Kopfschmerzen wegmassieren

Millionen Amerikaner leiden regelmäßig an Kopfschmerzen aller Arten. Kopfschmerzen sind die Entschuldigung Nummer eins für Fehlzeiten auf der Arbeit. Die meisten Kopfschmerzen fallen in eine von drei Kategorien: Spannungskopfschmerzen, Migräne oder Cluster-Kopfschmerzen. Spannungskopfschmerzen werden normalerweise durch Muskel- und Haltungsprobleme verursacht und können schlimmer werden, wenn du gestresst, nervös, müde oder deprimiert bist oder bei viel Lärm oder Licht. Migräne-Kopfschmerzen sind nicht unbedingt schlimmer als Spannungskopfschmerzen, was den Schmerz angeht, konzentrieren sich tendenziell aber stattdessen nur auf eine Seite deines Kopfs und können sich verschlimmern, wenn du dich bewegst, gehst, sprichst oder hustest. Cluster-Kopfschmerzen werden als Schmerzen definiert, die (normalerweise) anfangen, nachdem du eingeschlafen bist, anfangs mit niedriger Intensität und dann zu einem Höchststand zunehmend, der mehrere Stunden anhalten kann. Ungeachtet von der genauen Art der Kopfschmerzen, an denen du leidest, gibt es verschiedene Triggerpunkte auf deinem Kopf, am Nacken, an den Augen und am oberen Rücken, die - wenn sie massiert werden - dir Linderung deiner Kopfschmerzen verschaffen können.

Methode 1 von 7: Das zugrundeliegende Problem beheben, das die Kopfschmerzen verursacht

