Nicht Mainstream sein

In diesem Artikel geht es darum, nicht wie alle anderen zu sein. Unkonventionalität, Spontaneität, Zufälligkeit, Unvorhersehbarkeit, Wandelbarkeit - egal wie du es nennst, es bedeutet immer das Gleiche: einen spontanen Humor und immer eine passende, schlagfertige Antwort parat haben. Wenn du das richtig gut beherrschst, wirst du super witzig und jugendlich bei deinen Freunden ankommen. Wenn du es allerdings nicht drauf hast, wirst du nur nervig auf die anderen wirken. Also musst du lernen, wie es funktioniert. Lerne, unkonventionell mit deinen Freunden zu sprechen, umzugehen und sogar unkonventionel zu denken.

Methode 1 von 3: Nicht Mainstream reden

  1. Mache unlogische Aussagen. Man nennt diese Sprechweise auch „non sequitur“. Das ist Lateinisch und bedeutet, dass man es als Sprecher nicht schafft, ein Argument in einer logischen Art und Weise darzulegen. Dieser Ausdruck wurde schon zu Zeiten Caesars verwendet. Heute nennt man diese Sprechweise „zufällig“, „spontan“ oder „unlogisch“ und sie wird vor allem oft im Comedybereich verwendet.
    • Das Wort “Zufall” bezieht sich auf eine Entscheidung oder eine Handlung, die spontan und ohne logische Schlussfolgerung gemacht wurde. Der Zufall ist spontan, deshalb ist es auch gar nicht so leicht zu erklären, wie man „zufällig ist“.
    • Eigentlich kann eine Person nicht „zufällig sein”. Eine Aussage oder eine Handlung können zwar schon spontan sein, aber eigentlich ist jede Person gleich „zufällig“. Aber man kann es schon lernen, spontan zu sein.
  2. Sprich ganz speziell über eine Sache. So klingt es, als wäre das noch zufälliger, und du klingst, als hättest du dich am Kopf verletzt. Wenn du sagen willst „Vor ein paar Jahren…“, solltest du lieber sagen „Vor ein paar Jahren, nach dem Jahr vor zehn Jahren, habe ich mit dem Bruder des Vaters meiner Schwester gesprochen (Onkel).“ Rede also extrem.
  3. Informiere dich über viele Dinge und merke dir die Fakten. Wenn du immer verrückt und spektakulär denkst und dir die komischsten Details merkst, kannst du immer spontan antworten und „zufällig“ wirken.
    • Verwende keine normalen Namen von Farben, sondern „Eierschalenfarben” oder „Pflaumenviolett”. Schau dir die Namen der Farben in einer Farbpalette an. Es gibt wirklich verrückte Farbnamen, schau sie dir einfach mal an.
    • Wenn du das nächste Mal eine Zahl zwischen Eins und Zehn wählen sollst, benutze stattdessen "Pi“ oder „E“ oder „die Quadratwurzel von sieben“.
  4. Du solltest aber keine Worte verwenden, die dich nur als Möchtegern wirken lassen. Das bedeutet, du solltest keine Worte verwenden, die vorher noch als „zufällig“ angesehen wurden, es jetzt aber mittlerweile gar nicht mehr sind, weil sie von zu vielen Menschen verwendet wurden. Das heißt einfach, dass alles, was du einmal gesagt hast, auch nur einmal „zufällig“ wirken kann.
    • Du solltest zum Beispiel folgende Worte nicht verwenden: Essiggurke, Hühnchen, Affe, Dino, Pinguin, Lila, Kuchen, Eichhörnchen, Kuh, Pizza, Mayonnaise, Pudding, Hosen, Rawr, Socken, Pony, Lama, Einhorn, Taco (oder Burrito), Käse und Nase. Natürlich ist das aber in jeder Region anders, und wenn du nicht aus Nordamerika kommst, solltest du diesen Punkt ignorieren. Verwende die Worte, die du „zufällig und nicht Mainstream“ findest.
  5. Rede von dir selbst in der dritten Person. Das heißt du ersetzt „ich“ durch deinen Namen. Das machen vor allem die egoistischen Menschen und auch viele berufliche Wrestler.
    • Wenn du es noch weiter treiben möchtest, kannst du das gleiche Prinzip auch in der Gruppe anwenden. Anstatt „wir“ sagst du „ unsere Gruppe“, „unsere Organisation“ oder „unsere Bewegung“. Für den maximalen Effekt solltest du zwischen dem normalen Sprechen und dieser Methode hin- und herwechseln und auch jedes Mal einen neuen Namen verwenden.
  6. Du solltest komische Geräusche machen. Geräusche wie „mwargh", „oooooohh" oder auch „bwah" und „digee" sind gut. Du kannst auch einfach lachen. Das werden sich die Leute schnell merken, und schon bald bist du dafür bekannt, dass du alle mit deinem Lachen ansteckst.

