnte möglicherweise auch deinen Verstärker beschädigen.
  5. Überprüfe deinen Toneingangspegel. Um die bestmöglichen Aufnahmen zu erhalten, solltest du sicherstellen, dass die richtige Signalmenge hereinkommt. Zu laut, und dein Klang ist verzerrt. Zu leise, und du hast eine Menge Zischen und dumpfe Geräusche.
  6. Stelle deine Eingangs- und Anpassungspegel auf einem Windows-PC ein. Öffne das Ton-Bedienfeld, indem du den Startbutton und dann "Bedienfeld" anklickst. Gib "Ton" ein und klicke dann in den Ergebnissen "Ton" an.
    • Klicke den Aufnahme-Reiter an, dann "Eingang" und dann "Voreinstellung".
    • Klicke "Eigenschaften" an und dann den Pegel-Reiter. Schiebe den Lautstärke-Schieber nach rechts, um die Aufnahmelautstärke zu erhöhen, und klicke dann "OK" an. Klicke "OK" an, wenn du zum Ton-Dialogfeld zurückgekehrt bist.
  7. Stelle deine Eingangs- und Anpassungspegel auf einem Macintosh ein. Öffne das Ton-Bedienfeld in den Systempräferenzen. Klicke den Eingangs-Button oben im Fenster an und stelle sicher, dass auf der Liste "Eingang" ausgewählt ist.
    • Stelle den Eingangslautstärkeregler im Ton-Bedienfeld auf etwa 75% ein. Stelle die Kopfhörer-Leistung an deinem Kassettendeck auf null ein.
    • Mache eine laute Passage auf dem Band ausfindig, von dem du aufnehmen willst, und drücke dann an deinem Kassettendeck "Play". Wenn die Anzeigen im Ton-Bedienfeld regelmäßig um 80% herum aufblitzen (etwa 12 "LEDs" leuchten), hast du einen guten Aufnahmepegel. Erhöhe die Eingangslautstärke im Ton-Bedienfeld, falls du mehr Pegel brauchst, nachdem die Leistung des Kassettendecks auf dem Maximum ist. Reduziere den Pegel vom Aufnahmegerät aus, falls du weniger Lautstärke brauchst. Das verschafft dir insgesamt das klarste Signal.
    • Beachte: Wenn du nicht gerade eine sehr hohe Leistung aus deiner Kopfhörerbuchse hast, besteht ein geringes Risiko, deine Soundkarte mit dieser Methode zu beschädigen. Indem du die Leistung deines Kassettendecks auf null einstellst und sie dann allmählich erhöhst, stellst du sicher, dass deine Soundkarte nicht beschädigt wird.
  8. Bestimme, welche Software du benutzen willst. Das hängt davon ab, wie viele Kassetten du umwandeln möchtest, wie gut die Qualität sein soll und wie du vorhast, deine Aufnahmen auf dem Computer abzuspielen. Dieser Artikel deckt eine einfache Tonaufnahme, wie etwa Audacity und QuickTime, sowie professionelle Tonaufnahme-Apps ab.