  1. Führe ein Kopfschmerz-Tagebuch. Damit du eingrenzen kannst, was die zugrundeliegenden Ursachen deiner Kopfschmerzen sein können, kannst du ein Kopfschmerz-Tagebuch führen. Du solltest jedes Mal in dein Tagebuch schreiben, wenn du Kopfschmerzen hast, und die folgenden Dinge dokumentieren:
    • Wann die Kopfschmerzen aufgetreten sind.
    • Wo an deinem Kopf, Gesicht und/oder Nacken die Kopfschmerzen waren.
    • Die Intensität der Kopfschmerzen. Du könntest eine persönliche Skala von eins bis zehn verwenden, für die du jede Stufe basierend auf deiner persönlichen Erfahrung definiert hast.
    • Welche Aktivitäten du ausgeübt hast, als die Kopfschmerzen begonnen haben, einschließlich wo du gerade warst.
    • Eine Notiz, wie gut du in der Nacht davor geschlafen hast, bevor die Kopfschmerzen auftraten.
    • Eine Notiz, was du in den letzten 24 Stunden vor den Kopfschmerzen gegessen, getrunken, gehört oder gerochen hast.
    • Eine Notiz, wie du dich gefühlt hast, bevor die Kopfschmerzen begonnen haben
    • Alle anderen Punkte, die du hilfreich findest.
  2. Richte deinen Arbeitsplatz so ein, dass er ergonomisch korrekt ist. Unbequeme und unangemessene Möbel (wie z.B. dein Schreibtisch, dein Stuhl, die Tastatur, der Bildschirm deines Computers, die Maus etc.) können dazu führen, dass dein Körper über lange Zeit eine schlechte Haltung einnimmt. Diese schlechte Haltung kann zu allen Arten langfristiger Muskelprobleme führen, welche wiederum zu Kopfschmerzen führen. Du kannst entweder deine Büromöbel selbst neu anordnen oder eine darauf spezialisierte Firma damit beauftragen.
    • Du solltest nie den Kopf drehen oder nach oben oder unten schauen müssen, wenn du auf den Monitor deines Computers schaust. Er sollte direkt vor dir stehen, ein kleines bisschen unter Augenhöhe. Wenn der Ständer deines Monitors es nicht ermöglicht, dass du ihn auf die richtige Höhe bringst, verwende Bücher, Boxen, ein kleines Regal oder irgendetwas anderes, auf das du den Monitor stellen kannst.
    • Du solltest dich nicht ausstrecken müssen, um die Tastatur und die Maus zu erreichen. Du solltest die Arme bequem auf den Armlehnen des Stuhls ruhen lassen können, während deine Hände sowohl die Tastatur als auch die Maus berühren.
    • Wenn du in deinem Bürostuhl sitzt, sollte kein Teil deines Körpers sich ausstrecken müssen, um in einer entspannten Position zu sitzen. Deine Beine sollten in einem 90 Gradwinkel und deine Füße flach auf dem Boden stehen. Deine Arme sollten in einem 90 Gradwinkel sein und deine Arme oder Handgelenke sollten entweder auf der Armlehne oder dem Schreibtisch ruhen können. Du solltest dich mit guter Lendenunterstützung bequem zurücklehnen können. Du solltest nie mit den Füßen auf den Rollen nach vorne gelehnt auf deinem Stuhl sitzen! Tatsächlich ist es am besten, wenn dein Stuhl sich nicht auf Rollen umherbewegen bewegen kann.
    • Du solltest nie ein Telefon zwischen Schulter und Ohr einklemmen. Verwende den Lautsprecher, ein Headset oder ein Bluetooth-Gerät, um am Telefon zu sprechen, wenn du die Hände frei brauchst.
  3. Verwende Kissen und Matratzen, die deinen Rücken ordentlich unterstützen. Dein Kissen sollte ermöglichen, dass deine Wirbelsäule gerade bleiben kann, ob du auf dem Rücken oder der Seite liegst. Schlafe nicht auf dem Bauch. Deine Matratze sollte fest sein, vor allem wenn du einen Schlafpartner hast. Wenn dein Schlafpartner schwerer ist als du, musst du sicherstellen, dass deine Matratze nicht so weit einsinkt, dass du auf ihn rollst. Wenn dies passiert, spannst du dich während des Schlafes wahrscheinlich unbewusst an, um zu verhindern, dass du rollst.
    • Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine Matratze fest genug ist, schlafe ein paar Tage auf dem Boden oder einer Camping-Matratze. Wenn du feststellst, dass du auf dem Boden besser schläfst, ist deine Matratze weit davon entfernt, fest genug zu sein.
  4. Behandle deine Muskeln mit Respekt. Hebe mit den Beinen, nicht mit dem Rücken! Mache häufige Pausen, wenn du längere Zeit in der gleichen Position bist. Entspanne bewusst deine Muskeln und nimm hin und wieder mehrere tiefe Atemzüge. Verkrampfe nicht den Kiefer. Trage deine Handtasche oder deinen Rucksack nicht auf einer Schulter, trage sie um den Körper gehängt (Handtasche) oder auf beiden Schultern (Rucksack). Trage nur richtig passende Schuhe mit Unterstützung des Fußgewölbes. Minimiere das Tragen von hohen Absätzen. Verwende eine Lendenunterstützung bei Stühlen oder Sitzen, auf denen du längere Zeit sitzt (z.B. im Auto, auf der Arbeit, am Tisch etc.). Stelle sicher, dass deine Brillenstärke aktuell ist und dass du dich nicht anstrengen musst, um in deinem Buch oder auf dem Monitor zu lesen.
  5. Nimm ein Multivitaminpräparat. Das Essen, das wir jeden Tag zu uns nehmen, enthält einige erforderliche Vitamine und Mineralien, aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass du täglich alle benötigten Vitamine und Mineralien in der richtigen Menge bekommst. Ein gutes Multivitaminpräparat oder eine Kombination aus mehr als einem einzelnen Vitamin hilft sicherzustellen, dass du bekommst, was du brauchst. Ärzte empfehlen sicherzustellen, dass du ausreichend Vitamin C, B1, B6, B12, Folsäure, Kalzium, Magnesium, Eisen und Kalium bekommst.
    • Wenn du andere Medikamente nimmst, sprich vor der Auswahl eines Multivitamins mit deinem Arzt.
  6. Trinke ausreichend. Wenn du jemals mit einem Arzt, Ernährungsberater, Massagetherapeuten, einem anderen Therapeuten oder einer Krankenschwester gesprochen hast, hast du wahrscheinlich zu hören bekommen, dass du mehr Wasser trinken sollst! Im Allgemeinen sollte ein Erwachsener acht Gläser oder zwei Liter Wasser am Tag trinken. Und diese Menge sollte gesteigert werden, wenn du Sport treibst oder es wirklich heiß ist und du schwitzt.
    • Es kann wirklich schwierig sein, die empfohlene Wassermenge zu trinken, vor allem wenn du vielbeschäftigt und immer unterwegs bist. Wenn es dir schwerfällt, zwinge dich dazu, überall hin eine wiederverwendbare Wasserflasche mitzunehmen und sie bei jeder Gelegenheit aufzufüllen. Halte sie immer in Reichweite und gib immer der Versuchung nach, einen Schluck zu nehmen!
  7. Passe deinen Koffeinkonsum an. Die meisten Menschen lassen sich nicht gerne sagen, dass sie die Menge Koffein, das sie zu sich nehmen, einschränken müssen. Und ironischerweise enthalten viele Medikamente gegen Kopfschmerzen Koffein als Bestandteil. Dies liegt daran, weil Koffein anfänglich gegen Kopfschmerzen helfen kann, aber wenn du täglich zu viel konsumierst, führt das Koffein tatsächlich zu angespannteren Muskeln und anderen inneren Problemen. Versuche, bei etwa zwei Tassen mit 240 ml Kaffee am Tag zu bleiben. Dazu gehört alles, das Koffein enthält, einschließlich Kaffee, Tee, Limonade, Medikamente und manche Schokoladensorten.
  8. Gehe zum Arzt, um spezielle emotionale oder körperliche Probleme zu besprechen, die zu Kopfschmerzen führen könnten. Dazu können emotionale Probleme wie Depressionen oder Ängste gehören und körperliche Probleme wie Schlafprobleme, Infektionen, hormonelles Ungleichgewicht, die Funktion der Schilddrüse, der Blutzuckerspiegel und mehr. Dein Arzt kann einschätzen und wenn nötig Labortests durchführen, um zu bestimmen, ob du eines dieser zugrundeliegenden Probleme hast und dann speziell für dich einen Behandlungsplan aufstellen.

