Herausfinden ob du an Diabetes leidest

Auch wenn Diabetes vom Typ 2 oft ignoriert wird, kann Diabetes, wenn es nicht behandelt wird, in Blindheit, Nervenschäden, Taubheitsgefühlen, Herzattacken, Schlaganfällen, Nierenschäden und Amputationen von Zehen, Füßen oder Beinen enden. Nur etwa die Hälfte aller Diabetiker bekommen überhaupt Diabetes diagnostiziert, denn in den frühen Stadien des Typs 2 gibt es kaum offensichtliche Symptome und die wenigen, die es gibt, gleichen oft Symptomen anderer Krankheiten – dennoch ist Diabetes auch in diesem Stadium bereits gefährlich und schadet der Gesundheit.

Vorgehensweise

  1. Dies sind bekannte Symptome von Diabetes:
    • Oft ungewöhnlich großer Durst
    • Extreme Hungergefühle
    • Gesteigerter bis hin zum exzessiven Harndrang
    • Reizungen und blaue Flecken, die nur langsam verheilen
    • Trockene, juckende Haut
    • Unerklärlicher Gewichtsverlust (im negativen Sinne)
    • Täglich schwankender Verlust von Sehstärke
    • Ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwindel
    • Kribbeln oder Taubheit in Händen oder Füßen
    • Häufige Infektionen oder wiederkehrende Entzündungen der Haut, des Zahnfleisches, der Blase oder vaginale Pilzinfektionen
    • Schwangerschaft mit oder ohne klaren Problemsymptomen, ...
  2. Wenn du fünf oder mehr dieser Symptome an dir feststellen kannst, solltest du umgehend einen Arzt aufsuchen. Diabetes vom Typ 1 ist eine chronische Krankheit, die den Patienten in der Regel sein Leben lang begleitet. Diabetes kann jedem Probleme bereiten: jungen und alten Menschen, Männern und Frauen. Auch Schwangeren. Unser Körper produziert normalerweise ein Hormon namens Insulin. Insulin verwandelt den Zucker (Glukose), den wir zu uns nehmen, in Energie. Dadurch erst kann unser Körper richtig funktionieren. Die Körper von Diabetikern produzieren entweder zu wenig Insulin, können damit nicht mehr richtig umgehen oder konnten es nie. Da Typ 1 Diabetiker kein Insulin produzieren, wird die Glukose nicht in Energie umgewandelt und bleibt daher im Blut, was zu hohen Blutzuckerwerten führt (Hyperglykämie). Es gibt drei Hauptarten von Diabetes: Typ 1 – der Körper produziert von Geburt an KEIN Insulin. Typ 2 – der Körper Insulin nicht mehr wie gewohnt verwerten kann (in der Regel durch den Lebensstil bedingt). Typ 3 – Schwangerschaftsdiabetes; diese Art tritt während Schwangerschaften auf und wird nach der Geburt des Babys in der Regel ausgeglichen.
  3. Schwangerschaft mit Schwangerschaftsdiabetes: Umstandsdiabetes weist in der Regel keine offensichtlichen Symptome auf. Wenn dem jedoch so ist, dann sind es meist folgende:
    • Ungewöhnlicher Durst
    • Exzessiver Harndrang
    • Müdigkeit
    • Schwämmcheninfektionen
  4. Untersuche auch die Krankheitsgeschichte deiner Familie. Auch wenn darin kein Diabets vorkommt, bedeutet dies nicht, dass du nicht an Diabetes leidest oder nicht daran erkranken kannst.

Tipps

  • Wenn du denkst, an einem oder mehreren beschriebenen Symptomen zu leiden, solltest du einen Arzt aufsuchen und ihm die Symptome beschreiben. Dein Arzt wird daraufhin wohl einen Blutzuckertest anordnen und eventuell auch eine Urinprobe anfordern. Weisen die Resultate auf einen hohen Blutzuckerspiegel hin, wird dir vermutlich ein Glukosetoleranztest vorgeschlagen werden. Dieser Test besteht aus einer Blutabnahme, bevor dir ein Getränk mit hohem Zuckeranteil gereicht wird. Nach der Einnahme des Getränkes darfst du dich dann zwei Stunden lang nicht bewegen. Daraufhin wird eine weitere Blutprobe genommen werden. Das zweite Ergebnis wird mit dem ersten verglichen, woraus sich schließen lässt, wie gut dein Körper mit dem Zucker umgehen kann.
  • Du hast eine größere Chance, an Typ 2 Diabetes zu erkranken, wenn:
    • Du älter als 45 Jahre bist.
    • Du übergewichtig bist.
    • Du nicht regelmäßig Sport treibst.
    • Ein Elternteil oder deine Geschwister an Diabetes leiden.
    • Du ein Baby zur Welt gebracht hast, das bei der Geburt mehr als 9 Pfund gewogen hat oder du während der Schwangerschaft an Schwangerschaftsdiabetes gelitten hast.
  • Zur Klarstellung, „hyper“ ist vergleichbar mit „super“ (über) – und „hypo“ mit „unter“.

