Mit lästigen Verwandten umgehen

Lästige Verwandte sind eine Gewissheit im Leben, obwohl sie auf verschiedene Weise ziemlich nervig sein können. Bei dem Umgang mit lästigen Verwandten sollte man zuerst verstehen, dass man ihnen nicht glauben muss, auf sie reagieren oder mit ihnen in allem einverstanden sein muss, wobei die Möglichkeit besteht, dass man schnell frustriert und gereizt sein wird. So oder so wirst du manchmal in unterschiedlichem Maße mit ihnen zu tun haben und es gibt einige Methoden, wie man damit umgehen kann. Probiere alle aus bis du eine Kombination gefunden hast, die funktioniert!

Methode 1 von 5: Verhindern belästigt zu werden

  1. Vermeide es, dich in der Nähe deiner lästigen Verwandten aufzuhalten. Wenn es einige Verwandte gibt, bei denen du weißt, dass sie dich immer belästigen werden, vermeide es von diesen gesehen zu werden oder dich in der Nähe von diesen aufzuhalten, falls es möglich ist.
    • Falls du sie nicht völlig meiden kannst, versuche so wenig Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen.
    • Wenn du Zeit mit ihnen verbringen musst, spreche mit ihnen so wenig wie möglich.
  2. Ignoriere deine lästigen Verwandten. Wenn du dich in der Nähe deiner überaus lästigen Verwandten aufhalten musst, versuche sie zu ignorieren, wenn sie etwas zu dir sagen, wenn sie etwas nerviges machen, oder geh einfach weg.
    • Das Ignorieren einer lästigen Verhaltensweise (und es gibt einige) ist ein guter Weg, um sich von der Menge abzuheben und sich nicht daran zu beteiligen, sogar wenn sie dir auf die Nerven gehen.
  3. Beschäftige dich mit etwas alleine. Einzelbeschäftigungen können eine Mauer der Isolation um dich herum schaffen, wenn du dich an einem Ort befindest, wo sich lästige Verwandte aufhalten.
    • Geh in die Küche oder das Schlafzimmer, geh einfach weg.
    • Trage Kopfhörer. Das Tragen von Kopfhörern zeigt den Menschen um dich herum, dass du nicht an Gesprächen interessiert bist und dass du vertieft bist in deine Musik, Podcast oder was auch immer.
    • Lese ein Buch. In der Regel stören dich sogar lästige Menschen nicht, wenn du am Lesen bist. Wenn sie es dennoch tun, brauchst du nur zu antworten: "Ich lese etwas für die Arbeit/Schule, das ist wichtig."
  4. Hole dir einen sozialen Puffer. Ein Puffer kann eine Person sein, die weiß wie man mit den lästigen Verwandten umzugehen hat, wie zum Beispiel Mutter, Vater, Geschwister oder Freunde, die mit ihnen umzugehen wissen, damit du es nicht musst.
    • Soziale Puffer sollten vorab auf ihre Rolle hingewiesen werden. Erwarte nicht einfach einen mitzubringen und ihn die ganze Arbeit machen zu lassen, während du dich heraushältst.
    • Das soziale Puffern sollte erwidert werden!