Methode 2 von 7: Massage der Trapezmuskeln

  1. Finde deine Trapezmuskeln. Du hast zwei Trapezmuskeln in dreieckiger Form vom Nacken über die Schulter bis zur Mitte des Rückens, je einen auf jeder Seite der Wirbelsäule. Die drei Bereiche des Trapezmuskels werden oberer, mittlerer und unterer Trapezmuskel genannt.
  2. Trainiere den Trapezmuskel im Liegen. Lege dich dafür mit gebeugten Knien auf den Rücken. Lege einen Tennisball unter deinen Rücken, etwa 2,5 cm von der Wirbelsäule entfernt. Beginne oben am Rücken und arbeite dich nach unten. Lege dich acht bis 60 Sekunden auf den Tennisball und schiebe ihn dann weiter runter. Gehe bis zum oberen Becken und denke daran, beide Seiten deines Rückens zu trainieren.
  3. Mache einen Trapez-Kniff. Dies hört sich schlimmer an, als es sich anfühlt! Lege Ellenbogen und Unterarm auf eine Arbeitsplatte oder einen Tisch, damit sie Unterstützung haben. Kneife mit dem anderen Arm den oberen Trapezmuskel zwischen Nacken und Schulter. Halte dies acht bis 60 Sekunden und wechsle dann die Seiten. Grabe nicht deine Finger in die Schulter, greife einfach den Muskel selbst.
  4. Dehne den Trapezmuskel. Lege dich auf den Rücken. Beginne mit den Armen an der Seite. Bewege deine Arme, so dass deine Oberarme in einen 90 Gradwinkel zum Boden kommen und die Unterarme in einem 90 Gradwinkel zu deinen Oberarmen. Bringe dann die Hände nach unten, um den Boden hinter deinem Kopf zu berühren. Strecke deine Arme direkt über deinem Kopf aus, so dass die Handflächen zur Decke weisen. Bringe deine Arme dann nach unten, bis deine Unterarme in einem 90 Gradwinkel zu deinem Körper sind. Wiederhole dies drei bis fünf Mal.
  5. Dehne deine Brustmuskeln. Während dies nicht dein Trapezmuskel ist, hilft es diesem trotzdem, wenn du deine Brustmuskeln dehnst. Für diese Dehnung musst du in einem offenen Türrahmen oder in der Ecke an einer Wand stehen. Hebe neben einem Türrahmen oder einer Wand die Arme, so dass der Teil von deiner Hand bis zu deinem Ellenbogen flach an der Wand oder dem Türrahmen liegt. Deine Handflächen sollten auf dem Türrahmen oder der Wand liegen. Bringe das Bein auf der gleichen Körperseite einen Schritt nach vorne. Drehe deinen Körper vom Türrahmen oder der Wand weg, bis du ein Ziehen direkt unter dem Schlüsselbein spüren kannst. Du kannst deine Arme höher bringen, um verschiedene Teile dieses Muskels zu trainieren.

