Eine Ganzkörperuntersuchung im Rahmen der Ersten Hilfe durchführen

Jemanden währen der Ersten Hilfe von Kopf bis Fuß zu untersuchen, ist wichtig um körperliche oder psychische Traumata zu erkennen. Wenn man es richtig macht, kann diese Einschätzung weitere Verletzungen verhindern und dir dabei helfen, es der verletzten Person angenehmer zu machen, bis der Rettungsdienst kommt.

Vorgehensweise

  1. Zieh dir ein Paar Handschuhe an, bevor du mit der Ganzkörperuntersuchung beginnst. Dadurch wird die Verbreitung von Krankheiten durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Blut, Urin oder Erbrochenem verhindert. Wenn die Körperflüssigkeiten einer kranken Person durch einen Riss in deiner Haut gelangen, besteht die Möglichkeit, dass du dich ansteckst.
  2. Überprüfe den Bewusstseinszustand und die Orientierung der verletzten Person. Sieh zuerst nach, ob sie wach und aufnahmefähig ist, indem du prüfst, ob ihre Augen geöffnet und auf etwas konzentriert sind. Frage die Person nach ihrem Namen, dem Datum, ob sie weiß, wo sie sich gerade befindet und was sie getan hat, bevor sie verletzt wurde. Wenn die Person diese Fragen deutlich beantworten kann, ist sie bei Bewusstsein. Sollte das nicht der Fall sein, ist es möglich, dass sie einen kognitiven Schaden erlitten hat.
  3. Betrachte genau, ob der Kopf der verletzten Person die richtige Form und Symmetrie hat. Abnormalitäten in diesem Bereich können ein Zeichen für Verletzungen der Schädelbasis oder Schwellungen des Gehirns sein. Wenn der Patient bei Bewusstsein ist, flüstere in sein Ohr, um Gehörverlust auszuschließen. Prüfe auch den Zustand der Nase, sieh nach ob sie gebrochen oder verstopft ist. Überprüfe auch den Mundraum nach Schnitten, abgebrochenen Zähnen und Blut.
  4. Schaue dir den Zustand der Haut an. Siehst du Schnitte, Schürfwunden, Rötungen, Quetschungen oder Irritationen? Dies können Zeichen eines physischen Traumas sein. Beachte die Farbe, Temperatur und den Feuchtigkeitsgehalt dieser Hautpartien.
  5. Überprüfe die Brustbereich der Person. Suche nach Schwellungen und Beulen indem du sanft drückst. Stelle sicher, dass sich die Brust hebt und senkt, um dich abzusichern, dass sie tief atmet. Hörst du einen starken Herzschlag, kannst du unnormale Geräusche, wie ein Pfeifen ausmachen?
  6. Ertaste die 4 Quadranten des Bauches der Person. Du musst nach Empfindlichkeit, Schwellungen und Beulen suchen. Lege deinen Kopf auf den Bauch und achte auf ungewöhnliche Geräusche wie Gurgeln.
  7. Beurteile die Rekapillarisierungszeit der Person durch Drücken auf ihren Fingernagel. Der Fingernagel wird weiß, wenn du ihn drückst und wird sofort wieder rosa, wenn der Kreislauf in Ordnung ist. Prüfe den Puls am Handgelenk.
  8. Prüfe die Arm- und Beinknochen auf Brüche. Lege eine Hand auf jede Seite des Körpers und drücke nach innen, um die Biegsamkeit der Knochen zu ertasten. Frag die Person, ob sie Schmerzen beim Drücken spürt. Versuche nicht Stellen zu drücken, bei denen eine offensichtliche Fraktur vorliegt, da das noch mehr beschädigen kann.

Tipps

  • Eltern wird empfohlen zu lernen, wie man eine Ganzkörperuntersuchung im Rahmen der Ersten Hilfe durchführt. Das kann helfen Verletzungen ausfindig zu machen, die sich Kinder beim Sport oder anderen körperlichen Aktivitäten zuziehen.

Warnungen

  • Vor der Durchführung einer Ganzkörperuntersuchung musst du die Person um Erlaubnis bitten, ihr zu helfen. Wenn diese Person bewusstlos ist, erfolgt die Erlaubnis konkludent, ist also auch ohne Zustimmung gegeben. Wenn der Patient ein Kind ist und seine Eltern anwesend sind, musst du die Eltern um Erlaubnis fragen. Wenn du einer Person hilfst, ohne vorher sie oder ihre Eltern um Erlaubnis zu bitten, riskierst du, verklagt zu werden.
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