Die Gesundheit anhand der Kotfarben oder Stuhlfarben überprüfen

Die Farbe des Stuhls kann auf eine Reihe verschiedener Erkrankungen hinweisen und spezifische Probleme, die einer Behandlung bedürfen, andeuten. Höre auf, dich über die amorphen Farben deines Stuhlgangs zu wundern. Indem du lernst, wie du die spezifischen Farbindikatoren einordnen musst, kannst du die Stuhlfarben lesen und geringere Erkrankungen vermeiden. Du wirst auch erfahren, wann du besser einen Arzt wegen deiner Verdauungsprobleme aufsuchen solltest.

Teil 1 von 3: Erfahre, was unterschiedliche Stuhlfarben bedeuten können

  1. Überprüfe roten oder schwarzen Stuhl. Diese beiden Stuhlarten können möglicherweise ein Anzeichen darauf sein, dass mit deinem Verdauungssystem etwas nicht in Ordnung ist. Sowohl schwarzer als auch hellroter Stuhl kann ein Anzeichen auf Blutungen innerhalb deines Verdauungstrakts oder auf weniger ernsthafte Hämorrhoiden sein.
    • Es gibt auch andere, weniger schwerwiegende Faktoren, wie die Diät und Medikamente, derentwegen dein Stuhl schwarz oder rot gefärbt sein könnte. Falls du dir aber Sorgen machst, ist es immer besser, mit deinem Arzt zu reden.
  2. Achte auf weißen, grauen oder hellfarbigen Stuhl. Die Galle leistet einen Beitrag zur Färbung des Stuhls und deshalb kann dieser Mangel an Farbe tatsächlich ein Hinweise auf einen Mangel von Gallenflüssigkeit sein. Das kann bedeuten, dass der Gallengang durch irgendetwas verstopft ist und dies ist möglicherweise ein Anzeichen auf ein ernsthaftes, medizinisches Problem. Falls du jemals weißen oder hellfarbigen Stuhl bemerkst, solltest du sicherstellen, sofort mit deinem Arzt zu reden.
  3. Bedenke, dass brauner Stuhl am normalsten ist. Trotzdem Stuhlfarben von braun zu gelb und grün wechseln können und noch immer als "normal" und gesund betrachtet werden, ist eine mittelbraune Farbe bei gesundem Stuhl am häufigsten. Der Stuhl sollte etwa die Farbe einer Tafel Schokolade haben.
    • Der Stuhl färbt sich durch einen komplizierten Prozess im Verdauungstrakt gelb. Grundsätzlich stammen die Farben vom Protein Hämoglobin, das für die Bildung von Bilirubin in der Leber aufgespalten wird.
  4. Denke daran, dass bestimmte Lebensmittel eine Veränderung der Stuhlfarbe verursachen können. Lebensmittelfarben, Blattgemüse und sogar Rüben können den Stuhl in verschiedenen Farben färben. Das ist normal. Zum Beispiel kann der Verzehr von grünem Gemüse, wie Kohl oder Spinat deinem Stuhl eine grüne Farbe verleihen und der Verzehr von roter Beete wird den Stuhl möglicherweise rötlich färben. Das sollte - besonders, wenn du diese Lebensmittel erst kürzlich verzehrt hast – kein Alarmzeichen sein.
    • Nur selten ist roter Stuhl ein Anzeichen auf ein ernsthaftes Problem im Verdauungstrakt. Hellroter Stuhl kann sogar einfach durch Blutungen aufgrund geringfügiger und verbreiteter Beschwerden, wie Hämorrhoiden verursacht werden.
  5. Denke daran, dass Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Fett manchmal gelben Stuhl verursachen können. Falls du bemerkst, dass dein Stuhl eine gelbe Farbe hat, kann das ein Anzeichen auf mangelnde Absorption im Verdauungstrakt sein. Es gibt viele Dinge, die Probleme beim Absorbieren von Fetten verursachen können. Falls dein gelber Stuhl länger als zwei Tage anhält, solltest du einen Termin mit deinen Arzt vereinbaren.
    • Gelber Stuhl, der besonders fettig ist oder einen sehr schlechten Geruch hat, kann ein Anzeichen auf eine Glutenallergie sein. Dein Arzt kann dir bestätigen, ob das bei dir der Fall ist oder nicht.
  6. Berücksichtige, welche Medikamente du einnimmst. Zahlreiche Medikamente, von Vitamin-Ergänzungsmitteln bis zu Medikamenten gegen Durchfall oder verschreibungspflichtigen Medikamenten können Veränderungen in der Stuhlfarbe verursachen. Diese farblichen Veränderungen sind normal, wenn sie mit der Einnahme dieser Medikamente im Zusammenhang stehen. Du solltest sicherstellen, die Warnhinweise und Nebenwirkungen auf den Beipackzetteln aller Medikamente zu studieren, die du regelmäßig einnimmst.
    • Ergänzungsmittel mit Eisen können den Stuhl grün oder schwarz färben, wohingegen Bismut Subsalicylat (der Wirkstoff gegen Durchfall in Pepto Bismol) den Stuhl ebenfalls schwarz färben kann.
  7. Denke daran, dass neugeborene Kinder häufig schwarzen, teerartigen Stuhl haben. In den ersten Wochen nach der Geburt ist schwarzer Stuhl in der Babywindel vollkommen normal. Nach zwei bis vier Tagen, wenn das Baby alles Mekonium aus seinem Körper ausgeschieden hat, ist das vorüber. Der Stuhl wird danach wahrscheinlich zu einer erdgrünen Farbe wechseln und eine breiige Konsistenz beibehalten.
    • Der Stuhl des Babys während des Stillens wird wahrscheinlich breiig sein und entweder eine grünliche oder gelbliche Farbe haben. Das ist normal.
    • Babys, die mit Säuglingsnahrung ernährt werden, haben möglicherweise einen breiigen Stuhl, der brauner ist als bei Babys, die gestillt werden, aber auch das ist vollkommen normal.

