Ein Kind bestrafen

Es ist nie einfach, ein Kind zu bestrafen. Liebe und Zuneigung zu geben, fällt deutlich leichter, einfach, weil du dein Kind ja liebst. Aber wenn du ihm beibringen willst, wo der Unterschied zwischen richtig und falsch liegt, und wenn du ihm Selbstkontrolle und gute Manieren beibringen möchtest, dann wirst du lernen müssen, wie du dein Kind richtig bestrafst, auch wenn es manchmal schwer fällt. Lies die folgenden Ratschläge, wenn du lernen willst, wie du dein Kind bestrafst, dabei ruhig bleibst und trotz Strafe euer Verhältnis nicht schädigst.

Methode 1 von 2: Sei ein guter Vormund

  1. Sei konsequent. Wenn du dein Kind gut erziehen möchtest, dann musst du als Elternteil auch konsequente Regeln und Erwartungen haben. Wenn dein Kind spürt, dass du über sein schlechtes Verhalten hinwegsiehst, weil du gerade müde oder abgelenkt bist, oder weil dir dein Kind leidtut, dann wird es sich nicht immer richtig verhalten. Natürlich ist es schwer, immer konsequent zu bleiben, vor allem, wenn du einen harten Tag hinter dir hast, aber es ist der einzige Weg sicherzustellen, dass du ernst genommen wirst und dass dein Kind deine Anweisungen nachvollziehen kann.
    • Wenn du einmal ein Bestrafungssystem eingeführt hast, dann solltest du es auch durchgehend beibehalten. Wenn die Regel zum Beispiel sagt, dass jedesmal, wenn dein Kind ein Spielzeug kaputt macht, es sich erst ein neues "verdienen" muss, indem es im Haushalt hilft, dann kannst du nicht bei einer Gelegenheit einfach nachgeben, weil dir dein Kind an diesem Tag leid tut.
    • Sei konsequent, auch wenn ihr in der Öffentlichkeit seid. Dies ist natürlich leichter gesagt als getan. Aber wenn dein Kind zum Beispiel nur einmal die Woche bei McDonald´s essen darf, dann solltest du das nicht ändern, bloss weil dein Kind einen öffentlichen Wutanfall bekommt. Das ist auf jeden Fall besser, als deinem Kind zu zeigen, dass es bekommt, was es will, wenn es gezielt in der Öffentlichkeit rumtrotzt.
    • Wenn du dein Kind zusammen mit deinem Partner/deiner Partnerin erziehst, dann solltet ihr beide konsequent das selbe Bestrafungssystem anwenden. Es sollte nicht ein "gutes" und ein "böses" Elternteil geben, denn sonst wird dein Kind einen von euch beiden bevorzugen und das kann zu Problemen in eurer Beziehung führen und die Beziehung ziwschen euch und eurem Kind stören.
  2. Respektiere dein Kind. Egal wie klein dein Kind ist, oder wie genervt du gerade bist, vergiss nicht: dein Kind ist ein menschliches Wesen. Wenn du möchtest, dass es deine Autorität anerkennt, dann musst du verstehen, dass dein Kind ein eigenes menschliches, nicht immer perfektes, Wesen ist, das eigene Bedürfnisse und einen eigenen Willen hat, und dass es Liebe und Respekt von seinen Eltern braucht. Was du tun kannst:
    • Wenn du wirklich verärgert über das schlechte Verhalten deines Kindes bist, dann nimm dir einen Moment Zeit, um dich zu beruhigen, bevor du etwas sagst. Wenn du ins Zimmer kommst und siehst, dass dein Kind ein Glas Limonade über deinen neuen weissen Teppich gekippt hat, dann bestraf dein Kind nicht sofort, sonst könntest du etwas sagen oder schreien, was dir hinterher leid tut.
    • Sag deinem Kind keine Schimpfworte, sonst wirst du sein Selbstvertrauen kaputt machen. Anstatt zu sagen "Du bist so dumm", sag besser "Was du gemacht hast, war nicht besonders klug".
    • Vermeide Situationen, in denen du unangemessen reagieren könntest und für die du dich später entschuldigen musst.
    • Sei ein gutes Vorbild. Verhalte dich so, wie du es auch von deinem Kind erwartest. Andernfalls sendest du verwirrende Botschaften mit deinem eigenen schlechten Verhalten. }
  3. Sei einfühlsam. Einfühlsam zu sein ist etwas anderes als mitfühlend zu sein. Wenn du einfühlsam bist, bedeutet das, dass du die Probleme und Gefühle deines Kindes kennst und darüber nachdenkst, warum sich dein Kind auf diese Art verhält. Mitfühlend zu sein bedeutet, dass du Mitleid für dein Kind empfindest, wenn es sich schlecht verhält, und dass du es aus dieser Situation "retten" willst. Wie kannst du einfühlsam sein?:
    • Sprich mit deinem Kind darüber, wie es sich fühlt. Wenn deine Tochter in einem Wutanfall ihre Lieblingspuppe kaputtgemacht hat, dann sag ihr, dass du verstehst, dass sie traurig darüber ist, dass ihre Puppe kaputtgegangen ist. Zeig ihr, dass obwohl ihr Verhalten unangebracht war, du trotzdem ihre Gefühle verstehst.
