Gute Gründe finden um deinen Job aufzugeben

Hast du das Gefühl, dass die Zeit gekommen ist, deinen Job zu kündigen und neu anzufangen? Vielleicht hast du schon einen Plan, ein neues Jobangebot oder die Möglichkeit, wieder zur Schule zu gehen. Vielleicht hast du aber auch noch keine Ahnung, was nach deinem Ausstieg passieren wird. Wie auch immer, bevor du deine Kündigung abschickst, ist es ratsam, noch einmal innezuhalten und darüber nachzudenken, warum du eigentlich kündigen willst. Möchtest du deine Situation gründlich überdenken und entscheiden, ob du aus den richtigen Gründen kündigen willst? Fang mit dem ersten Schritt an!

Teil 1 von 4: Über deine Karriere nachdenken

  1. Frag dich, ob dein momentaner Job für dich Sinn macht. Denk an deine früheren Jobs, deinen jetzigen Job und an deine Pläne für die Zukunft. Ist dein jetziger Job ein Schritt in die richtige Richtung? Ist es das, was du tun musst, um deine Ziele zu erreichen?
    • Wenn dein Job keinen Sinn macht – wenn du zum Beispiel Post sortierst obwohl du einen Abschluss in Rechnungswesen hast und eigentlich Rechnungsprüfer werden willst – dann hast du einen guten Grund für eine berufliche Veränderung.
    • Wenn dein Job gut zu deiner angestrebten Karriere passt, musst du ein bisschen tiefer gehen. Warum möchtest du aufhören? Bist du bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen? Brauchst du eine neue Herausforderung?
  2. Überlege dir, ob du eine ganz neue Laufbahn einschlagen willst. Wenn du das Interesse an deinem jetzigen Job verloren hast und meinst, dass du bereit für eine wirkliche Veränderung bist, ist es vielleicht Zeit für eine ganz neue Laufbahn. Vielleicht hast du als Vertriebsmitarbeiter angefangen und dann festgestellt, dass deine Leidenschaft der Technologie gilt – warum denkst du dann nicht über eine Karriere in der IT-Branche nach?
  3. Gibt dein momentaner Beruf dir die Möglichkeit zu wachsen? Kannst du durch Skill- und Management-Trainings am Arbeitsplatz deine Fähigkeiten erweitern? Kannst du durch Beförderungen und zusätzliche Aufgaben Kariere machen? Wenn du wachsen und dich entwickeln willst, das aber in deiner momentanen Arbeitssituation nicht möglich ist, dann sieh dich nach einem neuen Arbeitgeber um.
  4. Wie schätzt du deinen Wert ein? Hast du das Gefühl, dass du in deinem Job nicht genügend Wertschätzung erfährst? Bist du unterbezahlt? Wenn du meinst, dass deine Leistungen in deinem Unternehmen nicht wahrgenommen oder angemessen bezahlt werden, kann es an der Zeit sein, sich eine neue Aufgabe zu suchen.
    • Wenn du dir nicht sicher bist, welches Einkommen du anstrebst, mach dich im Internet auf Karriereseiten über das Durchschnittseinkommen in deiner Position schlau.
  5. Bewerte die Zukunft deines Unternehmens. Wenn die Zukunft deines Unternehmens unsicher erscheint, fühlst du dich vielleicht verunsichert und nicht mehr richtig wohl. In dieser Situation macht es Sinn, sich anderweitig umzuschauen – so wird dein Karriereverlauf nicht von eventuellen Problemen deines Unternehmens beeinflusst. Faktoren für eine unsichere Zukunft sind zum Beispiel:
    • Die Möglichkeit, dass das Unternehmen verkauft oder übernommen oder mit einem anderen Unternehmen zusammengelegt wird. Wenn ein Betrieb diese Art von Veränderungen erfährt, sind Kündigungen durchaus möglich; es kann sein, dass dein Arbeitgeber Arbeitsplätze abbauen und die Effizienz steigern muss.
    • Wackelige oder sich verschlechternde finanzielle Situation. Ein Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten wird auf alle möglichen Arten versuchen,. Kosten zu reduzieren. Das kann Kündigungen bedeuten, Lohnkürzungen oder Kürzungen von Zusatzleistungen.
    • Ein Muster hinter kürzlich erfolgten Kündigungen. Wenn ein Unternehmen beginnt, eine größere Anzahl von Mitarbeitern zu entlassen, scheint die Zukunft nicht gesichert zu sein. Jeder fragt sich dann, wer der nächste sein wird.