Methode 2 von 6: Mit QuickTime auf deinem Mac

  1. Ziehe in Erwägung, dir QuickTime zu besorgen. Es ist leicht verfügbar, wird gut unterstützt und eine ausgezeichnete Wahl, um einfache, hochwertige Umwandlungen vorzunehmen. Es gibt keine Schnörkel und die Bearbeitungskapazitäten sind relativ simpel, was bedeutet, dass es super-einfach anzuwenden ist. Das macht es zu einer tollen Option, falls du Vorlesungen, Hörbücher oder andere unversehrte Audioblöcke dabei hast.
    • Für Macintosh-Benutzer: QuickTime X, welches zu OS X 10.6, 10.7 und 10.8 passt, kann auch externe Quellen aufnehmen.
    • Für Windows (und ältere Versionen des Mac OS) ist QuickTime 7 Pro bei Apple zum Kauf erhältlich. Beginne mit diesem Link: http://www.apple.com/quicktime/extending/ und suche dir dann das auf dich zutreffende OS aus.
    • Ob du nun QuickTime Player X oder QuickTime Pro benutzt, der Prozess ist derselbe, wenn du zur Aufnahme bereit bist.
  2. Achte darauf, dass alles angeschlossen ist. Stelle sicher, dass dein Bandabspielgerät eingestöpselt ist und du die Pegel richtig eingestellt hast. Falls irgendwelche Kabel locker oder lose sind, hat dein Ton keine besonders hohe Qualität.
  3. Starte den QuickTime Player und wähle "Neue Audio-Aufnahme" aus dem Dateimenü aus. Das öffnet einen einfachen Bedienungsstreifen (QuickTime X) oder ein Vorschaufenster (QuickTime Pro).
  4. Beginne mit deiner Aufnahme. Drücke den roten Button in der Mitte des Bedienbereichs und dann die Play-Taste an deinem Kassettendeck.
  5. Drücke den Button erneut, wenn du mit der Aufnahme fertig bist. Schalte dein Kassettendeck danach ab. Deine Datei wird automatisch auf dem Desktop gespeichert.
  6. Speichere die Datei an einem neuen Ort. Wenn du mit dem Aufnehmen aufhörst, wird deine Datei automatisch auf dem Desktop gespeichert. Du ziehst es vielleicht vor, die Datei an einem neuen Ort zu speichern, wie etwa in einem besonderen Ordner. Wie du es machst, hängt davon ab, welche Version von QuickTime du benutzt.
    • Falls du QuickTime Player X benutzt: Klicke das Menü auf der rechten Seite des Bedienstreifens an, um einen anderen Zielort für die Datei auszuwählen.
    • Falls du QuickTime Pro benutzt: Wähle einen anderen voreingestellten Ort im Aufnahmerahmen der QuickTime Player Präferenzen.

Methode 3 von 6: Mit Sound Recorder auf deinem PC

  1. Profitiere von Sound Recorder. Jeder PC ist mit Sound Recorder kompatibel, und für ein kostenloses kleines Dienstprogramm ist es ziemlich nützlich geworden. Es gibt keine Schnörkel, was bedeutet, dass es super-einfach anzuwenden ist. Außerdem ist es auch vollkommen einfach, wenn es ums Bearbeiten geht. Genau wie QuickTime Player X ist es eine tolle Option, wenn du Vorlesungen, Hörbücher oder andere lange, unversehrte Audio-Blöcke dabei hast.
  2. Starte Sound Recorder. Klicken den Startbutton an und gib in das Suchfeld "Sound Recorder" ein. Klicke auf der Liste der Ergebnisse "Sound Recorder" an.
  3. Starte deine Aufnahme. Klicke "Aufnahme starten" an und drücke dann die Play-Taste am Kassettendeck.
  4. Halte deine Aufnahme an, wenn du aufgenommen hast, was du wolltest. Drücke auf "Aufnahme stoppen" und dann auf die Stop-Taste an deinem Kassettendeck.
  5. Gib einen Dateinamen für die aufgenommene Datei ein und klicke dann "Speichern" an. Danach kannst du weitere Bearbeitungsprogramme benutzen, um deine Aufnahmen zu verbessern, wie etwa Stille wegkürzen, den Klang verbessern usw.

Methode 4 von 6: Mit Audacity

  1. Öffne Audacity. Falls du es nicht hast, musst du es herunterladen. Audacity ist eine kostenlose, frei zugängliche App, die mit Funktionen und Fähigkeiten beladen ist. Sie ist weitaus flexibler als viele kommerzielle Apps!
  2. Stelle die Toneingabe in Audacity ein. Achte darauf, dass sie auf Eingang eingestellt ist, indem du das Menü neben dem Mikrofon-Symbol anklickst.
  3. Drücke den "Aufnahme"-Button und dann "Play" an deinem Kassettendeck. Der Aufnahmebu-Button ist wie ein roter Punkt geformt. Die Aufnahme könnte eine Weile dauern, also ziehe in Erwägung, in der Zwischenzeit ein paar andere Aufgaben zu erledigen.
    • Lasse eine Rückwärtsleitung aus dem Computer zu den Raumlautsprechern deines Stereosystems zurück laufen, um zu vermeiden, dass du deine Aufnahme vergisst. In Audacity musst du das Monitor-Kästchen anklicken, damit es funktioniert. Auf diese Weise hörst du, wie es im Zimmer still wird, wenn die Kassette fertig aufgenommen ist. Du kannst dann hinüber eilen und den "Aufnahme stoppen"-Button in Audacity anklicken.
  4. Drücke den "Stopp"-Button und halte dann dein Kassettendeck an. Halte sowohl die Aufnahme als auch das Kassettenabspielgerät an, wenn du mit der Aufnahme fertig bist. Der Stopp-Button in Audacity ist normalerweise wie ein goldenes Quadrat geformt.
  5. Bearbeite dein Audio, um beste Ergebnisse zu erhalten. Kürze Stille weg, normalisiere es, damit du die maximale Lautstärke bekommst, teile es in Titel auf usw.
  6. Ziehe in Erwägung, das LAME-Zusatzprogramm zu benutzen, um deine Musik ins MP3-Format zu exportieren. Das erlaubt es dir, die Metadaten des MP3 in Bezug auf Sachen wie Titel, Autor, Jahrzehnt, Album usw. zu bearbeiten. Es gestattet Musikabspielprogrammen wie iTunes und Android, zu erkennen, welche Art MP3 (wie etwa Country, Jazz) und welche Ära (70-er, 8o-er) es ist.

