Einen Abschiedsbrief schreiben

Опубликовал Admin
28-02-2019, 16:00
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„Tschüss! Bis dann! Wir sind an einer Weggabelung angelangt und ich habe mich für einen anderen Weg entschieden.“ Ja, es ist an der Zeit, dass eure Wege sich trennen und du willst klarstellen, warum dies so ist und außerdem willst du es ohne den emotionalen Austausch von Sichtweisen in einem Gespräch erledigen. Was also tun? Schreibe einen Abschiedsbrief! Dieser Artikel wird dir einige gute Tipps liefern, wie du das am besten anstellst.

Die Quick-n-Dirty-Lösung

  1. Sei direkt. Schließlich geht es um einen Abschied. Warum sollte man es also noch komplizierter machen, als es schon ist. Braucht dein Chef wirklich einen Aufsatz darüber, was er alles falsch oder richtig gemacht hat? Muss dein zukünftiger Ex wirklich wissen, wie du dich aufgrund der Sache fühlst, die er getan und die dich beinahe wahnsinnig gemacht hat? Nein.
  2. An den Chef. Vermeide es, zu freundlich oder informell zu sein, du bist hier nicht beim Kaffeeklatsch. Sei einfach sachlich, direkt und professionell. Wenn es Probleme gibt, dann weiß dein Chef darüber schon Bescheid. Wenn dein Chef darüber ahnungslos sein sollte, dann ist jetzt nicht der Zeitpunkt, um ihn darüber aufzuklären.
    • „Sehr geehrter Herr Müller, hiermit kündige ich meinen Vertrag bei XY fristlos. Sie können mich unter der unten angegebenen Adresse erreichen, wenn dies von Nöten sein sollte. Mit freundlichen Grüße, Petra Meier.“
  3. An den Kollegen. In diesem Fall ist es in Ordnung, freundlich zu sein – vielleicht handelt es sich hier ja um jemanden, mit dem du gut klarkommst. (Würdest du dir die Mühe machen, einem Kollegen zu schreiben, mit dem du nicht gut ausgekommen bist? Wahrscheinlich nicht).
    • „Klaus, es war toll mit dir zu arbeiten – wir waren ein tolles Team! Ich hoffe, dass der alte Müller dich auf meine Stelle befördert. Du hast ja meine Nummer, wenn du Hilfe brauchen solltest. Ruf mich an. Liebe Grüße, Petra.“
  4. An die Flamme. Sei respektvoll, sei einfühlsam, vermeide aber liebende Worte. Sie werden entweder unaufrichtig oder, noch schlimmer, zynisch klingen. Beende es so, wie du in Erinnerung bleiben möchtest.
    • „Hallo Melanie. Ich habe unsere gemeinsame Zeit wirklich genossen, aber es ist nun Zeit für uns, nach vorn zu sehen. Ich wünsche dir nur das Beste und ich weiß, dass du jemanden treffen wirst, der deine Giftschlangenzucht toll finden wird. Dein Peter.“

Die nachdenkliche Reminiszenz

  1. Sage, was dir durch den Kopf geht. Es wird Momente geben, in denen ein simples „bis dann“ nicht die Art ist, wie du die Dinge beenden willst. In diesen Fällen wirst du den anderen nicht nur wissen lassen wollen, dass du sein Leben verlässt, sondern auch warum und was du über die Zeit, die ihr zusammen verbracht habt, denkst.
  2. Bedenke, an wen du den Brief adressieren wirst. Dies wird den Grundtenor dessen bestimmen, was du sagen willst und wie du es am besten sagst.
    • Der Abschiedsbrief an einen Geliebten wird sich in Inhalt und Ton beispielsweise dramatisch von einem Brief an Eltern oder Geschwister unterscheiden.
  3. Entscheide dich für eine Stimmung, die du in dem Brief vermitteln willst. Sagst du dem Empfänger des Briefes auf freundliche Weise Lebe wohl, oder wird dies deine letze Rache sein? Dies ist eine ernsthafte Angelegenheit, die du dir überlegen solltest, bevor du irgendetwas anfängst zu schreiben. Ein schlecht geschriebener Abschiedsbrief kann nicht nur für den Empfänger, sondern auch für den Autor verwirrend sein.
    • Wenn du deinen Job kündigst, dann bleibe freundlich und professionell, egal ob dem Chef, oder den Kollegen gegenüber.
    • Wenn du wirklichen Freunden Lebe wohl sagst, dann kann es sein, dass es keine endgültige Verabschiedung ist. Behalte einen fröhlichen und optimistischen Ton und sprich mit ihnen darüber, wenn ihr euch wiederseht.
    • Verabschiedest du dich von einer Liebschaft, dann sei ehrlich und denke daran, dass auch wenn sich die Dinge geändert haben mögen, ihr euch einmal nahe standet. Schüre keine falsche Hoffnung, unterlasse aber auch boshafte Schuldzuweisungen.