Methode 3 von 7: Die Nackenmuskeln dehnen

  1. Finde die Nackenmuskeln. Es gibt mindestens ein halbes Dutzend spezifische Muskeln in diesem Bereich an deinem Nacken, zwischen dem Kopfansatz nach unten zu den Schulterblättern. Spannung in diesem Bereich deines Körpers ist wahrscheinlich für die große Mehrheit der Kopfschmerzen verantwortlich.
  2. Trainiere die Muskeln am Kopfansatz. Lege dich mit beiden Händen hinter dem Kopf auf den Rücken. Eine Hand sollte die andere halten. Lege einen Golfball in die Handfläche der oberen Hand. Positioniere deine Hände und den Golfball so, dass sie sich auf einer Seite deiner Wirbelsäule befinden, nicht auf der Wirbelsäule, und drehe dann deinen Kopf zur Seite, um den Ball zu bewegen. Das einzige Mal, dass du deine Hände bewegen musst, ist, um den Golfball weiter den Nacken nach unten zu bringen. Sobald du eine Seite deiner Wirbelsäule massiert hast, bringe den Golfball auf die andere Seite und wiederhole es.
  3. Dehne deinen Nacken. Du kannst dies im Sitzen oder sogar in der Dusche machen. Setze dich gerade hin und lege deine Hände hinter den Kopf. Ziehe den Kopf mit den Händen sanft nach vorne, bis du die Dehnung in den Muskeln spürst. Du kannst mit deinen Händen den Kopf auch nach vorne und in einem 45 Gradwinkel zu beiden Seiten ziehen. Lege dann eine Hand auf deinen Kopf und ziehe ihn in Richtung dieser Körperseite, bis du die Dehnung spürst. Wiederhole es mit der anderen Hand und der anderen Seite.
  4. Dehne deine Nackenmuskeln im Liegen. Lege dich auf dem Rücken auf den Boden. Beuge die Knie nach oben und lege die linke Hand mit der Handfläche nach unten unter den Ansatz deiner Wirbelsäule. Lege die rechte Hand auf deinen Kopf. Ziehe mit deiner Hand den Kopf nach rechts, während du zur Decke schaust, bis du eine Dehnung spürst. Ziehe dann mit deiner Hand den Kopf wieder nach rechts, drehe deinen Kopf aber diesmal um etwa 45 Grad, so dass du zur Wand rechts von dir schaust. Drehe deinen Kopf schließlich 45 Grad nach links, so dass du zur Wand links schaust, aber ziehe deinen Kopf mit deiner Hand wieder zurück nach rechts. Wiederhole das Ganze auf der linken Körperseite mit der linken Hand auf dem Kopf.

Methode 4 von 7: Den Schläfenmuskel bearbeiten

  1. Finde deinen Schläfenmuskel. Durch den Schläfenmuskel verursachte Kopfscherzen sind sehr häufig. Der Schläfenmuskel befindet sich an den Seiten deines Kopfs. Er verläuft vom Oberkiefer über die Oberseite der Ohren und dann wieder hinter das Ohr. Probleme mit dem Schläfenmuskel können auch mit Kiefergelenkserkrankungen in Verbindung gebracht werden.
  2. Übe Druck auf den Schläfenmuskel aus. Während du entweder sitzt oder aufrecht stehst, drücke mit den Fingerspitzen von Zeige- und Mittelfinger beider Hände auf die Stelle über deiner Schläfe. Öffne und schließe während des Drückens mehrere Male den Kiefer. Bewege deinen Finger in diesem Bereich an alle Stellen, an denen du Unbehagen verspürst, und öffne und schließe deinen Kiefer an jeder Stelle mehrere Male.
    • Als Alternative kannst du einfach immer wieder gähnen, um die Schläfenmuskeln zu dehnen, ohne mit deinen Händen Druck auszuüben.
  3. Dehne die Schläfenmuskeln. Erwärme beide Schläfenmuskeln leicht, bevor du diese Dehnung machst, indem du Wärmepacks oder ein warmes, feuchtes Tuch über das Ohr auf beiden Seiten deines Kopfs legst. Wenn die Muskeln gelockert sind, lege dich auf den Rücken und schau an die Decke. Stecke die Zeigefinger beider Hände in den Mund und ziehe deinen Kiefer nach unten, indem du Druck auf die Stelle direkt hinter den unteren Zähnen ausübst.
  4. Trainiere den Schläfenmuskel. Lege dich auf den Rücken und sieh an die Wand. Lege deinen rechten Zeige- und Mittelfinger auf deine rechte Wange, direkt über deine Zähne. Lege den linken Zeige- und Mittelfinger auf den Unterkiefer. Drücke mit der linken Hand den Kiefer nach links. Du kannst das Ganze nach rechts wiederholen, indem du die Position der Hände wechselst.
    • Um dies als Dehnung zu machen, sollte dein Kiefer entspannt und bei den Bewegungen des Kiefers nach links und rechts nicht für Widerstand sorgen. Wenn du den Bereich eine Weile trainiert hast und du es mit dem Kräftigen des Muskels probieren willst, statt ihn nur zu dehnen, kannst du der Bewegung des Unterkiefers etwas mehr Widerstand verleihen.