Teil 2 von 4: Deine mentale und körperliche Verfassung berücksichtigen

  1. Frag dich selbst, ob du dich ausgebrannt fühlst. Wenn dein Job dich so sehr gestresst hat, dass du körperlich, mental und emotional am Ende bist, ist es wahrscheinlich an der Zeit für einen anderen Job. Deine Gesundheit steht auf dem Spiel. Anzeichen eines Burnouts sind beispielsweise:
    • Mangel an Energie
    • Sinkende Produktivität
    • Erhöhte Frustration und Zynismus
    • Nachlassende Geduld
    • Probleme, dich selbst zu motivieren, überhaupt mit der Arbeit anzufangen
    • Gefühle der Desillusionierung in Bezug auf deinen Job
    • Veränderungen bezüglich Appetit oder Schlafgewohnheiten
    • Schmerzen in Kopf, Rücken oder Nacken
  2. Beobachte dein Stresslevel. Viele Angestellte sind hochgradig gestresst, ohne gleich einen Burnout zu haben. Könnte das auch bei dir der Fall sein? Es ist normal und akzeptabel, dass man sich zeitweise sehr gestresst fühlt, aber ernsthafter Stress über lange Zeiträume wird seinen Tribut fordern und kann langfristig zum Burnout führen. Frag dich, was dich so stresst, und ob es wahrscheinlich ist, dass sich die Situation bald verbessert. Wenn sich die Stressfaktoren nicht vermindern lassen oder sich vollständig deiner Kontrolle entziehen, ist es möglicherweise Zeit für etwas Neues. Diese Faktoren können sein:
    • Probleme mit dem Führungsstil. Wenn dein Boss autoritär und detailorientiert ist, du dich aber unwohl und unglücklich fühlst, wenn dir permanent jemand auf die Finger schaut, dann ist es vielleicht an der Zeit, sich nach einem neuen Job umzusehen.
    • Ein sehr schnelles Arbeitsumfeld. Wenn du dich mit weniger Druck wohler fühlst, wird ein Unternehmen, das kontinuierliches und zügiges Arbeiten von dir erwartet, dich langfristig sehr stressen.
    • Pausenlos hohe Arbeitsbelastungen. Wenn dein Pensum unendlich scheint, und dein Vorgesetzter daran nichts ändern kann oder will, wird auch dein Stresslevel ins Unendliche wachsen.
  3. Erkenne dein Bedürfnis nach neuen Herausforderungen. Wenn du dich bei der Arbeit langweilst, wirst du auch nicht mehr motiviert sein, deinen Job gut zu machen. Frag dich, ob du bereit für eine neue Herausforderung bist. Wenn das der Fall ist, dein Arbeitgeber dir diese neuen Möglichkeiten aber nicht bieten kann, dann ist es möglicherweise Zeit, dich nach einem anderen Arbeitgeber umzusehen.
  4. Schätze die Risiken für deine Gesundheit ein. Viele Jobs sind gesundheitlich sehr riskant. Ob es nun darum geht, mit gefährlichen Chemikalien zu hantieren oder an hohen Gebäuden herumzuklettern, es ist verständlich, wenn du diese Risiken in Betracht ziehst und dich entscheidest, dass du lieber etwas weniger gefährliches tun möchtest. Wenn du dich mit Risiken an deinem Arbeitsplatz nicht länger wohlfühlst, such dir einen neuen.

Teil 3 von 4: Veränderungen des Lebensstils berücksichtigen

  1. Denk über deine Ausbildung nach. Ein guter Grund für eine Kündigung kann sein, dass du deine Karriereaussichten damit verbessern willst, dass du eine höhere Ausbildung anstrebst. Es kostet Zeit und Mühe, zuück in die Schule zu gehen; zusätzlich zu einem Vollzeitjob kann es zu anstrengend werden.
  2. Denk auch an dein Familienleben. Sowohl Männer als auch Frauen sollten darüber nachdenken, zuhause zu bleiben und eine Familie zu gründen. Es ist eine berechtigte Entscheidung, bei deinen Kindern bleiben zu wollen, anstatt sie in eine Kindertagesstätte zu geben. Möchtest du lieber ein Vollzeit-Elternteil sein? Wenn ja, sprich mit deinem Partner darüber und überlegt euch, ob es finanziell möglich ist, dass du deinen Job aufgibst.
  3. Kalkuliere deinen Wohnort mit ein. Wenn du einen Umzug planst und dann zu weit von deinem momentanen Job entfernst wärst, um jeden Tag zu pendeln, frag nach deinen Optionen – vielleicht kannst du von zuhause aus arbeiten. Wenn nicht, such dir liebr einen Job in deiner neuen Umgebung.

Teil 4 von 4: Rente in Betracht ziehen

  1. Überlege, deine Rente zu verschieben. In den meisten Fällen musst du nicht in Rente gehen, nur weil du das richtige Alter erreicht hast. Die Rente zu verschieben könnte nicht nur finanziell gesehen Sinn machen, sondern vielleicht fühlst du dich auch besser, wenn du noch produktiv sein darfst. Wenn du dich noch nicht bereit fühlst, hör einfach noch nicht auf.
  2. Diskutiere deine Optionen mit einem Finanzberater. Wenn du in rente gehen möchtest, solltest du mit einem Berater sprechen, der dir helfen kann, deine finanzielle Situation zu bewerten. Schau dir deinen Rentensparplan an und überlege dir, ob du in der momentanen Situation von der Rente leben könntest.
  3. Denk darüber nach, was du als Rentner tun würdest. Viele Menschen fühlen sich unwohl und unproduktiv, wenn sie nur zuhause sitzen. Möglicherweise würdest du dich langweilen oder einsam fühlen, wenn du nicht mehr jeden Tag zur Arbeit gehen kannst. Hör nicht auf zu arbeiten, solange du nicht absolut sicher bist, dass du es nicht mehr möchtest.
  4. Sprich mit deinem Partner. In Rente zu gehen ist eine große Entscheidung, und im Idealfall solltet ihr euch einig darüber sein, wann der beste Zeitpunkt zum Aufhören ist. Wenn du in Rente gehen willst, finanziell vorbereitet bist und alles mit deinem Parner abgesprochen hast, dann tu es ruhig.

Tipps

  • Schmeiß deinen Job nicht zu impulsiv hin. Egal aus welchen Gründen, du solltest dir die Zeit nehmen, diese Gründe zu hinterfragen und deine Zukunftspläne in Betracht ziehen.
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