Ein Vivarium einrichten

Опубликовал Admin
29-09-2019, 16:00
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Vivarien sind (meist tropische) Gehege, in denen lebende Pflanzen und Tiere gehalten werden. Paludarien verfügen ebenfalls über einen Wasserbereich mit lebenden Wassertieren. Da Tiere und Pflanzen oft unterschiedliche Bedingungen zum Überleben brauchen, ist es eine Kunst, einen nachhaltigen Lebensraum für beide zu kreieren.

Vorgehensweise

  1. Entscheide dich, welche Tiere und Pflanzen du halten möchtest.
    • Finde heraus, ob die Grundanforderungen die Tier- und Pflanzenarten inkompatibel zueinander machen („Beispielsweise Frösche die hohe Luftfeuchtigkeit und Kakteen die sehr niedrige Luftfeuchtigkeit benötigen.“)
  2. Kaufe ein Aquarium oder Terrarium in angemessener Größe. Denk daran, Tiere wollen sich bewegen und Pflanzen brauchen Platz zum Wachsen.
    • Ein Aquarium ist meist eine Glaskiste, die nur nach oben hin geöffnet ist. Die Terrarien hingegen verfügen über Klapp- oder Schiebetüren an den vertikalen Seiten, um einen besseren Zugriff auf das Innenleben zu haben.
    • Natürlich kannst du auch dein eigenes Gehege bauen. Dies kann man aus Glas und Silikon, Holz und Epoxid oder auf viele andere Arten gestalten.
    • Passen Feuchtigkeit und Temperatur in deinem Lebensraum zusammen, dann kannst du das Substrat für die Pflanzen auf jeder Ebene mit einem Saugschlau bewässern, der mit einem Aquarium verbunden ist. Diese Einrichtung kann angehoben, abgesunken oder ausgetauscht werden, je nach Wurzelwachstum, Substrattiefe und hydrophilen Eigenschaften des Substrats. Wenn die Pflanzen vorher eingetopft waren, solltest du die Wurzeln gründlich mit Wasser abspülen, um giftige Düngemittel im Vivarium unbedingt zu vermeiden.
  3. Bei einem geheizten oder tropischen Vivarium, arbeite mit einem doppelten Boden. Wüsten-Vivarien benötigen keinen doppelten Boden, da sie kaum bewässert werden müssen.
    • A Im doppelten Boden kann sich das überschüssige Wasser ansammeln, ohne die Pflanzenwurzeln zu ertränken. Die zwei bekanntesten Varianten sind der gefüllte doppelte Boden und der offene doppelte Boden.
    • Ein gefüllter doppelter Boden ist eine 3 - 4 cm Schicht aus Kies oder Leca, mit einer Auflage, die den Schmutz davon abhält einzudringen.
    • Ein offener doppelter Boden besteht aus einem Teil Eierkarton, der von PVC gestützt wird und ebenso mit einer Auflage geschützt wird.
    • Beide Varianten funktionieren gut und haben beide ihre Vor- und Nachteile.
  4. Den Hintergrund und die Dekoration einsetzen.
    • Die Sachen kannst du mit Silikon oder Heißkleber befestigen; es ist jedoch äußerst wichtig, dass er getrocknete Klebstoff neutral ist und das Vivarium nicht mit gefährlichen Chemikalien verseucht.
    • Zu den möglichen Hintergründen und dem Interior zählen: Holz, Kork, Rinde, Steine, beschichtete Schaumstoffplatten, Dekorartikel und viele andere Zierstücke. Alles im Vivarium sollte sauber und nicht toxisch sein. In der Natur gesammelte Stücke sollten gründlich gereinigt werden, bevor sie ins Vivarium gelegt werden.
  5. Einen Deckel anbringen.
    • Ein Gitterdeckel verhindert meist eine hohe Luftfeuchtigkeit im Vivarium, da sich die Luft an die Raumluftfeuchte anpasst; der gebräuchlichere Glasdeckel (90-95% Glas, 10-5% Gitter) ermöglicht eine weitaus höhere Luftfeuchtigkeit. Normales Glas und die Gitterdeckel blocken jedoch meist das UV-Licht ab, weshalb im Inneren des Vivariums ein UV-Licht installiert werden sollte.
  6. Eine Lampe installieren.
    • Pflanzen brauchen eine Vollspektrum-Lampe mit einer Farbtemperatur zwischen 5000 - 7000 K für das ideale Wachstum. Die „normalen“ Lampen für zu Hause liegen meist weit unter 5000K. ,Blauere‘ Birnen haben dagegen einen deutlich höheren Wert.
  7. Ausstattung anbringen.
    • Zur richtigen Ausstattung gehören ein Thermometer, ein Hydrometer, eine Tankheizung, Pumpen, Filter, etc.
  8. Substrat einfüllen.
    • In den Zoogeschäften gibt es verschiedenste Substrate für Vivarien. Am besten verwendet man diese, anstatt draußen selbst etwas zusammen zustellen. Pflanzen und auch Tiere werden bestimmte Untergründe bevorzugen (informiere dich gut!).
    • In einem Tropenvivarium könnten gut Böden aus Torf, Tannenrinde und schwarzer Erde mit einer Schicht aus Torfmoos darüber und einer anschließenden Schicht Blätter.
    • In einem Wüstenvivarium besteht der Boden meist einfach aus Sand, vielleicht mit etwas Kies hier und dort.
  9. Gib entchlortes Wasser hinzu.
    • In tropischen Vivarien sollte man beinahe das ganze Vivarium befeuchten, jedoch sollte keine Stelle zu nass sein.
    • Ein Wüstenvivarium kommt hingegen mit einer Wasserstelle aus.
  10. Die Pflanzen einsetzen. Lasse den Pflanzen Raum zum Wachsen und sich ausbreiten.
    • Denke immer daran, jede Pflanze hat andere Anforderungen; manche benötigen Bodenfeuchte, andere regelmäßiges Gießen und bestimmte Lichtstufen.
  11. Schalte dein Vivarium ein und lass es sich für 24 Stunden oder sogar Wochen ,stabilisieren‘.
    • So kannst du die Gesundheit deiner Pflanzen beobachten und die Funktionalität deiner gewählten Einrichtung prüfen, ohne die zukünftigen Tiere zu stören.
    • Besonders wichtig ist dies bei Vivarien mit Wasserbereich.
  12. Stelle deine neu erworbenen Tiere unter Quarantäne, um deren Gesundheitszustand abzuwägen.
    • Dieser Schritt ist wichtig, um nicht ein Vivarium zu verseuchen, dass du mit Mühe und Zeit eingerichtet hast. Für die Quarantänezeit sind vier Wochen empfehlenswert.
  13. Setze deine gesunden Tiere ins Vivarium und beobachte, wie sie sich in ihrer neuen Umgebung einfinden.
  14. Lehne dich zurück und genieße dein Stück Natur im Wohnzimmer.

