Eine Konversation führen

Die Kunst der Konversation fällt manchen Leuten zu und manchen nicht. Der Austausch zwischen Menschen ist überlebenswichtig und einer der besten Wege um Anschluss zu finden. Möglicherweise fällt es dir leicht Konversationen im Privatleben oder online zu führen, während es dir auf Partys oder Geschäftsanlässen mehr Mühe macht. Verabredungen bringen ebenfalls Herausforderungen an die Gesprächsführung mit sich. Es lohnt sich daher, eine geeignete Strategie zu finden, wie du Konversationen in allen möglichen Situationen führen kannst. Du wirst damit deine Verbindungen zu Menschen und der ganzen Welt ausbauen können.

Methode 1 von 3: Gesellschaftliche Konversationen führen

  1. Beginne eine Konversation mit einem einfachen „Hallo, wie geht es dir?“. An der Antwort wirst du erkennen, ob sich die Person gerne mit dir unterhalten möchte. Ist dem so, kannst du ihr zu Beginn grundsätzliche Fragen stellen wie „Wohin reist du heute noch? Wie lange gedenkst du zu bleiben?”
    • Sofern sich die Unterhaltung weiterentwickelt, kannst du persönlichere Fragen stellen. Sollte die Person persönlichere Informationen teilen, kannst du dies deinerseits auch tun. So erhöht sich die Qualität eures Gesprächs nach und nach.
    • Stelle Fragen wie „Wie fühlt es sich an, an der Nordsee aufzuwachsen? Treibst du Wassersport oder angelst du?“
    • Solltest du den Eindruck haben, dass die Konversation deinen Gegenüber ermüdet, sag einfach „Es war mir ein Vergnügen, mich mit dir zu unterhalten. Ich lass dich jetzt wieder zu deiner Beschäftigung zurückkehren.“ Du erkennst, dass eine Person am Ermüden ist, wenn ihr Blick immer wieder abschweift, sie auf die Uhr schaut und generell abgelenkt oder gehetzt wirkt.
  2. Nutze Konversationen um Gemeinsamkeiten festzustellen. Konversationen während Verabredungen gehen mit etwas mehr Druck einher als andere Gespräche. Der einzige Weg, jemanden richtig kennenzulernen, ist Konversationen über Themen zu führen, die gemeinsame Interessen, Werte, Ideale und Bildungsniveaus beinhalten. Du möchtest schließlich jemanden finden, der oder die zu dir passt, und Konversationen können dir den Weg dahin weisen.
  3. Sei offen für Fragen. Offene Konversationen erfordern, dass du deine Verletzlichkeit zeigst. Bedenke dabei immer die Vorteile, die das Kennenlernen einer Person mit sich bringt. Das kann dir als Motivation dienen, offen zu bleiben. Vielleicht ist es just die Person, mit der du ausgehen oder Geschäfte abschließen möchtest. Oder die du bitten möchtest, dein Mentor zu werden.
    • Bedanke dich bei der Person für ihre Offenheit und die Beantwortung deiner Fragen.
    • Beginne mit einfachen Fragen und arbeite dich dann an tiefer gehende Fragen heran. Du wirst auf jeden Fall erst fragen wollen, wo eine Person zur Schule gegangen ist, bevor du sie z.B. nach der Beziehung zu ihrem Vater fragst.
    • Solltest du den Eindruck gewinnen, gewisse Themen sind deinem Gesprächspartner unangenehm, ändere die Gesprächsrichtung und wähle ein anderes Thema. Anzeichen dafür, dass jemand sich unwohl fühlt, könnten sein: zu Boden schauen, zappelig werden, erbleichen, den Kiefer zusammenbeißen oder ein gezwungenes Lächeln.
  4. Sei ein aktiver Zuhörer. Bestätige der Person, dass du gut zuhörst, indem du ihre Aussagen in eigenen Worten wiedergibst oder an anderer Stelle im Gespräch darauf Bezug nimmst. Menschen schätzen es, wenn ihnen zugehört wird, und, was noch wichtiger ist, wenn sie sich verstanden fühlen.
