Lernen nein zu sagen

Опубликовал Admin
22-02-2019, 09:00
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Viele Leute haben Schwierigkeiten damit, "nein" zu sagen. Wenn jemand dich um einen Gefallen oder eine Zusage bittet, fühlst du dich vielleicht gezwungen, "ja" zu sagen. Denke daran, nur weil du etwas tun kannst, bedeutet es noch lange nicht, dass es nötig ist. Arbeite daran, die besten Möglichkeiten herauszufinden, wie du "nein" sagen kannst. Denke über Dinge wie deine persönlichen Grenzen und die vorliegende Situation nach. Wenn du "nein" sagst, tu dies auf höfliche Weise, die deine Grenzen klar macht. Arbeite daran, ein schlechtes Gewissen oder ein Gefühl der Schuld zu vermeiden, wenn du "nein" gesagt hast. Verstehe, dass du jederzeit das Recht hast, eine Einladung oder einen Gefallen abzulehnen. Es ist okay, dich und deine geistige Gesundheit zu einer Priorität zu machen.

Denke darüber nach, wie du "nein" sagst

  1. Gib dir die Erlaubnis, "nein" zu sagen. Viele Leute sagen reflexartig "ja", wenn sie gebeten werden, jemandem einen Gefallen zu tun. Denke daran, dass es nicht erforderlich ist, "ja" zu sagen. Tatsächlich ist es okay, manchmal "nein" zu sagen. Akzeptiere dies, während du dich darauf vorbereitest, "nein" zu jemandem zu sagen. Dies wird dir helfen, mit Leichtigkeit "nein" zu sagen.
    • Wenn du niemals "nein" sagst, kann dies negative Auswirkungen haben. Jemand verlässt sich vielleicht zu sehr auf deine Gefallen. Außerdem kannst du in einem Burnout landen und die Konzentration verlieren.
    • Wenn du zu oft "nein" sagst, entgehen dir möglicherweise Dinge, die vielleicht gut für dich sind. Wenn du dich zu sehr engagierst, Dinge zu tun, die du nicht tun willst, wird dir nicht viel Zeit für dich selbst übrig bleiben.
    • Nimm dir Zeit für die Dinge, die du wirklich gern tust, statt reflexartig "ja" zu sagen. Nehmen wir an, du hast einem Freund zugesagt, ihm das ganze Wochenende beim Umzug zu helfen, dann musst du vielleicht eine Einladung zu einem Wanderausflug am Wochenende mit einer anderen Gruppe Freunden ablehnen.
  2. Setze deine persönlichen Grenzen. Es ist immer einfacher, "nein" zu sagen, wenn du einen Grund hast. Dieser Grund muss jedoch nicht konkret sein. Viele Leute denken, wenn sie etwas tun können, dann sollten sie es tun. Dein Grund, "nein" zu sagen, kann einfach eine Sache deiner eigenen Grenzen sein. Denke über deine Grenzen nach und begrüße den Umstand, dass du ihnen treu bleiben kannst.
    • Erwäge, was du aus vernünftiger Sicht tun kannst, und was du tatsächlich gerne tust. Du kannst zu Dingen, die dir Energie abziehen oder dich ablenken, "nein" sagen. Du kannst bestimmte Grenzen setzen in Bezug auf die Dinge, denen du zustimmst und nicht zustimmst.
    • Vielleicht weißt du es z. B. zu schätzen, alleine zu sein. Du kannst eine Grenze setzen, dass du nicht zwei Abende am Wochenende ausgehst. Du kannst diese Grenze als Grund nutzen, um "nein" zu sagen. Z. B. "Ich würde sehr gerne am Samstag mit dir ausgehen, aber ich habe am Freitag Pläne. Ich gehe nie an zwei Abenden in Folge aus, weil ich zu müde werde."
    • Du kannst auch Grenzen in Bezug auf persönliche Verpflichtungen setzen. Z. B. kannst du eine Regel etablieren, dass du nur an zwei wohltätigen Veranstaltungen im Monat als Freiwilliger arbeitest, wenn dies entsprechend deinem Terminkalender vernünftig ist.
  3. Sei dir potenzieller Überzeugungstechniken bewusst. Menschen sehen ein "Nein" oft nicht als Antwort an. Wenn du zu jemandem "nein" sagst, wendet er vielleicht Überzeugungstechniken an, um zu versuchen, dich umzustimmen. Sei dir solcher möglicher Techniken bewusst, so dass du eine bestimmte Absage anbringen kannst.
    • Manche Leute versuchen vielleicht, dir ein schlechtes Gewissen einzureden, damit du ihnen einen "geschuldeten" Gefallen machst. Vergiss nicht, nur weil jemand dir einen Gefallen getan hat, bedeutet dies nicht, dass du ihnen einen schuldig bist. Freunde führen keine Punkteliste.
    • Manche Leute fragen vielleicht auch zweimal. Wenn du zu einer Sache "nein" sagst, versuchen sie vielleicht, dich zu einer kleineren Verpflichtung oder einem kleineren Gefallen zu bringen. Bleibe fest. Bleibe bei deinem "Nein".
    • Jemand versucht vielleicht auch, dich dazu zu bringen, etwas zu tun, indem er dich mit anderen vergleicht. Vielleicht sagt er, dass eine andere Person zugesagt hat zu helfen. Du bist keine andere Person. Du musst nichts tun, nur weil jemand anderes es getan hat.
  4. Übe "nein" zu sagen. Es mag albern klingen, aber du kannst tatsächlich alleine üben, "nein" zu sagen. Stelle dich vor einen Spiegel und sieh dich an. Übe, ein festes "Nein" zu jemandem zu sagen, damit du dich an die Worte gewöhnst. Viele Leute sind nervös, wenn sie eigentlich "nein" sagen wollen, und sagen aus Angst vielleicht "ja". Übung kann helfen, einen Teil dieser Angst zu bezwingen.