Methode 5 von 7: Druck auf Gesichts- und Kopfmuskeln anwenden

  1. Finde die Gesichts- und Kopfmuskeln. Es gibt mindestens ein halbes Dutzend Muskeln in deinem Gesicht und auf deiner Kopfhaut, die du trainieren kannst, um Kopfschmerzen zu lindern. Die Bereiche, die du trainieren solltest, sind: über den Augen am Rand der Augenhöhle, direkt unter den Augenbrauen (orbicularis oculi), direkt über den Mundwinkeln (zygomaticus major), dem Bereich links und rechts von den Mundwinkeln, wenn du so tust, als wäre dein Mund 2,5 cm breiter (buccinator), direkt über den Augen und Augenbrauen, leicht auf der Innenseite deines Gesichts (frontalis), die Stellen auf der Rückseite des Kopfs auf der gleichen Höhe wie der obere oder mittlere Teil deiner Ohren (occipitalis), die Stellen auf beiden Seiten unter dem Kiefer, wenn du dem Bogen und der Richtung deines Ohrläppchens mehrere Zentimeter nach unten folgst (platysma).
  2. Übe Druck auf die Orbicularis Oculi-Muskeln aus. Es gibt zwei Möglichkeiten, um Druck auf diese Muskeln auszuüben. Eine Methode ist, einfach mit dem Zeigefinger auf die Stelle über den Augen und unter den Augenbrauen zu drücken, auf den Knochen der Augenhöhle. Du weißt, wenn du die richtige Stelle gefunden hast, da es sich wahrscheinlich unangenehm anfühlt. Eine weitere Methode ist, diese Stelle mit den Fingern zu kneifen und zu drücken.
  3. Übe Druck auf die Buccinator- und Zygomaticus Major-Muskeln aus. Du kannst beide Stellen mit der gleichen Technik bearbeiten. Lege den rechten Daumen auf die linke Seite in den Mund, so dass sich der rechte Zeigefinger auf der gleichen Stelle außen am Mund befindet. Kneife die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger. Du solltest deine Finger von der Wange zur Unterseite des Kiefers umherbewegen - wo immer du eine Stelle findest, die sich unangenehm anfühlt. Wiederhole dies mit der linken Hand auf der rechten Gesichtsseite.
  4. Übe Druck auf die Frontalis-Muskeln aus. Dies ist ziemlich einfach - übe einfach mit Zeige- und Mittelfinger Druck auf die Stelle oberhalb der Augenbrauen auf der Stirn aus. Bewege deine Finger an alle Stellen, wo du Unbehagen verspürst.
  5. Übe Druck auf die Occipitalis-Muskeln aus. Die einfache Art ist einfach mit dem Zeige- und Mittelfinger Druck auf die Bereiche auf der Rückseite deines Kopfs auszuüben, wo du Unbehagen verspürst. Du kannst dich auch auf den Boden legen, an die Decke schauen und mit einem Tennisball Druck auf diese Stellen ausüben.