    • Versuch die Gründe für das schlechte Verhalten deines Kindes zu verstehen. Vielleicht spielt dein Kind bei einer Familienfeier mit dem Essen, weil es langweilig ist oder weil niemand im gleichen Alter zum Spielen da ist. Vielleicht bekommt dein Kind einen Wutanfall, weil es eigentlich traurig ist, dass sein Vater auf einer Geschäftsreise ist.
  4. Mach deine Erwartungen klar. Es ist wichtig, dass dein Kind genau weiss, was für dich gutes und was schlechtes Verhalten ist, und was die Konsequenzen bei schlechtem Verhalten sind. Sobald dein Kind alt genug ist, solltest du ihm klar machen, dass ein bestimmtes schlechtes Verhalten immer die selbe Konsequenz mit sich bringen wird. Wie du deine Erwartungen ausdrücken kannst:
    • Wenn du eine neue Strafe ausprobierst, solltest du das deinem Kind erklären, bevor es sich schlecht verhält, damit es danach nicht verwirrt ist.
    • Nimm dir Zeit, um mit deinem Kind über gutes und schlechtes Verhalten zu sprechen. Wenn es alt genug ist, dann erklär ihm, was es gut gemacht hat und was vielleicht nicht so gut gelaufen ist, und welches Verhalten du von ihm erwartest.
    • Wenn das Kind alt genug ist, dann kannst du auch kleine Belohnungen für gutes Verhalten geben. Sie sollten aber immer angemessen sein.
  5. Handle mit Autorität, aber nicht autoritär. Handeln mit Autorität bedeutet, klare Erwartungen zu haben und konsequente Strafen zu geben, aber gleichzeitig Liebe und Fürsorge für dein Kind auszudrücken. Du lässt Raum, um mit deinem Kind zu sprechen, und gemeinsam Probleme zu lösen. Das ist der ideale Erziehungsstil, auch wenn es anstrengend sein kann, ihn die ganze Zeit durchzuhalten. Autoritäre Eltern haben zwar auch klare Erwartungen und bestrafen konsequent, sie zeigen ihrem Kind aber nicht viel Zuneigung und erklären auch nicht, warum sie in einer bestimmten Weise handeln. Das kann dazu führen, dass sich das Kind ungeliebt fühlt, und nicht die wahre Bedeutung der gesetzten Regeln versteht.
    • Du solltest kein nachlässiges Elternteil sein, das heisst, du solltest dein Kind nicht immer tun lassen, was es gerade will, weil du dein Kind zu sehr liebst, um ihm etwas zu verweigern oder weil du denkst, dein Kind wird später schon selbst genug Disziplin von allein lernen.
    • Es mag zwar einfach sein, alles zu erlauben, aber für dein Kind kann das sehr negative Folgen haben, vor allem wenn es ins Jugend- oder Erwachsenenalter kommt. Jugendliche oder Erwachsene, die glauben, dass sie immer das bekommen, was sie wollen, werden plötzlich mit der harten Realität konfrontiert.
  6. Berücksichtige das Alter und den Charakter deines Kindes. Nicht alle Kinder sind gleich, und es ist wichtig, dein Kind gut zu kennen, wenn du bestimmte Strafen gibst. Wenn dein Kind älter wird, solltest du dein Bestrafungssystem dem Alter entsprechend anpassen. Jüngere Kinder sollten nicht genauso bestraft werden wie ältere Kinder. Was du tun kannst</ref>http://kidshealth.org/parent/positive/talk/discipline.html</ref>
    • Wenn dein Kind von Natur aus gern erzählt und mit anderen interagiert, dann solltest du mit diesem Verhalten arbeiten können. Natürlich kannst du dein Kind bestrafen, wenn es beim Reden aus dem Rahmen fällt, aber du solltest nicht versuchen, dein Kind zu einem schüchternen, stillen Kind umzubiegen, das es nicht ist.
    • Wenn dein Kind sehr empfindlich ist, dann solltest du das nicht zu sehr fördern, aber trotzdem anerkennen, dass es eben manchmal ein wenig extra Zuneigung braucht.
    • Wenn dein Kind zwischen 0 und 2 ist, dann solltest du die Dinge, die schlechtes Verhalten fördern, aus deinem Haus entfernen und deutlich "nein" sagen, wenn dein Kind sich schlecht verhält. Für Kleinkinder kann eine "Auszeit" ein effektives Mittel sein, um ihnen zu zeigen, dass sie eine Grenze überschritten haben.
    • Wenn dein Kind zwischen 3 und 5 ist, dann ist es alt genug, um zu verstehen, welche schlechten Verhaltensweisen es bleiben lassen sollte. Du kannst deinem Kind sagen, welches gute Verhalten an dieser Stelle folgen sollte, zum Beispiel "Du sollst die anderen Kinder auf dem Spielplatz nicht umherkommandieren, sondern nett zu ihnen sein, dann hast du auch mehr Spass."
    • Kinder zwischen 6 und 8 können die negativen Folgen von schlechtem Verhalten schon abschätzen. Sie wissen, dass sie saubermachen müssen, wenn sie etwas auf dem Teppich verschütten.
    • Kinder zwischen 9 und 12 lernen aus den Folgen ihres Verhaltens. Wenn dein Kind zum Beispiel seine Hausaufgaben nicht gemacht hat, dann wird es mit einer schlechten Note leben müssen.