    • Wenn z.B. eine Person am Sprechen ist, halte Augenkontakt und nicke von Zeit zu Zeit, um zu zeigen, dass du ganz bei der Sache bist. Warte, bis die Person ausgeredet hat, bevor du Kommentare wie „toll“ oder „ja, ich verstehe was du meinst“ äußerst. Vielleicht kannst du eine Folgefrage stellen, die sich direkt auf das bezieht, was die Person soeben gesagt hat..
  5. Bitte um ein zweites Treffen. Falls die Konversation während der Verabredung flüssig gelaufen ist, könntest du sagen „Ich finde, dass der Abend sehr angenehm verlaufen ist, meinst du nicht auch? Ich würde mich über eine Fortsetzung sehr freuen.“ Sollte die Antwort positiv ausfallen, kannst du eine zweite Verabredung festlegen oder wenigstens kundtun, dass du dich telefonisch oder per Nachricht melden wirst. Achte darauf, deinen Ankündigungen auch wirklich Taten folgen zu lassen.
  6. Berücksichtige Altersunterschiede wenn du eine Unterhaltung führst. Jeder Mensch ist, unabhängig von seinem Alter, zufriedener, wenn sein Leben reich an tiefen und sinnvollen Gesprächen ist. Allerdings ist es ratsam, das Alter des Gesprächspartners bewusst zu berücksichtigen.
    • Schüchtere ein Kind nicht ein und trete ihm während eines Gesprächs nicht zu nahe. Stelle einfache Fragen und lass das Kind in Ruhe antworten. Oft mögen Kinder schwierigere Fragen, die vielleicht von gesellschaftlicher Bedeutung sind, nicht beantworten. Wenn ein Kind nicht mit dir sprechen möchte, akzeptiere seine Zurückhaltung.
    • Sprich in normaler Lautstärke, selbst wenn du mit einer älteren Person konversierst, es sei denn, sie bittet dich, lauter zu sprechen. Geh nicht einfach davon aus, dass ältere Menschen schwerhörig sind. Mit „Hallo, wie geht es dir heute?“ kannst du jede Konversation anfangen. Versuche so viel wie möglich von älteren Menschen zu lernen. Sie haben nicht nur sehr viel erlebt, sondern sind meist froh, ihre Erfahrungen weitergeben und teilen zu dürfen.
    • Nicht jede ältere Person freut sich über Kosenamen wie „Tantchen“ oder „Mütterchen“.
    • Sei freundlich und mache dir bewusst, dass du vielleicht der einzige Mensch bist, mit der sich diese ältere Person an dem betreffenden Tag unterhält. Zu einem zufriedenen Leben gehören unbedingt sinnvolle Konversationen.
  7. Konzentriere dich auf Netzwerkarbeit, zum Wohl deines persönlichen und geschäftlichen Wachstums. Vielleicht bist du bei einem lokalen Treffen oder an einer nationalen Versammlung mit Leuten, die du nicht kennst. Konversationen sind unerlässlich, wenn du mit jemandem ins Geschäft kommen willst, oder wenn sich jemand um dich bemühen soll.
    • Du kannst das Eis mit Komplimenten wie „Das ist eine geschmackvolle Krawatte“, oder „Deine Armbanduhr ist großartig“ brechen.
    • Sei vorsichtig im Umgang mit Humor. Jeder Mensch hat einen eigenen Sinn für Humor.
    • Hole Kontaktinformationen ein und erweitere damit dein Adressbuch oder deine Mailingliste.
  8. Finde Gemeinsamkeiten zwischen dir und der Person oder den Anwesenden. Menschen haben eine angeborene Neigung Verbindungen zu anderen aufzubauen. Sobald du dich nicht mehr allein gelassen fühlst in der Menge, stellt sich Wohlbehagen ein. Durch Konversationen wirst du Möglichkeiten finden, Verbindungen zu anderen aufzubauen.
    • Wenn du z.B. an einer Hochzeitsfeier teilnimmst und an einen Tisch gesetzt wirst, an dem du niemanden kennst, hast du zwei Möglichkeiten. Du kannst schweigend sitzen und dein Essen einnehmen, oder du kannst eine Konversation anstoßen und damit deine Zeit rumkriegen. Es gibt tatsächlich Leute, die ihre zukünftigen Ehepartner auf Hochzeiten kennengelernt haben. Aber das passiert nur, wenn auch Gespräche stattfinden.