Methode 2 von 3: Sich nicht Mainstream verhalten

  1. Kleide dich ungewöhnlich. Trage ganz normal Shirt und Jeans, aber füge dann ein lustiges Detail hinzu. Eine große Gorillamaske eignet sich zum Beispiel hervorragend. Natürlich ist auch ein komplettes verrückten Outfit möglich. Du kannst dir zum Beispiel Hosenträger, Hüte, Sonnenschirme, glitzernde Westen, Stöcke, Schleifen, Armeestiefel, Dinge im Hippiestyle oder in Neonfarben, Leuchtstäbchen oder regenbogenfarbige Hosenträger kaufen.
    • Der Trick ist, dass du dich eigentlich ganz normal kleidest und ein paar Shirts und Jeans in der gleichen Farbe zu Hause hast, aber dieses Outfit dann immer mit einem verrückten Accessoire aufpeppst.
  2. Du solltest dich für etwas Ungewöhnliches begeistern. Je mehr du über einen Staat, eine Person, ein Gericht oder ein Tier weißt, desto besser wirkst du auf deine Mitmenschen. Du bist dann anders als andere, weil du in diesem Bereich so viel weißt. Vielleicht interessierst du dich ja für Labradore, das Hindenburg-Unglück oder den Schauspieler Charles Nelson Riley. Suche dir einfach etwas Ungewöhnliches aus und informiere dich so viel wie nur möglich darüber.
  3. Verwirf deine Pläne. Wenn du dir einen neuen Mantel gekauft hast, heißt das nicht, dass du nicht am selben Tag auch noch in den Zoo gehen kannst. Du solltest immer spontan sein und dich auf neue Abenteuer einlassen. Egal was du vorher vorhattest, sei spontan und verwirf deinen alten Plan.
  4. Höre zu. Das ist ein weiterer wichtiger Punkt. Höre gut zu und bringe dann eine Bemerkung in die Diskussion, die sehr spontan wirkt. Du musst aber auch auf den Moment warten. Du solltest zum Beispiel nicht einen Witz reißen, wenn deine Freundin dir gerade das Herz ausschüttet oder deine Eltern mit dir schimpfen, weil du dein Zimmer nicht aufgeräumt hast. Höre zu und warte auf den richtigen Moment.
    • Wenn eine Diskussion zu Ende geht, ist das ein guter Zeitpunkt, um einen Witz zu erzählen. Wenn du zum Beispiel in einer Gruppe stehst und peinliches Stillschweigen herrscht, könntest du ihnen etwas über Star Trek und The Next Generation erzählen, eine Show, die schon vor Jahrzehnten lief.
  5. Du kannst dir selbst einen Titel zuweisen. Wieso solltest du immer nur von Tobias erzählen? Lord Tobias klingt doch schon viel besser oder auch Captain Theresa. Erfinde einfach dein eigenes Präfix. Wenn du ein Adjektiv wählst, solltest es aber nur auf dich zutreffen. Wenn du ein Nomen verwendest, sollte es kein gewöhnliches sein. Michael Müller, der Ungastliche, Michael Müller von Topeka oder Michael el Fuego wären Beispiele.

Methode 3 von 3: Nicht Mainstream denken

  1. Du solltest dich an bestimmten Meistern des Zufalls orientieren. Nicht die 13-jährigen Kinder deiner Schule sind so lustig, wie du gerne sein würdest. Die Spontanität, Lockerheit und das „Nicht-Mainstream-Sein“ wurden von ganz anderen Menschen erfunden. Diese solltest du dir merken:
    • Ultimate Warrior pro Wrestling Promos
    • Monty Pythons Flying Circus
    • Family Guy
    • Zach Galifianaki
    • Dada
  2. Verliere deine Scheu. Eigentlich denkt jeder Mensch spontan an zufällige Dinge, aber wir haben Angst, diese Dinge auszuleben, weil wir denken, es könnte peinlich sein. Du möchtest mitten in einem Gespräch einer Taube nachrennen? Du möchtest gerne durch die Gegend laufen und herumschreien? Du hast plötzlich den Drang, an der Seite Blumen zu pflücken und mit ihnen wegzulaufen, als hättest du den Strauß für einen Anlass gekauft? Was auch immer dir einfällt, mache es einfach.
  3. Brich alle Konversationsregeln. Einen Satz zu Ende bringen? Von Anfang bis Ende immer die gleiche Meinung haben? Warum denn? Wenn du zum Beispiel ein Qietscheentchen kaufen möchtest, während du über etwas echt Wichtiges redest, kannst du das doch einfach im Gespräch erwähnen! Wenn du zum Beispiel in einer Bibliothek bist und Waldo suchst, kannst du an der Rezeption fragen. Sie werden es nicht haben, aber du hast wenigstens gefragt.
  4. Diese Online Communities solltest du kennen. 4chan, Reddit und ähnliche Seiten sind perfekt, wenn man nicht Mainstream sein will. Durch die dort verwendeten Memes lernst du Spontanität, und keiner wird wissen, wo du deine lustigen Ideen her hast.

Tipps

  • Wenn andere Leute denken, du bist verrückt, ist das völlig egal. Wenn du Lust hast, einfach so „Mülltonne“ zu rufen, dann machst du das auch.
  • Übertreibe, sooft es geht, und das jeden Tag.
  • Surrealisten galten als Menschen, die sehr gegen den Mainstream waren. Informiere dich weiter über diese interessanten Menschen.
  • Du kannst Tiergeräusche nachmachen. So verwirrst du die Leute, wenn du das mitten im Gespräch machst und auch so auf ihre Fragen antwortest.
  • Rede mit Menschen, die einen guten Humor haben. Du kannst auch lustig sein und witzige Sprüche reißen.
  • Mach dir deine Welt, wie sie dir gefällt. Stelle dir vor, das Gras ist lila und ein Gebäude ist ein riesen Muffin. Dann redest du mit anderen über diese Welt. Du wirst sehen, wie lustig das ist.

Warnungen

  • Du musst deinen Charakter nicht verändern, um nicht mehr Mainstream zu sein. Viele Menschen werden dich schief ansehen, aber das kann dir egal sein. Sie haben nicht den Mut zum Extremen.
  • Bei Gleichaltrigen ist dieses Verhalten völlig okay, aber bei Erwachsenen und Älteren solltest du vorsichtig sein.
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