Ein Whiteboard selber machen

Ein großes Whiteboard (eine "Trockenlöschtafel") ist ein gutes Hilfsmittel, um Informationen visuell darzustellen und zu organisieren – allerdings sind sie ziemlich teuer. Statt Geld zu verschwenden, kannst du aber auch für einen Bruchteil des Preises selbst eines basteln! Für nur 25 € kann man bereits ein Whiteboard selbst machen, das sich sehen lässt, je nachdem welche Materialien man wählt. Los geht es mit Schritt 1!

Methode 1 von 2: Ein Whiteboard mit Materialien aus dem Baumarkt bauen

  1. Lege die Größe deiner Tafel fest. Die Größe deines selbstgemachten Whiteboards liegt ganz bei dir. Die Materialien, die du dafür brauchen wirst, gibt es aber oft in Bögen/Platten von 280x207 cm zu kaufen, wenn dein Board größer sein soll wirst du also mehrere davon brauchen.
  2. Kaufe eine Melaminplatte im Baumarkt (oder mehrere). Mit Melamin beschichtete Hartfaserplatten haben auf einer Seite eine plastikähnliche Beschichtung. Manchmal haben diese Platten ein Muster, das Fliesen ähnelt, was praktisch sein kann (zum Beispiel wenn du deine Informationen in Quadrate teilen willst), in den meisten Fällen aber schlicht und einfach im Weg ist. Eine Platte mit glatter Oberfläche ist wohl besser für unsere Zwecke, da man sie einfacher löschen kann und sie sich leichter beschreiben lässt.
  3. Um ein durchsichtiges Board zu basteln, brauchst du Plexiglas oder Lexan. Anderenfalls kannst du auch eines dieser dünneren Polymermaterialien wählen, das man in fast jedem Baumarkt erhalten kann. Von diesen beiden ist Lexan wohl besser, weil es nur halb so dick ist wie Plexiglas, weniger wiegt, beim Bohren nicht zersplittert und eine schönere, "glasigere" Oberfläche hat. Lexan ist allerdings auch die teurere Wahl.
  4. Stärke dein Board mit einer Rückwand. Ungeachtet des Materials das du wählst, wird dein Board ziemlich dünn sein (0,5 – 1,5 cm dick), und daher auch ziemlich biegsam. Daran ist gar nichts auszusetzen, wenn du dein Board direkt mit Kleber an einer Wand befestigst – in diesem Fall wird die Wand genug Halt bieten, wenn du darauf schreibst. Wenn du dein Board aber bewegen willst, solltest du eine Rückwand kaufen, auf die du es klebst, um ihm mehr Stabilität zu verleihen.
    • Als Material für die Rückwand eignet sich fast alles – Kork, Holz oder auch weitere Platten deines gewählten Materials für die Vorderseite.
  5. Schneide dein Board, wenn nötig, zu. Wenn dein Board kleiner sein soll als 280 x 207 cm (oder wie groß auch immer die gekaufte Platte ist), dann musst du es zuschneiden. Wenn du dafür nicht das richtige Werkzeug hast, mach dir keine Sorgen – in einem Holzlager oder im Baumarkt kannst du es zuschneiden lassen. Wenn du das Material selber schneidest, musst du die Säge langsam durch die Platte bewegen. Hastiges Schneiden kann bei Plexiglas, Lexan und Melaminplatten hässliche Schnitzer zur Folge haben.
    • Stelle sicher, dass auch die Rückwand richtig zugeschnitten ist, wenn du eine verwendest.
  6. Verwende Kleber, Schrauben, Bilderhaken, und so weiter, um dein Board aufzuhängen. Vergiss nicht, dass ein Whiteboard nur dann nützlich ist, wenn du es aufhängen kannst! Wenn es darum geht, wie man es am besten aufhängt, gibt es keine richtige Antwort – alles, was das Board stabil an der Wand hält, sodass du angenehm darauf schreiben kannst, ist gut genug! Kleber, Nägel oder Schrauben sind relativ endgültige Wege, dein Board zu befestigen, während Haken dir erlauben, es leicht wieder abzuhängen.
    • Das Board lässt sich am besten auf eine Wand kleben, wenn ihre Oberfläche glatt ist. Wenn sich auf deiner Wand Unebenheiten oder eine Struktur befinden, können ein paar Millimeter zwischen der Wand und dem Board liegen, wodurch der Halt leiden könnte.
    • Du kannst dein Board auch mit einem Rand oder einer "Kante" versehen, um deine Marker aufzubewahren – die Entscheidung liegt ganz bei dir.
  7. Nutze dein Board, wie du es willst. Gratuliere! Dein Whiteboard ist bereit, von dir nach Herzenslust verwendet zu werden. Wenn du es jeden Tag für dieselben Dinge verwenden willst, kannst du dein Board unterteilen. Zum Beispiel kannst du es, wenn du es als Terminplan verwenden willst, in Tage oder Wochen teilen, und vieles mehr.
    • Wenn du dein Board unterteilen willst, probiere es mit Fahrzeugstreifen – diese kann man in einer Autowerkstatt erwerben. Es gibt sie in verschiedenen Größen, Mustern und Farben, und du kannst welche auswählen, die gut zu deinem Board passen.

