Am Folgetag mit einem Kater umgehen

Опубликовал Admin
11-07-2017, 12:22
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Hattest du gestern Abend einen (oder mehrere) Drinks zu viel und zahlst nun den Preis dafür? Ein Kater ist im Grunde genommen der Versuch des Körpers, mit der Aufnahme zu vieler Giftstoffe umzugehen (deshalb auch Intoxikation genannt). Jeder hat scheinbar eine todsichere Methode gegen einen Kater. Tatsächlich ist es aber am besten, einfach abzuwarten. Es gibt aber ein paar Dinge, die du am nächsten Tag gegen einen Kater unternehmen kannst, während du darauf wartest, dass er vorüber geht.

Einen Kater loswerden

  1. Rehydriere deinen Körper. Ob Rehydrierung den Kater wirklich lindert oder verkürzt – Fakt ist, dass Alkoholkonsum zum Flüssigkeitsverlust beiträgt und dass Rehydrierung wichtig ist, um den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
    • Trinke viel Wasser, wenn du am Vorabend Alkohol getrunken hast. Trage am besten eine nachfüllbare Flasche mit dir herum. Das ist eine gute Angewohnheit, selbst wenn du keinen Kater hast.
    • Sportgetränke eignen sich auch gut, denn sie enthalten Elektrolyte und Natrium, von denen es zu wenig gibt, wenn du dehydriert bist.
    • Dein Blutzucker kann auch zu gering sein, wenn du aufgrund von Alkoholkonsum dehydriert bist. Du könntest Fruchtsäfte trinken, die reichlich Fruchtzucker enthalten.
  2. Bekämpfe Schmerzen mit Medikamenten. Es gibt eine Menge Mittel, die behaupten, dass die Einnahme einer Tablette den Kater beseitigt. Wissenschaftliche Belege gibt es dafür allerdings nicht. Es ist klüger, sich an herkömmliche Schmerzmittel zu halten. Sie helfen gegen Glieder- oder pochende Kopfschmerzen. Sei aber vorsichtig, was die häufig verwendeten Mittel angeht.
    • Schmerzmittel, die Aspirin® oder Ibuprofen® enthalten, können einen bereits irritierten Magen weiter reizen. Nimm deshalb nicht zu viel davon.
    • Schmerzmittel, die Paracetamol® enthalten, müssen ebenfalls vorsichtig eingenommen werden. Sie können die Leber schädigen, die ohnehin bereits geschwächt ist, wenn sie die Toxine des Alkohols aus dem Körper beseitigen muss. Sprich mit deinem Arzt, wenn du regelmäßig Alkohol trinkst oder Leberprobleme hast.
    • Säurehemmer können bei einem durch den Kater verursachten, irritierten Magen helfen. Mit Multivitaminen kannst du die wichtigsten Vitamine und Nährstoffe wieder auffüllen.
  3. Iss vorsichtig. Einige Leute behaupten, dass man einen Kater beseitigt, indem man ein großes, fettreiches Frühstück isst oder viele Kohlenhydrate, die den Alkohol aus dem Körper „aufsaugen“. In Wirklichkeit sollte es dein Hauptanliegen sein, die verlorengegangenen Nährstoffe wieder aufzufüllen.
    • Dünne Suppen, die hauptsächlich aus Brühe bestehen, liefern Nährstoffe und Natrium und sie belasten den Magen nicht.
    • Milde Lebensmittel wie Toast und Cracker eignen sich auch gut, wenn dein Magen gereizt ist und sie heben den Blutzuckerspiegel wieder an.
    • Kalium ist ein wichtiger Nährstoff, der bei Dehydrierung verloren geht. Mit kaliumreichen Lebensmitteln wie Bananen als bekanntester Quelle, aber auch Kartoffeln, grünem Blattgemüse u.a. kannst du deinen Kaliumspiegel wieder anheben.
    • Schinken und Wurst eines großen, fettreichen Frühstücks – auf das einige schwören – reizen den Magen wahrscheinlich nur noch mehr. Eier stecken allerdings voller Proteine und Nährstoffe und können helfen.
  4. Lies den Artikel Einen Kater bekämpfen, um mehr über mögliche Heilmittel zu erfahren. Sei aber bei allen Heilmitteln, die dir vorgeschlagen werden, immer etwas vorsichtig. In Wahrheit gibt es wenig wissenschaftliche Belege, dass damit wirklich ein Kater gelindert werden kann. Das funktioniert meist nur durch Abwarten bis er vorüber geht.