Warnungen

  • Die frühen Stadien von Typ 2 Diabetes weisen nur wenige und unauffällige Symptome auf; Typ 1 Diabets hingegen ist ziemlich offensichtlich, wodurch du vielleicht trotz der Symptome denkst, nicht an Typ 2 Diabetes zu leiden, da es nicht so auffällig ist. Doch deine Augen, deine Nieren und dein kardiovaskulares System nehmen vielleicht bereits Schäden hin, bevor du überhaupt irgendwelche Symptome verspüren kannst.
  • Ziehe es in Erwägung, mit leerem Magen und ohne Einschlafhilfen zu Bett zu gehen und zu schlafen, bis du ausgeschlafen bist. Wenn du dennoch aufstehen musst und nicht genügend Zeit zum Schlafen hast, nimm kein vollständiges Frühstück zu dir, wenn du nicht genug Fastenzeit seit deiner letzten Mahlzeit hattest. Auch Schlaf zählt in diese Zeit hinein. Du kannst jedoch einen kleinen Snack zu dir nehmen, um die Zeit zu überbrücken, bis seit deiner letzten Mahlzeit (dem vorherigen Abendessen) 10 bis 12 Stunden vergangen sind. Dadurch lässt du deinen Körper den Zucker verwenden, der sich ohnehin bereits in deinem Blut befindet. Aber Achtung: achte darauf, nicht zu unterzuckern! Lasse dich von einem Arzt beraten. Ein zu niedriger Blutzuckerwert kann das Resultat der Einnahme von Insulin ein. Gesunde, tägliche Fastenzeiträume sind wichtig, wenn es zu deinem Diabetestyp passt und dein Insulin ordentlich reguliert wird.
    • Wenn du Probleme damit hast, wieder einzuschlafen, versuche tief einzuatmen (zähle die Sekunden zwischen den Atemzügen, um dich auf etwas zu konzentrieren) oder nimm Schlafmittel zu dir. Wenn du also nach kurzen Schlafunterbrechungen Hilfsmittel brauchst, um wieder einschlafen zu können, versuche es mit den folgenden Tipps in Kombination: (1) Nimm „Kalzium, Magnesium und Vitamin D3“ in Kombination, plus B-Vitamine, Omega3 oder Omega 3-6-9. Alles sorgt für Entspannung! (2) Iss eine „kleine Portion Salat mit wenigen Kalorien oder proteinreiche Nahrung“, wie Truthahnfleisch oder Hühnchen, Mandeln, Walnüsse, Pekannüsse, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pistazien oder Erdnüsse. Diese Kerne und Nüsse versorgen dich zudem noch mit essentiellen Ölen! Proteine heben zudem den Blutzuckerspiegel kaum an, können bei Bedarf aber in Zucker umgewandelt werden. (3) Nimm Baldrian, eine Pflanze, die zur Entspannung und Reduzierung von Schmerzen eingesetzt wird, und Melatonin ein, ein Hormon, welches den Schlaf reguliert. Andere Pflanzen, die dir beim Einschlafen helfen, sind selbstverständlich ebenso geeignet. Wenn du zu früh aufwachst, trink etwas Wasser und nimm nur dann Schlafmittel ein, wenn die letzte Einnahme bereits vier Stunden oder länger zurückliegt.
  • Wenn du Insulin einnimmst, denke nicht, dass du einen großen Snack oder eine Mahlzeit vor dem Schlafengehen zu dir nehmen musst! Frage stattdessen deinen Arzt, wie du deine Mahlzeiten dosieren solltest. Er wird dir sicherlich raten, einen leichten Snack zu dir zu nehmen. Hier ein paar Vorschläge aus einen Mayo Clinic Artikel:
    • Hungrig nach dem Abendessen? Diese Nahrungsmittel haben wenige bis gar keine Kohlenhydrate und Kalorien, daher wird „eines“ von ihnen keine Gewichtszunahme und kein Ansteigen des Blutzuckerspiegels zur Folge haben:
      • Eine Dose zuckerfreie Limonade
      • Eine Portion zuckerfreie Gelatine
      • Fünf Babykarotten
      • Zwei Salzcracker
      • Eine Vanillewaffel
      • Vier Mandeln oder ähnliche Nüsse
      • Ein Kaugummi oder ein Stück hartes Weingummi
    • Nimm einen dieser Snacks zu dir, um deinen Nerven, deiner Leber und deinem Verdauungssystem die Zeit zu geben, ihre Arbeit zu verrichten, um etwas Ruhe zu finden und dich zu erholen von dem Zucker, der durch zu viel Nahrungszunahme angestaut wird und deine Verdauung während des Schlafes auf volle Touren bringt. Dadurch ist dein Blutzuckerwert in der Nacht niedriger und deine Leber hat weniger Arbeit, die Zucker und Fette zu verarbeiten, sodass du ruhiger schlafen kannst.
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