Methode 6 von 7: Verschiedene Kiefermuskeln mit einbeziehen

  1. Finde deine Kiefermuskeln. Es gibt viele Muskeln an oder um deinen Kiefer herum, die dir wichtige Dinge tun helfen wie z.B. kauen. Zu diesen Muskeln gehören: der Masseter, welcher sich vor deinem Ohr entlang der Zähne befindet, der äußere Flügelmuskel, welcher an deinem Kiefergelenk beginnt und in den Wangenbereich reicht, der innere Flügelmuskel, welcher sich hinter deinem Kieferknochen befindet, und der Digastric, welcher sich unter deinem Kinn befindet.
  2. Übe Druck auf deinen Masseter-Muskel aus. Lege dafür den rechten Daumen in die linke Seite des Munds, so dass sich der rechte Zeigefinger auf der Außenseite der linken Seite des Munds befindet. Da die Masseter-Muskeln weiter hinten in Richtung der Ohren sind, kann es sein, dass du deinen Daumen ein wenig an die Rückseite des Kiefers hinter deiner Wange drücken musst. Kneife dann mit deinem Zeigefinger und dem Daumen (und wenn nötig zusätzlich mit dem Mittelfinger) den Masseter-Muskel. Du kannst dich mit deinen Fingern von der Oberseite des Muskels (weiter oben im Gesicht) zur Unterseite (näher am Kieferbogen) vorarbeiten. Wenn du die linke Gesichtsseite gemacht hast, mache mit der linken Hand das Gleiche mit dem Masseter-Muskel auf der rechten Gesichtsseite.
  3. Dehne deinen Mund und die Masseter-Muskeln. Stecke den linken Zeigefinger in den Mund direkt hinter die unteren Zähne. Lege den linken Daumen unter dein Kinn/deinen Kiefer. Ziehe mit der linken Hand deinen Kiefer nach unten, während du mit der rechten Hand deinen Kopf stabilisierst. Acht Sekunden halten. Du kannst dies fünf bis sechs Mal machen, um die Muskeln deines Munds zu dehnen und zu trainieren.
  4. Übe Druck auf die äußeren Flügelmuskeln aus. Diese Muskeln befinden sich hinter einer Menge anderer Dinge deines Gesichts und sind allein nicht besonders leicht zu erreichen. Die beste Art, um Druck auf diese Muskeln auszuüben, ist, deinen linken Zeigefinger in die rechte Seite deines Munds zu stecken - ganz hinter den letzten Backenzahn am Oberkiefer. Wenn du in diesem Bereich deinen Finger nach oben drückst, etwa in Richtung deiner Nase, solltest du Druck auf den äußeren Flügelmuskel ausüben können. Sobald du den Muskel auf der rechten Gesichtsseite gemacht hast, wechsle die Hände und bearbeite den Muskel auf der linken Gesichtsseite.
    • Da dieser Muskel allein schwer zu erreichen ist, mache dir keine Sorgen, wenn du ihn nicht finden kannst. Es kann sein, dass du die Hilfe eines Experten brauchst, um an diesen Muskeln zu gelangen, wenn du denkst, dass er die Ursache deiner Kopfschmerzen ist.
  5. Übe Druck auf die inneren Flügelmuskeln aus. Wie der äußere Flügelmuskel befinden sich die inneren Flügelmuskeln hinter einer Reihe anderer Dinge in deinem Gesicht und sind nicht leicht zu erreichen. Eine Methode ist, deinen linken Zeigefinger in die rechte Seite deines Munds zu stecken. Drücke den Finger an der Wange entlang nach oben, bis du über den letzten Backenzahn am Oberkiefer hinaus bist. Drücke dann deinen Finger gegen die Stelle nahe am Kiefergelenk. Du kannst deinen Finger an dieser Stelle hoch und runter bewegen, bis du Stellen findest, wo es unangenehm ist. Halte dann acht bis 60 Sekunden den Druck an dieser Stelle. Wiederhole das Ganze mit der rechten Hand und der linken Gesichtsseite.
  6. Übe Druck auf die Digastric-Muskeln aus. Beginne, indem du den Knöchel deines rechten Zeigefingers in die weiche Stelle unter deinem Kinn drückst, direkt hinter dem unteren Kieferknochen. Fange vorne am Kinn an und bewege deinen Knöchel am Kieferknochen entlang nach hinten, bis du hinter dem Kiefergelenk in der Nähe des Ohrs gelandet bist. Drücke an jeder Stelle, wo du Unbehagen verspürst und halte den Druck für acht bis 60 Sekunden. Wechsle zur linken Seite, sobald die rechte Seite fertig ist.

