Zuhause frittieren

Опубликовал Admin
11-09-2018, 20:00
480
0
Frittieren kann man relativ einfach. Damit können viele Gerichte zuhause zubereitet werden, die man sonst fertig vorbereitet kaufen müsste. Man kann damit auch den Natrium und Fettgehalt im Essen gut kontrollieren und so gesündere Gerichte zubereiten, als es den Anschein machen würde. Donuts, Tempura, Falafel, Hähnchen, Pommes frites usw. Na schon hungrig?

Vorbereitung

  1. Den Wok, einen tiefen Topf oder eine Pfanne mit großem Rand oder spezielle Frittiertopf bereitstellen. Einige Leute schwören darauf, dass der Wok am besten funktioniert, da darin am saubersten gekocht werden kann. Die gebogenen Wände fangen die meisten Spritzer vom Öl auf und das Öl hat viel Platz, um sich auszudehnen, was mehr Sicherheit bringt. Aber auch alle anderen stabilen Töpfe oder Pfannen mit einem Rand, der wenigstens 10cm hoch ist, funktionieren gut.
    • Dieser Artikel beschreibt das Vorgehen mit einem Wok oder Kochtopf, nicht für eine elektrische Friteuse. Wenn sie eine elektrische Friteuse verwenden möchten, folgend sie den Anweisungen in der Beschreibung zum jeweiligen Modell. Wahrscheinlich wird dort stehen:“ Gerät bis zur Markierung befüllen, in Betrieb setzen und aufheizen, Lebensmittel einlegen" Die Anleitungen sind meist leicht verständlich.
  2. Ein Zuckerthermometer der Frittierthermometer sowie eine Zange, Frittierkorb, Holzlöffel und eine Schaumkelle, wenn vorhanden, bereitlegen. Wenn irgendetwas nicht vorhanden ist, keine Sorge. Aus folgendem Grund sind die einzelnen Dinge besonders hilfreich, aber nicht zwingend notwendig:
    • Häufig wird angegeben, dass ein Thermometer unbedingt erforderlich ist. Das Öl muss je nach Rezept, eine Temperatur von 150 Grad Celsius haben. Die einzige Möglichkeit, das genau zu bestimmen, ist ein Thermometer. Wenn man natürlich keins besitzt, kann man einen Holzlöffel benutzen. Wenn man die Spitze vom Löffel ins Öl taucht, und es beginnt darum leicht zu sieden, ist die Temperatur hoch genug.
      • Wenn man natürlich häufiger frittieren möchte, sollte man sich irgendwann ein Thermometer zulegen.
    • Zange, Frittierkorb, Schaumkelle sind hauptsächlich zur Sicherheit beim Arbeiten. Das Letzte, was man haben möchte, ist sicherlich, das heiße Öl auf der Haut. Dieses Zubehör schafft damit einen größeren Sicherheitsrahmen und erleichtert das Arbeiten. Es geht aber auch, wenn eins davon nicht vorhanden ist.
  3. Öl aussuchen. Am besten verwendet man ein neutrales Öl mit hohem Rauchpunkt. Es eignen sich Erdnuss-, Soja, Traubenkern- und natürlich Sonnenblumen- und Rapsöl gut. Welches ist das Beste? Das hängt eigentlich nur vom persönlichen Geschmack ab.
    • Kann man Olivenöl verwenden? Ja natürlich, aber das Olivenöl hat einen Eigengeschmack, den es überträgt und muss unter 150 Grad Celsius gehalten werden. Olivenöl hat einen niedrigeren Rauchpunkt, es brennt also schneller als die meisten anderen Öle.
    • Raps- und andere Pflanzenöle sind eine akzeptable, vor allem günstige Option. Wenn man sich unsicher ist, sind sie eine gute Wahl.
    • Beim Anrühren des Teiges, ungehärtetes Pflanzenfett oder Schmalz verwenden. Das Essen wird dadurch knuspriger und nicht so fettig. Schmalz oder Rinderfett wäre die allererste Wahl.