    • Frag einen oder mehrere deiner Tischnachbarn, woher sie die Braut oder den Bräutigam kennen.
    • Bleib bei sicheren Themen und vermeide politische, religiöse oder sexuelle Inhalte. Du solltest Zwietracht auf einem Minimum halten, jedenfalls bis zum Anschneiden der Hochzeitstorte.
    • Sprich über das Essen, was aufgetischt wird und hoffe, dass es gut schmeckt.
    • Sollte sich die Konversation festfahren oder ins Stocken geraten, entschuldige dich, um die Toilette aufzusuchen oder um einem anderen Tisch einen Besuch abzustatten, wo du vielleicht eine Bekanntschaft machen kannst. Hochzeitsfeiern finden normalerweise an wunderschönen Orten statt. Nimm den Vorteil wahr, such dir ein schönes Plätzchen und genieße die Umgebung. Das Ziel kann auch einfach die Bar sein.
  9. Beende eine Konversation mit Würde. Es kann vorkommen, dass du eine Konversation während einer Verabredung, am Ende einer Versammlung oder einfach, weil du ausgelaugt bist, beenden möchtest. Es ist dein gutes Recht, eine Konversation zu beenden, wenn du das möchtest oder musst. Sei zuvorkommend und sage „Ich freue mich so, dass du dir die Zeit für ein Treffen mit mir genommen hast. Aber ich glaube, ich muss jetzt langsam aufbrechen.“ Ein würdevoller Abgang ist dein erklärtes Ziel.

Methode 2 von 3: Eine private Konversation führen

  1. Ordne deine Gedanken vor einer Konversation. Wenn du kurz vor einer privaten Gespräch mit jemandem stehst, solltest du dich mental darauf vorbereiten. Lege ein klares Ziel und das erwünschte Ergebnis fest. Private Gespräche sind normalerweise aus gutem Grund privat. Überlege dir, was du sagen möchtest und wie du auf potenzielle Fragen zu antworten gedenkst.
    • Wenn du z.B. jemandem eröffnen möchtest, dass du Gefühle für ihn oder sie hast, bist du dir sicher, welche Gefühle das sind? Bist du bereit eine Beziehung einzugehen oder möchtest du mit der Person erstmal nur ausgehen? Was hegst du für Erwartungen? Möchtest du doch lieber einfach nur Freundschaft?
    • Wenn du um eine Gehaltserhöhung bitten möchtest, überlege dir, was du bereits geleistet hast und was davon dein Ersuchen rechtfertigt. Gehörst du zu den Leistungsträgern? Übernimmst du die Initiative, wenn es darum geht, Dinge zu erledigen?
  2. Schreibe was du sagen möchtest nieder, bevor du es sagst. Das bringt Klarheit in deine Gedanken und Erwartungen. Das Niederschreiben erlaubt es dir, dich auf die Inhalte zu konzentrieren, die in der Konversation nicht fehlen dürfen. Ein geordnetes Gespräch ist eine ertragreicheres Gespräch.
    • Übe was du sagen willst. Es baut den Stress ab, den du vielleicht empfindest.
  3. Bewege dich, bevor du zum Gespräch gehst. Das dämpft die Aufregung und beruhigt dich. Such dir etwas aus, was dir Spaß macht und konzentriere dich auf ein gutes Training. Du wirst dadurch einen klaren Kopf bekommen, pünktlich zu deinem Gespräch.
    • Komm der Person, für die du Gefühle hast, mit deinen Handlungen und deiner Kommunikation entgegen. Das ist der Schlüssel zu einer guten Beziehung.
  4. Lege Datum und Zeit für das Gespräch fest. Die meisten Menschen sind sehr beschäftigt, weshalb eine klare Verabredung allen zum Besten dient. Es gibt Zeiten, in denen eine geplante Verabredung nicht machbar ist und du stattdessen an Ort und Stelle eine geeignete Gelegenheit finden musst. Wenn du gut vorbereitet bist, kannst du auch entsprechend flexibel reagieren.