Tipps

  • Die Einrichtung deines Vivariums optimierst du am besten, während noch keine Tiere darin leben. So ersparst du ihnen viel Stress. Pflanzen sind meistens weitaus härter im nehmen und überleben eine falsche Platzierung auch einmal ohne größeren Schaden.
  • Für das ideale Wachstum solltest du mindestens zwei lange fluoreszierende Leuchten über dem Vivarium anbringen.Diese Art der Beleuchtung ist meist die günstigste und sehr einfach auszuwechseln.
  • Wenn du eine Pumpe im doppelten Boden installierst, kannst du in deinem Vivarium einen Wasserfall oder kleinen Bachlauf entstehen lassen. Mit der Pumpe wird das Wasser aus dem Boden über seine vorgefertigte Laufspur gepumpt und fällt anschließend zurück in den Boden. Die Pumpe sowie alle andere Ausstattung sollten jedoch einfach zugänglich sein, ohne das halbe Vivarium auseinander nehmen zu müssen.
  • Recherchiere im Voraus gründlich über deine Wunschtiere und -pflanzen, damit diese auch zueinander passen.
  • Terrarien mit Schiebe- oder Klapptüren vereinfachen die Pflege, sind jedoch auch kostspieliger als ein klassisches Aquarium.
  • Eine stille Wasserstelle kann in Form eines kleinen Pools integriert werden.
  • Verwende auf keinen Fall Leitungswasser, das nicht entchlort wurde, es sei denn deine Tierart braucht dieses spezielle Wasser. Den meisten Pflanzen tut es nicht sehr gut und den Tieren kann es schaden.
  • Alle Pflanzen haben ihre eigenen Anforderungen und Bedürfnisse. Viele mögen keine zu feuchten Böden und die meisten temperierten Pflanzen brauchen eine Kühlphase zur Erholung. Andere Pflanzen fangen an zu faulen, wenn sie zu viel Feuchtigkeit oder Wasser auf ihre Blätter bekommen und andere trocknen aus, wenn die Luftfeuchtigkeit unter 50% liegt. Recherchieren, recherchieren, recherchieren!
  • Das von dir verwendete Substrat kann die Feuchtigkeit ebenso kontrollieren. Torfmoss beispielsweise nimmt einiges an Wasser auf und gibt ein bisschen davon ab. Daher sind besondere Mixturen und Schichten so hilfreich!
  • Ein doppelter Boden aus Kies ist weitaus schwerer als ein offener doppelter Boden aus Eierkarton.
  • Die Tiere in Quarantäne zu halten ist äußerst wichtig und kann dir sehr viel Kopfzerbrechen ersparen. Denn wenn dein neues Tier stirbt, nachdem du es direkt ins Vivarium gesetzt hast, wirst du dich immer fragen, ob es an der Gesundheit des Tieres oder am Vivarium lag. Ein wissentlich gesundes Tier wird sich viel schneller an eine neue Umgebung gewöhnen und du kannst eine Möglichkeit kategorisch ausschließen.

Warnungen

  • Wasche dir immer die Hände, bevor du am Vivarium arbeitest. Das dient sowohl zu deinem, als auch zum Schutz der Tiere.
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