Methode 2 von 5: Gespräche und Beziehungen zu lästigen Verwandten

  1. Wenn du sprichst, warte bevor du antwortest. Hole tief Luft und warte vor dem Sprechen.
    • Manchmal wechselt die Person das Thema ohne eine Pause zu machen, dies kann dir die Worte sparen.
    • Wenn du dir selbst einen Moment Zeit lässt, erlaubt dir dies nachzudenken, bevor du sprichst, was dich davon abhält überzureagieren oder etwas zu sagen, das du später bereuen könntest.
    • Bereite vorab ein paar Antworten auf nervige Fragen vor, die dir gestellt werden können.
  2. Wiederhole die nervige Sache, die sie gesagt haben. Etwas zu wiederholen, was jemand zu dir sagt, ist die beste Art ihnen mitzuteilen, dass sie erhört wurden.
    • Zuhören ist eine Fertigkeit und zu wiederholen, was sie gesagt haben, kann ihnen nicht nur zeigen was sie gesagt haben, sondern auch wie es sich anfühlt diese Worte zu hören.
  3. Wechsle das Thema. Wenn dein Verwandter überaus lästig ist, versuche das Thema zu wechseln oder frage ihn etwas aus heiterem Himmel.
  4. Wenn du sprichst, sei respektvoll, aufrichtig und diplomatisch. Wenn du vorhast zu sprechen, antworte respektvoll und nur auf die Einzelheit, auf die du antworten möchtest. Wenn sie dir Fragen stellen, versuche aufrichtig zu antworten, wenn du kannst.
    • Lerne besser zuzuhören. Zuhören heißt nicht einfach darauf warten bis eine andere Person zu Ende gesprochen hat.
  5. Vermeide auslösende Themen, sowohl von deiner als auch von deren Seite aus. Vielleicht weißt du, dass deine geschätzten politischen Überzeugungen sich von denen deiner Verwandten unterscheiden oder dass deine Piercings und das blaue Haar deine Großeltern zusammenzucken lassen. Wenn du kannst, zügle deine Ansichten und falls es möglich ist, dein Erscheinungsbild, nur um den Frieden zu wahren.
    • Versuche sensible oder provokative Themen zu vermeiden, erwäge stattdessen nützliche Alternativen.
    • Wenn sie etwas zu dir sagen, ob Gutes oder Schlechtes, sag einfach Danke und mach weiter.
    • Diskutiere nicht ständig mit ihnen. Das Streiten mit einer anderen Person ist etwas, das Konflikte entstehen lässt.
  6. Wähle deine Streitthemen mit Vernunft. Nicht jede seltsame, entsetzliche, gemeine oder ungehobelte Sache, die sie sagen, muss korrigiert werden.
    • Wenn sie etwas gemeines oder eigenartiges über jemanden sagen, den du magst oder sogar liebst, wirst du ihnen wahrscheinlich die Stirn bieten wollen, bereite also vorab ein paar Antworten und Kommentare vor.
  7. Wenn du eine Pause brauchst, nimm dir eine. Eine Pause von einer Person zu brauchen ist keine Schwäche und du kannst die Unterhaltung meiden, wenn es dich erschöpft und wieder darauf zurückkommen, wenn du Gelegenheit hattest Kräfte zu sammeln.
    • Wenn du noch eine Pause brauchst, nimm sie dir! Wiederhole dies falls nötig. Vielleicht versuchst du mal eine Unterhaltung zu haben, wo du sie zuvor vermieden oder ignoriert hättest.
  8. Kenne und verteidige deine Grenzen. Wenn du vorab weißt, was deine Ungeduld, deinen Zorn oder ein Gefühl von Verärgerung auslösen wird, ist dies der erste Schritt zur Kontrolle über dein Wohlbefinden.
    • Wenn du kannst, bitte die Person darum, dieses Thema/Problem nicht anzusprechen oder lasse sie wissen, dass du deren Frage nicht vergessen hast und sie später beantworten wirst.
    • Wenn sie Druck auf dich ausüben, sag einfach nichts und wechsle das Thema.
  9. Lass es bleiben und geh einfach weg. Wenn keine der oben aufgeführten Techniken funktionieren, lasse die Unterhaltung aus und geh einfach weg.
    • Nicht antworten ist dennoch eine Antwort, die besagt: "Dies ist ein zu unangenehmes Thema, um es zu behandeln."
    • Wegzugehen zeigt, dass du dich selbst respektierst und sowohl "lebst als auch leben lassen kannst". Mach weiter!

