Hot Spots bei Hunden behandeln

Опубликовал Admin
29-06-2017, 11:00
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Ein Hot Spot oder „akut nässende Dermatitis“ wie Tierärzte sagen ist ein schmerzhafter und entzündeter Bereich der Haut, aus dem oft Ausfluss kommt und der schlecht riecht. Hot Spots entstehen durch allergische Reaktionen auf bakterielle Hautinfektionen, die durch eine Läsion oder Wunde verursacht werden. Rissige Haut, Läsionen und Wunden können verschiedene Ursachen haben, darunter Flohbisse, Kratzer, Schürf- oder Schnittwunden, Probleme mit den Analdrüsen und zugrundeliegende Allergien. Hunden kratzen rissige Haut und Wunden oft so stark, dass sich feuchter Schorf auf dem Fell bildet. Hot Spots sind für den Hund sehr schmerzhaft und können schnell sehr groß werden. Es ist wichtig, dass du schnell für die richtige Behandlung sorgst, wenn du einen Hot Spot an deinem Hund entdeckst.

Hot Spots erkennen

  1. Beobachte deinen Hund. Achte darauf, ob er einen bestimmten Bereich ständig kratzt oder ableckt. Dies deutet normalerweise darauf hin, dass etwas mit seiner Haut nicht stimmt.
  2. Teile und untersuche das Fell deines Hundes. Schau dir den Bereich genauer an. Hot Spots kann man oft schlecht mit dem bloßen Auge sehen, da sie unter dem Fell des Hundes liegen. Normalerweise sind die Hot Spots schon weit entwickelt und verbreiten sich schnell, wenn man sie entdeckt.
  3. Stell sicher, dass du es mit einem Hot Spot zu tun hast. Hot Spots sind rote, feuchte, heiße und gereizte Ausschläge. Weitere Erkennungsmerkmale von Hot Spots sind Ausfluss und unangenehmer Geruch.
    • Hot Spots befinden sich meistens im Bereich des Kopfes, der Hüfte oder der Brust.
    • Meistens sind Hunde mit langem und dickem Fell betroffen.
    • Häufig betroffen sind zudem Hunde, deren Fell nicht regelmäßig gepflegt wird und die verfilztes Fell haben sowie Hunde, die viel schwimmen oder oft im Regen sind.
    • Hunde mit Hüftdysplasie oder Problemen mit dem Analbeutel bekommen auch häufiger Hot Spots, da sie oft die Haut an ihrem Hinterteil ablecken.
  4. Untersuche den Bereich um den Hot Spot. Wenn du einen Hot Spot entdeckst, nimm dir die Zeit, die restliche Haut des Hundes genau zu untersuchen. Teile das Fell im Bereich um den Hot Spot und such nach anderen feuchten oder geröteten Stellen. Alle diese Bereiche müssen sofort behandelt werden und wenn möglich solltest du den Grund für den Hot Spot herausfinden (Flohbiss, Kratzer, Allergie etc.).
  5. Ruf deinen Tierarzt an. Wenn dies der erste Hot Spot deines Hundes ist, muss er zum Tierarzt. Dein Tierarzt kann eine genaue Diagnose erstellen und einen Behandlungsplan festlegen.