Das Schreiben des Briefes

  1. Wähle ein Medium. Soll es ein handschriftlicher Brief werden, eine Mail oder eine Kurznachricht? Wenn du dich dazu entscheiden solltest, deinen Abschiedsbrief traditionell auf Papier zu schreiben, dann investiere ein Paar Euro in klassisches Briefpapier, das dem Brief einen eleganten und gedankenvollen Touch gibt.
    • Eine Kurznachricht zu schicken ist das wahrscheinlich unfreundlichste Medium, das du wählen kannst. In manchen Fällen ist dies absolut perfekt.
  2. Erstelle einen Entwurf. Entgegen der dramatischen Szenen in Filmen, sollte das Schreiben eines Briefes etwas mehr Mühe machen, als tränenüberströmt oder verärgert Wörter auf das Papier zu kritzeln. Ein Entwurf ist ein tolles Mittel, um deine Gedanken klarzustellen und genau zu organisieren, was du sagen willst, bevor du beginnst zu schreiben. Das letzte, das du möchtest, ist etwas Wichtiges zu vergessen oder ziellos umherzuschweifen.
  3. Beginne zu schreiben. Es macht nichts, wenn du mehrere Anläufe benötigst; das benötigen die am besten durchdachten Briefe oft. Nimm dir die Zeit, den Brief zu perfektionieren, da es sich hierbei um die letzte Kommunikation mit seinem Empfänger handeln könnte, die du jemals haben wirst. Nimm dir auch die Zeit und gib dir Mühe, ordentlich und leserlich zu schreiben und achte auf die Rechtschreibung. Dies verändert zwar nicht den Inhalt des Briefes, es wird aber mit Sicherheit den letzten Eindruck, den du auf den Empfänger hinterlässt, beeinflussen.
  4. Mach eine Pause und lies den Brief dann noch einmal durch. Lass ihn auf dich wirken, bevor du den Brief in den Umschlag steckst oder auf den „Senden-Knopf“ drückst. Wenn alles nicht mehr frisch in deinen Gedanken ist, wirst du viel leichter Fehler korrigieren können, ob es sich dabei um einfache Rechtschreibe- und Grammatikfehler handelt, oder den Ton und Inhalt deines Briefes betrifft. Auch einen Freund, dem du vertraust, über den Brief schauen zu lassen, kann sehr hilfreich sein.
  5. Verziere deinen Umschlag. Deiner letzten Korrespondenz ein Paar Schnörkel zu verleihen kann ein gedankenvoller und stilvoller Weg sein, um Lebe wohl zu sagen.
    • Für das Lebe wohl an Kollegen kann deine neue Visitenkarte ein netter Ansatz sein
    • Für Freunde und Familie ist eine spezielle Fotografie von dir oder einer gemeinsamen Erinnerung eine nette Zugaben.
    • Wenn es sich um einen Abschiedsbrief an eine Liebschaft handelt, können Andenken an eure Liebe rührend sein.
  6. Versiegle den Umschlag. Wenn du völlig zufrieden mit dem von dir Geschriebenen bist, den Brief nochmals gelesen und überarbeitet hast, dann falte ihn sorgfältig und stecke ihn mit den Bildern, Karten oder anderen Erinnerungen in den Umschlag. Klebe ihn zu und eine Marke auf ihn und wirf ihn in den Briefkasten oder drücke auf „Senden“.

Tipps

  • Wenn du einen handschriftlichen Brief planst, dann ziehe es in Erwägung, einen Füller an Stelle eines Kugelschreibers zu verwenden. Das Ergebnis wird um einiges eleganter sein.
  • Wenn es sich um einen Brief an eine Liebschaft handelt, dann träufle etwas deines Parfums oder Eau de Cologne auf den Brief. Ein letzter Hauch deines persönlichen Duftes kann dich für immer in ihren Gedanken einschließen.

Warnungen

  • Denke daran, dass auch wenn du ein endgültiges Lebewohl beabsichtigst, der Zufall uns oft ein Schnippchen schlägt. Füge nichts an, für das du dich in der Zukunft schämen könntest. Ein Abschiedsbrief ist kein angebrachter Zeitpunkt, um deinem Freund mitzuteilen, dass er abscheulich stinkende Füße hat, denn es besteht immer die Möglichkeit, dass du ihm zufällig begegnest oder dich in der Zukunft wieder mit ihm triffst.
  • Auch wenn du einen boshaften Brief verschickst, dann denke dennoch daran, dabei eine anständige Person zu bleiben. Sinke nicht zu tief und bringe keine degradierenden Beleidingen an, sonst riskierst du es, unreif zu wirken.
  • Denke daran, dass alles, was du schreibst, einem Dritten gezeigt werden könnte. Schreibe nichts, wobei du dich nicht wohlfühlen würdest, wenn es anderen gezeigt werden würde. Wenn du den Brief einmal verschickt hast, dann obliegt es dem Empfänger, damit zu tun und zu lassen, was auch immer er möchte.
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