Teil 2 von 3: Verstehe, wann du einen Arzt konsultieren solltest

  1. Lasse dich bei hellrotem oder schwarzem Stuhl medizinisch behandeln. Obwohl diese Farben durch eine Veränderung der Ernährung oder Medikamente verursacht werden können, sind sie ebenfalls ein Indikator für Blut im Verdauungstrakt. Falls du Blut im Stuhl hast oder bei Stuhlgang aktiv blutest, solltest du dich so rasch wie möglich medizinisch betreuen lassen.
    • Falls dein Stuhl hellrot oder schwarz ist, und du kürzlich ein Medikament gegen Durchfall eingenommen, Lebensmittel mit rotem Farbstoff gegessen oder ein neues Medikament ausprobiert hast, solltest du einen Termin mit deinem Arzt vereinbaren, der dir versichern kann, dass dein Stuhl kein Hinweise auf andere, schwerwiegende Beschwerden sind.
  2. Verstehe, dass die Stuhlfarbe nur in sehr seltenen Fällen auf sehr ernsthafte, medizinische Erkrankungen hindeutet. Meist lassen sich die Veränderungen der Stuhlfarbe mit behandelbaren Leiden erklären oder sie haben einfach eine diätetische Ursache. Es ist unwahrscheinlich, dass eine Veränderung deiner Stuhlfarbe der Grund für einen Besuch in der Notaufnahme oder sogar für Panik ist.
    • Überprüfe immer die kürzlichen Veränderungen deiner Diät oder die Nebeneffekte von Medikamenten, falls dein Stuhl plötzlich eine andere Farbe aufweist.
  3. Suche deinen Arzt auf, falls du besorgt bist. Falls du wegen deines Stuhls oder der Veränderungen deiner Verdauung besorgt bist, ist der Ratschlag deines Arztes, unabhängig von der Ursache, die sicherste und effektivste Behandlungsmethode. Der Arzt kann feststellen, ob es irgendetwas gibt, worüber du dir Sorgen machen musst oder ob das, was dir Sorgen macht, normal ist.
    • Sogar wenn es peinlich ist oder du Angst hast, über deinen Stuhlgang zu reden, ist es wichtig, das Thema anzuschneiden, wenn du deshalb besorgt bist. Es ist immer besser, sich rückzuversichern und eine medizinische Meinung einzuholen.
  4. Berücksichtige, welche anderen physikalischen Symptome im Zusammenhang mit der Farbe deines Stuhls stehen. Falls die farbliche Veränderung im Zusammenhang mit Bauchschmerzen oder plötzlichem Durchfall steht, kann das ein Anzeichen auf ein schwerwiegenderes Leiden sein und ist nicht allein auf eine Veränderung deiner Diät zurückzuführen. Falls die Stuhlfarbe im Zusammenhang mit anderen, plötzlichen Symptomen steht, solltest du deinen Arzt aufsuchen.
    • Schwarzer oder roter Durchfall kann zum Beispiel ein Anzeichen auf eine ernsthafte Erkrankung sein und sollte sofort behandelt werden.