Methode 2 von 2: Probier es mit einer Mischung von Bestrafungsmethoden

  1. Erkläre deinem Kind die Folgen seines Handelns. Wenn dein Kind die negativen Folgen seines Handelns versteht, wird es enttäuscht sein und sein eigenes Verhalten wird es traurig und reumütig machen. Statt das Kind aus der Situation herauszuziehen, wird es lernen müssen, mit seinen schlechten Handlungen umzugehen. Um die Folgen seines Handels zu verstehen, sollte das Kind mindestens 6 Jahre alt sein.
    • Wenn dein Kind ein Spielzeug kaputt gemacht hat, weil es es zu lange in der Sonne hat liegen lassen, dann renn nicht sofort los, um deinem Kind ein neues Spielzeug zu besorgen. Lass dein Kind damit klarkommen, für eine Weile kein Spielzeug zu haben, damit es lernt, sich besser um seine Sachen zu kümmern.
    • Bringt deinem Kind Verantwortungsbewusstsein bei. Wenn dein Kind seine Hausaufgaben nicht schafft, weil es zu lange fern gesehen hat, dann solltest du es aus der schlechten Note lernen lassen, anstatt dich selbst hinzusetzen und ihm die Hausaufgaben fertig zu schreiben.
    • Wenn dein Kind nicht zu einem Geburtstag eines Nachbarkindes eingeladen wurde, weil es sich schlecht benommen hat, dann erklär deinem Kind, dass es eingeladen worden wäre, wenn es das andere Kind besser behandelt hätte.
  2. Erklär deinem Kind die Konsequenzen seines Handelns. Logische Konsequenzen sind diejenigen, die auf das schlechte Handeln deines Kindes folgen. Sie sollten in direktem Bezug zu dem schlechten Verhalten stehen, damit dein Kind lernt, es nicht wieder zu tun. Jede Form von schlechtem Verhalten hat ihre eigenen Konsequenzen, die schon von vornherein klar sein sollten. Zum Beispiel:
    • Wenn dein Kind sein Spielzeug nicht aufräumt, dann wird es eine Woche lang nicht damit spielen können.
    • Wenn du dein Kind dabei ertappst, etwas im Fernsehen anzuschauen, was nicht altersgerecht ist, dann gibt es eine Woche Fernsehverbot.
    • Wenn das Kind den Eltern gegenüber respektlos ist, dann wird es nicht mit seinen Freunden spielen können, bis es versteht, wie man sich respektvoll verhält.
  3. Wende positive Bestrafung an. So kann dein Kind eine positive Lektion aus der Bestrafung ziehen, die ihm helfen wird, sein schlechtes Verhalten zu verstehen und zu lernen, wie es in der Zukunft vermieden werden kann. Um dein Kind positiv zu bestrafen, solltest du dich mit ihm hinsetzen und sein schlechtes Verhalten diskutieren und überlegen, was dein Kind besser machen kann.
    • Wenn dein Kind seinen Baseballschläger verloren hat, weil es nicht aufgepasst hat, dann sprich mit ihm darüber, was passiert ist. Frag dein Kind, was es ohne den Schläger machen wird und wie es ohne ihn spielen will. Vielleicht hilft ihm ein Freund mit seinem eigenen Schläger aus, bis dein Kind sich einen neuen Schläger "verdient" hat. So spürt dein Kind die Folgen seines schlechten Verhaltens und zusammen könnt ihr an einer Lösung arbeiten.
