Jemandem bei einer Panikattacke helfen

Опубликовал Admin
18-07-2017, 05:59
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Dabei zu sein, wenn ein Freund unter einer Panikattacke leidet, kann sehr beängstigend sein. Du fühlst dich hilflos, obwohl die Situation einfach erscheint (aber oft nicht einfach ist). Um zu helfen, dass die Situation so schnell wie möglich vorübergeht, folge diesen Richtlinien.

Die Situation erkennen

  1. Versuche zu verstehen was passiert. Menschen, die Probleme mit Panikattacken haben, leiden unter plötzlichen und wiederholten Angstattacken die einige Minuten dauern. Panikattacken zeichnen sich dur eine Angst, die Kontrolle zu verlieren oder Angst vor einer Katastrophe aus, auch wenn keine echte Gefahr besteht. Eine Panikattacke kann ohne Warnung und ohne offensichtlichen Grund auftreten. In Extremfällen können die Symptome von einer akuten Todesangst begleitet werden. Obwohl sie sehr unangenehm sein können und von 5 Minuten bis zu mehreren Stunden dauern können, sind Panikattacken in sich nicht lebensgefährlich.
    • Panikattacken erregen im Körper ein maximales Level an Aufregung, was dafür sorgt, dass die betroffene Person das Gefühl hat, die Kontrolle über sich zu verlieren. Das Gehirn bereitet sich auf einen Kampf oder auf Flucht vor, was das Opfer körperlich dazu zwingt, sich mit der Gefahr auseinanderzusetzen oder zu flüchten, auch wenn die Gefahr nicht real ist.
    • Aus den Adrenaldrüsen werden die Hormone Kortisol und Adrenalin freigesetzt – das macht den Kern einer Panikattacke aus. Das Gehirn kann nicht zwischen einer echten Gefahr, und einer die nur im Gehirn selbst liegt, unterscheiden. Wenn du daran glaubst, ist die Gefahr echt, zumindest für dein Gehirn.
    • Es gibt keinen überlieferten Todesfall aufgrund einer Panikattacke. Sie können nur dann fatal sein, wenn sie von einer bereits bestehenden Krankheit begleitet werden, wie zum Beispiel Asthma, oder wenn sie extremes Verhalten hervorrufen (wie zum Beispiel das Springen aus dem Fenster).
  2. Achte auf die Symptome. Wenn die Person noch nie eine Panikattacke hatte, wird die Panik auf zwei Ebenen auftreten – das zweite ist die Tatsache, dass sie nicht wissen was los ist. Wenn du genau erkennen kannst, dass es sich um eine Panikattacke handelt, verringert das das Problem bereits um die Hälfte. Symptome sind unter anderem:
    • Herzklopfen oder Schmerzen im Brustbereich
    • Erhöhte Herzfrequenz
    • Schnelle oder übertriebene Atmung
    • Kopfschmerzen
    • Rückenschmerzen
    • Zittern
    • Kribbeln in den Fingern oder Zehen
    • Schwitzen
    • Trockener Mund
    • Schluckprobleme
    • Schwindel/Gefühl ohnmächtig zu werden (gewöhnlich durch hyperventilieren hervorgerufen)
    • Übelkeit
    • Bauchkrämpfe
    • Hitzewallungen oder Kältegefühl
  3. Wenn dies zum ersten Mal passiert, sollte sofort ein Arzt gerufen werdnen. Wenn Zweifel bestehen, ist es immer die beste Option, sofort medizinische Aufmerksamkeit zu bekommen. Dies ist besonders wichtig, wenn die betroffene Person unter Diabetes, Asthma oder anderen gesundheitlichen Problemen leidet. Es ist wichtig zu betonen, dass die Symptome einer Panikattacke denen eines Herzinfarktes ähneln können. Denke daran, wenn du die Situation abschätzt.
    • Wenn es nicht zum ersten Mal ist, dass eine Person eine Panikattacke hat, rufe nicht gegen ihren Willen die Rettung oder bringe sie in die Notaufnahme. In einen unsympathischen, kalten und Weisen Raum gesteckt zu werden ist das letzte was sie braucht um sich zu beruhigen.
  4. Finde den Grund der Attacke heraus. Sprich mit der Person und stelle fest ob sie an einer Panikattacke oder einem anderen gesundheitlichen Notfall (wie ein Herzinfarkt oder einen Asthma-Anfall) leidet, für welche sofort ein Arzt gerufen werden müsste. Wenn die Person bereits eine Panikattacke erlebt hat, kann sie dir vielleicht helfen herauszufinden was los ist.
    • Viele Panikattacken finden ohne Grund statt, oder die betroffene Person kennt den Grund der Attacke nicht. Aus diesem Grund kann es unmöglich sein, den Auslöser festzustellen. Wenn die Person sagt, dass sie nicht weiß warum, glaube ihr. Nicht alles passiert aus einem guten Grund.