"Nein" sagen

  1. Bitte um mehr Zeit, bevor du zusagst. Deine reflexartige Reaktion auf die Bitte um einen Gefallen ist vielleicht, "ja" zu sagen. Mache es dir zur Gewohnheit, nicht immer automatisch mit "ja" zu antworten. Wenn du gebeten wirst, etwas zu tun, antworte stattdessen mit "Ich werde darüber nachdenken" oder "Kann ich diesbezüglich auf dich zurückkommen? Ich würde gerne, aber vielleicht habe ich etwas geplant".
    • Wenn du "Ich werde darüber nachdenken sagst", lässt dich die Person normalerweise in Ruhe. So bekommst du Zeit, wirklich über deine Antwort nachzudenken.
    • Nachdem du zugestimmt hast, über etwas nachzudenken, kannst du später entscheiden, ob du zustimmst oder nicht. Wenn du dich gegen etwas entscheidest, kannst du später immer noch ein festes "Nein" geben.
    • Wenn dich z. B. ein Freund bittet, über die Feiertage auf ihre Katze aufzupassen, sage "Ich muss in meinen Terminkalender schauen. Lass mich darüber nachdenken".
  2. Beginne mit einem Kompliment oder Dankbarkeit. Während du bestimmt sein solltest, wenn du "nein" sagst, wirst du dich auch besser fühlen, wenn du höflich bist. Wenn du jemanden enttäuschst, mildere es ab, indem du mit einem Kompliment beginnst. Drücke deine Dankbarkeit aus, dass du gefragt oder eingeladen wurdest.
    • Z. B. "Ich freue mich, dass du dich wohl damit fühlst, mich zu fragen, ob ich auf Bella aufpassen kann. Zu wissen, dass du mir deine Katze anvertraust, bedeutet mir viel, weil ich weiß, wie wichtig sie dir ist."
  3. Gib ein klares "Nein". Nach der anfänglichen Freundlichkeit kannst du "nein" sagen. Sei hier bestimmt. Du solltest klarmachen, dass es sich um ein bestimmtes "Nein" handelt, so dass die andere Person keinen Druck ausübt oder dich noch einmal fragt.
    • Z. B. "Ich habe dieses Wochenende wirklich keine Zeit, um immer zu deinem Haus zu fahren. Ich habe bereits eine Menge Pläne mit meiner Familie."
  4. Danke der Person und ermutige sie. Beende das Gespräch auf gute Weise. Du kannst bestimmt sein, ohne gleichzeitig grob oder aggressiv zu sein. Danke der Person dafür, dass sie an dich gedacht hat, und wünsche ihr viel Erfolg.
    • Z. B. "Noch einmal, ich freue mich, dass du mir in Bezug auf Bella vertraust. Viel Erfolg beim Finden von jemand anderem, der auf sie aufpasst."