  5. Praktiziere Entspannungstechniken. Im Vorfeld einer wichtigen Besprechung, kann sich Nervosität breitmachen. Finde einen Weg, mit deiner Nervosität umzugehen. Atme tief ein, schließe die Augen und sag dir „Ich kann das. Es ist mir wichtig und ich muss das tun.“
  6. Gib dir einen Ruck. Manchmal brauchen wir einen kleinen Anschub, um in Gang zu kommen. Du gibst dir einen Ruck, weil die Sache dir wichtig ist und du gewillt bist, Risiken einzugehen. Die Chancen auf ein tolles Ergebnis sind direkt von deinen Handlungen abhängig. Nur wenn du Maßnahmen ergreifst, wird auch etwas passieren.
    • Sobald du mit der Person allein bist, atmest du tief ein und zählst innerlich auf drei, bevor du mit Sprechen loslegst. „Du, ich möchte dir etwas mitteilen, was sehr aufregend ist für mich. Ich hoffe du empfindest ähnlich. Ich habe die Zeit, die wir gemeinsam verbracht haben sehr genossen und würde liebend gerne mehr mit dir unternehmen. Was meinst du dazu?“ Worte wie diese bilden eine gute Gesprächseröffnung. Die Antwort wird dir dann den weiteren Verlauf des Gesprächs weisen.
    • Sei darauf gefasst, dass dein Gesprächspartner nicht gleich empfindet wie du. Wenn du das Gespräch so weiterführst, dass es mehrdeutig bleibt, bewahrst du dir die Sicherheit und Freiheit, weitere Gespräche abzuwenden oder in eine andere Richtung zu lenken.
  7. Halte jedes Gespräch mit Fragen am Laufen. Offene Fragen sind von Vorteil, aber du kannst auch geschlossene Fragen stellen oder solche, die mit „ja“ und „nein“ beantwortet werden können. Offene Fragen können detailliertere Antworten hervorlocken. Wenn du dich eh für das Gespräch vorbereitet hast, sollten dir genügend Fragen einfallen.
    • Ein Beispiel für eine offene Frage wäre „Erzähl mir doch mal ein bisschen darüber wie es ist, an der Nordsee aufzuwachsen.“ Eine Frage wie diese kann dich zu Anhaltspunkten über Familieneigenheiten, Ausbildung oder andere interessante Themen führen.
    • Ein Beispiel für eine geschlossene Frage wäre „Hast du einen interessanten Arbeitsplatz gefunden?“. Auch wenn diese Frage ein einfaches „Ja“ oder „Nein“ hervorrufen könnte, kann es auch in einem ausführlichen Gespräch über die Parksituation in der Nachbarschaft oder über ein anderes Thema münden.
    • Eine sinnvolle Konversation beinhaltet beide Fragetypen. Lass das Gespräch also nicht verkümmern, nur weil du die perfekte Kommunikationsform anstrebst.
  8. Halte guten Blickkontakt. Schau die Person, mit der du sprichst an. Das zeigt, dass du sie respektierst. Wenn deine Blicke ständig zu anderen Teilen des Körpers oder zu vorbeigehenden Leuten wandern, wird es dein Gesprächspartner bemerken und entweder beleidigt sein oder das Interesse am Gespräch verlieren. Schaut dich die Person an, während du sprichst, solltest du den Blick erwidern.
    • In manchen Kulturen gilt das Abwenden des Blicks als Zeichen von Respekt. Es ist deine Aufgabe im Vorfeld zu klären, ob kulturelle Unterschiede dein Gespräch beeinflussen könnten.
  9. Halte dein Mobiltelefon auf Abstand. Mobiltelefone in unmittelbarer Nähe sorgen für unerwünschte Ablenkungen. Diese lenken deine Aufmerksamkeit von deinem Gegenüber und dem Gespräch weg. Entscheide, inwieweit das Gespräch deine ungeteilte Aufmerksamkeit erfordert. Je ernsthafter das Gesprächsthema ist, desto dringender solltest du Gelegenheiten zur Ablenkung eliminieren.
  10. Sei ein aktiver Zuhörer. Wenn du einer Person eine Frage stellst, solltest du der Antwort zu Ende zuhören, ohne sie zu unterbrechen. Sobald die Person geendet hat, kannst du eine neue Frage stellen oder weiterführend fragen, um Klarheit zu schaffen, zu reflektieren oder eine Emotion zu erwidern. Wenn eine Person Gewissheit hat, dass du zuhörst und sie Gehör findet, gestaltet sich der Austausch viel angenehmer und du kannst tiefer gehende, intimere Fragen stellen.