Den betroffenen Bereich säubern

  1. Kürze das Fell auf dem Hot Spots oder schneide es ab. Wenn der Hot Spot der Luft ausgesetzt ist, trocknet die Feuchtigkeit und der Heilungsprozess wird beschleunigt. Achte darauf, nicht am Fell zu ziehen, die Haut zu reizen oder in die Haut deines Hundes zu schneiden.
    • Desinfiziere deine Schere oder Schermaschine, ehe du sie verwendest. Wenn sehr viel Ausfluss aus dem Hot Spot kommt, musst du deine Schermaschine während des Schneidens regelmäßig reinigen. Ansonsten verstopft sie. Denk daran, das Gerät nach Verwendung zu reinigen und desinfizieren.
    • Lass deinen Hund dafür sitzen oder sich hinlegen. Hol eine zweite Person dazu, wenn du Hilfe dabei brauchst, deinen Hund ruhig zu halten.
    • Damit du nicht aus Versehen in die Haut deines Hundes schneidest, solltest du nicht zu nah an der Haut schneiden und stattdessen einen halben Zentimeter Stoppeln lassen.
    • Wenn der betroffene Bereich zu groß ist, rasiere ihn.
  2. Reinige die Wunde. Verwende ein antimikrobielles Shampoo, das du beim Tierarzt oder in einer Apotheke kaufen kannst.
    • Ein gutes Produkt hat als Inhaltsstoff Chlorhexidin.
    • Du kannst den Bereich auch mit einem milden, auf Wasser basierenden Gesichtswasser oder antiseptischem Spray säubern.
    • Sprich mit einem Tierarzt, ehe du ein Produkt an einem Hot Spot anwendest.
  3. Lass das antimikrobielle Shampoo 10 Minuten einwirken. So kann die Medizin im Shampoo in den betroffenen Bereich eindringen und zu wirken anfangen. Spül alles nach 10 Minuten gründlich aus und trockne die betroffene Stelle ab.
    • Wenn du andere Produkte verwendest, lies die beiliegende Anleitung und befolge sie genau.
  4. Verwende eine antibiotische Salbe oder ein Spray. Dein Tierarzt wird normalerweise ein Medikament für die äußerliche Anwendung wie ein Gentamicin- oder Betamethason-Spray verschreiben. Je nach Situation verschreibt er vielleicht auch orale Antibiotika.
    • Du kannst die Wunde bis zu dreimal am Tag antibiotisch behandeln.
  5. Halte den Bereich trocken. Luft hilft bei der Heilung der Wunde, während Feuchtigkeit das Wachstum der Wunde beschleunigt.
    • Denk daran, dass Hot Spots nicht mit einem Verband abgedeckt werden sollen, da sich darunter Feuchtigkeit sammelt, welche die Wunde verschlimmert.
  6. Schau dir die Wunde zweimal am Tag an. Wenn sich Ausfluss ansammelt, säubere sie wieder (shampoonieren, abspülen, trocknen).
  7. Such auf dem ganzen Körper des Hundes nach neuen oder sich entwickelnden Hot Spots. Dies solltest du täglich tun, vor allem wenn es draußen heiß oder feucht ist.

Weitere Verletzungen vermeiden

  1. Stoppe das Jucken. Hydocortison-Spray und Benadryl-Tabletten wirken gut. Die passende Dosis ist 1 Tablette pro 23 kg.
    • Dein Tierarzt verschreibt vielleicht auch Steroide. Steroide wirken gut an stark betroffenen Stellen, aber haben Nebenwirkungen und können bei langer Einnahme schädlich sein. Wenn zudem die Einnahme des Steroids abgebrochen wird, ehe der Spot verschwunden ist, kann er zurückkommen und schlimmer als vorher sein.
    • Verwende keine Cremes an den Hot Spots. Cremes halten Feuchtigkeit fest, aber der Spot muss komplett austrocknen, ehe er heilen kann.
  2. Verwende einen Trichter, wenn der Hund nicht aufhört, die Läsionen zu lecken und rein zu beißen. Der kegelförmige Kragen schränkt die Reichweite deines Hundes ein, damit er die Wunde nicht weiter reizt.
    • Ein Trichter sollte nicht als einziges Mittel gegen Hot Spots verwendet werden. Trichter behandeln nicht die Hot Spots, sie verhindern nur, dass dein Hund die Läsionen schlimmer macht. Unbehandelte Läsionen werden größer und schlimmer werden. Zudem sind sie schmerzhaft für deinen Hund.
    • Du kannst eine Socke über einen der Hinterläufe deines Hundes ziehen und festkleben, wenn der Hot Spot mit dem Hinterbein gekratzt werden kann.
  3. Kürze die Krallen deines Hundes. So kann dein Hund nicht so einfach die betroffene Stelle kratzen und den infizierten Ausfluss verbreiten.

Tipps

  • Beuge Hot Spots vor. Achte darauf, dass das Fell deines Hundes regelmäßig gepflegt und kurz geschnitten wird, vor allem in der warmen Jahreszeit. Vermeide zudem einen Flohbefall. Im Allgemeinen solltest du jeden Kratzer, Schramme oder Schnitt sofort behandeln und täglich überprüfen, bis sie abgeheilt sind.
  • Es gibt viele Ursachen für die Entwicklung eines Hot Spots, aber du kannst diese Ursachen mindern. Wenn dein Hund zum Beispiel eine Allergie oder eine Futtermittelunverträglichkeit hat, kannst du mit deinem Tierarzt gemeinsam die Symptome und Schübe abmildern.

Warnungen

  • Du solltest deinem Tierarzt alle Ausschläge, Auffälligkeiten oder Wunden auf der Haut zeigen.
  • In ernsten Fällen können Hot Spots die Haut des Hundes stark schädigen. Obwohl es nicht so oft vorkommt, können Hot Spots zu Narben führen.
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