Methode 3 von 5: Akzeptieren deines lästigen Verwandten

  1. Akzeptiere, dass die Person dich aufregt. Das Akzeptieren von einem lästigen Verwandten ist nicht immer leicht, aber es gibt einiges, was du machen kannst, um dies zu bewerkstelligen.
    • Verbringe kleine Zeitabschnitte mit ihnen alleine. Dies könnte genau das Gegenteil von dem sein, was du tun möchtest, aber deine volle Aufmerksamkeit, sogar in kleinem Umfang, könnte viel dazu beitragen, um ein lästiges Verhalten zu beseitigen.
  2. Ändere sie nicht, liebe sie. Es mag unlogisch erscheinen, aber liebevoll zu sein kann oft Belästigungen noch vor ihrem Erscheinen unterbinden. Und es wird sicherlich deine Ansicht verändern.
    • Es ist nicht der Sinn deines Lebens sie zu ändern, weil du es nicht schaffen und nur deine Energie verschwenden wirst.
    • Mache alles was du sagst und tust mit einbindender Liebe und Hinnahme.
  3. Akzeptiere dich selbst. Akzeptiere, anstatt zu leugnen, dass es dir schwer fällt mit lästigen Menschen umzugehen, und dass einige dieser Menschen zu deiner Familie gehören.
    • Wenn du verwirrt und belästigt wirst, gib ihnen nicht die Schuld dafür. Du bist derjenige, der nicht damit umgehen kann und dies einzugestehen, ist der erste Schritt zur Verantwortung.
    • Konzentriere dich auf das, was du tun kannst, um die Person zu werden, die du werden willst, unabhängig davon wer du bist oder was sie tun oder sagen. Du wirst dich immer behaupten können, wenn du dich auf dich selbst konzentrierst.
  4. Sei mitfühlend. Mitfühlend mit dir selbst und denjenigen um dich herum zu sein kann eine Menge dazu beitragen, die Belästigungen zu beseitigen.
    • Mitgefühl ist etwas Aktives, nicht Passives und es ist etwas, was du mit der Zeit entwickelst.
    • Es wird es nicht immer klappen Mitgefühl zu zeigen, aber mit lästigen Verwandten wirst du immer eine neue Gelegenheit zum Üben erhalten!

Methode 4 von 5: Besuchen von lästigen Verwandten

  1. Planiere einen kurzen Aufenthalt. Wenn du bei Verwandten zu Besuch bist, welche dich aufregen, plane dort nur für kurze Zeit zu bleiben, ob es nun zum Abendessen oder am Wochenende ist.
    • Wenn du zum Abendessen eingeladen wurdest, nehme dir dafür nicht mehr als 2 bis 3 Stunden. Anderthalb Stunden für das Mittagessen sind ausreichend.
    • Wenn du zu einem Wochenendbesuch eingeladen wurdest, nimm dir dafür nicht mehr als drei Stunden, und versuche dir eine aktive Beschäftigung einfallen zu lassen, damit ihr gemeinsam was zu tun habt.
  2. Bleib ruhig. Vorzeitig aus der Ruhe gebracht zu werden kann dir jegliche Gelegenheit nehmen, den Besuch ohne Nervenstress auf Aufregung hinter dich zu bringen, sowie die Gelegenheit richtige Entscheidungen bezüglich Stress zu fällen.
    • Ein wenig Stress kann dir helfen aufmerksam zu sein, aber zu viel davon wird dich fertig machen. Wenn du dich selbst beruhigen kannst, wird es dir dabei helfen angemessen zu reagieren, und du wirst dich womöglich selbst überraschen.
  3. Sei ein guter Gast. Ein guter Gast zu sein heißt, die Ordnung und die Gewohnheiten des Gastgebers zu respektieren, den Hausregeln zu folgen, verständlicherweise auch in gewissem Maße auf Kosten deines Besuchs.
    • Bespreche deine Pläne und Freizeit, damit du vorab weißt was du einzuplanen hast und so weiter.
    • Besetze keine gemeinschaftlichen Plätze, mach dich nicht überall breit und besetzte nicht das Badezimmer oder die Küche.
    • Führe keine lauten Telefongespräche und höre keine Musik in gemeinschaftlichen Plätzen. Geh raus oder ins Schlafzimmer, oder setze die Kopfhörer auf.
    • Mach im Badezimmer nach dir sauber oder den Abwasch in der Küche. Wenn du kannst, schlag anderen ebenso vor sauber zu machen, den Abwasch zu erledigen oder den Müll raus zu bringen.
    • Schlage vor Besorgungen zu machen, Lebensmittel zu holen, die Dinge am laufen zu halten oder zu ersetzen, was du verbraucht hast.
    • Verlasse sie mit einem netten Geschenk und schreibe auf jeden Fall eine kleine Dankesnotiz beim Abschied.