  11. Sei freundlich und mutig, wenn du schlechte Nachrichten überbringen musst. Es ist immer schwierig, jemandem schlechte Nachrichten zu überbringen. Sei es, dass du jemanden entlassen, über den Tod eines geliebten Menschen informieren oder eine Trennung bekannt geben musst. Es ist völlig normal nervös zu werden, sich herauswinden oder es umgehen zu wollen. Leider lässt es sich manchmal nicht vermeiden und du wirst die Kraft finden müssen, das durchzustehen.
    • Setze die Sandwich-Technik ein. Diese Technik besagt, dass man zuerst etwas Positives über die Person sagt, dann die schlechte Nachricht einbaut und mit einer positiven Aussage endet. Das lindert den Schock einer schlechten Nachricht. Je nachdem wie schlimm die Nachricht ist, die du zu überbringen hast, kann alles, was die Situation lindert, hilfreich sein.
    • Du kannst z.B. sagen „Du kannst wirklich gut mit Menschen umgehen und die Leute mögen dich ganz offensichtlich. Leider haben wir beschlossen, die Stelle doch nicht zu besetzen. Ich bin sicher, dass ein anderer Arbeitgeber sich glücklich schätzen wird, jemanden wie dich als Mitarbeiter einstellen zu dürfen.“
  12. Halte es so schmerzfrei wie möglich. Du willst das Unumgängliche nicht noch in die Länge ziehen. Komm also so schnell wie möglich zum Punkt. Das ist das Mitfühlendste was du tun kannst. Ziehst du hingegen ein Gespräch, welches schlechte Nachrichten birgt, in die Länge, forderst du geradezu eine negative Reaktion heraus.
    • Beginne das Gespräch mit „Schau her, ich bringe keine guten Nachrichten und bin mir bewusst, dass es dir nahe gehen wird. Deshalb sage ich es lieber gleich. Ich habe einen Anruf bekommen. Deine Mutter ist leider gestorben. Gibt es irgendwas, was ich für dich tun kann?“
    • Höre aufmerksam zu, wenn die Person ihren Gefühlen und Sorgen Ausdruck verleiht. Das ist ein wichtiger Bestandteil des Gesprächs.
    • Teile ähnliche Erfahrungen mit der Person, indem du sagst „Als meine Mutter starb, war das unfassbar schwer für mich. Es tut mir so leid, dass du nun durch diese Erfahrung durchmusst.“
  13. Übe deine Ansätze. Je mehr du deine Ansätze für die verschiedenen Konversationstypen übst, desto besser wirst du. Mit der Zeit geht es dir immer leichter von der Hand. Entwickle eigene Umgangsformen für Leute wie z.B. Automechaniker, Handwerker, Händler oder Mitarbeiter des öffentlichen Verkehrs.
    • Wenn du z.B. ständig Probleme mit Handwerkern hast, die bei dir Zuhause arbeiten, nimm sie gleich zu Beginn beiseite und erkläre ihnen „Ich möchte mit Leuten arbeiten, die tun was sie versprechen und nicht zu viel zusagen, um nachher dann doch Rückzieher machen zu müssen. Eine ehrliche Konversation ist mir lieber als mit einem schlechten Gefühl zu leben, wenn meine Erwartungen enttäuscht werden.“ Sie werden dir sagen, was realistisch machbar ist und was nicht. Das stellt auch die Erwartungshaltung gegenüber zukünftigen Schwierigkeiten klar.
  14. Bereite dich gut auf positive Nachrichte vor. Es ist ein großes Vergnügen im Leben, gute Nachrichten überbringen zu dürfen. Bei manchen ist es besonders wichtig, nicht einfach herauszuplatzen damit, sondern gut vorbereitet zu sein. Wenn du mitteilen möchtest, dass Nachwuchs unterwegs ist, dass eine Hochzeit bevorsteht, oder dass du einen Traumjob in New York antreten willst, musst du einen Plan haben.
    • Berücksichtige die möglichen Reaktionen der Beteiligten und plane entsprechend. Wenn du weißt, dass deine Mutter bei guten Nachrichten gerne mal ausflippt, entscheide dich für einen passenden Ort.