Methode 2 von 2: Bastle ein gestrichenes Whiteboard

  1. Schnapp oder kauf dir ein Stück glattes Material mit geeigneten Maßen. Viele Whiteboards bestehen genau genommen gar nicht aus einem einzigen Stück Material wie es oben beschrieben wird. Stattdessen bestehen sie aus einem harten, glatten Kern, der mit mehreren Schichten bestrichen ist, um so eine glatte Schreiboberfläche zu erzeugen. Eine ganze Reihe an Materialien ist für diese Art von Boards geeignet. Allgemein betrachtet suchst du etwas Strapazierfähiges, das dünn, langlebig, rechteckig und absolut glatt ist. Wähle keine raue oder strukturierte Oberfläche, denn dann wird die Schreiboberfläche nicht glatt genug sein.
    • Platten aus Stahl und Aluminium eignen sich perfekt für dieses Vorhaben – sie sind glatt, strapazierfähig und dünn. Die Wahl zwischen den beiden Materialien liegt bei dir. Aluminium ist leichter, aber teurer. Stahl wiederum ist schwerer, aber auch günstiger und hat den zusätzlichen Vorteil, dass es magnetisch ist, was dir erlaubt Sachen mit Magneten daran zu befestigen.
  2. Streiche dein Board weiß. Es gibt zwar kein Gesetz, dass Whiteboards weiß sein müssen, sie sind aber traditionellerweise aus gutem Grund weiß – man kann jede Farbe auf weißem Hintergrund gut lesen. Verpasse deinem Board einen ordentlichen Anstrich mit weißer Farbe, wobei du dafür sorgen musst, dass eine ganze Seite vollständig bedeckt ist. Unter Umständen solltest du diese Grundschicht trocknen lassen und dem Board einen zweiten Anstrich verpassen, um sicherzugehen dass die Farbe dick genug aufgetragen ist.
  3. Stelle dein Board mit einer klaren Beschichtung fertig. Wenn die weiße Grundierung trocken ist, trägst du eine Schutzschicht auf. Trage den durchsichtigen, glatten Lack großzügig auf der weißen Schicht auf und lass ihn trocken. Auch hier solltest du in Erwägung ziehen, mehrere Schichten aufzutragen, um den Anstrich dick genug zu machen.
    • Es gibt eine Menge geeigneter Lacke und Schichtstoffe für diesen Zweck. Einer der besten ist Melamin, das im oberen Abschnitt als ein möglicher Grundstoff für dein Whiteboard genannt wurde. Melamin gibt es auch in flüssiger Form zu kaufen und es eignet sich gut, um deinem Board eine großartige Oberflächenbehandlung zu geben.
  4. Überlege, ob du einen Rand oder eine Kante für Marker anbringen willst. Wenn der klare Anstrich getrocknet ist, ist das Board einsatzbereit. Wie auch im oberen Beispiel kannst du auch hier Extras anbringen, wie einen Rand, eine Kante oder eine Ablage für Marker, damit dein Whiteboard noch nützlicher ist. Ein Rand (üblicherweise aus Metall oder Plastik) verdeckt unvollkommene Ränder des Grundmaterials und bietet eine schöne Umrandung. Eine Ablage oder eine Kante andererseits besteht normalerweise aus einem dünnen Stück Metall, das am unteren Ende des Boards angebracht wird und einen guten Platz bietet, um Marker aufzubewahren, wenn du sie gerade nicht verwendest. Bringe diese Extras (oder auch andere) an, bevor du das Board an der Wand montierst.
  5. Befestige dein Board an einer Wand. Dein gestrichenes Whiteboard kann im Prinzip genau wie eines aus Melamin/Plexiglas/Lexan aufgehängt werden. Verwende Kleber, Nägel oder Schrauben, um es direkt an der Wand zu befestigen. Um Nägel oder Schrauben zu benutzen, wirst du vorher Löcher in das Board machen müssen. Wenn du aber dein Board bewegen willst, solltest du es mit Haken befestigen. Bei dieser Variante solltest du eine Rückwand in Betracht ziehen, damit es sicher an der Wand sitzt.

Tipps

  • Auf Melamin werden mit der Zeit Spuren sichtbar werden. Sie können mit Alkohol entfernt werden. Wenn du dein Board mit einer Schicht Autowachs behandelst, wird es leichter sein, es vollständig zu reinigen.
  • Damit das Material beim Schneiden nicht splittert, kannst du, bevor du beginnst, ein Lineal und eine Rasierklinge verwenden, um eine Linie in das Material zu ritzen.
  • Wenn du das Material zuhause zuschneidest, solltest du eventuell ein neues Sägeblatt kaufen, wenn du schon im Baumarkt bist, um einen klaren Schnitt machen zu können. Es gibt spezielle Blätter für Sperrholz oder Laminat.
  • Wenn du Melaminplatten schneidest, verhindert ein Streifen Malerkrepp über der Schnittlinie, dass das Board allzu sehr zersplittert.
  • Du kannst die Klinge deiner Tischkreissäge drehen, sodass sie in die "falsche" Richtung schneidet. Dadurch wird der Schnitt sauberer; du musst aber etwas langsamer schneiden. Der Trick funktioniert auch bei Produkten aus PVC, wie Rohre und Gitter.

Warnungen

  • Pass auf, dass du dich nicht schneidest, wenn du das Material selber zurechtschneiden möchtest.

Was du brauchst

  • Die Größe des Boards
  • Melamin, Plexiglas oder Lexan
  • Aluminium oder Stahl, weiße Farbe und klaren Lack
  • Schrauben, Haken oder Kleber
  • Hammer, Schraubenzieher, Wasserwaage
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