Methode 5 von 5: Von lästigen Verwandten besucht werden

  1. Nehme dir Zeit, wenn sie ankommen. Versuche dir ein bisschen Zeit zu nehmen, um deinen Verwandten zu zeigen, dass sie von Bedeutung sind.
    • Es wird dir helfen nicht so gestresst zu sein, wenn du bei ihrer Ankunft keine Arbeit zu erledigen hast, auch wenn du zu arbeiten hast während ihrem Besuch.
  2. Begrüße sie in angemessener Weise. Menschen in dein Haus oder deine Stadt einzuladen kann einige Dinge umfassen, zumindest fast immer das Essen und/oder den Abwasch.
    • Wenn sie bei euch zu Hause bleiben, frag Sie, ob sie zuerst den Abwasch oder erst essen möchten, und dann lass es laufen.
    • Besprecht eure Pläne für deren Besuch nachdem sie gegessen und/oder geduscht haben und ihre Zimmer oder das Hotel bezogen haben.
  3. Plane wo sie unterkommen werden. Wenn du dir ein bisschen Mühe und Gedanken darüber machst, wie du die Unterkunft deiner lästigen Verwandten bequem und angenehm gestaltest, wird sie dies auf eine gute Weise milde stimmen.
    • Manchmal wirst du genug Glück haben, indem du ein zweites Schlafzimmer hast, aber sogar in einem Hotel kannst du vorbeischauen und ihnen Wasser und ein paar Snacks, eine Flasche Wein und einen Korkenzieher oder ein paar Magazine vorbeibringen, die sie interessant finden könnten.
  4. Plane ein paar Mahlzeiten und Aktivitäten ein. Es kann dir helfen die Zeit aufzuteilen, indem du ein paar Mahlzeiten und Aktivitäten einplanst.
    • Fühle dich nicht dazu gezwungen, aufwändige Abendessen zuzubereiten, um deine Familie zu beeindrucken, aber wenn du es magst zu kochen und es dich glücklich macht, dann nur zu.
    • Auszeiten sind genauso wichtig, vergiss also nicht diese miteinzubeziehen.
    • Plane Mahlzeiten oder Alternativen zum Essen außer Haus, die euch allen passen werden.

Tipps

  • Wenn es möglich ist, gehe schnell und frühzeitig mit Belästigungen um, damit du keine Feindseligkeit und Abneigung zu derjenigen Person aufbaust. Hoffentlich wird sich die Situation schnell lösen, wenn du darauf hinweist, und du kannst schnell weitermachen.

Warnungen

  • Direkte Auseinandersetzungen mit lästigen Verwandten in Gegenwart anderer können starke Gefühle und Beschämung auslösen, wenn du es also für nötig erachtest, sie zu konfrontieren, mache dies privat.
  • Konfrontationen können zu eskalierenden Gefühlszuständen führen und unterschiedliche "Parteien" in der Familie (wie in Dramen der Seifenoper) bilden, welche über Jahre hinweg bestehen können, überlege also, ob du jemanden konfrontieren solltest oder nicht.
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