Methode 5 von 6: Mit einer professionellen App

  1. Benutze eine professionelle App. Für noch größere Flexibilität und professionelle Säuberung gibt es eine Anzahl an Apps, die von etwa 40 bis über 400 Euro reichen. Die Operationsdetails variieren, aber sie folgen alle dem wesentlichen Prozess wie selbst der einfachste Tonrekorder.
    • Achte darauf, dass in der Software-Einstellung Eingang ausgewählt ist.
  2. Fertige deine Aufnahme an. Drücke in der Software auf "Aufnahme" und dann die Play-Taste am Kassettendeck. Nimm dein Stück auf, drücke dann den Stopp-Button in der Software und schließlich die Stopp-Taste am Kassettendeck.
    • Wie du in der Software die Aufnahme startest und stoppst, hängt vom Programm selbst ab. Jedes hat einen etwas anderen Aufbau.
  3. Bearbeite dein Audio. Der Vorteil bei professionellen Apps ist, dass sie es dir erlauben, dein Audio in Abschnitte (für CDs) aufzuteilen und viele professionelle Mastering-Funktionen mit hochwertigen Zusatzprogrammen durchzuführen.
    • Zu den Optionen in der professionellen Kategorie gehören Sound Forge von Sony – eine ausgezeichnete Wahl für diese Art Arbeit – sowie PolderbitS und Cubase auf dem PC, Garage Band und Logic pro auf dem Mac und ProTools auf beiden.

Methode 6 von 6: Dein aufgenommenes Audio fertigstellen (Mastering)

  1. Nimm zuerst eine geringe Menge auf. Achte darauf, dass du eine gute Aufnahme bekommst, bevor du deine gesamte Bandsammlung auf deine Festplatte überträgst. Nimm es auf und höre es dir an. Falls du deine Signalkette korrekt eingestellt hast, solltest du eine ziemlich saubere digitale Ausgabe deiner alten Analogbänder haben.
    • Falls die Aufnahme zu leise oder zu geräuschvoll ist (die Musik ist leise, aber es gibt Unmengen an "verschwommenen" Geräuschen), war die Leistung zu gering, und die Aufnahme hatte nicht genügend Signal, um die Geräusche zu kompensieren.
    • Falls sich die Aufnahme anhört, als würde sie über einen kaputten Lautsprecher oder einen Fleischwolf abgespielt, war deine Aufnahme zu laut, und der Klang ist verzerrt. Fahre den Leistungspegel vom Bandabspielgerät zurück und versuche es erneut.
  2. Bearbeite deine Aufnahmen. Du brauchst vielleicht gar nichts zu bearbeiten. Falls du aber zum Beispiel Stille herausschneiden, einige Titel löschen oder die Lautstärke ändern möchtest, lassen die meisten Tonaufnahmeprogramme dieses zu. Diese Prozedur ist ziemlich komplex, falls du keine Erfahrung mit Tonbearbeitung hast, und würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.
    • Bei der Bearbeitung ist es keine schlechte Idee, die Originaldatei als Sicherung zu behalten. Ändere die Namen der bearbeiteten Dateien, wenn du sie speicherst, falls du einen Fehler gemacht hast. Wenn du dir sicher bist, dass du die Datei richtig bearbeitet hast und damit zufrieden bist, kannst du das Original löschen, um Speicherplatz auf deinem Computer zu sparen.
  3. Normalization. Wenn du eine gute Aufnahme hast, kannst du sie durch vernünftige Verwendung von Softwaretools verbessern. Der Boss unter diesen ist Normalization. Im Grunde funktioniert es, indem es sicherstellt, dass die lautesten Spitzen 100% der Skala erreichen oder fast erreichen – wenn alle Anzeigen leuchten (oder 0 dB, je nach deiner Anzeige).
  4. Komprimiere. Das ist nichts, was du bei jeder Aufnahme benutzt, die du anfertigst. Es kann eine Menge Musik leblos hinterlassen. Es funktioniert, indem es die lautesten Töne etwa dort lässt, wo sie angefangen haben, und den Pegel der leiseren Passagen hochbringt. Du verlierst den Unterschied zwischen den Höhen und Tiefen – oder die "Dynamik" – und bekommst im Gegenzug dafür eine lautere Aufnahme. Wenn du es dir zuhause anhörst, ist das nicht notwendigerweise wünschenswert, aber wenn du eine CD für dein Auto anfertigst, kann es sehr nützlich sein.
  5. Entzerre (Equalize) das Audio. Je nach deinen Lautsprechern, wie sie eingestellt sind, und der Qualität deines gesamten Abspielsystems kann es hilfreich sein, die Entzerrung nach Geschmack anzupassen. Ein Wort zur Vorsicht allerdings: Genau wie Komprimierung ist "gute" Entzerrung subjektiv. Du kannst die Entzerrung so anpassen, dass es auf deinem System toll klingt. Falls du deine CD aber einem Freund mit einem anderen Lautsprechersystem ausleihst, könnte es dünn, dumpf, blechern oder schlichtweg falsch klingen.
  6. Arbeite immer mit einer Kopie. Mache als Erstes eine Sicherheitskopie deiner Aufnahme, bevor du damit anfängst, sie auseinander zu nehmen (Normalisierung, Entzerrung, Komprimierung usw.), wenn du die Umwandlung deiner alten Kassetten überstanden hast.