    • Bereite dich auf mögliche Fragen vor. Wenn du z.B. Nachwuchs erwartest, werden gewisse Leute wissen wollen, wann der errechnete Geburtstermin ist, ob du schon einen Namen ausgesucht hast und wie du dich fühlst.
    • Begegne diesen Fragen mit Offenheit und sei dir bewusst, dass deine Gesprächspartner sich für dich freuen.
    • Wenn du jemandem einen Heiratsantrag machen möchtest, überlege genau wo, wie und wann das stattfinden soll und was du genau sagen möchtest. Egal ob du das auf einem Berggipfel bei Sonnenuntergang oder morgens früh auf dem Paddelboot anbringen willst, die Vor- und Nachgespräche werden sehr aufregend sein. Das sind einzigartige Momente, die gut vorbereitet werden müssen, damit du nachher nicht enttäuscht wirst.

Methode 3 von 3: Eine Konversation per E-Mail führen

  1. Verfasse und beantworte E-Mails, als würden sie dich repräsentieren. Online-Konversationen werden im Alltag immer wichtiger und folgen allen Regeln einer guten Erziehung. Deine Wortwahl repräsentiert dich und deine persönliche Marke. Mache also einen guten Eindruck. Wenn du das Privileg eines Gesprächs von Angesicht zu Angesicht nicht hast, hängt dein Image von deiner Fähigkeit zur Online-Kommunikation ab.
  2. Wähle den passenden Umgangston in Texten und E-Mails. Bedenke, dass der Umgangston deiner Texte und E-Mails in die falsche Richtung gehen kann. Konversationen in E-Mailform sind eindimensional und können missverstanden werden. Du hast deinen Gesprächspartner ja nicht vor Augen, kannst seine Körpersprache, die Stimme und die Stimmungen der Konversation nicht auswerten.
    • Beachte die Höflichkeit deiner Wortwahl.
    • Vermeide es, ausschließlich in Großbuchstaben zu schreiben. Das wirkt, als wolltest du jemanden anschreien.
    • Benutze Emoticons, also kleine Symbole, mit denen du Emotionen vermitteln kannst. Das hilft, die gefühlsmäßige Absicht deiner Kommentare und Konversationen richtig zu vermitteln.
  3. Beginne und beende Online-Kommunikation auf sympathische und professionelle Weise. Dein Schreiben sollte immer eine Begrüßung wie „Liebe(r) _____, ich habe mich sehr über deine heutige E-Mail gefreut und wollte mich zurückmelden." Verabschiede dich mit „Vielen Dank für die Gelegenheit, meine Situation darlegen zu dürfen. Ich freue mich auf eine Antwort und verbleibe mit den besten Grüßen, _____.”
  4. Sei klar und komm zum Punkt. Wenn du eine Frage stellen möchtest, stelle sie gleich. Je nach Empfänger hast du nur ein paar Sekunden Zeit, um Aufmerksamkeit zu erregen.
  5. Sei freundlich. Behandle andere, so wie du selbst behandelt werden möchtest. Selbst wenn du Kritik üben oder einen Konflikt ansprechen musst, kannst du ein professionelles Benehmen an den Tag legen. Z.B. „Sehr geehrte(r)____, es ist mir zu Ohren gekommen, dass Ihrem Unternehmen ein Fehler unterlaufen ist. Deshalb kontaktiere ich Sie heute in der Hoffnung, eine Lösung für das Problem zu finden, ohne weitere Maßnahmen ergreifen zu müssen.”
  6. Achte auf Diskretion bei Social Media-Konversationen. Egal ob du täglich oder nur sporadisch online unterwegs bist, du hast, wie jeder andere, eine Online-Reputation. Die Reichweite einer positiven Aktion und die verheerenden Folgen eines Online-Fehltritts können deine Umstände in einem einzigen Augenblick verändern. Jeder Kommentar, den du auf Social Media machst, kann der Beginn oder die Fortsetzung einer Konversation sein.
  7. Bringe dein Argument vor, ohne grob zu sein. Du kannst z.B. schreiben „Ich verstehe deinen Ärger und möchte dir erklären, warum ich auch ärgerlich bin.“ Halte kurz ein, bevor du kommentierst. Frag dich „Wirkt das beleidigend, herabsetzend oder kann mir diese Aussage Probleme bei zukünftigen Interaktionen bescheren?“ Halte zwei Mal ein, bevor du auf „Senden“ tippst. Vergiss nicht, dass du es hinterher nicht mehr zurücknehmen kannst.
