Wild füttern

Es gibt einige Schritte zu befolgen, wenn du Wild füttern möchtest, das an deinem Grundstück vorbeikommt, oder wenn du eine kleine Wildfütterung einrichten möchtest, um Wild zu fotografieren und zu beobachten.

Vorgehensweise

  1. Informiere dich, ob die Wildfütterung in deinem Land gesetzlich erlaubt ist. In Deutschland regeln das Bundesjagdgesetz und die ausführenden Landesgesetze, bzw. Jagdbehörden, wann und wie Wild gefüttert werden darf.
  2. Suche eine geeignete Stelle (Kirrung), zu der die Tiere für die Fütterung kommen können. Sie sollte relativ ruhig gelegen und möglichst weit von Gefahrenquellen wie Straßen, Autobahnen oder Zäunen entfernt sein.
  3. Wähle das richtige Futter. Wild frisst gern Obst und Getreide. Du solltest bevorzugt das füttern, was das Wild in deiner Gegend normalerweise zu fressen findet, wie zum Beispiel:
    • Mais
    • Äpfel
    • Süßkartoffeln
    • spezielles Wildfutter, das man in manchen Geschäften kaufen kann.
  4. Errichte eine Futterkrippe. Dies empfiehlt sich besonders dann, wenn du Getreide füttern willst. So bleibt es trocken und schimmelt daher nicht so schnell. Außerdem wird Ungeziefer abgehalten. Es gibt auch Wildfutterautomaten, die in bestimmten Zeitabständen automatisch das Futter verstreuen. Solche Futterautomaten lassen sich einfach aufstellen oder an Ästen anbringen. Aber eine schlichte Futterkrippe mit Dach reicht auch aus, sobald sich die Tiere daran gewöhnt haben. Obst kann auf dem Boden verstreut werden, doch so verrottet es sehr schnell.
  5. Überlege dir, einen Wildacker anzulegen. Dadurch reduziert sich der tägliche Aufwand für die Fütterung. Du kannst Hülsenfrüchtler, Hirse, oder andere Getreidesorten im Sommer anbauen, und Winterroggen oder Hafer im Winter, wenn diese in deiner Region wachsen.
  6. Beobachte das Wild, um seine Fressgewohnheiten zu studieren, zum Beispiel wie häufig sie zum Fressen kommen und wie viel sie fressen. Du kannst dann dementsprechend den Fütterungsplan anpassen und jeweils zu den Fütterungszeiten die richtige Menge füttern.

Tipps

  • Du kannst auch einen Salzleckstein oder einen Mineralblock in der Nähe der Kirrung aufstellen.
  • Wenn das Wild das Futter nicht mag, das du ausgelegt hast, dann versuche es mit etwas anderem.

Warnungen

  • Wenn das Wild seine angeborenen Furcht vor dem Menschen verliert, kann es dadurch in gefährliche Situationen kommen.
  • Das Wild für die Fütterung in die Nähe deines Grundstücks zu locken, kann dazu führen, dass es deinen Garten oder die Umgebung zertrampelt.
  • Das Wild sucht sich grundsätzlich auch im Winter sein Futter selbst. Die Wildfütterung wirkt diesem natürlichen Instinktverhalten entgegen, und kann daher schädlich sein und die Tiere in Gefahr bringen.
Information
Users of Guests are not allowed to comment this publication.