Frittieren

  1. Den Wok, Topf oder Pfanne mit Öl füllen. Wie viel wird gebraucht? Das hängt davon ab, was frittiert wird, und wie groß der Behälter ist. Eine gute Faustregel ist, das soviel Öl vorhanden sein muss, damit die Lebensmittel wenigstens bis zur Hälfte darin schwimmen. Wenn jedoch genügend Platz und Öl vorhanden ist, dann soweit füllen, dass alles komplett darin schwimmen kann.
    • Wenn die Pfanne flacher ist, nur maximal halbvoll füllen, damit etliche Zentimeter Platz bleiben, weil das Öl unvermeidlicherweise spritzen wird.
  2. Das Öl auf die gewünschte Temperatur vorheizen. Es sollte zwischen 150 und 190 Grad Celsius liegen. Wenn das Rezept keine genaue Temperatur vorgibt, sollte man sich an 160 bis 175 Grad Celsius orientieren. Das entspricht einer mittleren bis höheren Stufe der Herdplatte. Bei niedrigeren Temperaturen wird das Frittiergut nicht richtig knusprig, bei zu hohen Temperaturen würde es außen schon verbrennen, bevor es im Innern richtig gut ist.
    • Wenn kein Thermometer vorhanden ist, und man der Holzlöffelmethode nicht traut, gibt es noch einige andere Methoden. Eine Spitze Mehl brutzelt schön und verbrennt nicht, wenn die richtige Temperatur erreicht ist, Popcorn zeigt die richtige Temperatur ebenfalls gut an. Wenn man das erste Stück der zu frittierenden Lebensmittel einlegt, und es nur kurz einsinkt und dann leicht siedend wieder aufsteigt, ist ebenfalls die richtige Temperatur erreicht. Wenn das Öl zu kalt ist, sinkt das Essen nach unten und bleibt liegen.
      • Ein Thermometer ist natürlich trotzdem am exaktesten. Die anderen Methoden liefern nur Näherungswerte.
  3. Darauf achten, dass die Lebensmittel richtig trocken sind, bevor sie ins Öl kommen. Wasser ins heiße Öl geben, ist wirklich keine gute Idee. Das Öl könnte sofort stark spritzen, oder im schlimmsten Fall überkochen oder sich entzünden. Beim Frittieren wird Wasser aus dem Essen entzogen. Man kann den Prozess unterbinden, wenn der Teig noch etwas feucht ist.Darum vor dem Einlegen wenn nötig etwas trockentupfen.
  4. Die Speisen vorsichtig ins Öl geben, immer nur Stück für Stück. Eine Zange oder eine Korb schützen vor zu starkem Spritzen. Wenn das nicht vorhanden ist, langsam und vorsichtig vorgehen. Lange und große Objekte leicht mit dem unteren Ende ins Öl tauchen und den Rest vom Körper weg zeigend hineintauchen, so dass eventuelle Spritzer in die andere Richtung gehen würden.
    • Viele Anfänger sind etwas ängstlich und lassen das Essen deshalb schon aus größerer Höhe ins Öl fallen. Das ist genau die falsche Idee. Dadurch spritzt das Öl erst recht ganz stark. Man muss das Frittiergut aus so geringer Höhe wie möglich, mehr hineinlegen als fallen lassen. Lange Objekte langsam untertauchen, nur das letzte Ende fallen lassen, wenn schon fast alles im Öl schwimmt.
    • Wenn man alles auf einmal hineinfallen ließe, würde die Öltemperatur zu schnell fallen, darum langsam immer ein Teil nach dem anderen frittieren.
  5. Die Teile im Öl in Bewegung halten und Klumpenbildung vermeiden. Das Öl soll die Lebensmittel an allen Seiten umspülen. Wenn Teile zusammenkleben, bräunen sie nicht gleichmäßig. So immer darauf achten, dass jedes Stück seinen eignen Platz hat um richtig knusprig zu werden.
    • Wegen der gleichmäßigen Temperatur ist es sinnvoll die Stücke in Bewegung zu halten. Die kalten Lebensmittel senken die Öltemperatur an der jeweiligen Stelle schnell ab, das Bewegen schützt davor, dass sich kalte "Taschen" mit Öl bilden.
  6. Warten, aber nicht weglaufen. Einige Speisen brauchen nur 30 Sekunden andere einige Minuten. Wenn man eine ganzes Hähnchen frittieren wollte, dauerte das sicher etwas länger, aber traditionelle übliche Sachen, wie Chickenwings, Donuts und Pommes frites brauchen nicht allzu lange. Um zu prüfen, ob etwas gut ist, kann man z.B.:
    • Einfach nach Form und Farbe schauen. Wenn das Stück goldbraun ist, ist es wahrscheinlich gut, aber besonders bei größeren Fleischteilen sollte man immer auch nachsehen, ob das Stück im Innern durch ist.
    • Ein Fleischthermometer einstechen. Einige dieser Thermometer sind sogar mit den jeweiligen Lebensmitteln beschriftet, so dass man genau sehen kann, wann was gut ist.
    • Einen Zahnstocher hineinstecken. Wenn das Bratgut fühlbar weich ist, ist es wahrscheinlich auch im Innern durch. Einige Sachen müssen jedoch genauer geprüft werden.
    • Probieren. Wenn es gut schmeckt, dann ist es auch gut. Natürlich nur probieren, wenn das absolut ok ist. Lebensmittel wie Eier oder ähnliches müssen komplett durchgegart sein, bevor man probieren kann.
      • Dafür natürlich vorher etwas abkühlen lassen. eine verbrannte Zunge kann nur noch schwer beurteilen, ob das Essen lecker ist.
  7. Vorsichtig die Teile, wenn sie fertig sind, aus dem Öl nehmen und auf ein mit Papierküchentüchern ausgelegtes Tablett legen. Die Schaumkelle kommt jetzt zum Einsatz, aber auch ein großer Löffel oder eine Zange funktioniert. Auf keinen Fall die Finger benutzen!
    • Den Herd sofort abstellen. Fettbrände sind nicht lustig. Wenn der Herd an bliebe könnte das Öl schnell überhitzen und in Brand geraten. Wenn das passiert, auf KEINEN FALL mit Wasser löschen. Das Wasser würde das Feuer explosionsartig verstärken! Ruhe bewahren, am besten den Topf abdecken, um das Feuer zu ersticken (einen passenden gut schließenden Deckel am besten immer neben dem Herd bereitlegen). Wenn das nicht möglich ist, mit Backpulver oder einem Feuerlöscher ersticken. Die Pfanne oder den Topf nicht in die Hand nehmen und damit herumlaufen. Und nochmals: NICHT MIT WASSER LÖSCHEN!