  8. Feinde die Gemeinschaft nicht an. Die Anonymität von Online-Kommentaren birgt die Gefahr, Mob-Mentalitäten freizusetzen. Solltest du eine Online-Konversation beginnen, die jemandem nicht passt, rufst du möglicherweise eine Horde von Hassern auf den Plan. Selbst vernünftige Menschen können sich zu unverantwortlichen Äußerungen hinreißen lassen, weil sie glauben, nicht verfolgt oder bestraft werden zu können.
  9. Antworte nicht auf Konversationen, die dich ärgern oder runterziehen. Wenn dich jemand zu beleidigen versucht, geh nicht darauf ein. Erbauliche Kommentare hingegen, rufen meist positive Reaktionen hervor. Halte dich an diese Kommentare und jede Online-Konversation wird positiv verlaufen.
  10. Benutze SMS oder ähnliche Methoden, um mit anderen zu kommunizieren. Textnachrichten erlauben es dir, mit Menschen in Kontakt zu bleiben, die dir am Herzen liegen. Manche Altersgruppen benutzen Textnachrichten öfters als andere und manche missbrauchen sie bis hin zur gesundheitlichen Beeinträchtigung. In heutigen Konversationen sind Textnachrichten ein hilfreiches Werkzeug. Wenn du sehr beschäftigt bist, hast du nicht immer Zeit zum Telefonieren oder jemanden, den du schätzt, zu treffen.
  11. Achte auf einen höflichen Umgang mit Textnachrichten. Wenn jemand dir eine Nachricht sendet, antworte innerhalb eines angemessenen Zeitraums. Die gleichen Anstandsregeln, die für Gespräche von Angesicht zu Angesicht gelten, treffen auch auf Textnachrichten zu.
    • Solltest du auf eine Nachricht keine Antwort bekommen, reg dich nicht gleich auf. Sende eine zweite Nachricht hinterher und frag, ob die Person deine Nachricht empfangen hat.
    • Wenn es dich stört, dass auf deine Nachrichten nicht geantwortet wird, kannst du schreiben „Hallo, könntest du mir den Gefallen tun und wenigstens mit dem Buchstaben „K“ antworten, damit ich weiß, dass du die Nachricht erhalten hast und dass ich mir keine Sorgen machen muss?“
  12. Pflege den Kontakt zu deiner Familie. Falls deine Großeltern E-Mail und Textnachrichten empfangen können, sende ihnen welche und lasse sie wissen, dass du sie liebst und an sie denkst. Großeltern fühlen sich manchmal vernachlässigt und freuen sich zu erfahren, dass es dir gut geht. Falls sie willens und fähig sind, etwas Neues zu erlernen, ist es dafür nie zu spät.

Tipps

  • Sei offen für Fragen.
  • Sei mutig in sozialen Situationen. Teile deine Gedanken und Meinungen, selbst wenn sie etwas unbequem sind..
  • Respektiere, dass es Leute gibt, die sich während eines Fluges oder in anderen Situationen nicht unterhalten wollen.
  • Ein Lächeln und ein freundliches „Hallo“ brechen in den meisten Situationen das Eis.
  • Wenn du keine Unterhaltung wünscht, sage „Ich fühle mich momentan nicht nach einem Gespräch. Vielen Dank für dein Verständnis und dass du mir Raum gibst.“
  • Nicht jeder ist ein Konversationstalent, aber wenn du die Grundsätze erlernst, kommst du gut durch die meisten Situationen.
  • Schweigen ist für jeden Menschen wichtig. Respektiere jeden, der sich danach sehnt.
  • Sag in einem Gespräch nicht, dass du jemanden liebst, bevor du nicht Gewissheit darüber hast. Sagst du es zu voreilig, leidet womöglich deine Vertrauenswürdigkeit darunter.

Warnungen

  • Sei dir bewusst, dass es Social Media-Trolle gibt, die ahnungslose Menschen anfeinden und anpöbeln. Die meisten Social Media-Gemeinschaften haben Mittel, gegen Hasskommentare vorzugehen. Solche Situation könnten dich dazu zwingen, deine Accounts zu löschen.
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