Mit einem Kater arbeiten

  1. Akzeptiere, dass Ruhe das Beste ist. Wenn du einen Kater hast, dann solltest du deinem Körper am besten Ruhe gönnen, damit er die Toxine loswerden, Wasser und Nährstoffe wieder auffüllen und Beschwerden lindern kann.
    • Du solltest wissen, dass ein Kater bis zu 72 Stunden anhalten kann. Im Prinzip gilt: Je mehr du trinkst, desto länger leidest du.
    • Wahrscheinlich kannst du dir den Luxus nicht leisten, einen ganzen Tag (oder mehr) bei einem Kater zu ruhen. Aber selbst kurze Ruhephasen oder „Powernaps“ (kurze „Kraft-Nickerchen) können die Beschwerden lindern.
  2. Kenne deine Grenzen. Wenn du schon einmal einen Kater hattest, dann kennst du die Symptome nur zu gut. Dazu zählen Kopfschmerzen, Lustlosigkeit, Übelkeit, Durchfall, Appetitlosigkeit und Licht-, Geräusch- und Bewegungsempfindlichkeit uvm.
    • Wahrscheinlich sind auch Koordination, Gedächtnis, Reaktionszeit, räumliche Orientierung und Aufmerksamkeitsspanne beeinträchtigt.
    • Das heißt, dass du mit einem Kater wahrscheinlich zur Arbeit gehen kannst. Du wirst aber nicht bestmöglich funktionieren. Du solltest auch vorsichtig sein, wenn du ein Fahrzeug führen oder schwierige oder gefährliche Aufgaben erledigen musst.
  3. Geh an die frische Luft. Ein paar tiefe Atemzüge an der frischen Luft sind eine gute Idee und helfen deinem Körper, sich zu erholen. An einem schönen, sonnigen Tag solltest du eine Sonnenbrille dabei haben, um der Lichtempfindlichkeit entgegenzuwirken. Etwas Zeit im Freien kann auch deine schlechte Katerlaune verbessern.
    • Leichter Sport, z.B. ein Spaziergang, kann deinen Stoffwechsel anregen, so dass die Toxine schneller „ausgewaschen“ werden. Denke daran, dass du zumindest noch etwas dehydriert bist. Deshalb solltest du Trinkwasser dabei haben und dich nicht überanstrengen.
    • Du solltest immer eine Wasserflasche dabei haben, um den ganzen Tag trinken zu können.
  4. Mach auf der Arbeit das Beste daraus. Montage sind häufig „Katertage“, d.h. für viele trotz rasender Kopfschmerzen und saurem Magen arbeiten zu müssen.
    • Wenn du flexiblere Arbeitszeiten hast, dann wäre das ein guter Tag, um etwas später als normal zu beginnen. Jede zusätzliche Ruhe hilft deinem Körper, wieder aufzuladen und sich zu reparieren.
    • In diesem Sinne: Wenn du auf der Arbeit ein oder zwei Powernaps machen kannst, ohne dass beim Aufwachen eine Kündigung am Ärmel hängt, dann wäre das hilfreich.
    • Du wirst heute wahrscheinlich nicht befördert. Wenn du aber deine Tagesroutine (mit deutlich gesenkten Erwartungen) durchziehen kannst, dann hilft das wohl auch, mit dem Kater klarzukommen.
  5. Beschäftige dich. Ob du dich auf der Arbeit oder zu Hause mit dem Kater herumschlägst – fesselnde Aufgaben können helfen, deinen Kopf von den Beschwerden abzulenken.
    • Haushaltsaufgaben wie Saubermachen können eine willkommene Ablenkung sein, um Zeit zu überbrücken. Wenn du aber nicht wirklich Spaß am Staubsaugen hast, dann solltest du etwas machen, das dich sowohl beschäftigt als auch interessiert, z.B. ein Puzzle oder Gartenarbeit.
    • Wenn du dich auf der Arbeit entscheiden kannst, ob du eine Präsentation vorbereitest oder Personalbögen bearbeitest, wähle die Aufgabe, die deinem Kopf und Geist Energie spendet.
    • Triff aber möglichst keine wichtigen Entscheidungen. Denke daran, dass du nicht 100%ig klar im Kopf bist.
  6. Alkohol mit Alkohol zu bekämpfen sollte das Mittel der letzten Wahl sein. Einige glauben, dass man einen Kater am besten wieder loswird, wenn man weiter trinkt. Damit verlängerst (und intensivierst) du aber nur die unvermeidlichen Schmerzen. Wenn du dich allerdings für einen kurzen Moment ein bisschen besser fühlen willst, dann könntest du das ggf. probieren.
    • Gleiches mit Gleichem zu kurieren, kommt von dem alten Glauben, dass man Tollwut verhindern kann, wenn man sich Haare des Hundes, der einen gebissen hat, auf die Wunde legt. Das heißt, dass du das als Heilmittel verwendest, das dir geschadet hat. Jedes dieser Heilmittel ist dabei gleich wirkungsvoll (das heißt, dass es nicht wirklich wirkt).
    • Denke aber daran, dass das Bedürfnis nach einem Drink nach einem Trinkgelage am Vorabend auf ein Alkoholproblem hindeuten könnte.