Abtropfen und Reinigen

  1. Vor dem Anrichten das Frittiergut abtropfen lassen, damit überschüssiges Öl entfernt wird. Dafür ist das Tablett mit den Küchentüchern gedacht. Man kann auch alle Stücken auf einem Gitter verteilen, aber die Küchentücher saugen das Öl wesentlich besser auf, als wenn es nur heruntertropfen würde.
    • Darauf achten, dass alle Seiten richtig abgetrocknet sind, damit die Speisen nicht matschig werden. Eventuell noch mal alles abtupfen und herumdrehen, wenn nötig neue Tücher verwenden.
    • Wenn man Angst hat, die Speise könnte zu kalt werden, einfach bei 65 bis 90 Grad Celsius im Backofen warm halten. Das ist besonders angebracht, wenn man noch weitere Zutaten wie Beilagen usw. fertig stellen muss.
  2. Würzen, solange alles noch warm ist. Das hängt nun ganz vom persönlichen Geschmack ab. Salz, Pfeffer, Kümmel, Paprika, Dill, Curry, Knoblauch oder Zitrone? Man kann den Schritt natürlich auch weglassen, wenn die Speisen einen guten Eigengeschmack haben, aber wenn, ist jetzt der richtige Zeitpunkt zum Würzen. Die Gewürze werden von den noch ganz heißen Stücken am besten angenommen.
  3. Das Öl aufheben. Auf keinen Fall in den Ausguss schütten. Der Abfluss kann durch das Öl verstopft werden, da es besonders in der kalten Jahreszeit an den Wänden der Rohre erstarrt und es schadet natürlich der Umwelt. Man kann es lieber fürs nächste Mal aufheben. Das Öl erst etwas abkühlen lassen, dann durch ein Sieb gießen, um die Reste vom Frittieren herauszufiltern. Das kühlere Öl in einen Behälter füllen, oder mit einem Trichter in einen Kanister füllen. Dann sicherheitshalber im Kühlschrank lagern. Man kann das gleiche Öl ohne Probleme mehrmals nacheinander verwenden.
    • Skeptisch? Keine Sorge, man kann genau feststellen, wann das Öl nicht mehr zu gebrauchen ist. Es wird dann dunkelbraun und riecht unangenehm. In diesen Fall im Behälter lassen, und samt dem Behälter in den Abfall werfen.
    • Nie das heiße Öl direkt in eine Kunststoffmülltonne gießen. Immer erst warten, bis das Öl abgekühlt ist, bevor man irgendetwas damit macht.