Methode 7 von 7: Kopfschmerzen mit Wärme und Kälte lindern

  1. Wende Kälte am Kopf oder Nacken an. Lege ein Eispack oder Eis in ein Handtuch und lege das Handtuch auf die Stelle an deinem Kopf oder Nacken, wo es weh tut. Lasse es höchstens zehn bis 15 Minuten dort.
    • Alternativ kannst du einen Eiswürfel direkt auf den Muskel auftragen, der schmerzt, und ihn eine Weile am Muskel entlangbewegen. Weil du Eis verwendest, halte es nicht längere Zeit auf eine Stelle, ansonsten kannst du deine Haut oder die Nerven schädigen.
    • Ein Eispack auf den Ansatz des Kopfs und die Oberseite des Nackens aufzulegen kann bei Kopfschmerzen helfen, die vorne am Kopf und im Gesicht ausstrahlen.
  2. Bringe feuchte Hitze auf dein Gesicht und den Nacken. Feuchte Hitze wie ein nasses Handtuch oder direktes Wasser auf den Körper, z.B. in der Dusche, ist trockener Hitze wie z.B. von einem Wärmepack vorzuziehen. Du kannst die feuchte Hitze 15 bis 20 Minuten auf jeden schmerzhaften Bereich deines Gesichts oder Nackens auftragen. Hitze funktioniert nicht immer so gut wie Kälte, weil sie an manchen Stellen eine Entzündung hervorrufen kann, statt sie zu verringern. Wenn du feststellst, dass Hitze bei dir nicht funktioniert, wechsle auf Kälte.
  3. Verwende heiß und kalt gleichzeitig. Manchmal erzielst du die besten Ergebnisse, wenn du sowohl Hitze als auch Kälte gleichzeitig anwendest. Eine solche Methode ist, ein Kältepack auf den Ansatz deines Kopfs oder die Oberseite des Nackens zu legen plus ein feuchtwarmes Handtuch auf den oberen Rücken und den unteren Nackenbereich. Um noch mehr Vielfalt zu haben, lege ein Kältepack auf die rechte Seite deines Gesichts und ein heißes Handtuch auf die linke - alles gleichzeitig. Wechsle die Positionen von heiß und kalt im Gesicht alle fünf Minuten. Mache dies bis zu 20 Minuten insgesamt.

Tipps

  • Spannungskopfschmerzen können auch durch eine Kiefergelenkserkrankung hervorgerufen werden. Die Wahrscheinlichkeit bei Menschen mit einer solchen Erkrankung ist höher, dass sie nicht nur Spannungskopfschmerzen haben, sondern dass diese Kopfschmerzen tendenziell auch schlimmer und häufiger sind.
  • Nicht jeder, der Migräne hat, bekommt eine sogenannte "Aura", welche die Sicht beeinträchtigen und ein Vorbote der Migräne sein kann. Eine Aura kann auch nicht-visuell sein und stattdessen aus Schwindel, Benommenheit, Schwäche, Kribbeln oder Taubheit bestehen.
  • Wenn du Schwierigkeiten damit hast, wo sich einige der Muskeln am Kopf und Nacken befinden, verwende Diagramme des menschlichen Muskelsystems, um es einzugrenzen und das große Gesamtbild zu sehen. Eine dieser Übersichten findest du z.B. hier.

Warnungen

  • Selbst, wenn du durch Massagen oder eine Triggerpunkttherapie Linderung verspürst, übertreibe es nicht damit. Führe eine Selbsttherapie der Triggerpunkte zu Anfang nur einmal am Tag durch. Erhöhe dies nur auf zweimal am Tag, wenn es sich gut anfühlt.
  • Wenn du mit Triggerpunkten arbeitest, drücke den Triggerpunkt mindestens acht Sekunden, aber nicht länger als eine Minute . Der ausgeübte Druck sollte Unbehagen hervorrufen. Wenn du nichts spürst, drückst du entweder nicht fest genug oder diese Stelle ist kein Triggerpunkt für dich. Wenn du starke Schmerzen hast, vermindere den Druck oder höre auf. Halte nicht die Luft an.
  • Wenn du eine Form der Therapie von einem Therapeuten bekommst, mache am gleichen Tag nicht auch eine Selbsttherapie.
  • Dehne dich erst, nachdem du deine eigene Triggerpunkt-Therapie durchgeführt hast, nicht davor.
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