Den nächsten Kater vermeiden

  1. Erinnere dich daran, wie der Kater sich angefühlt hat. Wenn der Samstagabend toll war, du aber am Sonntag die Folgen ausbaden musstest, dann solltest du am Montag wahrscheinlich eine rationalere Analyse starten: Möchtest du wirklich diesen Zyklus aus zu viel Trinken und folgendem Kater am nächsten Wochenende wieder erleben?
    • Wäre der Abend wirklich so viel weniger schön gewesen, wenn du moderater getrunken hättest? Probiere es beim nächsten Mal aus und sieh, was passiert. Vergleiche auch, wie du dich am nächsten Tag fühlst.
    • Ein Kater ist, wie Magenschmerzen nach zu viel Essen oder Muskelkater nach zu viel Anstrengung, ein Signal deines Körpers, dass du es übertrieben hast. Überlege, ob es dir und deinem Körper nicht besser tut, wenn du moderater vorgehst.
  2. Plane rechtzeitig. Wenn du nächstes Wochenende wieder ausgehst, dann gibt es – neben Alkoholverzicht oder -beschränkung – noch andere Strategien, um die Schwere deines nächsten Katers zu lindern.
    • Iss etwas und trinke Wasser. Dabei geht es weniger darum, den Alkohol zu absorbieren oder zu verdünnen, wie viele glauben. Es geht einfach darum, Raum mit etwas anderem als Alkohol zu füllen. Wenn du zwischen dem Alkoholkonsum isst und Wasser trinkst, dann verringerst du die Menge Alkohol, die du zu dir nimmst, wahrscheinlich erheblich.
    • Trinke möglichst auch ein Glas Wasser, bevor du ins Bett fällst, um gegen die Dehydrierung anzugehen.
    • Du könntest neben dem, wie viel du trinkst, auch ändern, was du trinkst. Dein Körper reagiert vielleicht unterschiedlich auf die verschiedenen Inhaltsstoffe unterschiedlicher, alkoholischer Getränke. Ursachen sind möglicherweise Lebensmittelunverträglichkeiten. Sieh, ob es dir hilft, wenn du andere Getränke zu dir nimmst. Denke aber daran, Alkohol ist Alkohol – was auch immer die Sorte ist – und dein Körper muss ihn abbauen.
  3. Scheue dich nicht, um Hilfe zu bitten. Wenn du dich nicht in der Lage fühlst, moderater zu trinken, um den nächsten Kater zu vermeiden oder wenn häufige Kater deine Arbeit oder deine sozialen Beziehungen beeinträchtigen, dann gibt es viele Organisationen, Menschen und Programme, die dir beim Umgang mit deinem Alkoholproblem helfen.
    • Die Artikel Verantwortungsbewusst trinken und Vom Alkohol wegkommen bieten Hilfe an, wenn du zu viel trinkst.
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