    • Die positive Bestrafungsmethode geht davon aus, dass die "Auszeit" ein Kind nur wütend macht und es beschämt, aber nicht dazu beiträgt, dass das Kind über sein schlechtes verhalten nachdenkt, oder es ändern will. Deshalb wird hier das Kind nicht in eine "Auszeit" geschickt, sondern in eine Abkühlecke, mit ein paar Kissen und ggf. dem Liebslingsspielzeug des Kindes. Hier bleibt das Kind, bis es bereit ist, über sein Verhalten zu sprechen. Ausserdem lernt das Kind hier eine wichtige Lektion fürs spätere Leben: seine Gefühle zu kontrollieren und sich etwas Zeit zu nehmen, um darüber nachzudenken, was es falsch gemacht hat, statt einfach irrational zu handeln.
  4. Schaff ein Belohnungssystem für dein Kind. Schaff ein Belohnungssystem für dein Kind, damit sein positives Verhalten auch positive Folgen hat. Denk daran, dass es genauso wichtig ist, gutes Verhalten zu stärken wie schlechtes zu bestrafen. Wenn du deinem Kind zeigst, wie es sich richtig benimmt, dann wird es leichter schlechtes Verhalten unterscheiden können.
    • eine Belohnung kann zum Beispiel etwas Süsses sein, wenn dein Kind etwas richtig gemacht hat. Wenn dein Kind weiss, dass es ein kleines Eis bekommt, nachdem es sein gesundes Mittagessen aufisst, wird es ihm vielleicht nicht so schwer fallen.
    • Du kannst dir die Belohnungen auch zusammen mit deinem Kind ausdenken. Wenn dein Kind ein neues Spielzeug haben möchte, könnt ihr vereinbaren, dass es einen Monat lang lieb und respektvoll sein muss, um es zu bekommen.
    • Benutz Belonhungen nicht, um deinem Kind gutes Verhalten abzuerpressen. Dein Kind sollte lernen, dass gutes Benehmen an sich gut ist, und nicht nur dazu dient, ein neues Spielzeug zu bekommen.
    • Lobe dein Kind so oft du kannst für gutes Verhalten. Du solltest nicht nur sein schlechtes Verhalten kritisieren.
  5. Vermeide Ansprachen, Drohungen und Schläge. Diese Methoden sind nicht nur wirkungslos, sondern sie führen dazu, dass dein Kind sie dir übelnimmt, und geistig oder körperlich durch deine Worte und Taten verletzt wird. Es gibt verschiedene Gründe, warum diese Methoden nicht zu empfehlen sind:
    • Kinder schalten normalerweise bei Standpauken ab, wenn sie keinen Inhalt dahinter entdecken. Wenn du dein Kind darüber belehrst, dass es seine Spielzeuge nicht verlieren soll, während du ihm gleichzeitig schon ein neues kaufst, dann wird dein Kind lernen, dass es nicht so wichtig ist, was du sagst.
    • Wenn du einem Kind Dinge androhst, die dann nicht passieren, wie zum Beispiel, dass es nie wieder fern sehen darf, wenn es sein Zimmer nicht aufräumt, dann wird dein Kind merken, dass du nicht wirklich das meinst, was du sagst.
    • Schläge können dein Kind aggressiv machen und ihm das Gefühl geben, dass es okay ist, jemanden zu verletzen, den man liebt.
  6. Mach auch mal Pause. Natürlich ist es wichtig, ein Vorbild zu sein und Erziehungsmethoden zu finden, die für dein Kind funktionieren, aber auch du bist nicht perfekt und kannst nicht immer das perfekte Elternteil sein. Egal, wie sehr du dich anstrengst, wirst du manchmal hinterher wünschen, dich anders verhalten zu haben, aber das ist in Ordnung.
    • Wenn du etwas getan hast und es hinterher bereust, dann entschuldige dich bei deinem Kind und erkläre ihm dein Verhalten.
    • Wenn du eine stressige Woche hast, dann lass dir von deinem Partner helfen, wenn du einen hast, bis du wieder etwas freier bist.