Schuld vermeiden

  1. Erforsche deine Gründe, aus denen du ein "Nein" vermeidest. Wenn du lernen musst, "nein" zu sagen, vermeidest du es vielleicht aus Gewohnheit. Denke über zugrundeliegende Gewohnheiten nach, aus denen du dich vielleicht nicht wohl damit fühlst, jemanden zu enttäuschen. Dies kann dir helfen zu erkennen, dass deine Unfähigkeit, "nein" zu sagen, vielleicht irrational ist.
    • Vielleicht bist du von Natur aus ein "Ja-Sager". Vielleicht möchtest du andere nicht verärgern.
    • Vielleicht möchtest du auch eine Konfrontation vermeiden. Selbst eine kleine Konfrontation ist vielleicht stressig für dich.
    • Vielleicht machst du dir auch Sorgen, Leute wütend zu machen. Vielleicht hast du das irrationale Gefühl, dass Menschen dich nicht mögen, wenn du "nein" sagst.
  2. Denke daran, dass du keinen Grund brauchst, um "nein" zu sagen. Manche Leute haben das Gefühl, dass sie einen guten Grund angeben müssen, um "nein" zu sagen, aber dies ist nicht der Fall. Wenn du etwas nicht tun möchtest, dann musst du es nicht tun. Erinnere dich in Situationen, in denen du keinen Grund finden kannst, um "nein" zu sagen, daran.
    • Wenn dich z. B. ein Freund einlädt, mit ihm zu einem Konzert zu gehen, und du einfach keine Live-Musik magst, dann sage es. Sage "Nein, danke. Ich bin kein Fan von Live-Musik, daher werde ich dies ausschlagen".
    • Oder wenn dich jemand an einem Abend einlädt, an dem du keine Lust hast, irgendwohin zu gehen, sage "Weißt du, ich habe wirklich keine Lust, heute Abend auszugehen, vielleicht ein anderes Mal".
  3. Akzeptiere, dass Grenzen persönlich und subjektiv sind. Du musst deine eigenen Grenzen begrüßen, um "nein" sagen zu lernen. Grenzen sind persönlich und üblicherweise subjektiv. Es ist okay, wenn deine Grenzen sich von denen anderer Personen unterscheiden. Fühle dich mit deinen eigenen Grenzen wohl und erlaube dir, sie zu bewahren.
    • Grenzen sind ein Schutz dessen, wer du bist. Daher gibt es keinen innewohnenden Wert in Grenzen. Deine Grenzen sind nicht besser oder schlechter als die anderer.
    • Vergleiche deine Grenzen nie mit denen anderer. Vielleicht fühlst du dich schuldig, weil ein Kollege mehr darauf aus ist, für berufliche Parties in laute Bars zu gehen. Dies liegt für dich einfach außerhalb deiner Grenzen.
    • Dein Kollege ist vielleicht extravertierter oder weniger schüchtern als du. Das ist okay. Es ist okay, wenn du zu solchen Veranstaltungen "nein" sagst, da sie deine persönlichen Grenzen überschreiten, selbst wenn andere Leute es nicht tun.
  4. Sieh nicht zurück, nachdem du eine Antwort gegeben hast. Wenn du dazu neigst, über Entscheidungen nachzusinnen, kann dies das "nein" Sagen erschweren. Nachdem du "nein" gesagt hast, akzeptiere deine Entscheidung und mache weiter.
    • Konzentriere dich darauf, wie gut du dich fühlst. Wenn du zu etwas "nein" sagst, das dir möglicherweise Energie entzieht oder das stressig für dich ist, solltest du dich erleichtert fühlen.
    • Stelle deine positiven Gefühle in Bezug auf das "nein"-Sagen an erste Stelle. Schiebe Schuldgefühle möglichst weg.
  5. Verstehe, dass das "nein"-Sagen dir helfen kann, Missstimmungen zu vermeiden. Wenn du zu oft "ja" sagst, könnte dies zu Missgunst führen. Wenn du von Natur aus ein Ja-Sager bist, sagst du vielleicht öfter "ja" als gesund ist. Wenn du z. B. jedes Mal zustimmst, einem Freund zu helfen, wenn er einen Gefallen braucht, baut sich vielleicht Missstimmung diesem Freund gegenüber auf. Während du dich vielleicht vorübergehend schuldig fühlst, weil du "nein" gesagt hast, ist es besser, mit diesem momentanen Gefühl umzugehen, als zu riskieren, eine wertvolle Beziehung zu ruinieren.
  6. Arbeite daran, deinen Selbstwert aufzubauen. Ein Teil der Gründe, warum es Menschen schwer fällt, "nein" zu sagen, ist, weil sie nicht das Gefühl haben, dass ihre Wünsche und Bedürfnisse genauso wichtig sind wie die anderer. Um ein Gefühl der Schuld zu vermeiden, weil du "nein" sagst, baue möglichst dein Selbstwertgefühl auf. Dies sind Strategien, die du ausprobieren könntest:
    • Schreibe eine Liste mit deinen Stärken.
    • Führe positive Selbstgespräche, um dich zu ermutigen.
    • Erforsche deine Interessen und nimm dir Zeit für dich selbst.
    • Vergleiche dich möglichst nicht mit anderen Menschen.
    • Setze dir realistische Ziele.
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