Tipps

  • Benutze für den umgekehrten Vorgang – digitalen Ton auf Band übertragen – einfach dieselbe Kabelanordnung. Stecke aber ein Ende in die Mikrofon- oder Eingangsbuchse des Kassettendecks und das andere in die Ausgangs-, Kopfhörer- oder Telefonbuchse des Computers. Drücke am Kassettendeck auf "Aufnahme" und starte dann das Abspielen der Lieder auf dem Computer. Beginne mit einer niedrigen Lautstärkeeinstellung und passe für gute Qualität den Klang an. Spule dann zurück und beginne die Aufnahme auf dem Lautstärkepegel.
  • Du brauchst möglicherweise keine Aufnahmesoftware zu kaufen. Zu deiner Soundkarte könnte bereits Tonaufnahme- und Bearbeitungssoftware gehören. Andernfalls findest du im Internet viele gute kostenlose Programme zum Aufnehmen, Bearbeiten und Format ändern von Audiodateien. Es ist wichtig, dass du die Anleitung der Aufnahme- und Bearbeitungssoftware liest, bevor du anfängst.
  • Die Audiodatei, die du erstellst, könnte im ursprünglichen PC-Tondateityp: WAV (".wav") sein. Du kannst sie mit fast jeder Audiosoftware abspielen. Diese Dateien sind jedoch etwa zehnmal so lang wie die entsprechende Datei in MP3. Daher solltest du sie eventuell auf MP3 komprimieren, falls die Größe wichtiger als die Klangqualität ist. Deine Tonaufnahme- oder Mediaplayer-Software hat diese Funktion möglicherweise eingebaut. Sonst musst du dir zusätzliche Software besorgen. Zum Glück kannst du solche Umwandlungs-Software online gratis bekommen, wie etwa Audio Grabber, welches direkt auf MP3 aufnimmt (Link: siehe unten)
  • Passe die Azimuteinstellung an, um den Ausgangston vom Band – insbesondere Kassettenband -- zu verbessern. Höre ihn dir in mono an und passe die Azimutschraube am Tonkopf deines Kassettendecks langsam an, bis du Ton mit maximalen Höhen hörst. Du musst sie womöglich zuerst ein wenig nach links und rechts drehen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich der Ton verändert und welche Einstellungen in der besten Frequenz abspielen.
  • Ziehe in Erwägung, eine Geräuschreduzierung zu benutzen, wenn du deine Aufnahmen anfertigst. Nicht alle Aufnahmeprogramme haben sie, aber es ist eine schöne Methode, die dir bei der Audioqualität hilft.
  • Du musst deine Soundkarte eventuell so einstellen, dass sie Aufnahmen von der Eingangsbuchse aus zulässt. Du kannst dieses in Windows von der Lautstärkeregelung im Systemfach (nahe der Uhr) aus tun. Doppelklicke das Lautstärke-Symbol an. Klicke dann in dem Fenster, das sich öffnet, Optionen, dann Eigenschaften, dann Aufnahme und dann OK an. Achte darauf, dass das Eingang-Kästchen ausgewählt ist.
  • Wirf alte Kassetten oder Kassettendecks nicht weg, da sie selten sind und wertvoll werden.