Der Person helfen sich zu entspannen

  1. Entferne den Auslöser oder bringe die Person in einen ruhigen Bereich. Die Person wird wahrscheinlich einen starken Wunsch verspüren, sich von dem Ort wo sie gerade ist zu entfernen. Um dabei zu helfen, und dafür zu sorgen dass sie in Sicherheit ist, bringe sie woanders hin – bevorzugter Weise in einen ruhigen, offenen Bereich.
    • Manchmal verfügen Personen die unter Panikattacken leiden bereits über Techniken oder Medikamente, die ihnen helfen, die Attacke zu übersetehen. Frage sie daher ob du mit etwas bestimmtem helfen kannst. Vielleicht gibt es einen Ort, wo sie gerne sein möchten.
  2. Sprich mit der Person mit ruhiger und fester Stimme. Sei darauf vorbereitet, dass die Person vielleicht die Flucht zu ergreifen versucht. Auch wenn die Situation eine große Herausforderung für dich darstellt, sit es wichtig dass du selbst ruhig bleibst. Bitte die Person sich ruhig zu verhalten, aber du solltest sie niemals angreifen, festhalten oder in ihren Bewegungen einschränken. Wenn sie sich bewegen möchten, schlage ihnen vor Dehnungsübungen zu machen, zu hüpfen oder mit dir einen raschen Spaziergang zu unternehmen.
    • Wenn du bei der Person zuhause bist, schlage vor, einen Schrank zu sortieren, oder anderes Aufräumen als Aktivität. Da sie körperlich auf Kampf oder Flucht vorbereitet ist, kann das Kanalisieren von Energie zu bestimmten Objekten und klaren, konstruktiven Aufgaben ihr helfen, mit den körperlichen Auswirkungen umzugehen. Die Bewältigung der Aufgabe kann dabei helfen die Laune der Person zu verbessern, oder die Angst zu besiegen.
    • Wenn nicht zuhause, schlage eine Aktivität vor, die der Person helfen kann, sich zu konzentrieren. Das einfach Heben und Senken der Arme kann dafür ausreichend sein. Wenn die Person davon müde wird (oder sich wegen der Wiederholungen langweilt), wird ihr Gehirn sich weniger auf die Panik konzentrieren.
  3. Nimm ihre Angst ernst. Dinge wie „Es gibt keinen Grund sich sorgen zu machen“ oder „Das spielt sich alles nur in deinem Kopf ab“ oder „deine Reaktion ist übertrieben“ wird das Problem nur verschlimmern. Die Angst ist für die Person in diesem Moment echt, und das Beste, das du für sie tun kannst ist dabei zu helfen mit der Angst umzugehen – sie herunterzuspielen oder auf irgendeine Weise nicht ernst zu nehmen kann die Panikattacke verschlimmern. Sag einfach „Es ist in Ordnung“ und achte auf die Atmung.
    • Emotionale Drohungen sind genauso real wie Todesdrohungen für den Körper. Deshalb ist es wichtig die Ängste ernst zu nehmen. Wenn die Ängste nichts mit der Realität zu tun haben und der Grund für die Reaktion in der Vergangenheit liegt, kann es helfen, die Person auf die Realität hinzuweisen. „Wir haben es hier mit Toni zu tun, der regt sich nie so sehr über die Fehler von anderen auf wie Fred das gemacht hat. Er wird wahrscheinlich so reagieren wie immer, und wahrscheinlich helfen. Es wird bald vorbei sein, und er wird sich nichts Besonderes dabei denken.“
    • Stelle eine Frage auf ruhige und objektive Weise: „Reagierst du auf etwas das jetzt gerade passiert, oder auf irgendetwas in der Vergangenheit?“. Das kann dem Opfer der Panikattacke helfen seine Gedanken zu ordnen und Situationen in der Vergangenheit von aktuellen Gefahrensignalen zu unterscheiden. Höre zu und akzeptiere die Antwort die du bekommst – Manchmal haben Menschen, die bereits Missbrauch erlebten eine sehr starke Reaktion auf echte Warnsignale. Fragen zu stellen und sie selbst herausfinden zu lassen worauf sie reagieren ist der beste Weg sie zu unterstützen.
  4. Sage nicht „Beruhige dich“ oder „Es gibt nichts wovon du Angst haben musst“. Wie genial! Daran hätte die Person nie gedacht! Sie zu bevormunden wird die Person nur noch verängstigter machen. Außerdem, wenn du der Person mitteilst dass es nichts gibt, wovon sie Angst haben muss, wird sie daran erinnert wie weit sie von der Realität entfernt ist, und dadurch gezwungen, noch mehr Panik zu verspüren. Sage stattdessen etwas wie „Ich verstehe dass es dir nicht gut geht. Das ist okay. Ich bin hier um dir zu helfen.“