Rezeptideen

  1. Pommes frites. Eine der bekanntesten Zubereitungen aus der Friteuse, sind Pommes frites. Es ist jedoch gar nicht so einfach, gute Pommes zu machen und die reine Menge stellt schon eine Herausforderung dar. Man kann aber auch Kartoffelchips selber frittieren oder Kartoffelpuffer oder Rösti so zubereiten.
    • Gelangweilt von normalen Pommes, wie wär’s dann mal mit Süßen Fritten?
  2. Einen Truthahn frittieren. Einen Truthahn kann man in lediglich 45 Minuten mal frittieren. Wenn man nach einer echten Herausforderung sucht, gibt’s dazu einen ausführlichen Artikel bei wikihow mit schönen Bildern.
  3. Frittierte Eiscreme. Vielleicht schon mal im Restaurant gelesen. Immer fragt man sich, wie die das wohl machen. Auch das kann man selber versuchen und den absoluten Hit der Party damit bringen.
    • Jede Geschmacksrichtung an Eis und jede Art von Teig kann man verwenden. Also nicht einfach auf Vanilleeis beschränken, es gibt soviel Möglichkeiten.
  4. Gebackener Camembert. Entweder auf klassische Art oder je nach Geschmack raffiniert neu erfunden. Man kann Käsestangen verschiedener Sorten zum Beispiel zu selbstgemachten Mozarellasticks verarbeiten oder mit frittiertem französischem Käse leckere Hors d'oeuvre zaubern. Egal für was man sich entscheidet, frittierter Käse ist einfach lecker.
    • Als Dipp dazu kann man Salsa verwenden, aber Konfitüre z.B. Preiselbeere oder Cranberry ist absolut perfekt.
  5. Frittierte Snickers-Riegel. Ja, es ist Zeit den Cholesterin-Spiegel auszutesten. Von Messen und Jahrmärkten hat man sicher schon davon gehört, aber bis jetzt war das nur ein Mythos. Nun können die Riegel auch zuhause frittiert werden. Also schnell mal am Wochenende eine Party schmeißen. Jeder kann seine Lieblingsriegel mitbringen und mitmachen. Technik ist doch aufregend oder? Oder Kräppelchen mit Kool-Aid Pulver? Frittierte Pizza, Lasagne oder auch Erdbeeren? Und schon ist man in ganz gefährlichen Gewässern. Man kann mit allem experimentieren, was man in die Finger bekommt!

Tipps

  • Die Öltemperatur regelmäßig prüfen, wenn man Speisen hinein gibt oder herausnimmt. Die Hitze dann entsprechend anpassen. Besser noch ist ein Frittierthermometer. Das kann man während der ganzen Zeit im Öl belassen und kann so ständig kontrollieren.
  • Direkt nach dem Herausnehmen würzen, solange alles noch heiß ist.
  • Zum oberen Rand des Topfes immer 8 bis 10 Zentimeter Platz lassen, damit das Öl nicht überkocht, wenn die Speisen hinein gegeben werden.
  • Je mehr Öl verwendet wird, umso konstanter bleibt auch die Temperatur. Es dauert dann aber auch umso länger, um das Öl aufzuheizen oder wieder abzukühlen.
  • Wenn man das Öl mit einem Schaumlöffel reinigen möchte, in einer Richtung durchwirbeln. Dann den Löffel oder das Sieb in der anderen Richtung durchziehen.
  • Zum gleichmäßigen Frittieren sollten die Stücke der Speisen alle ungefähr die gleiche Größe haben.

Warnungen

  • Beim Füllen des Frittierbehälters immer das Volumen der Speisen mitberechnen. Wenn die Stücke beim Einlegen soviel Öl verdrängen würden, dass es überschwappt, könnte es sich auf der Herdplatte sofort entzünden, oder man könnte sich schwer verbrennen.
  • Öl und Speisen sind sehr heiß. Je nach verwendetem Öl könnte es in einfachen ungeeigneten Pfannen explodieren, wenn die Temperatur zu hoch wird. Also nur geeignete Materialien verwenden und ein Thermometer kaufen.
  • Niemals kaltes Wasser oder Eis ins Öl gießen oder fallen lassen. Das Öl könnte sofort stark spritzen oder sich entzünden.
  • Keine Kunststoff oder Gummiwerkzeuge im Öl verwenden.
  • Das spritzende Öl kann Verbrennungen verursachen. Darum die Speisen immer vorsichtig langsam mit einem langen Löffel oder einer Schaumkelle einlegen und die Arme bedecken. Öl hinterlässt auch Flecken auf Kleidung.
  • Metallobjekte können auch sehr heiß werden.
  • Auf keinen Fall das Essen zum Abtropfen auf eine Zeitung legen. Die Tinte in der Zeitung ist giftig und würde herausgelöst werden. Das ist auch gesetzlich verboten.
  • Brennbare Objekte aus dem Bereich, in dem frittiert wird, entfernen.
  • Den Topf nicht überfüllen. Das Essen würde nicht richtig frittieren.

Was du brauchst

  • Öl (Erdnuss, Soja, Traubenkern, Sonnenblume, Pflanzenöl, Rapsöl)
  • Geeigneter Frittierbehälter(Dutch Oven, Stabiler Kochtopf, Pfanne mit hohem Rand, Wok)
  • Frittier- oder Zuckerthermometer(empfohlen)
  • Papierküchentücher oder Tropfgitter
  • Gewürze nach Geschmack, z.B. Salz und Pfeffer
  • Eine Schaumkelle(optional)
  • Frittierkorb(optional)
  • Holzlöffel(optional)
Теги:
Information
Users of Guests are not allowed to comment this publication.
ТОП