Teil 3 von 3: Eine gesunde Verdauung erhalten

  1. Bleibe hydriert. Indem du dich selbst gut hydrierst, kannst du einen reibungslosen und leichten Verdauungsprozess unterstützen. Wasser kann beim Aufweichen des Stuhls hilfreich sein und es ist auch ein gutes Mittel gegen Beschwerden wie Verstopfung. Es kann zudem die effizientere Aufnahme bestimmter Nährstoffe über die Speisen, die du verzehrst, fördern.
    • Versuche, immer eine Flasche Wasser bei dir zu haben. Fülle die Flasche wieder auf, sobald du sie ausgetrunken hast. Versuche, mindestens einen oder zwei Liter Flüssigkeit täglich zu trinken.
  2. Halte eine gesunde Diät ein. Eine gesunde Diät definiert sich nicht nur aus dem, was du isst, sondern auch dadurch, wie oft und wie schnell du isst. Damit du sicherstellen kannst, dass deine Verdauung so reibungslos, wie möglich stattfinden wird, solltest du versuchen, langsam zu essen. Beeile dich nicht und iss nicht zu schnell. Das kann möglicherweise zu einer Verstimmung deines Magens führen. Versuche, über den Tag verteilt, kleinere Mahlzeiten zu essen, statt dich bei einer Mahlzeit zu überessen.
    • Natürlich ist es wichtig, was du isst. Probiere Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen, wie Obst und Gemüse. Du solltest auch dein Bestes versuchen und deinen Konsum an verarbeiteten Lebensmitteln und Alkohol vermeiden.
  3. Trainiere regelmäßig. Die Einhaltung eines regelmäßigen Trainingsplans kann deine allgemeine Gesundheit verbessern. Besonders in Hinsicht auf die Gesundheit deines Verdauungsapparats kann Bewegung dir bei der Stärkung der Muskulatur im Bauchraum helfen und den Verdauungsprozess auslösen. Versuche, einen flotten Spaziergang oder einen leichten Dauerlauf mindestens einige Male pro Woche einzuplanen.
    • Du kannst die Bewegung auch in deinen Tagesablauf einbauen, indem du einfache Maßnahmen, wie die Benutzung der Treppen statt des Aufzugs oder die Auswahl eines möglichst weit entfernten Parkplatzes, statt des Parkplatzes direkt neben der Tür, ergreifst.
    • Versuche, mindestens 30 Minuten an fünf Tagen pro Woche zu trainieren. Achte auf ein regelmässiges und moderates Training.
  4. Achte auf deine Stressbelastung. Stress kann schlimmen Schaden an deinem Körper anrichten und wirklich einen großen Einfluss auf dein Verdauungssystem haben. Stress kann Verstopfung, Durchfall, Bauchschmerzen und sogar Appetitverlust verursachen. Falls du hohe Stresswerte hast, kannst du versuchen, eine Stress abbauende Methode, wie die täglich Meditation zu finden, die für dich funktioniert. Du kannst auch versuchen, unnötige Stressauslöser zu vermeiden.

Warnungen

  • Konsultiere deinen Arzt, der dir medizinischen Rat bieten kann, falls du über die Farbe deines Stuhls besorgt bist.
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