    • Es ist wichtig dass du die Situation als tatsächliches Problem erkennst, so als ob die Person am Bein bluten würde. Während du nicht sehen kannst was los ist, erlebt die betroffene Person etwas sehr beängstigendes. Von ihrer Seite betrachtet, ist die Situation sehr unterschiedlich. Die Situation als solche zu behandeln, ist die einzige Möglichkeit zu helfen.
  5. Mache der Person keinen Druck. Dies ist nicht der Zeitpunkt sie dazu zu zwingen Antworten zu geben oder Dinge zu tun die die Angst verschlimmern könnten. Minimiere den Stress indem du einen beruhigenden Einfluss für die Person darstellst und ihr hilfst sich zu entspannen. Bestehe nicht darauf, dass sie den Auslöser der Attacke herausfindet. Das würde die Situation nur verschlimmern.
    • Höre unterstützend zu wenn der Betroffene spontan versucht herauszufinden, worauf er reagiert. Bewerte ih nicht, höre einfach zu und lasse ihn reden.
  6. Ermuntere den Betroffenen seine Atmung zu kontrollieren. Das Zurückgewinnen der Kontrolle über die Atmung wird helfen, die Symptome zu eliminieren und die Person zu beruhigen. Viele Menschen atmen sehr schnell und kurz wenn sie an einer Panikattacke leiden und manche halten die Luft an. Dies reduziert die Aufnahme von Sauerstoff und sorgt dafür, dass die Herzfrequenz steigt. Verwende eine der folgenden Techniken um die Atmung zu normalisieren:
    • „Versuche deine Atemzüge zu zählen“. Eine Möglichkeit zu helfen ist die Person zu bitten, mit deinem Zählen ein- und auszuatmen. Beginne laut zu zählen, und ermutige die Person für 2 Zahlen ein- und für 2 auszuatmen. Erhöhe diese Frequenz schrittweise auf 4 und dann auf 6, bis die Atmung der Person sich verlangsamt und reguliert hat.
    • „Überzeuge den Betroffenen in eine Papiertüte zu atmen“. Wenn er das will, biete ihm eine Papiertüte an. Beachte aber, dass für manche Menschen die Tüte selbst einen Auslöser von Gefahr darstellen kann, besonders besonders wenn sie die schlechte Erfahrung machten, während früheren Panikattacken zur Verwendung der Tüten gezwungen worden zu sein.
      • Da dies gemacht wird um Hyperventiliern zu verhindern, ist es vielleicht nicht notwendig, wenn der Betroffene während einer Panikattacke seinen Atem anhält oder verlangsamt. Wenn es jedoch nötig sein sollte, sollte abwechselnd 10 Mal in die Tüte geatmet werden, gefolgt von 15-sekundigem Atmen ohne der Tüte. Es ist wichtig, das Atmen in die Plastiktüte nicht zu übertreiben, damit das Kohlendioxid-Level nicht zu sehr steigt und das Sauerstoff-Level zu sehr sinkt. Dies würde zu schlimmeren gesundheitlichen Problemen führen.
    • Ermutige die Person dazu, durch die Nase ein- und durch den Munt auszuatmen, ähnlich dem Aufblasen eines Luftballons. Mache das gemeinsam mit ihr.
  7. Halte sie kühl. Oft werden Panikattacken von einem Gefühl von Wärme begleitet, besonders im Gesichts- und Halsbereich. Ein kalter Gegenstand, idealerweise ein nasser Waschlappen, kann oft helfen diese Symtomatik zu verringen und dabei helfen, die Ernsthaftigkeit der Attacke zu reduzieren.
  8. Lasse die betroffene Person nicht alleine. Bleibe bei ihr bis sie sich von der Attacke erholt hat. Verlasse niemals jemanden, der Atembeschwerden hat. Eine Person die unter einer Panikattacke leidet mag vielleicht unfreundlich oder unhöflich erscheinen, versuche aber zu verstehen was in ihr vorgeht und warte ab, bis sie wieder zur Normalität zurückgekehrt sind. Frage sie, was in der Vergangenheit funktioniert hat, und ob,und wann sie ihre Medikamente genommen hat.
    • Auch wenn du dich nicht sehr hilfreich fühlst, sei dir bewusst, dass du für den Betroffenen eine Ablenkung darstellst. Wenn niemand da wäre, wäre er mit seinen Gedanken alleine. Allein die Tatsache dass du da bist, hilft dem Betroffenen, sich in der Realität zu verankern.
  9. Abwarten. Obwohl es wie eine Ewigkeit erscheinen mag (sogar für dich, aber besonders für den Betroffenen), wird die Situation vorbeigehen. Gewöhnliche Panikattacken haben ihren Höhepunkt nach 10 Minuten und klingen ab diesem Zeitpunkt langsam und konstant ab.
    • Allerdings haben weniger schlimme Panikattacken die Tendenz länger zu dauern. Das heißt, die Person wird besser damit zurechtkommen, wodurch die Länge kein so großes Problem darstellt.