Warnungen

  • Lies bitte die Kommentare (klicke den "Diskussion"-Reiter an), vor allem die Kommentare bezüglich der Qualität der Ergebnisse bei Musikkassetten, bevor du dich dazu entschließt, diese Tätigkeit in Angriff zu nehmen.
  • Wirf die Kassette nicht weg. Behalte immer deine Master-Kopie. Du brauchst sie, wenn deine Festplatte abstürzt oder du feststellst, dass in deiner Übertragung ein Fehler ist. Oder wenn dein nächster neuer Computer besser aufnehmen kann. Es verhilft dir außerdem zum Urheberrecht für die Ausgabe, die du gerade angefertigt hast.
  • Nicht komprimierte Audiodateien sind sehr lang. Ein Kassettenband könnte Hunderte von MB einnehmen. Achte daher darauf, dass du genügend Platz auf deiner Festplatte hast.
  • Zu versuchen, Kassetten mit einem Gettoblaster oder einem tragbaren Stereogerät zu übertragen, um die Kassetten abzuspielen, könnte zu Aufnahmen schlechterer Qualität als erwartet führen.
  • Wenn du nicht gerade spezielle, teure Ausrüstung benutzt, bekommst du womöglich nicht die Ergebnisse, die du erhofft hast. Im schlimmsten Fall könntest du deinen Computer beschädigen.
  • Passe auf, welche Art Kabel du benutzt. Billigen Kabeln mangelt es oftmals an elektronischer Abschirmung. Falls dein Kabel nicht gut genug ist, nimmt es das Summen des Ventilators deines Computers genauso auf wie das analoge Audio.
  • Deine Ergebnisse, insbesondere bei Musikkassetten, hängen von einer Anzahl Faktoren ab: Von der Qualität und dem Zustand deiner Bänder, deinem Kassettendeck, deinem Computer und deinen A-D-Umwandlern (oder der Soundkarte), deinem Verbindungskabel und deinem Maß an Kenntnissen und Erfahrung in der Tonbearbeitung
  • Beginne mit einer sehr niedrigen Lautstärke auf deinem Kassettendeck oder deiner Stereoanlage, da die Eingangsschaltung deines Computers von Eingaben mit hohem Pegel beschädigt werden kann.
  • Einige Aufnahmesoftware weist dich an, die Lautstärke an deinem Kassettendeck aufzudrehen. Sei extrem vorsichtig und besorge dir Expertenhilfe, falls du unerfahren bist, da du deinen Computer beschädigen könntest.
  • Passe auf, dass du mit deinen Aufnahmen keine Urheberrechte verletzt. Kassettenbänder sind vielleicht alt, aber das Urheberrecht ist immer noch gültig. Behalte diese Aufnahmen zu deinem eigenen Vergnügen. Verkaufe sie nicht, um Geld zu verdienen.

Was du brauchst

  • Einen Computer mit einer Soundkarte, der eine Eingangsbuchse hat
  • Tonaufnahme-Software.
  • Ein Kassettendeck mit entweder Audio-RCA-Ausgangsbuchsen oder einer 3,5-mm-Stereokopfhörer- oder Ausgangsbuchse.

Standard-Anordnung

  • Doppelseitiges 3,5-mm-Stereokabel
  • 3,5-mm-Adapter (falls nötig)

Unsymmetrische Anordnung

  • 3,5-mm-Stereo an duales RCA-Audiokabel
  • 3,5-mm-Mini-Verbindungsadapter (falls nötig)

Symmetrische Anordnung

  • Symmetrischen XLR-Telefonstecker (Option 1)
  • Symmetrischen 6,35-mm-Telefonstecker (Option 2)
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