Tipps

  • Wenn du mehrere Kinder hast, dann vergleiche sie nicht untereinander. Das kann dazu führen, dass sie ein niedriges Selbstvertrauen entwickeln und dass sie glauben, dass sie nicht wichtig sind.
  • Um ältere Kinder zu motivieren, ihr Verhalten zu verbessern, solltest du Probleme aufschreiben, mit dem Kind besprechen und dein Kind anleiten, einen eigenen Plan zur Verbesserung zu entwickeln. Steck ihm Ziele, denk dir Bestrafungen bei Verstössen und Belohnungen für Erfolge aus.
  • Für kleinere Kinder ist eine Auszeit von einer Minute por Lebensalter eine gute Masseinheit. Wenn du die Zeit verlängerst, können sich die Kinder alleingelassen und ungeliebt fühlen und dadurch ihr Vertrauen in dich verlieren.
  • Wenn du mit den Strafen nicht konsequent bist, oder das schlechte Verhalten deines Kindes ignorierst, weil du denkst, dass es noch zu jung ist, dann wirst du es später schwer haben, das eingefahrene Verhalten zu korrigieren.
  • Jeder braucht mehrere Gelegenheiten und Chancen, etwas zu lernen, vor allem Kinder. Raste nicht aus, wenn du Dinge wiederholen musst, die du einem kleinen Kind vor einer Woche schon gesagt hast. Bei Dingen, die du am gleichen Tag schon gesagt hast, sieht es allerdings anders aus. Kleine Kinder erinnern sich nicht in gleicher Weise an Sachen wie ältere Kinder und Erwachsene.
  • Bleibe bei einer Strategie, egal wie sauer du vielleicht in einem bestimmten Moment bist. Wenn du sehr verägert bist, wird es schwer, klar zu denken, und du brauchst vielleicht bis zu einer Stunde, um dich wieder zu beruhigen. Deshalb solltest du Entscheidungen treffen, wenn du ruhig bist.
  • Unabhängig davon, wie klug dein Kind sein mag, es bleibt trotzdem ein Kind. Mach keine Psychoanalyse, versuche nicht mit deinem Kind wie mit einem Erwachsenen das Problem zu lösen. Erkläre deinem Kind die Regeln und die Folgen, wenn die Regeln gebrochen werden, und wende diese Regeln konsequent an. Du zeigst damit, dass dein Kind in einem fairen, sicheren und vorhersehbaren Umfeld lebt.
  • Bestich dein Kind nicht, nur damit es sich gut benimmt, denn sonst wird es immer Bestechung für gutes Verhalten fordern. Eine gelegentliche Belohnung von gutem Verhalten (hinterher, nicht vorher) ist aber okay.

Warnungen

  • Du solltest entscheiden, wann der Zeitpunkt gekommen ist, andere Hilfe für dein Kind in Anspruch zu nehmen. Wenn dein Kind dauernd respektlos ist und nicht auf dich hört, wenn es besonders aggressiv ist oder häufig gewalttätiges Verhalten zeigt, dann solltest du professionellen Rat suchen, um zu lernen, wie du mit diesem Verhalten umgehen kannst.
  • Wenn du dein Kind bestrafst, solltest du ihm keinen schweren körperlichen Schaden zufügen. Zwar sind auch Ohrfeigen und ähnliches nicht zu empfehlen, aber es besteht doch nochmal ein Unterschied zwischen einem Klaps und ernsthaften Schlägen, die deinem Kind grossen Schmerz zufügen können.
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