Mit ernsten Panikattacken umgehen

  1. Rufe medizinische Hilfe. Wenn die Symptome nicht innerhalb weniger Stunden abklingen, ziehe es in Betracht, sofortigen medizinischen Rat einzuholen. Auch wenn es nicht um Leben oder Tod geht, rufe einen Arzt, wenn auch nur für einen Ratschlag. Die Ärzte in der Notaufnahme werden dem Patienten wahrscheinlich Valium oder Xanax oder einen Beta-Blocker wie Atenolol verabreichen, um die Herzfrequenz und die Adrenalinausschüttung im Körper zu beruhigen.
    • Wenn die Betroffenen noch nie eine Panikattacke erlebt haben, möchten sie wahrscheinlich ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen, da sie nicht wissen was mit ihnen geschehen wird. Wenn sie jedoch bereits Panikattacken hatten, wissen sie, dass die Notaufnahme ihre Situation verschlimmern wird. Frage sie. Die Entscheidung wird letztendlich von der Erfahrung der betroffenen Person und deiner Interaktion mit ihr abhängen.
  2. Hilf der Person, sich in Therapie zu begeben. Panikattacken sind eine Form von Angststörung welche professionell behandelt werden soll. Ein guter Therapeut sollte in der Lage sein, die Auslöser der Panikattacken herauszufinden, oder zumindest helfen können, dass der Betroffene ein besseres Verständnis der physiologischen Seite der Situation zu bekommen. Wenn die Person damit beginnt, erlaube ihr in ihrem eigenen Tempo Fortschritte zu machen.
    • Mache ihnen klar, dass Therapie nichts für „Verrückte“ ist. Es ist eine legitime Weise Hilfe zu bekommen, die Millionen von Menschen in Anspruch nehmen. Außerdem kann ein Therapeut Medikamente verschreiben, die das Problem unter Kontrolle behalten können.
  3. Pass gut auf dich auf. Du hast vielleicht starke Schuldgefühle, dass du während der Panikattacke eines Freundes selbst beinahe ausflippst, aber das ist normal. Sei dir bewusst, dass es eine gesunde Reaktion ist, sich verunsichert und verängstigt zu fühlen, wenn man Zeuge einer derartigen Situation wird. Wenn es dir hilft, bitte den Betroffenen, später darüber zu sprechen, damit du in der Zukunft besser damit umgehen kannst.
    • Panikattacken können für Beziehungen eine Herausforderung darstellen. Während du der betroffenen Person vielleicht helfen willst, ist es letztendlich in deren Interesse, dass du das nicht tust. Lebe dein Leben so normal wie möglich weiter – wenn dein Leben voll von Auslösern ist, dann muss das eben so sein. Noch mehr Gründe für eine Therapie und das Problem am Schopf zu packen.

Tipps

  • Bringe die betroffene Person nach draußen, wenn die Panikattacke an einem lauten, oder von Menschen überfüllten Ort stattfindet. Sie muss ins Freie um sich zu entspannen.
  • Wenn jemand der dir sehr nahe steht unter einer Angststörung leidet und die Panikattacken häufig auftreten, kann das für die Beziehung eine Herausforderung darstellen. Wie man mit den Auswirkungen von Panikattacken in Beziehungen umgeht, kann von diesem Artikel nicht behandelt werden, und es sollte professionelle Hilfe gesucht werden.
  • Wenn die betroffene Person ein Haustier hat, gibt es wissenschaftliche Studien, die belegen, dass das Streicheln eines Hundes den Blutdruck senkt.
  • Weniger häufige Symptome können sein:
    • Beunruhigende oder negative Gedanken
    • Rasende Gedanken
    • Gefühlter Realitätsverlust
    • Gefühl drohenden Unheils
    • Gefühl, dass der Tod bevorsteht
    • Flecken auf der Haut
  • Ermutige den Betroffenen, die Toilette zu benutzen. Dies hilft, Giftstoffe aus dem Körper auszuscheiden und hilft auch dabei, sich auf etwas anderes zu konzentrieren.
  • Bitte den Betroffenen sich etwas Schönes, wie einen Ozean oder eine grüne Wiese vorzustellen, um ihre Gedanken zu beruhigen.
  • Wenn keine Papiertüte vorhanden ist, schlage dem Betroffenen vor, mit seinen Händen einen Hohlraum zu formen und durch das kleine Loch zwischen den Daumen zu atmen.
  • Zögere nicht den Notrufservice zu anzurufen um Hilfe zu bekommen. Dafür ist dieser schließlich da!

Warnungen

  • Panikattacken erscheinen Menschen die sie noch nie erlebt haben, oft wie Herzinfarkte. Diese können jedoch tödlich sein, und wenn unklar ist, um welche der beiden es sich handelt, ist es am besten, die Rettung zu rufen.
  • Asthmatiker haben während einer Panikattacke oft das Gefühl, dass sie ihren Inhalator benötigen, wegen dem Druck in der Brust und der Kurzatmigkeit. Stelle sicher, dass es sich wirklich um einen Asthma-Anfall und nicht eine Panikattacke handelt. Wird der Inhalator verwendet wenn er nicht benötigt wird, kann dies die Panikattacke verschlimmern, da das Medikament die Herzfrequenz erhöhen soll.
  • Wenn die Papiertüten-Methode verwendet wird, sollte die Tüte nur ausreichend um den Mund und die Nase platziert werden, dass der ausgeatmete Atem wieder eingeatmet werden kann. Stülpe die Tüte nie über den Kopf und verwende niemals eine Plastiktüte.
  • Das Atmen in die Papiertüte ruft die wiederholte Einatmung von Kohlendioxid hervor, was zu respiratorischer Azidose führen kann. Dies ist ein gefährlicher medizinischer Ernstfall, was die Bindung des Sauerstoffs an das Hämoglobin (Blut) behindert. Alle Versuche eine Panikattacke auf diese Weise in den Griff zu bekommen, sollten gut überwacht, oder unterlassen werden.
  • Es ist zu betonen, dass viele Asthmatiker unter Panikattacken leiden. Es ist absolut entscheidend, dass diese Menschen die Kontrolle über ihre Atmung zurückgewinnen. Wenn es einer Person nicht gelingt die Atmung wieder zu normalisieren, und keine medizinische Hilfe in Anspruch nimmt, kann die daraus resultierende Asthma-Attacke schlimme Konsequenzen haben und in manchen Fällen zum Tod führen.
  • Auch wenn die meisten Panikattacken nicht tödlich sind, kann Tod auftreten, wenn die Panikattacke von Tachykardie, Herzrhythmusstörungen, Asthma und/oder die physiologischen Prozesse des vegetativen Nervensystems (wenn es sich nicht in Harmonie befindet).
  • Stelle sicher, dass der Grund der Atmungsstörungen nicht Asthma ist, denn Asthma ist eine völlig andere Krankheit die eine unterschiedliche Behandlung benötigt.

Was du brauchst

  • Papiertüte (optional )
  • Nasses Tuch
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